"C-Impfung ab 12"

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corinna (Profil) schrieb am 03.08.2021 17:51

C-Impfung ab 12

Hi
Ja, nein? Was sind eure Meinungen?
Ich möchte meine 14jährige solang die STIKO nicht ihr ok gibt nicht impfen lassen. Nun kann sie ja wohl selber entscheiden. Meine EX-Schwiegermutter ist zudem noch Ärztin. Morgen hat sie Termin. Mir ist nicht wohl dabei und ich fühle mich so ohnmächtig. Ich gegen restliche „Familie“. Blödes Gefühl. Sie wird ja auch beeinflusst, also so ganz frei ohne Druck ist diese Entscheidung von ihr nicht. Hach.

Antworten

Anonym schrieb am 03.08.2021 18:03

Ja, so ist es... Meine Tochter (14) hat sich auch aus verschiedenen Gründen für das Impfen entschieden. Drei Großeltern ü79, deren Impfung schon lange zurückliegt. Hoffnung, vielleicht ggf. nicht in Quarantäne zu müssen. Zum Herdenimpfschutz beitragen. Die engsten Freundinnen sind schon geimpft. Zu einer darf man nur mit Maske oder geimpft ins Haus. Beim Sport vielleicht von Vorteil (spielt Fußball und liebt Spiele) ...
Ich habe nicht abgeraten, weil ich es auch nicht besser weiß.
Zum Schutz der Kinder/Teenager ist die Impfung wohl nicht relevant, deshalb auch keine Empfehlung der StIKo. Und das Risiko von Impfreaktionen bei jungen Menschen höher. Aber letztendlich muss mam das für sich (man = Impfling) selber abwägen. Ich habe beschlossen (und gesehen), dass eine 14-Jährige das tatsächlich schon kann.
Erster Termin war vor 10 Tagen, bisher keine Reaktionen.

Gruß
Bettina

krutzemuckeline (Profil) schrieb am 03.08.2021 19:26

Unser Sohn ( auch 14 ) hat es für sich auch entschieden, und explizit nachgefragt, wann denn er an die Reihe kommt ( als wir Eltern die zweite Impfung bekommen haben ). Er hätte beim Kinderarzt bis wahrscheinlich Oktober warten müssen.
Durch eine Sonder-Impfaktion des Ärztefanclubs unseres Fußballvereins hat er die erste Impfung bereits bekommen und ist jetzt am Freitag bereits mit der zweiten Impfung dran. Wenn hier die Schule wieder beginnt, ist er voll geimpft und hat die 14 Tage voll nach der zweiten Impfung.

Nebenwirkungen hatte er keine. Einen Tag hat ihm der Arm etwas weh getan, aber nicht der Rede wert. Sonst nix.

Rita (Profil) schrieb am 03.08.2021 20:31

wir lassen die 4 Kinder (zw. 11 und 17 Jahren) nicht impfen.

Sie wollen auch nicht, aber selbst wenn sie es wollten: für mich persönlich ist das keine Entscheidung, die Kinder in dem Alter selbst treffen sollen/können.

(denn Druck von außen, geimpfte Freunde sind ja keine Dinge, die objektiv Pro-Impfen Argumente sind - es geht ja um die Gesundheit.
Da sehe ich eher, dass den Kindern eine viel zu schwere Bürde auferlegt wird)

Für mich ergibt sich kein Grund, sie impfen zu lassen.
Es ist mir auch einfach noch zu unsicher.

Anonym schrieb am 03.08.2021 20:35

Ich hoffe, dass die STIKO weiterhin unabhängig bleibt und nicht unter dem Druck der Politik einbricht.
Mein Sohn ist zum Glück noch zu jung für ein Impfangebot.
Ich wüsste nicht, wie ich ihn unabhängig beraten sollte.
Die Impfung schützt nicht vor einer Ansteckung. Sie schützt vor einem schweren Verlauf, den es bei Kindern nur extremst selten gibt. Es stecken sich immer mal wieder auch Geimpfte an, so dass abzuwarten ist, ob je nach Zahlenlage der Corona-positiven-Geimpften, auch Geimpft weiterhin von Quarantäne und Co befreit werden können.
Hauptansteckung ist nach Zahlenlage immer noch das Private Umfeld und nicht die Schule.
Ich hoffe, auf eine gebesserte Impfsituation im derzeit Corona-aktivsten Alter und auch zügige Entscheidung bzgl Auffrischimpfung bei den hochaltrigen, die eh schwer Impftiter aufbauen und ab Herbst wieder vermehrt schwer erkranken könnten, bei dem retteten Infektanstiegen nach den Urlauben.

Anonym schrieb am 03.08.2021 21:45

Ich muß zugeben, dass ich eine ganze Weile diesen Virus nicht wirklich ernst genommen habe, und daher das Kind sicherlich nicht hätte impfen lassen.
Aber jetzt findet man ja so Stück für Stück immer mehr über das Virus heraus, und mitterweile bin ich mir nicht sicher, ob Kinder nicht vielleicht irgendwelche Organschäden davontragen können, die man erst später merkt...

Jedenfalls ist das Kind (12) mittlerweile 2x geimpft - von einer Ärztin, die ihre 4 Kinder selber auch geimpft hat. Nebenwirkungen: einen Tag lang einen `dicken´ Arm und Müdigkeit.

Gruß,
RU

dorle (Profil) schrieb am 03.08.2021 21:49

Eine schwere Entscheidung.
Wir machen gerade öfter pro cotra Diskussionen und
subjektive Argumente ohne gesundheitlichen Aspekt gelten da auch.
Mein Großer meinte neulich: Mama, wie macht man eigentlich eine Party? So ne Teenagerparty?
Seit mehr als einem Jahr hat alles was Spaß macht zu.
So langsam will man auch mal seine Wirkung auf Mädchen Test....mach das mal über WhatsApp....
Da Kinder und Teens befallen werden können sind sie auch ein Vektor und Überdauerungsträger für den Virus.
Eine sehr schwere Entscheidung.
Vor Nebenwirkungen hab ich auch Angst.
Ich hab mich quasi schnellstmöglich impfen lassen um die Kinder zu schützen.

Anonym schrieb am 04.08.2021 10:41

Ich würde meine Tochter (10) lieber heute als morgen impfen lassen. Ich wünsche mir diese gewisse Gelassenheit, die die Impfung mir gebracht hat auch für mein Kind. Keine Tests mehr, keine Quarantäne und deutlich geringere Risiken für lange Infektionsfolgen, die leider auch Kinder betreffen können. Was die Risiken einer Impfung für Kinder sind kann ich nicht beurteilen. Dass die Stiko dagegen ist verunsichert mich. Deswegen werden wir warten, bis Experten sich einig sind. Aber mein Gefühl sagt: impfen.
Munkes

Henni (Profil) schrieb am 04.08.2021 11:13

Ich finde die Spanne zwischen 12 und 17 so groß, dass da kaum für alle das Gleiche gelten kann.
Bei uns: die 15 Jährige ist einmal geimpft (ist ja körperlich durch die Pubertät schon durch), die zweite Impfung kommt bald, dann ist sie ab der zweiten Schulwoche durch.
Der 12 jährige ist nicht geimpft (Pubertät steht erst aus).

Unser KiA impft nur Vorerkrankte.
Die Hausärztin hat entschieden, sie impft ab 14. Das entspricht auch meinem Bauchgefühl, daher haben wir das dann gemeinsam mit den Kindern so entschieden, wie es oben steht.
Die Große hat das deutlich entspannt.
Klar, wir haben viel drüber geredet und überlegt, die Entscheidung haben wir mit beeinflußt, aber das ist ja bei ganz vielen Dingen in dem Alter so.

Hier gab es auch Impfaktionen an Schulen, durch Eltern organisiert. Das gab ganz krasse Proteste von Impfgegnern, richtig mit erheblicher Sachbeschädigung etc.

LG Henni

Lola (Profil) schrieb am 04.08.2021 20:11

Ich habe eher zierliche Jungs. Der 14 jährige meiner Freundin ist zwei Köpfe größer als mein13 jähriger und bald fertig mit wachsen. Ich werde meine beiden Ü12 noch nicht impfen lassen. Aber je mehr ich lese, desto mehr tendiere ich zum impfen.

Die stiko zögert doch deshalb noch, weil noch nicht genügend Tests gemacht wurden und sie den Sinn dahinter nicht sehen, oder? .“Dagegen" sind sie meinem Gefühl nach nicht. Ich hoffe auch, dass sie sich weiterhin nicht in ihr Handwerk reden lassen.

Anonym schrieb am 04.08.2021 20:50

Die stiko zögert doch deshalb noch, weil noch nicht genügend Tests gemacht wurden und sie den Sinn dahinter nicht sehen, oder? .“Dagegen" sind sie meinem Gefühl nach nicht.

So verstehe ich das auch. "keine Empfehlung" bedeutet nicht, man darf nicht. (Der Impfstoff ist ja auf europäischer Ebene für Kinder ab 12 zugelassen - man darf also!) Eine Grippeimpfung wird von der Stiko beispielsweise auch nicht für Kinder empfohlen, aber man kann sie selbstverständlich impfen lassen. (Haben wir auch schon gemacht)

Aber ich verstehe, dass das alles total verwirrend ist.

Gute Entscheidungsfindung,
RU

Cora (Profil) schrieb am 05.08.2021 15:13

Hallo,

in meinen Augen geht es bei dieser Diskussion in erster Linie um Angst, in zweiter Linie um gesellschaftliche Teilhabe und in dritter Linie um medizinische Aspekte. Sollte es nicht andersherum sein?
Jede/r darf und soll selbst entscheiden, ich will niemanden bevormunden, aber ich sehe mit Sorge, wie beständig (vor allem von Politikerseite) Argumente vermengt werden, die nichts miteinander zu tun haben und die wissenschaftliche sachliche Betrachtungsweise in den Hintergrund gerät.

Ich lese von der
1. Angst der Eltern, Kind könnte sich infizieren
2. Angst der Eltern, Kind könnte sie oder andere infizieren
3. Angst der Eltern, Kind könnte ungeimpft ausgeschlossen sein (keine gesellschaftliche Teilhabe)
4. Angst der Eltern vor Druck und Diskussion mit Impfenden
5. Angst des Kindes, sich oder andere zu infizieren.

Punkt 1:
- Nach allen Studien und Stellungnahmen, die mir bekannt sind, ist das Risiko eines schweren Verlaufs bei Kindern ohne Vorerkrankungen extrem gering, die meisten haben Symptome einer milden Erkältung.
- Etwa 0,01 Prozent (ein Zehntel Promille) der positiv getesteten mussten ins Krankenhaus. Quelle: https://www.dgkj.de/fileadmin/user_upload/210421_SN_HospitalisierungCOVID.pdf.
(Bei den höheren Zahlen des RKi ist zu beachten, dass die dort aufgeführten Fälle nicht zwangsläufig wegen Covid-19, sondern auch z. Bsp. wegen einer Blindarmentzündung im KH waren.). Hinzukommt, dass viele Infektionen asymptomatisch oder sehr mild verlaufen, es entsprechend eine hohe Dunkelziffer geben dürfte.
- Von den acht Covid-19 positiven Kindern, die gestorben sind, waren drei in palliativer Behandlung, nur vier starben ursächlich an Covid-19
Zur Einordnung: 2020 starben 48 Kinder unter 15 Jahren bei Verkehrsunfällen. (https://www.dvr.de/service/unfallstatistik/kinder), 2019 ertranken 25 Kinder, 2018/2019 starben neun Kinder an Influenza.
- PIMS und Kawasaki sind extrem seltene Erkrankungen, Long Covid ist bei Kindern als Krankheitsbild gar nicht spezifiziert und die Symptome kaum von Depression zu unterscheiden....

Fazit: So betrachtet geht für Kinder ohne Vorerkrankungen kein Risiko eines schweren oder tödlichen Verlaufs von Covid-19 aus. Damit haben sie auch wenig medizinischen Nutzen von einer Impfung.

Punkt 2:
- Infizierte Kinder können theoretisch Erwachsene anstecken. Erwachsenen können sich aber selbst impfen lassen und schützen.
- Auch Geimpfte können Viren übertragen, wenn auch deutlich seltener als Ungeimpfte. Die Ausbreitung des Virus wird durch die Impfung nicht unterbunden. Wenn also Erwachsene vor einem schweren Verlauf geschützt sein wollen, müssen sie sich selbst impfen.

Fazit: Die Erwachsenen brauchen den Schutz durch geimpfte Kinder nicht. Ich persönlich finde es auch ethisch schwierig, Menschen einer medizinischen Behandlung zu unterziehen, zu meinem persönlichen Nutzen, wenn ich mich selbst dieser medizinischen Behandlung unterziehen kann.

Punkt 3: Eine Impfung ist eine medizinsche Handlung, die in meine Augen in aller erster Linie nach medizinischer Sinnhaftigkeit angewendet werden sollte. Ungeimpfte gefährden jetzt keine anderen Menschen mehr, weil diese anderen sich selbst impfen lassen können.
Gesellschaftliche Teilhabe von einem medizinischen Status abhängig zu machen, ist eine politische und keine medizinsche Diskussion.
Ich kann diese Angst verstehen, aber ein solches Vorgehen entzieht unserer freiheitlichen Demokratie den Boden. Ich könnte dieses Argument ja auf jede andere Krankheit auch anwenden.

Punkt 4: Siehe Punkt 3. Ich kann das verstehen und erlebe das auch so. Aber sollte nicht das Nutzen-Risiko-Verhältnis für den Imfpling im Vordergrund stehen?

Punkt 5: Siehe Punkt 1. Eine der bedrückendsten Effekte dieser Pandemie ist für mich, dass wir Kindern und Jugendlichen, Angst aufgebürdet haben, bis dahin, dass sie verantwortlich dafür seien, dass ihre Eltern und Großeltern gesund bleiben. Es sind aber die Erwachsenen, die für sich und ihre Gesundheit verantwortlich sind, nicht die Kinder.

