"Internat"

StartseiteForum › "Internat"
Startseite Navigation
EinloggenRegistrieren

Anonym schrieb am 05.08.2021 07:11

Internat

Guten Morgen,

Ich bin schon lange hier und schätze den gesunden Erfahrungsaustausch sehr, der mit schon einige Anregungen außerhalb meiner “Blase” gegeben hat.
Meine Kinder sind 7und fast 9. Ich bin seit eh und jeh alleinerziehend. Sie besuchen eine Freie Waldorfschule in Sud süd Deutschland. Ich habe etwas Befürchtung vor der Teenager Zeit, ich kann mich nicht zweiteilen , seine Erziehung liegt komplett bei mir, daher überlege ich manchmal, ob ein Internat nicht eine gute Losung wäre. Kann jemand aus der Richtung berichten? Wann ist ein gutes Eintritts alter ? Ich dachte so 15? Und wie findet man ein gutes Internat?

Viele Grüße
Frau M

Antworten

Anonym schrieb am 05.08.2021 14:25

Hi,

das sind ja noch 4 Jahre,
es pasiert so viel in der Zeit.
Du rutscht da so rein. Pupt. Ist nicht irgendwann einfach da, die entwickelt sich. Hab vertrauen in die Selbständigkeit deiner Kinder.
Du musst nicht alles regeln.
Mit 15 ... Puh..... Da ist evtl. Die Schule fast um. Viele beginnen mit 16 ne Lehre.
Ist ein sensibles Alter...
Ist nicht die Antwort auf deine Frage.
Aber in dem Alter würde ich kein Kind aus seiner Umgebung reisen, wenn es anderst geht auser es möchte das so.
Freunde, Schule.... Alles neu.....
Mir stellt sich die Frage, was macht dir jetzt Angst oder ueberfordert dich gerade, dass du so weit vor denkst.....

Kraftvolle Grüsse

Anonym schrieb am 05.08.2021 14:30

Moin, ich schreib einfach mal frei raus, ohne dass ich Eure Situation oder Euch kenne, jedoch allergrößte Hochachtung vor Alleinerziehenden habe....
Ich kann Deine Ängste verstehen, überfordert zu sein und daher Profi-hilfe von geschultem Personal annehmen zu wollen.
Aber
Wer kann seinem Kind am besten durch schwierige Zeiten in der Entwicklung helfen und beistehen und davon gibt es viele, die ihr bereits unter erschwerten Bedingungen (Alleinerziehend) gemeistert habt...sei es als Schreibaby, sei es in so etlichen Trotz- aber auch Selbstfindungsphasen ...?:
Einem Kind in schwieriger Selbstfindungsphase dann noch dem sozialen Umfeld zu entreißen, halte ich für sehr schwierig und nicht unbedingt unter den von Dir oben genannten Punkten sinnvoll (es sei denn, es schlummern weitere Gründe, die Euch bis dato einen sehr sehr steinigen Weg in Eurer Beziehung verschafft haben).
Gelernte Profis können nicht die Liebe, das Verständnis und Stütze der Eltern ersetzen. Und Lehrbuchwissen ist nicht alles. Zudem trägt es vielleicht auch für das Kind führend den Gedanken des "Abschieben" als den Positiven Gedanken des "Hilfe Suchens und Annehmend" der Mutter, aus Angst, was falsch zu machen oder den vielleicht kommenden Herausforderungen nicht zu bestehen.

Alles Gute für eine weise Entscheidung
L.

Anonym schrieb am 05.08.2021 16:50

Ich habe keine Erfahrung mit Internaten, kenne aber Alleinerziehende mit Teenagern und die Kinder sind alle wohlgeraten.

Und aus leider Erfahrung mit Umzügen würde ich kein Kind mehr und schon gar nicht mitten in der Pubertät, die Schule wechseln lassen.

AnoUmzug

Anonym schrieb am 05.08.2021 17:22

Moin,

hier mehrerlei Sichtweisen.

