"Frage Kosten Kieferorthopäde"

StartseiteForum › "Frage Kosten Kieferorthopäde"
Startseite Navigation
EinloggenRegistrieren

Anonym schrieb am 02.09.2022 11:50

Frage Kosten Kieferorthopäde

Guten Morgen,

Kind 2 braucht eine Spange. Er hat einen Überbiss, also der Unterkiefer steht zurück und die VOrderzähne sind zu tief. Nagelt mich nicht auf Fachbegriffe fest, das kann ich mir nicht gut merken.

Jetzt haben wir, da privat versichert, einen Kostenvoranschlag. Ich kam mir bei dem Termin etwas wie bei einer Verkaufsveranstaltung vor. Der KO ist sehr nett, aber er hat dauernd meinen NAmen gesagt und die Sachen hochgehalten...

Nun soll er erst für 9-12 Monate eine lose Spange bekommen, die er nur in SChule, beim Essen und irgendwas noch, abnehmen darf. Danach eine feste für die gleiche Zeit. Anschliessend wird ein Draht hinter die Zähne geklebt, damit die stabil stehen bleiben. Das soll dann für immer drin bleiben. Und er soll dann nochmal die lose Spange bekommen, damit der Erfolg gesichert bleibt und diese für 2 Jahre tragen.

Alles Zusammen etwa 9000 Euro für die 4 Jahre.

Ich bin damit überfordert. Ich habe mich mit Impfen, Kinderkrankheiten, Schuheinlagen, Hochfiebern ja oder nein und Stoffwindeln ;-) und allem möglichen auseinander gesetzt, aber hier hab ich echt keinen Plan. Passen die Kosten und ist das so sinnvoll?

Danke, Lola

Antworten

NoName (Profil) schrieb am 02.09.2022 12:01

Hallo Lola,
Ich hab vor einem Jahr vor genau dieser Entscheidung gestanden. Meine Tochter hatte auch einen Überbiss. Letzte Woche bekam sie gesagt, dass der Überbiss jetzt fertig behandelt ist und sie jetzt nur noch die Spange für die nächsten Monate nachts tragen muss.
Mih hat der Kstenvoranschlag auch geschockt. Aber ich sage mir immer, bei gesetzlich Versicherten ist es auch nicht unbedingt günstiger, da werden die Kosten nur nicht offen gehandelt. Den Kostenvoranschlag musst du bei Krankenkasse und ggf. Beihilfe einreichen, die schreiben dir dann ob der Kieferorthopäde evtl etwas reingerechnet hat, was nicht übernommen wird. Aber dieÄrzte müssen sich auch absichern... und die 9.000 EUR sind ja die geschätzten Gesamtkosten. Die fallen auch nicht auf einmal an.

wireni (Profil) schrieb am 02.09.2022 20:29

Hallo,
ich kann natürlich nicht sagen, ob das sinnvoll ist oder die Kosten angemessen sind. Aber wir haben gerade fast die gleiche Diagnose und den gleichen Behandlungsplan bekommen, die Kosten weiß ich jetzt nicht genau, aber auch so was in der Dimension. Als freiwillig gesetzlich Versicherte bezahlen wir erst 20% der Kosten selbst, nach erfolgreicher Behandlung können wir den Eigenbeitrag von der KV zurückbekommen.

Anonym schrieb am 02.09.2022 21:00

Hallo,
wir sind mit der Überbiss-Behandlung gerade durch. Hat sich über knapp 3 Jahre gezogen, daher weiß ich nicht mehr, wie hoch der Kostenvoranschlag war. Aber ich hab etwas von 4000€ im Kopf, was mir schon extrem viel vorkam. Das Ganze kam dann in Abschlägen alle 3 Monate…

Wir hatten damals bei Beihilfe und KV nachgefragt, und bekamen die Auskunft, dass alles im „normalen Rahmen „ bezahlt würde. Probleme gäbe es nur, wenn der Arzt den 3,5-fachen Satz verlangen würde. Das ginge dann nur mit ausführlicher Begründung. Wir waren in der Mund-/Kiefer-/Gesichtschirurgie einer Uniklinik…

Abo wegen Details

natascha (Profil) schrieb am 02.09.2022 21:16

Hi,
schon mal über ne Zahnzusatztversicherung für Kinder incl Spange nachgedacht. ?

Das gibt es und könnte sich rechnen.
Liebe Grüsse
Natascha

Anonym schrieb am 02.09.2022 21:55

Meinst Du mich, Natascha?

Es ging mir nicht um die Übernahme der Kosten. Das werde ich einreichen und sehen, ob es gezahlt wird. Aber ich geh davon aus. Ich wollte nur sehen, ob der mir jetzt mehr andreht, als sein müsste und irgendwie will ich auch nicht so hohe Kosten verursachen, wenn es nicht sein muss...

Aber scheint ja im Rahmen zu sein...