Ich bin wirklich nicht gegen Impfungen, auch nicht prinzipiell gegen Impfungen bei Kindern oder Covid-19-Impfungen, aber wir müssen weg von dieser angstgetriebenen Diskussion. Mich bedrückt sehr, dass viele (auch Kinder) sich aus Druck oder Angst vor Ausgrenzung impfen lassen wollen, und nicht, weil sie die Impfung selbst wollen.

Allen eine gute und freie! Entscheidung
Cora

Anonym schrieb am 05.08.2021 16:55

Liebe Cora,

vielen Dank, dass du dir die Mühe gemacht hast, so umfangreich, sachlich und unpolemisch diese Gedanken aufzudröseln und mit Daten zu unterfüttern.

Ich tue mir sehr schwer mit einer Impf-Entscheidung und schätze sachliche Beiträge sehr. Danke!

Maidli

Anonym schrieb am 05.08.2021 20:22

ich schreibe mal anonym. Die vorletzte Schreiberin spiegelt meine Meinung weitestgehend wieder (Cora?):

Wir Vater und Mutter sowie unsere 16 jährige Tochter sind geimpft. Unsere Tochter wollte nach unserem Urlaub weiter reisen und hat sich deswegen für die Impfung entschieden.
ich hatte einen Tag nach der 2. Impfung hohes Fieber und wir drei fühlten uns ungefähr 2 Tag schlapp.

wir waren nun im Urlaub, Campingplatz. Es gibt dort ein Schwimmbad und wir haben es benutzt. Ich mit vier Kindern (die nicht geimpft waren). Einige Tage später erfuhren wir, dass eine der Gruppen dort einen Coronaausbruch hatten. Meine App zeigte rot an. Mein Mann hatte aber keine Warnung, also muss die Gruppe die mit uns im Bad gewesen war die entsprechende Gruppe gewesen sein.
Unser Sohn bekam 4 Tage später Husten (verhangen, er hat Athma). Wir begannen wir immer sofort mit Salbutamol zu inhalieren. Er hatte zudem Fieber. Zwei Tage Fieber und ich würde sagen zwei weitere Tage angeschlagen. Das verhangene war mit dem Inhalationen schnell gut. Mein zweiter Sohn schloss sich an, er ist fast nie krank, bekam 40 Fieber hustete etwas. Ansonsten fast der gleich Verlauf wie beim ersten Kind. Die beiden jüngeren Kinder reagierten erstmal nicht. Bekamen aber etwa 10 Tage später Magen Darm bzw. das Mädchen hatte vorher auch schon mal Durchfall.
Ich selbst bekam dann auch Erkältungssymptome und merkürdiges Kribbeln. Ich konnte plötzlich schlecht riechen. Wir sind geblieben und haben uns von anderen fern gehalten. wIr hätten mit so vielen Kindern die versetzt Krank waren auch schlecht abbauen können. Um uns herum ist uns keiner bekannt der positiv getestet wurde. Es waren aber viele Kinder und Erwachsene am Husten.

Was ich sagen möchte: ich bin geimpft und habe mich angesteckt. Meine Söhne, obwohl einer ja Allergiker ist hatten einen ganz normalen Verlauf. Ich sehe keinen Sinn in einer unerforschten Impfung die dann nicht zuverlässig schützt. Da man sich, wie ich erlebt habe, anstecken kann wird man es auch weiter geben können. Warum sollten also Kinder die keinen schweren Verlauf zu erwarten haben sich impfen lassen?

Ich sage die ganze Zeit: das denken kann man mir nicht verbieten. Ich finde es reicht langsam mal. Wen sollen die Kinder denn schützen mit der Impfung? Die Lehrer? die Erzieher? diese sind weitestgehend geimpft, wenn nicht können sie das auch von den Kindern nicht erwarten.

Ich denke die Masernimpffpflicht hat Jahre gebraucht. Mich wundert das echt, das es bei der Corona Impfung so viel Akzeptanz gibt.

Liebe Grüße

Rita (Profil) schrieb am 06.08.2021 15:13

auch von mir Danke an Cora für die Ausführungen.

Sachliche Auseinandersetzungen, Für und Wider - Diskussionen erlebe ich selten.
Im Radio/Fernsehen/Zeitung wird mantramäßig gefordert: lasst euch alle möglichst schnell impfen, einschließlich der Kinder ab 12 - egal, was die StIKo sagt.

Wer Bedenken anmeldet oder unsicher ist, wird sehr häufig mit krassen Impfgegenern oder Krawallmachern gleichgesetzt.

Warum ist das so?
Weil so stark mit der Angst gearbeitet wird - lese ich aus Coras Beitrag heraus.

Und weil es so leicht ist, alles nur schwarz oder weiß zu sehen.
"Du bist nicht geimpft? Wie asozial!" auch solche Kommentare hab ich schon gehört.
Ein sehr undifferenziertes Urteil.

im gelben "Impfbuch für alle", das die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung und das RKI herausgeben, steht, dass Ungeimpfte kein Risiko mehr für die Gesellschaft darstellen, sobald alle ein Impfangebot erhalten haben.

gute Entscheidungsfindung allen und möglichst friedliche Gelassenheit - ob geimpft oder nicht!

ChristineT (Profil) schrieb am 06.08.2021 15:14


Dass man sich trotz Impfung infizieren und das Virus weitergeben kann, ist bekannt. Die Wahrscheinlichkeit ist aber geringer und die Verläufe leichter.
Unsere beiden großen Kinder sind geimpft. Ich war etwas zögerlich, aber sie wollten es selbst unbedingt, aus freien Stücken und aufgrund eigener Überlegungen. Das fand ich gut.
Allgemein denke ich, bei jeder Impfung geht es auch um die Allgemeinheit - und vielleicht macht es den Schulbetrieb leichter (oder länger...) möglich, wenn die Schüler, die können und wollen, geimpft sind.

dorle (Profil) schrieb am 07.08.2021 20:36

0,01% sind zwar null von hundert aber einer von zehntausend.
Für Alte ist das Virus extrem gefährlich. Sie haben eine 600fach höhere Sterblichkeit als ein gesunder Erwachsener mittleren Alters.
Man erstickt. Ein qualvoller langsamer Tod.
Angst ist hier nichts was nicht haben braucht.
Je mehr Menschen geimpft sind weltweit desto schneller kannan Corona zurück drängen.
Hoffentlich gibt's keine tierischen Zwischenwirte wie bei Influenza das Schwein.
Die Impfung wirkt nicht ewig.
Nach einem Jahr muss sie aufgefrischt werden.
Die kommende Lambda Variante scheint eh schon teilresistent zu sein.
Ich kann nur hoffen dass sich viel impfen lassen.
Mich nerven Leute langsam die es ablehnen und sich dann die Hände reiben: siehste ich hab's nicht gekriegt. Alles halb so schlimm. Der doofe unüberprüfte Impfstoff!

Und andere nehmen das Risiko auf sich. Ich finde das einfach kacke und ja auch asozial - weltweit gedacht

Der Impfstoff ist nicht besonders neu.
Ist er tödlich wie Covid?
Was ist das kleinere Risiko?

Ich sage klar: die Impfung weltweit!

Es geht hier nicht um die EINZELENTSCHEIDUNG!

Es geht um eine Massenentscheidung.

Ab jetzt kann sich jeder impfen.
Wer es nicht tut und dann schwer erkrankt kann keinerlei Mitleid erwarten.
I

Rita (Profil) schrieb am 07.08.2021 21:58

Versteh ich nicht ganz, dorle.

Oben sagtest du, du lässt deine Jungs nicht impfen, hast Angst vor Nebenwirkungen.

Jetzt: weltweit alle impfen.

Wenn du sicher bist, dann lass sie impfen, sie sind über 12.

Hier geht es um die Frage, wie man zur Impfung von Kindern und Jugendlichen steht.
Die Unsicherheit ist groß und das zeigt sich auch bei dir: du bist geimpft, deine Kinder nicht.

Es muss eine freie Entscheidung eines jeden Einzelnen bleiben.
Und eine Entscheidung der Eltern für ihre Kinder bzw. mit ihren Kindern.

Ich versteh z.B. überhaupt nicht, warum in China jetzt wieder Lockdown etc. stattfindet.
Wurden dort nicht alle geimpft? und durch die rigorosen Maßnahmen alles eingedämmt, das wurde uns als Musterbeispiel genannt.

Ich bin gar kein Impfgegner/Ablehner usw. - ich stelle manches in Frage und bezweifle, dass es nur die allein glücklich machende Wahrheit gibt.

Anonym schrieb am 07.08.2021 22:39

Hier in SH sind seit 6 Tagen die Sommerferien um. 7-Tage-Inzidenz in Kiel seit gestern über 60, in der Altersgruppe 5 - 15 bei weit über 200. Aus dem Stand... Denke, dass geht in anderen Großstädten auch so los, sobald jeweils die Sommerferien um sind.
Zumindest, wenn man, wie bei uns, in den Schulen immer noch kein Konzept hat außer Maske (es darf auch die medizinische sein, und niemand achtet darauf, wie sie getragen wird etc).
Und dann sehe ich im TV, wie der OB der MP gestern zwischen Hunderten von Menschen dicht gedrängt und ohne Maske in einer geschlossenen Halle Olympiasieger:innen feiern. Also, nicht nur die beiden ohne Maske sondern ca 90% aller Leute.
Da war ich dann froh, dass meine Tochter sich impfen lässt.
Bettina

Anonym schrieb am 08.08.2021 13:29



Mich nerven Leute langsam die es ablehnen und sich dann die Hände reiben: siehste ich hab's nicht gekriegt. Alles halb so schlimm. Der doofe unüberprüfte Impfstoff!

Und andere nehmen das Risiko auf sich. Ich finde das einfach kacke und ja auch asozial - weltweit gedacht

...

Ab jetzt kann sich jeder impfen.
Wer es nicht tut und dann schwer erkrankt kann keinerlei Mitleid erwarten.
I


Diese Aussage ist mir jetzt schon mehrfach über den Weg gelaufen und macht mich richtig traurig.

"Muss" ich auch kein Mitleid haben
... mit dem Raucher, der an Lungen-, Speiseröhren-, Zungenkarzinom dahinsiecht?
... mit der übergewichtige, dauernaschenden Omi, der wegen Diabetes das Bein abgenommen werden musste?
... mit dem Motorradfahrer, der wegen eines unachtsamen Manövers zum Pflegefall geworden ist?
... mit der rasanten Skifahrerin, die wegen eines komplizierten Beinbruchs arbeitsunfähig geworden ist?
... Der Alkoholiker, die Couchpotatoe, der Vorsorgemuffel, die Fast-Food-Esserin...

Ich nehme mir die Freiheit, für all diese Personen Mitgefühl zu empfinden. Wie groß ihre eigene Verantwortung für ihre Lage ist - ich bin nicht ihre Richterin.

Natürlich ärgert es mich auch manchmal, wenn jemand in meinen Augen verantwortungslos handelt. Aber ich kann doch trotzdem Mitgefühl für sie und ihre Lage aufbringen. Das macht für mich Mensch-sein aus.
Mitgefühl und die beste mögliche Behandlung. So geht der Gedankengang ja zu Ende...


Abgesehen davon sehr ich im Umfeld zwei Dinge:

1. Viele sind nicht deswegen geimpft, damit sie der "Menschheit" einen Dienst erweisen, sondern damit sie persönlich Freiheiten wiedererlangen.
Das mag ich gar nicht verurteilen. Aber man kann nicht im Gegenzug die (noch) Ungeimpften als Egoisten hinstellen.

2. Viele der Geimpften taten sich deswegen leichter bei der Entscheidung, weil ihnen der Gedanke an mögliche spätere Nebenwirkungen gar nicht gekommen ist. Wer aber schon oft gesundheitliche Schwierigkeiten hatte, schon öfter gravierende Nebenwirkungen von Medikamenten am eigenen Leib erfahren hat, ist einfach ein "gebranntes Kind". Man wägt dann doppelt und dreifach ab.

Und eins ist klar: als (noch) Ungeimpfter nehme ich erst Recht die Vorsichtsmaßnahmen erst. Besonders weil viele Geimpfte (in meinem Umfeld) ja jegliche Vorsicht sausen lassen. Das ist dann eben meine Verantwortung.

Auf eine gute Entscheidungsfindung und ein Leben-und-Leben-lassen!
Maidli

ChristineT (Profil) schrieb am 08.08.2021 15:10

Das hast Du gut ausgedrückt, Maidli! Das sehe ich auch so.
LG Christine

Anonym schrieb am 08.08.2021 18:07

maidli, danke für deine zeilen!

mochte mir gar nicht die zeit nehmen, das so auszuführen.

es ist viel differenzierter - wie ist es denn dann mit dem, der gesundheitliche schäden durch die impfung hat - mitleid oder nicht?
ist ja selber "schuld", hat sich wissentlich einen sehr neuen impfstoff spritzen lassen....

hier ist eine kollegin seit der impfung im mai krankgeschrieben - nur müde, nervenbeschwerden, kann nicht mehr arbeiten.

sind natürlich einzelfälle, den übrigen geimpften, die ich kenne, geht es gut.

und allen covid-genesenen, die ich kenne, geht es gut.

wer mag mir persönlich jetzt vorschreiben, was mir mehr "angst" macht?

meine schwiegerfamilie hat sich impfen lassen, "damit wir bequemer in den Urlaub nach spanien fliegen können"

hat geklappt ;-)

Anonym schrieb am 09.08.2021 11:46

Nur ganz kurz: wir Eltern müssen aufpassen, dass uns diese Debatte nicht auseinanderbringt. Ich verstehe wirklich jede/n, der seine Kinder im Augenblick noch nicht impfen lasst- ohne Empfehlung der Stiko. Das ist ja wirklich eine krasse SItuation! Und bloß, weil iwir uns jetzt schon zur Kinderimpfung entschieden haben, wird die Situation ja nicht weniger kompliziert!!