Ein Freund von mir war auf einem Internat. Das bekannte am Bodensee. Man merkt es ihm an, und er hat viel von schnöseligen Leuten erzählt.

Ein Freund einer Freundin war auf einem Internat, welches weiß ich nicht, und hat wohl immer sehr begeistert erzählt.

Mein eigener Sohn (11) ist ein soziales Phänomen und ist in Gruppen jedwelcher Größe so glücklich, auch in Feriencamps usw., zuhause hingegen gibt es oft Streit, dass ich ernsthaft überlegt habe, ob es für ihn nicht das schönste wäre, auf ein Internat zu gehen. Er hat, obwohl ich ihm erklärt habe, dass ich ihn eh am liebsten hierbehalten würde, sofort das Gefühl des Abschiebens gehabt und sagt ganz klar, er will zuhause bleiben. Vielleicht kommt es irgendwann :)

Ich würde das auch erstmal auf mich zukommen lassen und nicht so weit vorausdenken. Manche Teenies sollen auch gar nicht sooo schlimm sein, solange man sie anständig behandelt ;)

Könntest Du Dir das denn als Alleinerziehende finanziell leisten?






Anonym schrieb am 05.08.2021 17:30

Ich denke auch, dass Du Dir da zu viel Kopf machst. Ich kenne zwei Witwen, die das auch super hinbekommen haben, alleine mit zwei Kindern, eins davon ein Junge. Es ist wie jede Phase, es kommt nicht plötzlich.

Ein Internat so spät macht sicher keinen Sinn, das ist ja wie ein Schulwechsel in dem Alter. Da sind alle Cliquen schon gefestigt, sehr schwierig finde ich. Wenn, dann müsste man das direkt mit dem Schulwechsel auf die weiterführende Schule machen oder so. Und das ist eben deutlich früher...

Nachtkatze (Profil) schrieb am 07.08.2021 06:59

Hi,

also, ich bin auch allein, mit fünf Kinder. Zwei sind Teenies-im-Endstadium, also fast erwachsen. Es geht. Und zwar sehr gut.
Sorgen sind wie Nudeln, Du machst Dir immer zu viele;-)
Die Kinder agieren tatsächlich ja auch irgendwann sehr erwachen. Sie machen ihren Kram selbstständig und ich hab hier mehr Hilfe durch die zwei Großen als dass ich mich kümmern müsste. Und grad ne gute Waldorfschule leistet da viel.

Ich war selbst ab 13 auf einem Internat (Inselkind) und meine Mutter hat es als unglaublich anstrengend empfunden, weil all die Sorgen ja bleiben, Du kannst nur nix machen. Streit mit der Freundin, die ersten wilden Partys, Schule ruft an weil Kind ist zur Schliesszeit nicht zurück gekommen…und Dir bleiben die Ferien erhalten;-). Dazu kommt ne Menge Wäsche und Fahrkosten, Aufwand an Besuchswochenenden und üble Dikussionen mit Kind wegen Du-hast-mich-abgeschoben. (In den miesen Teenie-Tagen).

Was sagen Deine Kinder denn? Ihr könnte ja vielleicht mal eins ansehen?

Liebe Grüße

Nachtkatze (Profil) schrieb am 07.08.2021 07:02

Ach so: Internate sind total verschieden. Es gibt durchaus bodenständige. Ist ein Biss wie mit Waldorfschulen, die können auch auch sehr verschieden sein;-)

Anonym schrieb am 11.08.2021 10:16

Haben unseren ältesten fast 400km entfernt bei den Großeltern, damit er dort zur Schule gehen kann.
Er möchte das so, aber als Mutter finde ich es nicht einfacher. Denn Schwierigkeiten gibt es immer mal. Die sind nur auf die Entfernung auf schwieriger zu lösen bzw. überhaupt erstmal überhaupt schwieriger zu erfassen.
Und als Mama ist man eben doch der Fels in der Brandung und ist gefragt, Entfernung hin oder her. Und mir fällt es schwer durchs Telefon und per Skype und so...