Lola

Lola (Profil) schrieb am 02.09.2022 22:18

@wireni
20% erstmal selber zu tragen ist auch ne Ansage.

Er ist jetzt der erste, bei dem alle Zähne da sind. Ich hoffe, die anderen beiden kommen drum herum.

Mornica (Profil) schrieb am 02.09.2022 22:34

Da gibt es schon noch Unterschiede zwischen den KO-Praxen. Wir hatten auch erst eine, die mir persönlich zu geschäftstüchtig wirkte. Fühlte mich komplett überfordert und auch irgendwie über den Tisch gezogen, weil sie sich mit gesetzlicher Krankenversicherung nicht abgeben wollte. Sind dann woanders hin.
Nun fertig, nur - wie bei euch geplant - noch die lose Spange für 1x die Woche und fester Retainer für immer. Kosten etwa 2500 Euro für uns, gesamt weiß ich nicht mehr (aber sicher unter 4500 Euro), dreieinhalb Jahre. Gesetzlich versichert, das heißt, ich bekomme bald 80 % von den 2500 Euro zurück.
Gruß
Bettina

Anonym schrieb am 03.09.2022 00:48

hi Lola,

....hier ist Töchterlein sicher schon 4 Jahre beim Kieferorthopäde (sind privat /Beilhilfe versichert) . Kostenvoranschlag bei beiden eingereicht-fast alles erstattet bekommen ( es sei denn nicht erstattungsfähig - hält sich aber im Rahmen). ....Nr.2 und Nr.3 kommen auch noch..... Grüße Kathrin

Lola (Profil) schrieb am 03.09.2022 08:43

@Kathrin,

weisst Du, wie hoch die Kosten etwa waren?

MausmannMama (Profil) schrieb am 04.09.2022 15:47

Wir sind demnächst dran, auch wegen Überbiss. Meine Frage: Was ist Beihilfe? Gibt es die nur für Privatversicherte?

Mornica (Profil) schrieb am 04.09.2022 19:41

Beihilfe gibt es für Mitarbeiter:innen im öffentlichen Dienst. In der Regel aber nur für Beamte/Beamtinnen relevant, für Beschäftigte (früher Angestellte und Arbeiter) kaum der Rede wert. Ich (Beschäftigte, gesetzlich versichert) bekomme zB für mein bei mir mitversichertes Kind nix dazu.
Also ganz nirmal, wie alle gesetzlich Versicherten außerhalb des öD.
Bei privat versicherte Beamt. zahlt ja die Beihilfe generell die eine Hälfte der Kosten, die priv. Krankenversicherung die andere Hälfte.

Henni (Profil) schrieb am 05.09.2022 19:28

Die Beihilfe ist bei Beamten etc. quasi der Arbeitgeberanteil an der KV.

Bei der gesetzlichen teilt man sich den Beitrag zur KV.
Bei den Beamten versichert man sich zu einem Teil selbst - privat - und bekommt den anderen Teil erstattet über die Beihilfe. D.H man reicht jedes Rezept, jede Arztrechnung etc. bei der jeweiligen Krankenkasse und bei der Beihilfe ein und bekommt die Kosten dann hoffentlich erstattet.
Bei so großen Sachen wie bei Lola fragt man vorher nach, um keine bösen Überraschungen zu erleben.

LG Henni

Gerlind (Profil) schrieb am 06.09.2022 16:50

Also es gibt Unterschiede bei den Kieferorthopäden und es die machen dann auch noch mal Unterschiede ob gesetzlich oder privat. Bei unseren privat versicherten Bekannten war die Behandlung immer länger, umfangreicher, besser??? als bei meinen Kindern. Die Zähne sahen hinterher bei allen vernünftig aus...

Ich denke egal ob gesetzlich oder privat - es ist beim Kieferorthopäden meist sinnvoll sich ne Zweit- oder gar Drittmeinung zu holen. Es sei denn man hat Freunde mit einschlägigen Erfahrungen und geht mit diesen mit - wie in unserem Fall ;-)

Deichkind (Profil) schrieb am 16.09.2022 14:15

Beihilfe gibt es für Mitarbeiter:innen im öffentlichen Dienst. In der Regel aber nur für Beamte/Beamtinnen relevant, für Beschäftigte (früher Angestellte und Arbeiter) kaum der Rede wert. Ich (Beschäftigte, gesetzlich versichert) bekomme zB für mein bei mir mitversichertes Kind nix dazu.
Also ganz nirmal, wie alle gesetzlich Versicherten außerhalb des öD.
Bei privat versicherte Beamt. zahlt ja die Beihilfe generell die eine Hälfte der Kosten, die priv. Krankenversicherung die andere Hälfte.

Beihilfe zahlt bei uns 90%, generell bei Kindern wird sehr viel bezahlt. Wir haben auch einen Kostenvoranschlag hier liegen und sollen 1600€ dazu zahlen.