Aber was mir Sorgen macht sind so Mutmaßungen darüber, wieso andere Eltern ihre Kinder impfen/nicht impfen lassen. Also, wenn man mit so Adjektiven wie überbehütend/ängstlich/leichtsinnig/ etc. hantiert. Das kann ganz schnell persönlich verletztend werden.

Eine schöne Woche,
RU

Mornica (Profil) schrieb am 09.08.2021 17:02

DEM schließe ich mich voll an, auch wenn oder gerade weil meine Tochter nun geimpft wurde (und ich froh darüber bin - u a. weil die Entscheidung damit gefallen ist ...).

Was ist auch gar nicht gutheiße, ist Druck auf Eltern oder gar die Teenager:innen, die selber entscheiden dürfen, und die StIKo
Ich kann mich nicht ganz des Eindrucks erwehren, dass man seitens einiger Politiker versucht, die fehlenden Prozente für die Herdenimmunität bei den Erwachsenen durch Impfungen bei Jugendlichen auszugleichen. Viel wichtiger sind Informationen, auch wenn das mühsam ist.

Bettina

Anonym schrieb am 09.08.2021 20:55

Hallo,

Ich lese von der
1. Angst der Eltern, Kind könnte sich infizieren
2. Angst der Eltern, Kind könnte sie oder andere infizieren
3. Angst der Eltern, Kind könnte ungeimpft ausgeschlossen sein (keine gesellschaftliche Teilhabe)
4. Angst der Eltern vor Druck und Diskussion mit Impfenden
5. Angst des Kindes, sich oder andere zu infizieren.



ich würde das ganze gern noch um folgenden Punkt ergänzen
6. Angst des Kindes (wieder) in Quarantäne zu müssen

Das spielt bei unserem Großen die wesentliche Rolle-er möchte geimpft werden, sobald er 12 wird. Kommenden Monat werden wir mal ein Gespräch beim Kinderarzt machen... gegen das Argument kann ich schwerlich was sagen-ich verstehe ihn sehr gut...und mir gruselt schon vor dem Ferienende...

"Dann bekomme ich halt in 10 Jahren Tentakeln..."
Also er bekommt schon mit, dass wir das etwas kritischer sehen. Ich kenne von anderen Ärzten im Bekanntenkreis auch die Sichtweise (also ich rede von Kindern ohne Vorerkrankungen) das die körperliche Entwicklung schon ein Kriterium darstellt...und da tut sich hier wenig in Bezug auf Pubertät... der kleine Bruder bekommt eh noch lange nix...

Gromit

Anonym schrieb am 10.08.2021 12:42





"Dann bekomme ich halt in 10 Jahren Tentakeln..."


Dieser Punkt macht mich schon nachdenklich und bringt mich zu der Frage, wie realistisch 12-15 jährige die Gefahr von Spätfolgen wirklich einschätzen können...
Coronakranke sehen sie ja seit 1,5 Jahren permanent im TV, inklusive Särge. Über Impffolgen wird ja kaum berichtet.

Vielleicht mal als Frage an die Eltern, deren Kinder in dem Alter geimpft wurden.
LG

Anonym schrieb am 10.08.2021 13:44


Dieser Punkt macht mich schon nachdenklich und bringt mich zu der Frage, wie realistisch 12-15 jährige die Gefahr von Spätfolgen wirklich einschätzen können...
Coronakranke sehen sie ja seit 1,5 Jahren permanent im TV, inklusive Särge. Über Impffolgen wird ja kaum berichtet.

Vielleicht mal als Frage an die Eltern, deren Kinder in dem Alter geimpft wurden.
LG


Mein 12jähriger ist schon gut informiert, aber, wie du ja festgestelt hast, kommen kaum Berichte über Spätfolgen. Das finde ich aber nicht sonderbar, sondern logisch - denn so weit ich mich auskenne, treten die unerwünschten Wirkungen / Nebenwirklungen nur in den ersten Wochen nach Impfungen neu auf, und dananch nicht mehr. Daher haben wir auf Nachfrage des Kindes über eine mögliche Impfreaktion (Fieber, Kompfweh, Schwäche) und die einzige bekannte Nebenwirkung (Herzmuskelentzündung) geredet. Und die Ärztin hat bei der Impfung das mit uns auch beides noch mal in aller Ausführlichkeit besprochen.

LG, RU

Anonym schrieb am 10.08.2021 14:52

Ich bezog mich auch nicht auf Impfreaktionen, sondern Spätfolgen. Natürlich kann diese jetzt noch keiner beurteilen, nach so kurzer Zeit. Aber Spätfolgen, vor allem neurologische, kann es ja bei jeder Impfung geben. Diese (Einzel)Fälle kann man ja nicht einfach wegdiskutieren oder verschweigen. Und das würde für mich zur Aufklärung dazugehören. Und da finde ich es fraglich, ob ein 12jähriger das einschätzen kann.

Ich höre ganz oft "ach das ist doch nur ein kleiner Pieks". Das finde ich schon sportlich bzw. völlig unreflektiert.

Meine Tante (77, diverse Vorerkrankungen) ist nach der Impfung gestorben. Sie taucht in keiner Statistik auf.
LG

Anonym schrieb am 10.08.2021 15:16

Ich bezog mich auch nicht auf Impfreaktionen, sondern Spätfolgen.

Ja, ich hatte deine Frage verstanden!Aber wahrscheinlich habe ich nicht verständlich genug geantwortet. Sorry!
Also, wir haben darüber nicht geredet, denn wir denken, dass die Corona-Impfungen keine Spätfolgen haben werden. Und wieso sollen wir dem Kind über etwas reden, was wir für nicht real halten?

LG,
RU

P.S. Das mit deiner Tante tut mir furchtbar leid. Bei mir sind Onkel und Tante in Kön an Corona gestorben, das war für meine Cousine ganz schrecklich - so viel Leid überall.

Anonym schrieb am 10.08.2021 19:34


Dieser Punkt macht mich schon nachdenklich und bringt mich zu der Frage, wie realistisch 12-15 jährige die Gefahr von Spätfolgen wirklich einschätzen können...


Da stellt sich mir allerdings auch die Frage, welcher Erwachsene so etwas wirklich abschätzen kann. Höchstens doch Leute, die sehr gut in der Medizin ausgebildet sind, viel Erfahrung haben und möglichst viele Informationen zu den Studienergebnissen erhalten haben, oder?

Wir tun uns da doch alle schwer damit. Klar, den Kindern fehlt da sicher zusätzlich noch (mehr oder weniger) die Fähigkeit, Dinge in so ferner Zukunft einzuordnen und zu bewerten. Aber ganz ehrlich: Für wie wahrscheinlich jemand Spätfolgen der Impfung hält, ist doch purer Glaube. Wissen und Abschätzen kann das niemand so richtig. Damit kommt eben auch jeder zu einer anderen Bewertung.

Ist auch in Ordnung so. Die Entscheidung der anderen greift mich nicht an. Schlimm finde ich nur, wenn man jetzt alle durch sozialen Druck zur Impfung zwingen will, statt eine klare Impfpflicht zu erlassen und dazu zu stehen. Das finde ich unterste Schublade. Auch wenn ich generell kein Freund einer Impfpflicht bin, schon gar nicht bei einer Impfung, die die Ansteckung und Weiterverbreitung nicht vollständig unterbinden kann.

LG und eine gute Entscheidungsfindung allen

Anonym schrieb am 10.08.2021 20:04



Da stellt sich mir allerdings auch die Frage, welcher Erwachsene so etwas wirklich abschätzen kann. Höchstens doch Leute, die sehr gut in der Medizin ausgebildet sind, viel Erfahrung haben und möglichst viele Informationen zu den Studienergebnissen erhalten haben, oder?


Genau deshalb empfiehlt die STIKO die Impfung nicht, weil es eben keine ausreichenden Studien für Kinder und Jugendliche gibt.
LG

Anonym schrieb am 11.08.2021 10:13

Guten Morgen !
Danke für diese vielen mannigfaltigen und differenzierten Beiträge !!!! Leider habe ich gerade nicht so viel Kraft dazu auch etwas zu schreiben, aber merke, wie gut es mir tut ,dass mich andere hier an ihren Gedanken dazu teilhaben lassen, es erweitert mir meinen Horizont so sehr. Es ist schön, dass dies hier so möglich ist.
Vielen Dank
k.

dorle (Profil) schrieb am 16.08.2021 16:52

Na: jetzt empfiehlt die STIKO !

Anonym schrieb am 16.08.2021 17:04

Na: jetzt empfiehlt die STIKO !


Ein Trauerspiel, dass sie sich dem politischen Druck beugen!

Anonym schrieb am 16.08.2021 18:15

Anonym schrieb am 16.08.2021 18:18

Na: jetzt empfiehlt die STIKO !


Ein Trauerspiel, dass sie sich dem politischen Druck beugen!


Nein, dann wären sie früher mit der Empfehlung herausgekommen. Die Datenlage mit 10 Millionen geimpften Kíndern und Jugendlichen in den USA gibt es her, die Impfung zu empfehlen.

sandoro (Profil) schrieb am 16.08.2021 19:18

Na: jetzt empfiehlt die STIKO !


Ein Trauerspiel, dass sie sich dem politischen Druck beugen!


Nein, dann wären sie früher mit der Empfehlung herausgekommen. Die Datenlage mit 10 Millionen geimpften Kíndern und Jugendlichen in den USA gibt es her, die Impfung zu empfehlen.


Danke!

Das sehe ich genau so.
Ich möchte damit niemanden verärgern, aber mich stört dieses „Verschwörungsdenken“ total. Soll jeder impfen oder nicht- wie er/sie sich wohl fühlt. Aber immer „böse Mächte“ zu vermuten… neee

Bewusst Nicht-Ano

Anonym schrieb am 16.08.2021 19:31

Datenlage??

nach dieser kurzen Zeit?

Empfehlung hin oder her, mir erscheint _jede_ corona-Entscheidung politisch.
diese "Empfehlung" ist für mich noch lang kein Argument, meinem gesunden Kind alle halbe Jahr eine "Impfung" verabreichen zu lassen.

man kann sich impfen lassen und sich sicherer fühlen oder sein - gleichzeitig soll man jeden selbst für sich entscheiden lassen.


Anonym schrieb am 16.08.2021 19:53

Na: jetzt empfiehlt die STIKO !


Ein Trauerspiel, dass sie sich dem politischen Druck beugen!


Nein, dann wären sie früher mit der Empfehlung herausgekommen. Die Datenlage mit 10 Millionen geimpften Kíndern und Jugendlichen in den USA gibt es her, die Impfung zu empfehlen.


Das Problem ist, dass die Politik sich über die Stiko hinweggesetzt hat. Egal, ob die Stiko jetzt aufgrund der veränderten Datenlage entschieden hat, es hat einfach ein "Gschmäckle", wie man hier im Süden sagt. Die Politik hat mit dieser Aktion meines Erachtens den Ruf der Stiko zerstört, weitgehend neutral zu sein. Das war sehr, sehr dumm, da nun die Verunsicherten eher nicht mehr auf die Stiko hören.

Ich bin mal gespannt, wann man den Druck auf die Kinder erhöht. Zum Glück sind meine wenigstens noch zu jung... Wenn ich die aktuelle Corona-Verordnung in BW sehe, das ist ein Unding. Entweder mache ich eine Impfpflicht, oder ich lasse es, aber diese Sanktionen bei Nichtimpfung finde ich vor allem für Eltern extrem. Man muss sich quasi impfen lassen, sonst können jüngere Kinder an nichts mehr teilnehmen, wo sie eine Begleitperson benötigen: Museen, Schwimmbad, etc. Man kommt hier ja auch in keine Schulveranstaltung mehr ohne Test! Warum muss man das, wenn man dann eh Maske tragen muss? Das ist für mich wie mit Abseilgurt und Sturzhelm im Treppenhaus...

Ich sehe diese Entwicklung wirklich sehr kritisch. Dieses Anspruchdenken an andere, wo man sich doch selbst aktiv durch Impfung schützen kann. Und diese Schadenfreude, wenn sich wieder ein Impfgegner mit Corona infiziert hat. Ich freue mich doch auch nicht, wenn ein Extremsportler sich verletzt, oder?

Nachdenkliche Grüße, akira

Anonym schrieb am 16.08.2021 19:55

Ich wünschte meine zehnjährige Tochter wäre schön 12.
Munkes

Cora (Profil) schrieb am 17.08.2021 00:00

Hallo,

Akira, da kann ich nur unterschreiben, Du hast das gut auf den Punkt gebracht!

Genau darum geht es doch. Verantwortung für sich zu übernehmen und nicht auf andere abzuschieben. Ich kann doch nicht verlangen, dass sich andere einschränken, wenn ich mich effektiv schützen kann (Impfung schützt faktisch zu 100% vor einer schweren Erkrankung, was wollen wir denn mehr??).

Wisst Ihr, was die neuen GGG-Verordnungen in der Praxis heißen? Meine Kinder dürfen jetzt nicht mehr ohne Test in die Bibliothek etc. Zum Testen muss ich sie begleiten. Weil der Test tagesaktuell sein muss, muss ich jedes Mal mit zum Testen. Einen Tag Bib, den nächsten Tag xy.... Also, wenn beide Eltern arbeiten wird das schwierig. Ab Herbst kosten die Teste dann auch noch.
Ich bin sicher, dass alle Familien in prekären Situationen mit ihren toleranten Arbeitgeber*innen sprechen und ihren Kindern den Bibliotheks/Museums/Schwimmbad/Zoobesuch ermöglichen. Und gern das Geld dafür ausgeben. *Sarkasmus off*
Genau die schwächsten Glieder der Gesellschaft trifft es am meisten.

Die kleineren Büchereien hier waren vor Corona Begegnungsorte, es kamen Kinder zum Spielen und mal ein Buch anschauen her, die genau das zuhause nicht haben. Bildungsferne Kinder, wenig Deutschkenntnisse, viele Geschwister und wenig Förderung zuhause. Die Mitarbeiterinnen haben echte Sozialarbeit geleistet. Und jetzt? Alles weg. Interessiert das wirklich so wenige in unserem Land?

Die Coronaregelen sind für die bürgerliche Mittelschicht über weite Strecken gut zu stemmen. Wenn ein Haus mit Garten da ist, Wohnung groß genug und die Familie noch bildungsaffin, dann klappt das auch mit Onlineunterricht und (Kontakt)Beschränkung. Schaut man über diesen Tellerrand hinaus, sieht es schnell sehr anders aus. Mir tut das weh, richtig körperlich weh. Und ich frage mich, haben wir in diesem Land wirklich so wenig Empathie für diese Kinder? Wo ist unsere Solidarität mit diesen Familien?

Zum Thema zurück: Ich bin gespannt auf die Begründung der Stiko. 10 Mio Impfungen heißt ja nicht, dass 10 Mio Datensätze vorhanden sind. Eine systematische Verfolgung (wie man das in klinischen Studien macht und für Biontech mit 40 000 Erwachsenen gemacht hat) ist in den USA meines Wissens nicht gemacht worden, aber ich lasse mich gern korrigieren. Ohne systematische Verfolgung kann man also ausschließlich auf schwere Nebenwirkungen im direkten zeitlichen und bei naheliegendem kausalen Zusammenhang schließen. Für die Zulassung der Erwachsenenimpfstoffe wäre das zu wenig gewesen.

Ich sage nicht, dass die Impfstoffe schlecht sind. Aber die Kinder haben keinen medizinischen Nutzen, weil gesunde Kinder an dieser Krankheit nicht schwer erkranken. Daran ändern auch die Daten aus den USA nichts.
Vielleicht ist die Wahrscheinlichkeit für schwere Nebenwirkungen gering. Aber ich halte auch Aspirin und Ibu für sehr gute, verträgliche und sichere Medikamente, trotzdem verabreiche ich sie meinem Kind nur, wenn es sie braucht. Und genauso möchte ich das mit der Impfung halten.

Ehrlich Leute, findet Ihr das richtig, Menschen systematisch von sozialer Teilhabe auszuschließen? Diese Menschen haben nur eine andere Meinung als Ihr, sie sind keine Gefahr für Euch, aber Ihr stimmt einer systematischen Diskrimierung zu??
Wenn ich dann höre, man werde nicht diskriminiert, weil man ja nicht xy machen müsse, das sei ja nur Freizeitaktivität und es sei ja freie Entscheidung, ob man das macht, wenn offen davon gesprochen wird, dass das Leben für Ungeimpfte kompliziert werden soll, dann schauderts mich und ich frage mich, wo wir angekommen sind. Diesen Zynismus kenne ich so eigentlich nur von Diktaturen.

Es geht längst nicht mehr darum, ob Ihr Eure Kinder impfen lasst. Entscheidet das so, wie Ihr das für richtig haltet. Das ist Eurer gutes Recht. Was aber gerade in unserem Land geschieht, ist etwas ganz anderes.

Ich habe mit Verschwörungsideologien nichts am Hut. Aber muss man Sinn und Zweck einer Impfung (oder anderer Maßnahmen) diskutieren dürfen. Genau das ist nämlich das Wesen von Demokratie: Das Aushandeln und Abwägen unterschiedlicher Interessen. Demokratie heißt nicht, dass eine Mehrheit allen anderen vorschreibt, was sie zu tun haben. Sondern das verschiedene Interessen gegeneinander abgewogen werden und Freiheiten nur da eingeschränkt werden, wo andere über die Maßen gefährdet werden. Sonst können wir gleich alle nach China ziehen.

Clarita (Profil) schrieb am 17.08.2021 08:21

Also bei uns sind Schüler von der Testpflicht ausgenommen, da sie ja eh 2x pro Woche für die Schule (kostenlos) getestet werden. D.h. sie können Bib., Restaurant etc. einfach machen, brauchen nur einen Schülerausweis. Haben meine Grundschüler bisher nicht, werden sie dann sicher nach den Ferien bekommen.

Anonym schrieb am 17.08.2021 12:04


Danke!

Das sehe ich genau so.
Ich möchte damit niemanden verärgern, aber mich stört dieses „Verschwörungsdenken“ total. Soll jeder impfen oder nicht- wie er/sie sich wohl fühlt. Aber immer „böse Mächte“ zu vermuten… neee

Bewusst Nicht-Ano


Wo erkennst du denn in den Beiträgen Verschwörungsdenken und Vermutungen zu bösen Mächten, wie du es formulierst?

Die STIKO hat sich noch letzte Woche diesen politischen Druck verbeten und zwar öffentlich!

Mich stört sehr, dass jegliche andere Meinung als Verschwörungsdenken abgewertet wird.
Da hat unser Forum sehr abgebaut in den letzten zwei Jahren. Die meisten, die aus meiner Sicht das Forum belebt haben, schreiben hier ja schon gar nichts mehr. Und es muss sich auch niemand wundern, dass andere Meinungen fast nur noch anonym gepostet werden.

Anonym schrieb am 17.08.2021 12:19

Danke Cora und alle anderen, die sich die Mühe machen, so ausführlich ihre konträre Meinung zu schreiben.

Für mich geht es hier in erster Linie ums Geld. Aktuell forschen ca. 400 Firmen an neuen Corona-Impfstoffen. Das ist ein unglaubliches Geschäft, wenn man da zum Zug kommt. Der Aktienmarkt ist in Hochstimmung und der Dollar rollt. Es lebe der Kapitalismus.
Mir graust schon vor der Bundestagswahl.
LG Doro

ReginaUrsula (Profil) schrieb am 17.08.2021 12:52

Ich poste hier seit 12 Jahren, und wir hatten hier immer wieder interessante und Kontroverse Diskussionen zum Thema Impfen. Und es gab und gibt hier im Forum viele impfkritische Familien.
Was mich beim jetzigen Diskurs stört, ist die politische Aufladung der Debatte. Man muss sich m.E. einen Aspekt ständig vor Augen halten: wir befinden uns mitten in einer globalen Pandemie, und die Neuartigkeit und Größe ist für alle eine Überforderung - auch für die Politik (er) Und es werden natürlich auch Entscheidungen getroffen, die falsch sind oder einfach nicht zuende gedacht. (zB. Testpflicht für Kinder ..)
Aber nichts davon zielt absichtlich auf die Ausgrenzung einzelner Gruppen oder gefährdet die Demokratie. (Demokratie beinhaltet übrigens immer das Prinzip des Mehrheitsentscheids - so ist es einfach!). Und es ist auch nicht "das Kapital", dass die Entscheidungen diktiert (das ist sozialistisches Denken, und die Geschichte hat gezeigt, wie toll Sozialismus ist). Daher ist keine politische Panik notwendig, kein Gerede von Widerstand. Und vor allem keine Hinwendung zu antidemokratischen Protestparteien, die die Unzufriedenheit der Menschen nur ausnutzen.

Nicht Ano sondern von RU

Anonym schrieb am 17.08.2021 13:08

Um das noch klarzustellen: Die Kinder sind in BW an sich ausgenommen von dem Wahnsinn. Unter Schulalter besteht keine Testpflicht, ab Schulalter wird in der Schule getestet, das reicht als Pflichterfüllung. Allerdings bringt das den jüngeren Kindern nichts, wenn ungeimpfte Eltern sie nicht begleiten dürfen, sei es ins Schwimmbad oder in die Bücherei. Das finde ich schlichtweg politische Erpressung der Eltern. Denn medizinisch gesehen glaube ich nicht, dass da ein Unterschied zwischen dem ungeimpften Kind und dem ungeimpften Erwachsenen besteht hinsichtlich der Weitergabe des Virus. Zumindest hat man uns das jetzt lange genug erzählt, als die Schulen geschlossen waren.

Ich bin auch mal gespannt, wie das weitergeht im Herbst. Es gibt ja auch jetzt schon "Streber", die geimpft oder genesen fordern und keinen Test mehr akzeptieren...

Nachdenkliche Grüße, akira

dorle (Profil) schrieb am 17.08.2021 13:52

Je weniger Menschen Träger des Covid Virusses sind ( inkl 12-17jähroge oder sogar jünger),
Desto weniger ältere Menschen können angesteckt werden etc oder generell desto eher kann der Virus zurück gedrängt werden.
Je älter man ist, desto schwächer die Immunantwort.
Desto höher das Sterberisiko.
Bei über 80jährigen ist das Risiko 600fach erhöht.
Alte Leute wollen vielleicht auch gefahrlos ein Buch leihen, einkaufen, schwimmen etc.

Ist das so schwer zu verstehen?

Ich bin auch gegen eine Ausgrenzung!
Die Alternative ist aber:wer sich nicht impfen will macht alles so weiter wie er will!
Wer sich trotz Impfung ansteckt hat Pech.
Wer sich ansteckt ohne Impfung hat auch Pech.
Wer ne Immunantwort hat oder genießt hat "Glück".

Das ist dann toll, oder was?

Klar stecken wir hier in einem riesigen moralischen Dilemma und die Antwort auf die Impffrage kann sich nur jeder selber geben.
Aber bei HIV gehen wir ja auch nicht ohne Kondom im Tierpark Cruise....und mein Kumpel der das gemacht hat und letztendlich daran starb weil er das Gefühl so geil fand...tja, klar hab ich Mitleid gehabt, aber wer sich in Gefahr begibt wird darin umkommen.
Altes Sprichwort.
Ich hab Mitleid.
Aber ich muss es ja nicht so machen.

Ich wäge Risiko Impfung gegen Risiko Covid weltweit (!!!!) ab.
Wie gesagt: jeder wie er will....

sandoro (Profil) schrieb am 17.08.2021 15:35


Danke!

Das sehe ich genau so.
Ich möchte damit niemanden verärgern, aber mich stört dieses „Verschwörungsdenken“ total. Soll jeder impfen oder nicht- wie er/sie sich wohl fühlt. Aber immer „böse Mächte“ zu vermuten… neee

Bewusst Nicht-Ano


Wo erkennst du denn in den Beiträgen Verschwörungsdenken und Vermutungen zu bösen Mächten, wie du es formulierst?

Die STIKO hat sich noch letzte Woche diesen politischen Druck verbeten und zwar öffentlich!

Mich stört sehr, dass jegliche andere Meinung als Verschwörungsdenken abgewertet wird.
Da hat unser Forum sehr abgebaut in den letzten zwei Jahren. Die meisten, die aus meiner Sicht das Forum belebt haben, schreiben hier ja schon gar nichts mehr. Und es muss sich auch niemand wundern, dass andere Meinungen fast nur noch anonym gepostet werden.


Liebe Ano

Du missverstehst mich.

Ich hab gerade einen ziemlich langen Text nochmal gelöscht, da ich mich bei diesem Thema zu sehr ereifere. Das ist nicht gut.
Sei mir nicht böse.

Ich schließe mich zu 100% RU und Dorle an. Das muss genügen.

Mornica (Profil) schrieb am 17.08.2021 18:48

Ich unterschreibe mal bei Dorle.
Und hatte gestern eine Diskussion mit einer Freundin, die beruflich viel mit Menschen zu tun hat (Tourismusbranche) plus ein Pubertier zuhause hat und zeitweise an einer Schule arbeitet.
Die ganze Familie ist ungeimpft und will es auch bleiben. Meine Freundin hat Angst vor Impfschäden, mehr als vor einer Infektion. Fühlt sich durch kostenpflichtige Tests diskriminiert. Das kann ich auch aus ihrer Perspektive so sehen. Aber (selektive) Angst ist nicht unbedingt ein guter Ratgeber. Und was sind die Konsequenzen? Ich habe zu ihr gesagt: "Dann seht doch zu, dass ihr euch infiziert, denn früher oder später wird das sowieso passieren. Und das meine ich nicht gehässig oder so, sondern als Alternative bzw zu bedenkende Konsequenz." Sie hat erst hörbar geschnauft, dann kam ein "Weiß nicht, das will ich ja auch nicht". Und Ablenkung vom Thema.
Außerdem denke ich, dass ein gewisser Impfdruck auf Kinder und Jugendliche hauptsächlich deshalb ausgeübt wird (was mE deshalb trotzdem nicht okay ist), weil so viele Erwachsene ungeimpft sind. Warum auch immer.
Und: Bei den Gründen für eine Impfung gibt es eigennützige Gründe (ich will mich schützen, ich will Vorteile haben) und uneigennützige (ich will andere schützen, indem ich zur Minimierung der Infektionen beitrage und nehme dafür Impfreaktionen in Kauf). Dann könnte ich auch sagen: gerade letzteres (vor allen bei den U50-Jährigen ohne Vorerkrankungen), diese Solidarität, sollte doch nicht noch bestraft werden, indem sie für Tests bezahlen müssen. Einfach mal andersrum, also von der Seite der Geimpften gedacht. Denn wer soll auf Dauer die Tests bezahlen?
Bettina

Mornica (Profil) schrieb am 17.08.2021 18:55

Noch so als Ergänzung, warum ich eine Infektion für recht wahrscheinlich halte: unsere Stadt ist gerade führend in D, Inzidenz in den Schulen bei 400.

Anonym schrieb am 17.08.2021 21:02

wir brauchen keine Tests.

jeder, der will, lässt sich impfen. und ist dann geschützt - hoffentlich. oder nicht? oder nicht lang??
was ist da in dem vorzeigeland israel los??
die, die sich nicht impfen lassen wollen, nehmen eine Infektion in Kauf. wegen ihnen muss auch nichts geschlossen werden.
wer alt ist, lässt sich halt schnell wieder impfen.
diese Tests waren und sind reine Geldmacherei. Hunderte von Millionen werden dafür ausgegeben. und dann sind die kinder getestet und müssen mit maske in der Schule sitzen und Abstand halten usw. hier gab es einzelne Schüler mit corona und keiner hat sich in der schule angesteckt.
lasst die leute in Ruhe.
wer nicht geimpft ist und erkrankt trägt auch zur immunisierung bei.
hier der nachbarsjunge, 16J.: ist geimpft, war im ausland, test gemacht, weil er wo übernachten wollte: positiv. musste heimfahren, null symptome, jetzt in quarantäne. er war mit 3 ungeimpften und den geimpften eltern unterwegs, angesteckt hat sich keiner.
tja, vielleicht kriegt er ja jetzt zum Impfnachweis noch ein Genesenenzertifikat - da muss er dann doch wieder "alles dürfen".

mein sohn hat schon überlegt, ob er zur corona-party rüber geht. er will nicht geimpft werden, aber mit den kumpels ins schwimmbad und auch so ein genesener sein!

wir hatten eine ferienwohnung mit relaxter vermietung gefunden, die keine tests kontrolliert.
ich hab bis jetzt noch nie einen test gemacht...
alrun

Anonym schrieb am 17.08.2021 21:53

Also hier wird auch keiner geimpft und ich verstehe langsam dieses Gequatsche von Solidarität nicht mehr.
Wer sich impft hat sich doch selbst geschützt, warum muss ich mich dann solidarisch impfen? Kinder erkranken in der Regel leicht, warum sollen sie geimpft werden? Ich finde die Studienlage in der Hinsicht ziemlich quer. Angeblich sind geimpfte weniger ansteckend, dann doch wieder nicht.
Fakt ist das diese Impfstoffe nur eine bedingte Zulassung haben.niemand übernimmt die Haftung für eventuelle Schäden. Find ich gruselig. Der kanadische Wissenschaftler, der die mRnA Technik erfunden hat, warnt vor den Impfungen.
Es gibt Studien aus Amerika, das der Impfstoff nur eine Wirkung von 1,2% hat (anstatt über 90%) Solange noch keine klaren Fakten auf dem Tisch liegen gibts keine Impfung. Zumal ich mich nicht vor Corona fürchte.

Dörte (Profil) schrieb am 18.08.2021 09:19

Hallo,
ich halte mich mit meiner Meinung bezüglich Impfen normalerweise komplett zurück. Mich regt das ganze Thema nicht auf, ich bin keine Querdenkerin und lasse meine Jungs und mich nicht impfen. Weil es sich falsch anfühlt.

Was mich hier wundert: warum ereifert Ihr Euch nicht mindestens genauso sehr über die Klimakrise, eine weitaus größere Bedrohung? Dagegen gibt es keine Impfung, dagegen müssen die Menschen tatsächlich Ihr Leben ändern.

Ich freue mich auf die anstehenden gewaltigen Veränderungen, auf die Transformation der Gesellschaft, auf das Ende des Patriarchats. Wer noch?

Liebe Grüße,
Dörte

Dörte (Profil) schrieb am 18.08.2021 09:22

Nehmt gerne mal an diesem Quiz teil, mich würde interessieren, zu welchen Gruppen Ihr gehört

https://www.dieandereteilung.de/

Anonym schrieb am 18.08.2021 10:18

bei uns bleiben die Kinder (14 1/2 und 12) ungeimpft. Mein Mann ist da zu ängstlich und allgemein sind wir eher impfkritisch. Wollte ja schon länger meine Kinder MMR impfen lassen (vor der Pubertät), aber jetzt durch dieses ganze Impftheater ist mir das im Moment zu heikel, haben keinen KiA und unser Hausarzt ist eher pro Impfen, hab da auf die ganzen Diskussionen null bock. Hpv Impfung kommt für uns auch nicht in Frage.
Hier in F ist die Stimmung zur Zeit schlimm. Da ich Krankenpflegerin bin, besteht für uns ab 15. Sept. Impfpflicht. Hatte jetzt schon die 1. am 27.7, dann die 2. am 1.9. Normalerweise müsste ich mich jetzt alle 72h Std. testen lassen, weil seit 9.8 gesetzl. noch hinzugefügt wurde, dass alle die im KH oder Pflegeeinrichtungen arbeiten einen Pass sanitaire brauchen (bekommt man nach 2x Impfung, je nachdem welcher Impfung und ob schon durchgemacht oder ebend nach neg. PCR Test). Mein Arbeitgeber schert sich da einen Kehrricht drum, das wurde einfach nur eingeführt um den Druck noch zu erhöhen. Ärger mich fast schon das ich eingeknickt bin, denn ich geh mal davon aus, dass letzten Endes alles nochmal umgekippt, abgeändert wird, weil es ja eh schon zu wenig Pflegepersonal gibt (schon vor der Pandemie). Zu Beginn hiess es, alle die nicht geimpft sind, wird gekündigt, wurde nochmal abgeändert, jetzt dürfen sie ungezahlt beurlaubt werden, ab dem 15.10 (wurde vor kurzem nochmal vom 15.9 um 4 Wochen verlängert). Wir haben mittlerweile nur noch eine einzige Kollegin (Krankenschwester), die sich nicht impfen lassen will.
Unter unseren Patienten gibt es noch 2 Ungeimpfte. Führte letzt dann auch schon zu Streitigkeiten bei unseren Besprechungen, weil unsere Heimleitung weiterhin Patienten "bedingungslos" aufnehmen möchten (Obdachenlosen und Migrantenheim), wir sind oft die absolut letzte Station, weil wir auch Menschen ohne Krankenversicherung und Papiere aufnehmen, neben den Alkohlkranken und anderweitig Abhängigen. Also die Stimmung ist bei uns echt schlimm. Bei uns wurden sogar die Krebspatienten in der Palliativmedizin geimpft, einfach weil sie ansonsten für jeden Krankenhaustermin, Röntgenaufnahme einen PCR Test machen lassen müssten. Einer unserer Patienten (56 J.) verstarb vor kurzem, eine Woche nach der 2. Impfung, natürlich nicht nachzuweisen, da kräht auch kein Hahn nach, der Mann hatte mehrere organische, wirklich grosse gesundheitl. Probleme (u.a. mehrere Herzinfarkte), da eine Kausualität herzustellen, unmöglich, möchte auch niemand!
Bekannte von uns hatten die engl. Variante, da wurde die Mutter trotz Fieber und mehr noch negativ getestet, erst 1 Woche später war dann der 2. PCR Test positiv, da war sie schon wieder symtomlos. Also wirklich zuverlässig sind diese Tests nicht, allerdings schon wichtig, gerade weil halt doch so viele symtomfrei Covid mit sich rumschleppen. Das die Geimpften Covid nicht übertragen können, also ich weiss ja nicht, wenn jetzt schon die Rede von einer 3. Impfung ist. Ich bin mir recht sicher, dass ich Februar 2020 Covid hatte, konnte mich damals aber nicht testen lassen, weil das Virus ja "offiziell" erst im März in Europa auftauchte ;-) mein Antikörpertest 1 1/2 J. später war negativ. An Herdenimmunität durch Impfung glaube ich nicht, zumindest geben da durchgegimpfte Länder z.B. Israel ja wenig Hoffnung.
Unsere Verwandschaft in Marokko erkrankte trotz Impfung an COVID, Masken und vorbeugende Hgyienmassenahmen werden dort allerdings auch wenig eingehalten, Maske bei 45° ist sicherlich auch nicht angenehm. Die Mutter und Grossmutter wurden 2x indische Astrazen. geimpft, im März, die Schwester, die es am meisten getroffen hat (aber nicht so schlimm, dass KH von Nöten wär) hatte erst kurz vorher 1 Dose chine. Impfstoff. Ist natürlich schwer nachzuweisen, ob sie ohne Impfung schwerer erkrankt wären, Garantie gibt es dafür keine, sie waren schon vorher gesund ohne Vorerkrankunen, ausser die Schwester, die schon immer eher kränklich war.
Ach je, jetzt wird es wieder so ein Endlosroman ;-), entschuldigt, ich finde aber auch, wie Cora, dass diese ganzen Einschränkungen dann mal wieder vor allem die Schwächsten in unsere Gesellschaft betrifft. Meine Arbeitskollegin testet am Wochenende (bei uns haben viele im Pflegepersonal mehrere Arbeitgeber, müssen ja auch irgendwie überleben) die reichen Touristen am Casinoeingang, Test ist Pflicht nur für Ungeimpfte aber umsonst bzw. im Eintrittsgeld inbegriffen :-s

LG, Marlis

ReginaUrsula (Profil) schrieb am 18.08.2021 10:43

ich lese hier mehrmals, dass in Deuschland (und Frankreich) sozial Schwache von der Teilhabe ausgeschlossen werden. Das verstehe ich nicht. Die Impfung ist doch kostenlos, es ist genügend Impfstoff da, und es gibt mittlerweile sogar extra Impfangebote für Famiilien, in Brennpunkten und z.B. für Obdachlose! Manchmal gibt es also Bonus noch etwas zu essen dazu! Und mit Impfung braucht man keine (kostenpflichtigen ) Tests.

Wenn jemand ausgeschlossen wird, dann sind es diese Menschen, die sich aus medizinischen Gründen nicht Impfen lassen können. Für die wird es zwar weiterhin kostenlose Tests geben, aber für diese Menschen ist eine Teilhabe am öffentlichen Leben so lange eingschränkt, bis wir aufgrund einer hohen Impfquote eine dauerhaft niedrige Inzidenz haben.


Gruß,
RU


dorle (Profil) schrieb am 18.08.2021 11:40

An die Anonym weiter oben:

Da hätte ich gerne die Quelle dazu. Die Impfung gegen Covid schützt nur zu 1,2% ?

Welcher "Kanadier" erfand denn die mRNA Vorgehensweise?

Das wird doch schon eeeeewig angewandt .
Gab es klinische Studien schon lange vor Covid an Menschen.

Ja, die Zulassung erfolgte als Notzulassung.

Henni (Profil) schrieb am 18.08.2021 23:34

Laut aktueller Infas Umfrage sind 10 Pozent der Ü18 in D klar gegen das Impfen. 15 Prozent sind zögerlich.

Ungefähr so kommt mir das hier auch vor - zahlreiche Überzeugte, einige zögerliche, wenige, die ganz klar dagegen sind.
Ich verstehe also nicht, dass manche über die Diskussion hier enttäuscht sind, mir scheinen alle Positionen vertreten.

Über den anonymen Satz, in dem was von Solidarität und Gequatsche steht - über den bin ich aber sehr entsetzt!

Ohne Solidarität läßt sich keines der großen Menschheitsprobleme lösen, Dörte hat sie aufgezählt.

Und warum Solidarität ein Aspekt beim Impfen ist, das ist doch nun oft genug erklärt worden, auch schon vor Corona. Die Impfentscheidung ist eine persönliche, die Konsequenzen dieser Entscheidung betreffen aber eben auch andere.

Nachtkatze (Profil) schrieb am 19.08.2021 14:50

Also, nach langem Zögern gehen hier in der Familie nun auch alle über 12 Jahren zur Impfung.
Ich hab mittlerweile so viele Leute gesehen, die jung und gesund erkranken und wirklich wochenlang nicht wieder richtig fit wurden.
ICH kann den zusätzlichen Aufwand in Fall einer Erkrankung der Kinder nicht leisten. Mir fehlt die Kraft. Ich schaffe das einfach nicht.
Und sollte ICH erkranken muss jemand drei bis vier Kinder versorgen. Wer soll das machen??? Daher, schweren Herzens…

Anonym schrieb am 19.08.2021 15:05

Ich antworte mal auf die Fragen im Bezug auf das impfen. Ich bin anonym unterwegs die Person, die oben über Solidarität geschrieben hat.
Erstmal würde mich interessieren was impfen mit Solidarität zu tun hat? Wer Angst hat kann sich impfen lassen und ist geschützt. Dann bin ich doch auch (so wird es uns doch erzählt, ob es war ist ist eine andere Sache) vor den Ungeimpften geschützt. Wo ist also das Problem? Kinder erkranken selten schwer an Corona - es gibt keinen Grund sie zu impfen. Gerade heute habe ich wieder von einer Studie gelesen in der drin steht das man nichts über Langzeitwirkungen der Studie weiß. Wenn es ok ist, verlinke ich sie hier.

https://www.medrxiv.org/content/10.1101/2021.05.03.21256520v1.full#ref-4

Der Erfinder der mRNa-Technologie heiß Robert Malone.
https://childrenshealthdefense.org/defender/erfinder-der-mrna-impfstoff-technologie-sagt-zu-tucker-carlson-die-regierung-ist-nicht-offen-hinsichtlich-der-risiken-der-impfstoffe/?lang=de

Die Studie, die eine Wirkung der Impfstoffe auf 1,2% reduziert habe ich von meinem Hausarzt. Die Daten liefere ich gerne nach.
Jetzt können mich alle gerne verurteilen, aber bei der unsicheren Lage im Bezug auf die verfügbaren Impfstoffe, werde ich nicht solidarisch meine Gesundheit für die Solidargemeinschaft opfern.

ReginaUrsula (Profil) schrieb am 19.08.2021 19:02

. Gerade heute habe ich wieder von einer Studie gelesen in der drin steht das man nichts über Langzeitwirkungen der Studie weiß. Wenn es ok ist, verlinke ich sie hier.

https://www.medrxiv.org/content/10.1101/2021.05.03.21256520v1.full#ref-4

Der Erfinder der mRNa-Technologie heiß Robert Malone.
https://childrenshealthdefense.org/defender/erfinder-der-mrna-impfstoff-technologie-sagt-zu-tucker-carlson-die-regierung-ist-nicht-offen-hinsichtlich-der-risiken-der-impfstoffe/?lang=de

Die Studie, die eine Wirkung der Impfstoffe auf 1,2% reduziert habe ich von meinem Hausarzt. Die Daten liefere ich gerne nach


Ich habe mir deine Quellen angeschaut.

Studie 1 (auf der Seite von medrxiv) ist erstens eine Pre-print Studie, d.h., sie ist noch nicht- wie in der Wissenschaft üblich - von anderen WIssenschaftlern überprüft und aktzeptiert worden. Und zweitens geht es nicht wirklich darum, dass die Langzeitfolgen nicht erforscht sind (was ja logisch ist - der Impfstoff ist einfach noch nicht sehr alt), sondern darum, wie die Impfung angesichts weiterer Mutationen verbessert werden könnte. Zitat:: "The BNT162b2 vaccine is clearly protective against COVID-19, but the duration of this protection is not yet known, and one could envisage future generations of the vaccine incorporating this knowledge to improve the range and duration of the protection." Im nächsten Satz stellen die Forscher dann auch noch fest, dass die Anzahl der Teilnehmer für so eine Studie eigentlich zu klein war: "Our findings need to be confirmed by conducting larger cohort-studies with populations with diverse backgrounds, while further studies should examine the potential interactions between BNT162b2 and other vaccines."

Bei der zweiten Quelle kann ich nur den Kopf schütteln - diese childrenshealthdefence ist ein berühmt- berüchtigtes Sprachrohr amerikanischer Verschwörungstheroetiker, und es wird ein Interview von Fox-News als 'Beweis´ angegeben.

De dritte Quelle "mein Hausarzt" ist keine Quelle. Aber gerne kann als Gegenargument noch mal über meine Hausärztin schreiben, die ihre eigenen Kinder alle so schnell wie möglich gegen Corona geimpft hat...

Zusammenfassend gesagt: Du meist es sicher nur gut, aber das ist von der QUellenlage nicht überzeugend.

LG,
RU

Anonym schrieb am 19.08.2021 20:39

den zynischen hinweis, dass die Impfung ja kostenlos ist und deshalb finanziell schwächere mitglieder der gesellschaft keine nachteile haben, da sie sich ja impfen lassen können und dann keine teuren Tests mehr brauchen -

den hab ich längst erwartet.
nicht allerdings von RU.

wenn ich angst vor der Impfung habe -warum auch immer- und mich auf keinen Fall impfen lassen will - dann sollte ich lieber reich sein....

natürlich wrden sich allein schon aus diesem Grund viele für die Impfung entscheiden. weniger ausgaben und mehr möglichkeiten im alltagsleben als grund für die impfung - na bravo

impfung für kinder und jugendliche - wie gruselig.
wie machst du das, Dörte, mit deinen halbwüchsigen kindern, die plötzlich kaum noch "was dürfen" ?
(hier will das städtische schwimmbad nur geimpfte reinlassen, getestet soll nicht akzeptiert werden....)

Anonym schrieb am 19.08.2021 20:49

Bei der Studie (von mir aus auch Pre-Studie)geht es darum, das das Immunsystem mit dem Impfstoff Probleme kriegen könnte und diese bedacht werden sollte.
Interestingly, however, the BNT162b2 vaccine also modulated the production of inflammatory cytokines by innate immune cells upon stimulation with both specific (SARS-CoV-2) and non-specific (viral, fungal and bacterial) stimuli. The response of innate immune cells to TLR4 and TLR7/8 ligands was lower after BNT162b2 vaccination, while fungi-induced cytokine responses were stronger. In conclusion, the mRNA BNT162b2 vaccine induces complex functional reprogramming of innate immune responses, which should be considered in the development and use of this new class of vaccines.
Ob die von mir genannte Seite von Verschwörungstheoretikern genutzt wird, weiß ich nicht. Es gibt sicher noch andere Quellen die die Aussage von Dr. Marlone belegen.
Wie ich bereits sagte, werde ich die Studie meines Hausarztes nachreichen.
Ganz ehrlich, mir ist es egal wer sich impft, oder es lässt.
Was deine Ärztin tut finde ich fatal.

ReginaUrsula (Profil) schrieb am 19.08.2021 21:28

Wieso ist es "fatal", wenn eine Hausärztin ihre Kinder (zwischen 12 und 19) mit einem Impfstoff impfen lässt, der von der EMA zugelassen ist?
Das ist intelligent, vorausschauend (denn zufällig hat die Stiko mittlerweile eine Empfehlung dafür herausgegeben) und solidarisch. Und zufällig ist sie Ärztin, also - anders als du und ich - weiss sie wirklich was sie tut.

LG,
RU

ReginaUrsula (Profil) schrieb am 19.08.2021 21:28

Wieso ist es "fatal", wenn eine Hausärztin ihre Kinder (zwischen 12 und 19) mit einem Impfstoff impfen lässt, der von der EMA zugelassen ist?
Das ist intelligent, vorausschauend (denn zufällig hat die Stiko mittlerweile eine Empfehlung dafür herausgegeben) und solidarisch. Und zufällig ist sie Ärztin, also - anders als du und ich - weiss sie wirklich was sie tut.

LG,
RU

ReginaUrsula (Profil) schrieb am 19.08.2021 21:53

den zynischen hinweis, dass die Impfung ja kostenlos ist und deshalb finanziell schwächere mitglieder der gesellschaft keine nachteile haben, da sie sich ja impfen lassen können und dann keine teuren Tests mehr brauchen -

den hab ich längst erwartet.
nicht allerdings von RU.


Das ist nicht zynisch, sondern logisch. Und wenn sich Leute ˋnur´ deshalb impfen lassen, ist das doch auch nicht schlimm - andere finden die Wurst in der Semmel Anrzeiz genug.

Und ich stehe mit meinem Namen für meine Meinung ein, und poste nicht anonym.

Gruß,
Ru

Dörte (Profil) schrieb am 19.08.2021 23:35

Hallo Ano von 20.39 Uhr, bei uns in Ba-Wü gab es bisher noch nichts, auf das meine Jungs verzichten mussten, hab auch nicht gelesen, dass für sie irgendwelche Einschränkungen kommen sollen.
Ich stelle mich drauf ein, dass es den Herbst und Winter für mich komplizierter und teurer wird. Das nehme ich aber so hin, überhaupt kann ich nicht nachvollziehen, warum viele
Leute sich so über das Corona Thema aufregen und die Klimakrise ignorieren.

Dörte (Profil) schrieb am 19.08.2021 23:49

Und zum Thema Solidarität: wie weit reicht die Solidarität, wenn man sich aus Gründen der Solidarität impfen lässt? Unsere Gesellschaft ist nicht nur auf Wachstum ausgerichtet, sondern auf Ausbeutung. Unter unserem Lebensstil leiden Menschen im globalen Süden und künftige Generationen. Ich setze mich dafür ein, dass der gesellschaftliche Wandel möglichst bald stattfindet, ich demonstriere mit den Fridays und der Black live Matters Bewegung. Wir versuchen mit unserer Klimaentscheid Gruppe den Ausbau der Erneuerbaren Energien voranzutreiben und unsere Heimatstadt in die Klimaneutalität zu führen. Das bedeutet für mich Solidarität. Impfen gehört für mich nicht dazu, weil ich das Gefühl habe, dass von mir keine Corona-Gefahr ausgeht.

Alrun (Profil) schrieb am 20.08.2021 00:15

danke, Dörte, deine Worte tun mir gut.

das mit dem zynisch hab ich geschrieben, ano oder nicht, es ist ja ein Pseudonym.
jetzt nur noch gute Nacht

Nachtkatze (Profil) schrieb am 20.08.2021 07:26

Solidarisch…Kinder zu bekommen ist auch total solidarisch. Und die Investitionen, die man tätigt, bis sie Steuern zahlen;-)
Es will trotzdem nicht jeder Kinder. Und es klappt auch nicht bei jedem. Und trotzdem ist das total okay.
(Ja, der Vergleich humpelt etwas, aber ich mag ihn trotzdem)

Will sagen: es gibt doch oft mehr als einen Weg. Kann doch jeder abbiegen wo er es für richtig hält.

Wir leben tatsächlich energetisch autark in nem tiny house. Das meiste Gemüse bauen wir selbst an. Wir wickeln mit Stoff, wir fahren Rad, wir kaufen wenig…aber ich liebe Kinderschokolade!!! Und Wimperntusche. Why not? Warum muss es immer so absolut sein? Vielleicht ist einfach beides okay? Ich bin okay, Ihr seid es auch. Mit aller Vielfalt. Lasst uns doch lieber Kräfte bündeln statt vergeuden!

Cora (Profil) schrieb am 20.08.2021 07:50

Was ist Diskrimierung?

... Herzog Kunibert verfügt, dass nur noch kurzhaarige Menschen in Cafes und Restaurants dürfen. Frau RU fühlt sich diskrimiert. Verstehe ich nicht, sagt Herzog Kunibert. Man kann sich überall kostenlos die Haare schneiden lassen. Und man wird ja nicht zum Haare schneiden gezwungen, das ist völlig freiwillig. Es zwingt einem ja auch niemand in ein Cafe zu gehen....

... Scheich T erlässt, dass man nur noch mit Pluderhosen und langer Bluse auf die Straße gehen darf. Frau Mornica möchte mit Jeans und T-Shirt auf die Straße gehen und fühlt sich diskrimiert. Ist doch gar nicht so, sagt Scheich T, Pluderhosen und lange Bluse kann man an jeder Straßenecke günstig kaufen und für ärmere gibt es finanzielle Unterstützung. Und wer das nicht anziehen möchte, kann ja immer noch zuhause bleiben, da darf man anziehen, was man will....

... Fürst Honni richtet für alle Jugendlichen eine Jugendweihe ein. Frau Lola möchte ihre Tochter lieber konfirmieren lassen. Kein Problem, sagt Fürst Honni, das können Sie ganz frei entscheiden. Ihre Tochter kann halt dann nicht studieren. Das ist keine Diskrimierung, man muss nur die Konsequenzen für seine Entscheidung tragen. Sie sind völlig frei in Ihrer Entscheidung.

... König xy erlässt, dass nur geimpfte Menschen in Museen, Kino und Schwimmbäder dürfen. Das ist keine Diskrimierung und das Impfen ist ganz freiwillig, sagt er. Denn man kann sich ja überall kostenlos impfen lassen. Man muss halt die Konsequenzen tragen, wenn man sich nicht impfen lässt. Zur Impfung gezwungen wird man nicht, weil man ja ganz frei entscheiden kann, ob man ins Museum, Kino oder Schwimmbad möchte. Und manchmal darf man sogar ungeimpft rein, man muss dann nur die Zeit und das Geld für Teste aufbringen...

(Namen zufällig gewählt ;-))

Die Kontexte sind bewusst unterschiedlich gewählt, mir geht es darum zu zeigen, dass diese Argumentation, es sei keine Diskrim. weil sich alle kostenlos impfen lassen können, nicht greift.

Wenn ich in einer Demokratie die Freiheit eines Menschen systematisch einschränke, brauche ich schon sehr gute Gründe dafür. Dabei sind die Maßnahmen so zu wählen, dass die Einschränkungen für den einzelnen möglichst klein sind und sie müssen im Verhältnis zu der Gefahr stehen, die ansonsten droht. Teilhabe am öffentlichen Leben bewusst zu erschweren, ist schon ein schwerwiegender Eingriff.
Und vor allem: Es spaltet eine Gesellschaft. Es schafft sozialen Unfrieden. Das wiegt für mich fast noch mehr als das Argument der persönlichen Freiheit. Von der habe ich nämlich auf nicht mehr viel, wenn sozialer Unfriede herrscht.

Nachdenkliche Grüße
C.

Dörte (Profil) schrieb am 20.08.2021 08:19

@Nachtkatze: Klingt super, wie Ihr lebt! Ich habe das Auto abgeschafft, wohne allerdings auf viel zu großem Raum, esse gelegentlich Fleisch und bin gerade im Urlaub :-)
Die Zeit der Ökomoral sollte vorbei sein, es ist zu einfach, die Verantwortung für ein zukunftstaugliches Leben auf die BürgerInnen abzuwälzen. Während die Politik weiterhin Kohle bis 2038 abbauen will. Es reicht nicht mehr, sein eigenes Leben gut zu gestalten, wir müssen uns für unsere Kinder alle empören, demonstrieren, uns politisch engagieren. Uns informieren, warum die Energiewende blockiert wird, warum nach wie vor massenhaft Flächen versiegelt werden, trotz der Flutkatastrophe. Und wir müssen es aus Liebe machen, nicht aus Wut. Und zu allererst lernen, uns selber zu lieben. Und erkennen, dass das Patriarchat ausgedient hat.
Meine Meinung :-)

Lola (Profil) schrieb am 20.08.2021 08:39

Dann schreib ich, wenn mein Name schon mal genannt wird, auch mal was...

Ich versteh, was Du sagen möchtest, empfinde die Beispiele oben aber als Willkür, das Testdebakel hat einen gesundheitlichen Hintergrund und das finde ich schon einen Unterschied.

Der Ansatz, wie man versucht, von der Impfung zu überzeugen, finde ich falsch. Es wirkt, als würden die Argumente ausgehen und zeigt die Meinung, die man von seinem Volk hat. Das treibt meiner Meinung nach die Leute nur noch mehr in die andere Richtung.

Ich glaube, dass nach der Wahl die Impfflicht kommt. Zur Zeit traut sich nur keiner.

@weiter oben, ich weiss nicht mehr, wer es angeregt hat: Hier im Forum wird sich generell wenig über Politik ausgetauscht. Mach doch einfach einen eigenen thread zum Thema Umwelt auf, wenn du die Diskussion dazu vermisst. :)

Lola (Profil) schrieb am 20.08.2021 08:56

Wir waren gestern seit ewiger Zeit mal wieder richtig gut essen. Das geht zur Zeit ja ohne alles. Steigen die Inzidenzen, darf man vermutlich auch wieder nur 3g essen gehen. Das schützt aber nicht nur die anderen Gäste, sondern auch die Betreiber der Gasthäuser u. Ä. davor, alle naselang ihr Geschäft schließen zu müssen, wenn es bei ihnen einen positiven Fall gab.

Ich habe keine Idee, wie es besser gemacht werden könnte, aber das gehört für mich zur Solidaritatsdiskussion dazu.

Dörte (Profil) schrieb am 20.08.2021 09:11

@Lola: Ich schreibe hier, weil die Corona- und die Klimakrise zusammengehören.
Auch wenn es unbequem ist, das anzuerkennen.

Lola (Profil) schrieb am 20.08.2021 09:24

Meinst Du mich mit unbequem?

Ich habe den Zusammenhang zwischen der Impfung von Kindern und der klimakrise jetzt nicht verstanden. Wenn es den gibt, tut es mir leid, dann lass ich mich gerne aufklären.

Dörte (Profil) schrieb am 20.08.2021 09:57

Liebe Lola,
die Corona- und die Klimakrise haben doch dieselbe Ursache: wir Menschen haben die Grenzen des Wachstums überschritten, einen Großteil der natürlichen Lebensräume der Tiere zerstört und zu viele fossile Energieträger verbrannt. Klar können wir versuchen, das Corona-Virus durch Impfung einzudämmen, aber die nächsten gefährlichen Viren stehen ja schon in den Startlöchern, wenn wir an unserem Lebensstil nichts ändern. Ich habe viel Mitgefühl mit allen Menschen, die an COVID erkrankt sind oder jemanden verloren haben. Aber die Krise ist auch eine Chance. Arundhati Roy schreibt: "Historisch gesehen haben Pandemien Menschen immer dazu gezwungen, mit der Vergangenheit zu brechen und sich ihre Welt neu auszumalen. Diese Pandemie ist nicht anders. Sie ist ein Portal, eine Pforte, der Übergang zwischen einer Welt und der nächsten."
Ich persönlich finde es angenehmer, diese neue Welt selber mitzugestalten, als hilflos reinzustolpern. Und ich bin überzeugt davon, dass wir Frauen eine wichtige Rolle in der neuen Welt spielen werden, weil wir ganzheitlich denken können (sehr verallgemeinert).

Lola (Profil) schrieb am 20.08.2021 10:03

Danke, den Gedankengang kann ich nachvollziehen. Dennoch sind es für mich zwei Sachen, nämlich a) wie gehe ich mit der jetzigen Pandemie um und b) wie verhindere ich eine neue.

Und über den zweiten Punkt kann man doch sicher viel diskutieren, das würde hier doch nur untergehen und passt für mich nur so halb zum thema. Mir wäre es einen zweiten thread wert.

Mornica (Profil) schrieb am 20.08.2021 17:47

Was ist Diskrimierung?

[...]

... Scheich T erlässt, dass man nur noch mit Pluderhosen und langer Bluse auf die Straße gehen darf. Frau Mornica möchte mit Jeans und T-Shirt auf die Straße gehen und fühlt sich diskrimiert. Ist doch gar nicht so, sagt Scheich T, Pluderhosen und lange Bluse kann man an jeder Straßenecke günstig kaufen und für ärmere gibt es finanzielle Unterstützung. Und wer das nicht anziehen möchte, kann ja immer noch zuhause bleiben, da darf man anziehen, was man will....

[...]

Nachdenkliche Grüße
C.


Auch wenn doe Namen zufällig gewält sind - natürlich fühle ich mich trotzdem angesprochen.
Auch weil das mE kein Vergleich ist, der hinkt, sondern der vergleicht, was man gar nicht vergleichen kann.
Zum einen sind Kleidungsvorschriften (zB nicht in Badehose ins Restaurant) in allen mir bekannten Gesellschaften die Norm. Selbst bei FKK. Versuche mal, da komplett bekleidet rein zu gehen ...
Das wäre für mich ggf keine Diskriminierung sondern gesellschaftliche Norm.

Zum anderen kann man meiner Meinung nach normale Kleidung nicht mit einer Impfung resp. Test vergleichen, noch nicht mal ansatzweise. Es sei denn, diese spezielle, erforderliche Kleidung wäre nötig, um andere Menschen und auch die Person selber zu schützen.

Und, das gibt's ja sogar schon (Schutzkleidung um im Krankenhaus bestimmte Bereiche zu betreten usw, auch vor Corona). Ich käme nicht auf die Idee, a) mich diskriminiert zu fühlen, weil ich da nicht in T-Shirt und Jeans rein darf, und würde b) die Schutzkleidung anziehen (vielleicht kostet sie was oder ich verliere Zeit), wenn ich da rein will. Es sei denn, ich wäre eine Person, die glaubt, das alles besser zu wissen als die KKH-Mitarbeiterinnen und den Sinn und Zweck in Frage stelle. Ändert dann aber trotzdem nix an der Vorschrift, so lange ich nicht tatsächlich mehr Ahnung habe UND auch in der Position bin, die Verantwortlichen sachlich davon zu überzeugen, dass das mit der Schutzkleidung nicht mehr nötig ist oder es gleichwertige Schutz-Alternativen gibt, bei denen ich ohne Kosten und Zeitverlust meine Jeans anbehalten kann.
Ich habe die Wahl....

Im Zusammenhang mit Covid19 fehlt in den meisten Beschwerden über die Diskriminierung / den Druck / ... noch die zweite Alternative zur Impfung (also außer dem Test): genesen sein, wozu zuvor die Infektion gehört. Das wäre dann das TShirt plus Jeans ohne Schutzkleidung. Ich müsste nur einmal kurz oder für ein paar Tage in ne Klimakammer mit hohen Temperaturen und 14 Tage zuhause bleiben. Könnte ich mir überlegen, hätte ich die Wahl, mit dem Risiko, dass mir das mehr schadet als das Tragen der Schutzkleidung, so rein statistisch. Käme darauf an, wie oft will ich ins KKH in den speziellen Bereich usw. Und kann do sein oder anders, weiß ich vorher nicht.

Grüße
Bettina

Mornica (Profil) schrieb am 20.08.2021 18:02

Wenn Scheich T natürlich aus bloßer Willkür so ein Ge-/Verbot erlässt, wäre das ... Willkür ohne Sinn, und ggf auch Diskriminierung.
Aber Willkür sehe ich bei den 3G nicht, sondern den Sinn, dass die Anti-Virus-Maßnahmen bitte mal bald für alle vorbei sein können.
Was auch nichts daran ändert, dass "die Menschheit", also wir alle, uns - um die Menschheit, die Zukunft unserer Kinder zu retten - sicher mit noch viel mehr Einschränkungen unserer gewohnten Konsum- und Anspruchshaltung arangieren werden müssen. Sogar selber dazu beitragen werden müssen.

Cora (Profil) schrieb am 20.08.2021 19:56

"Auch wenn doe Namen zufällig gewält sind - natürlich fühle ich mich trotzdem angesprochen. "

Ich fand das netter mit den Namen als einfach a, b, c zu schreiben. Aber wenn Ihr das doof finden solltet, editier ich das auch wieder raus, das sollte nicht blöd rüberkommen.

Mornica, mit den gesellschaftlichen Konventionen hast Du natürlich recht. Wo fängt das eine an, wo hört das andere auf, wo darf man Konventionen brechen, wie wäre unsere Gesellschaft, wenn Konventionen absolut wären und nie übertreten würden...
Klar, kein Beispiel ist perfekt, mir ging es vor allem darum, dass das Argument, dass die Impfung kostenlos ist, für mich keines ist, das eine Einschränkung rechtfertigt.

Wenn selbst die Bundeszentrale für gesundh. Aufklärung schreibt, dass Ungeimpfte keine Gefahr für Geimpfte darstellen, mit welchem Recht sanktioniert man das "Nicht-geimpft-bleiben-wollen". Da würde ich mir schon bessere Argumente wünschen.
Da liegt für mich auch der Unterschied zu der Schutzkleidung im Krankenhaus. Die Leute dort können sich nicht selbst schützen und es geht um eine Vielzahl von Keimen.
Bei Corona gibt es eine Impfung. Mit der gleichen Argumentation könnte ich ja auch eine Influenzaimpfung vorschreiben, die ist für Risikogruppen und Hochbetagte auch sehr gefährlich und viele sterben daran.

Kleine Randbemerkung: Die EMA-Zulassung der Covid-19-Impfstoffe war _keine_ Notzulassung, es war nur ein beschleunigtes Verfahren, was aufgrund der Einreichungsorganisation schneller ging, aber es war inhaltlich das normale Verfahren. Das finde ich sehr wichtig.

Ich sehe einfach um mich herum, dass die Menschen in dem Klima, das entstanden ist, sich nicht mehr frei entscheiden können. Sprächen wir von Ebola, ok. Bei 80% Sterblichkeit würde wahrscheinlich eh jeder die Impfung wollen. Man muss Covid-19 hin und wieder auch einordnen in die Vielzahl der Infektionskrankheiten, die wir haben. Da fehlt mir oft die Verhältnismäßigkeit.

Ich merke, ich habe für den Moment mein Pulver verschossen.

Ich wollte aber noch hierlassen, dass ich es sehr genieße, dass mal wieder ein Diskussionthread entstanden ist. War doch arg still hier. Und der Austausch hier ist einfach schön und fair, mit extrem wenigen Ausnahmen, selbst bei sehr kontroversen Themen. Das finde ich toll. Ich nehme immer viele interesssante Gedanken mit! Danke!

Mornica (Profil) schrieb am 20.08.2021 20:46

[...] Ich wollte aber noch hierlassen, dass ich es sehr genieße, dass mal wieder ein Diskussionthread entstanden ist. War doch arg still hier. Und der Austausch hier ist einfach schön und fair, mit extrem wenigen Ausnahmen, selbst bei sehr kontroversen Themen. Das finde ich toll. Ich nehme immer viele interesssante Gedanken mit! Danke!
DEM schließe ich mich an!

Generell ist es ja so, dass beim Thema COVID19 die Meinungslager sehr geteilt sind. Kennen wir alle. Ich denke, dass die meisten doch wollen, dass möglichst wenige an dieser Krankheit sterben / leiden, mindestens doch dass wir wieder ein "normales Leben" haben werden. Nur das "Wie" ist umstritten.

Das Argument mit der normalen Influenza habe ich am Anfang auch gebracht. Und auf einen längeren Zeitraum gesehen stimmt es vermutlich auch (statistisch, so über die Jahre). Aber wäre das auch so, wenn man es ohne Schutzmaßnahmen hätte laufen lassen? Und die relativ hohen Zahlen in dem kurzen Zeitraum sind eben scheiße. Auch weil so auch andere schwer Erkrankte in die Röhre guck(t)en. Na ja, unser Gesundheitssystem halt.
Über die Langzeitfolgen einer COVID19-Erkrankung weiß man noch nicht so viel - das macht eben auch Angst / Sorge.

Ungeimpfte mögen zwar für Geimpfte keine Gefahr darstellen, aber doch für andere Ungeimpfte (die aus welchen Gründen auch immer nicht geimpft sind). Das Problem, die Waage zu finden zwischen Eigenverantwortung und Fürsorge.

Bei Influenza verstehe ich es auch nicht, warum so viele Alte sich nicht impfen lassen. Anscheinend sind die Sterbequoten aber nicht so hoch, dass die Intensivstationen überlaufen und das Ganze in die Medien kommt. Mehr so der gleichmäßigere Verlauf (keine Wellen), vermutlich auch mehr so das einsame Sterben in den Heimen und zuhause oder Normal-Station im KKH, u.a. weil eine Beatmung nicht so viel bringt, mehr so multiples Organversagen u. ä. Ganz überwiegend sehr alte Menschen etc. Wobei ich niemanden kenne bzw. kannte, der an Influenza gestorben ist. An Covid19 Gestorbene schon, aber das ist statistisch nicht aussagekräftig, denn bei vielen alten Menschen weiß ich schlicht nicht, woran sie gestorben sind.
Und, klar, macht das was mit einem, wenn man (scheinbar oder echt) gehäuft COVID19-Sterbefälle mitbekommt.

Meine Rede in Sachen Priorisierung (von COVID19 gegenüber anderen Todesursachen)- wie ist's mit der Luftverschmutzung? Hab's gerade nicht parat, aber: jedes Jahr viele Zehntausend Tote mehr in D durch Luftverschmutzung - lässt sich nur nicht an den konkreten Toten festmachen, z.B. durch einen Test. Seit Jahrzehnten. Passieren: tut fast nix (noch eine Verbindung zum Klimawandel ... ).

Bettina

Gary (Profil) schrieb am 20.08.2021 22:23

Und ich bin überzeugt davon, dass wir Frauen eine wichtige Rolle in der neuen Welt spielen werden, weil wir ganzheitlich denken können (sehr verallgemeinert).

Es gehört zwar nicht zum Thema, aber der Hinweis sei mir trotzdem gestattet:

Immer wenn große bis riesige Gruppen anhand eines Merkmals gebildet werden - im vorliegenden Fall: "wir Frauen" = Geschlecht weiblich - und diesen Gruppen dann konkrete gemeinsame Fähigkeiten, Verhaltensweisen, Eigenschaften,... zugewiesen werden - im vorliegenden Fall: "wir können ganzheitlich denken" -, dann muss ich den Hinweis geben, dass eine solche Vorstellung nahezu immer grundsätzlich unsinnig ist (auch wenn es sich gut anfühlen mag, zur "guten" Gruppe zu gehören, und auch wenn es einen Hinweis gibt, dass die Formulierung "sehr verallgemeinert" ist).

Tatsächlich ist die Variabilität der Fähigkeit, Verhaltensweise, Eigenschaft,... innerhalb der Gruppe nahezu immer größer als die Differenz des Durchschnitts der eigenen Gruppe zu der Gruppe, von der man sich abgrenzen möchte.

Anschaulich ist dies bei der Körpergröße.
"Männer sind größer als Frauen.", lautet die sehr verallgemeinerte Aussage.
Laut Stat. Bundesamt sind Frauen durchschnittlich 1,66m und Männer 1,79m groß. Die Differenz des Durchschnitts beträgt 13cm.
Betrachtet man jedoch die Variabilität bei Frauen und bei Männern, so sind Frauen ca. 150-190cm und Männer ca. 155-200cm groß.
Die Aussage über die Größe von "uns Männern" oder "uns Frauen" im Kontrast zur jeweils anderen Gruppe ist also für eine Vielzahl von Personen schlicht unbrauchbar.

Beim ganzheitlichen Denken ist dies nicht anders.

Ja, ich weiß, es geht am Thema vorbei. Aber Aussagen über "wir Frauen" halte ich aus dem genannten Grund für wenig sinnvoll.

Zum Impfen habe ich auch eine Einschätzung:
Wissenschaftler/innen in aller Welt beschäftigen sich seit 1,5 Jahren mit höchster Intensität mit dem C-Virus und der Wirkung und den Nebenwirkungen von Impfungen. Täglich gibt es neue Erkenntnisse, täglich gibt es neue Daten, die die Aussagen der Wissenschaftler/innen fundierter werden lassen (und frühere Einschätzungen bestätigen oder korrigieren). Mir fehlt die Zeit, ein einschlägiges Studium zu absolvieren, um mir eine wissenschaftlich fundierte eigene Meinung bilden zu können. Ich muss deshalb auf die Einschätzungen der Fachleute (nicht der Politiker) vertrauen.
Ich sehe, welch positiven Wirkungen Impfungen grundsätzlich haben. Kinderlähmung, Masern, Tetanus, Pocken,... brauche ich nicht.
Ich sehe die Wirksamkeit der neuartigen mRNA-Impfstoffe, schwere Erkrankungen zu verhindern, und die gleichzeitig geringen Risiken tatsächlich ernsthafter Nebenwirkungen.
Ich sehe, wie massiv gerade Jugendliche durch Kontaktbeschränkungen betroffen sind. Im Alter, wo es die Welt zu erobern gilt, sitzen sie zuhause vor dem Bildschirm in Videokonferenzen. Was für ein Elend!
Ich bin froh, dass eine Impfung einen Beitrag leistet Jugendlichen ihr Leben zurückzugeben und bin diesen Impfungen gegenüber sehr aufgeschlossen eingestellt. Die inzwischen zahlreichen Daten aus Ländern, die früher mit Impfungen von Jugendlichen begonnen haben, deuten offenkundig in die Richtung, dass diese Impfungen gut verantwortbar sind.
Meine Tochter, 15, wird nächste Woche das zweite Mal geimpft. Meinem Sohn, 12, lege ich die erste Impfung nahe, ohne sie ihm aufzuzwingen. Seine bisherige Haltung "Für mein Alter ist die Impfung nicht empfohlen, also lasse ich mich nicht impfen." habe ich akzeptiert.

Dörte (Profil) schrieb am 20.08.2021 22:53

Hallo Gary,
derzeit ist es ja unbestritten so, dass es überwiegend Männer sind, die über unser Land und die ganze Welt bestimmen, und überwiegend weisse Männer. Machen die das gut? Was haben die meisten davon im Blick?

Anonym schrieb am 21.08.2021 19:49

Und ich bin überzeugt davon, dass wir Frauen eine wichtige Rolle in der neuen Welt spielen werden, weil wir ganzheitlich denken können (sehr verallgemeinert).

Es gehört zwar nicht zum Thema, aber der Hinweis sei mir trotzdem gestattet:

Immer wenn große bis riesige Gruppen anhand eines Merkmals gebildet werden - im vorliegenden Fall: "wir Frauen" = Geschlecht weiblich - und diesen Gruppen dann konkrete gemeinsame Fähigkeiten, Verhaltensweisen, Eigenschaften,... zugewiesen werden - im vorliegenden Fall: "wir können ganzheitlich denken" -, dann muss ich den Hinweis geben, dass eine solche Vorstellung nahezu immer grundsätzlich unsinnig ist (auch wenn es sich gut anfühlen mag, zur "guten" Gruppe zu gehören, und auch wenn es einen Hinweis gibt, dass die Formulierung "sehr verallgemeinert" ist).

Tatsächlich ist die Variabilität der Fähigkeit, Verhaltensweise, Eigenschaft,... innerhalb der Gruppe nahezu immer größer als die Differenz des Durchschnitts der eigenen Gruppe zu der Gruppe, von der man sich abgrenzen möchte.

Anschaulich ist dies bei der Körpergröße.
"Männer sind größer als Frauen.", lautet die sehr verallgemeinerte Aussage.
Laut Stat. Bundesamt sind Frauen durchschnittlich 1,66m und Männer 1,79m groß. Die Differenz des Durchschnitts beträgt 13cm.
Betrachtet man jedoch die Variabilität bei Frauen und bei Männern, so sind Frauen ca. 150-190cm und Männer ca. 155-200cm groß.
Die Aussage über die Größe von "uns Männern" oder "uns Frauen" im Kontrast zur jeweils anderen Gruppe ist also für eine Vielzahl von Personen schlicht unbrauchbar.

Beim ganzheitlichen Denken ist dies nicht anders.

Ja, ich weiß, es geht am Thema vorbei. Aber Aussagen über "wir Frauen" halte ich aus dem genannten Grund für wenig sinnvoll.

Zum Impfen habe ich auch eine Einschätzung:
Wissenschaftler/innen in aller Welt beschäftigen sich seit 1,5 Jahren mit höchster Intensität mit dem C-Virus und der Wirkung und den Nebenwirkungen von Impfungen. Täglich gibt es neue Erkenntnisse, täglich gibt es neue Daten, die die Aussagen der Wissenschaftler/innen fundierter werden lassen (und frühere Einschätzungen bestätigen oder korrigieren). Mir fehlt die Zeit, ein einschlägiges Studium zu absolvieren, um mir eine wissenschaftlich fundierte eigene Meinung bilden zu können. Ich muss deshalb auf die Einschätzungen der Fachleute (nicht der Politiker) vertrauen.
Ich sehe, welch positiven Wirkungen Impfungen grundsätzlich haben. Kinderlähmung, Masern, Tetanus, Pocken,... brauche ich nicht.
Ich sehe die Wirksamkeit der neuartigen mRNA-Impfstoffe, schwere Erkrankungen zu verhindern, und die gleichzeitig geringen Risiken tatsächlich ernsthafter Nebenwirkungen.
Ich sehe, wie massiv gerade Jugendliche durch Kontaktbeschränkungen betroffen sind. Im Alter, wo es die Welt zu erobern gilt, sitzen sie zuhause vor dem Bildschirm in Videokonferenzen. Was für ein Elend!
Ich bin froh, dass eine Impfung einen Beitrag leistet Jugendlichen ihr Leben zurückzugeben und bin diesen Impfungen gegenüber sehr aufgeschlossen eingestellt. Die inzwischen zahlreichen Daten aus Ländern, die früher mit Impfungen von Jugendlichen begonnen haben, deuten offenkundig in die Richtung, dass diese Impfungen gut verantwortbar sind.
Meine Tochter, 15, wird nächste Woche das zweite Mal geimpft. Meinem Sohn, 12, lege ich die erste Impfung nahe, ohne sie ihm aufzuzwingen. Seine bisherige Haltung "Für mein Alter ist die Impfung nicht empfohlen, also lasse ich mich nicht impfen." habe ich akzeptiert.


Aha und woher weißt du, dass die Impfung schwere Erkrankungen verhindert und nicht erst schwere Erkrankungen auslöst? Meine Nichte wurde mit 14 nicht geimpft. Es ist nicht klar, ob die Impfung Fruchtbarkeitsstörungen auslöst. Was gibt den Jugendlichen die Freiheit zurück? Sie werden geimpft und müssen trotzdem mit Maske im Unterricht sitzen. Die Anzahl der Nebenwirkungen rechtfertigt nicht einen bei Kindern selten schweren Verlauf.
In einigen Jahren werden wir uns wieder sprechen, wenn eure Kinder eventuell wegen einer Impfung, zu der die Politik euch gedrängt hat, krank geworden sind.

Mornica (Profil) schrieb am 22.08.2021 09:31

An die letzte Ano:
Und woher weißt du, dass Long-Covid keine Fruchtbarkeitsstörung auslöst?
Wir können doch nur den Weg der größten Wahrscheinlichkeit auf Basis der Wissenschaft gehen. Ansonsten ist das wie im Mittelalter...
Bettina

Fanthagiro (Profil) schrieb am 22.08.2021 13:19

Ich könnte gerade so kotzen!

Gerade von der Schwimmschule ne Email bekommen.

Mein Sohn 6, muss ab Montag jede Woche für den Schwimmkurs getestet werden. Da Inzidenz über 50.

Ich muss nicht getestet werden, da geimpft.

Mein Sohn hasst die Testerrei! Jedes Mal gibt es Theater. Mal lässt er sich testen, mal nicht.

Er hat seinen Kurs im September angefangen und nie zu Ende gemacht. Unterbrechungen durch Quarantäne und Lockdown.

Warum immer auf die kleinen Kinder?????

Bald dürfen wir wieder nirgendwo mehr hin ohne Besuch beim Testzentrum vorher!

Heul!!!!

Anonym schrieb am 22.08.2021 15:29

Hier gelten seit Freitag alle Schulkinder als getestet, da ja 2x die Woche in der Schule getestet werden soll. Ab 15 Jahre reicht als Bescheinigung für den Schülerstatus der Schülerausweis. Na-fällt da was auf???

Dazu kamen in den Ferien schon tolle Neuigkeiten für dieses neue Schuljahr:

Nach Aussage der Schulministerin sollen bei positiven Fällen nur die direkten Sitznachbarn in Quarantäne. Wird hier schon immer so gemacht-sofern es nur Einzelfälle sind bzw. die nicht mehr Kontakte stattgefunden haben....
Testpflicht bestand auch vor den Ferien nicht für Geimpfte / Genesene.

Ich frag mich-ist die Schulministerin in NRW soooo dumm oder tut sie nur so?
Beides macht mich fassungslos...

Anonym schrieb am 23.08.2021 16:07



Das wird doch schon eeeeewig angewandt .
Gab es klinische Studien schon lange vor Covid an Menschen.




Ich bin jetzt nicht "die Ano von weiter oben", aber ich glaube da irrst du dich dorle. Ich habe jetzt keine Zeit für Recherche, aber in meiner Erinnerung wurde Anfang 2020 darüber berichtet, dass RNA Substanzen bisher nicht mal als Medikament zugelassen waren. Kam glaube aus der Krebsforschung.
Ich lasse mich aber gerne berichtigen.
LG Doro

Anonym schrieb am 23.08.2021 16:11

Also, nach langem Zögern gehen hier in der Familie nun auch alle über 12 Jahren zur Impfung.
Ich hab mittlerweile so viele Leute gesehen, die jung und gesund erkranken und wirklich wochenlang nicht wieder richtig fit wurden.
ICH kann den zusätzlichen Aufwand in Fall einer Erkrankung der Kinder nicht leisten. Mir fehlt die Kraft. Ich schaffe das einfach nicht.
Und sollte ICH erkranken muss jemand drei bis vier Kinder versorgen. Wer soll das machen??? Daher, schweren Herzens…


Ich finde dein Beispiel sehr passend zu einem Rat, den mir ein HP mal zum Thema Impfentscheidung gab: Schau genau hin, welche Sorge größer ist. Ist es die Sorge vor der Krankheit, dann impfe. Ist es die Sorge wegen Impfschäden, dann impfe nicht.
So prüfe ich mich seit der Geburt meiner Tochter durch.
LG Doro

Lola (Profil) schrieb am 23.08.2021 16:30

Wiki ist jetzt nicht die beste Quelle, aber ich hab jetzt auch nur auf die schnelle gesucht, da ich dorles Meinung bin...

https://de.wikipedia.org/wiki/RNA-Impfstoff

Lola (Profil) schrieb am 23.08.2021 17:02

Es scheint aber nicht wirklich klar zu sein, wer der Erfinder ist... Hier wird um den Nobelpreis gestritten...

https://www.rnd.de/wissen/mrna-impfstoffe-wem-gebuehrt-der-preis-fuer-die-entdeckung-326H6BLRNBAR3GOM43TJLPJ5OQ.html

Lola (Profil) schrieb am 23.08.2021 17:07

@ doro
Das Problem ist, dass corona so neu ist. Da sind viele hin und hergerissen, um was sie sich mehr Sorgen machen. Kaum hat man sich entschieden, gibt es neue Nachrichten, die einen dazu bringen, das ganze nochmal zu überdenken...

Anonym schrieb am 23.08.2021 18:16

An die letzte Ano:
Und woher weißt du, dass Long-Covid keine Fruchtbarkeitsstörung auslöst?


Zwecks Long Covid bei Jugendlichen; es gibt eine neue Studie (vorletzte Woch im Deutschlandfunk berichtete ein Kinderarzt davon) bei der Jugendliche mit und ohne Coronaerkrankung verglichen wurden. Beide Gruppen hatten die gleichen Symptome(!) und man kam zu dem Schluß, dass nicht klar ist, ob diese Symptome durch das Long Covid Syndrom oder das Post Lockdown Syndrom ausgelöst wurden. Letzteren Begriff hörte ich zum ersten Mal.
Vielleicht interessant für alle, die sich vor allem um Long Covid Schäden Sorgen machen.
LG Doro

Anonym schrieb am 23.08.2021 18:17

@ doro
Das Problem ist, dass corona so neu ist. Da sind viele hin und hergerissen, um was sie sich mehr Sorgen machen. Kaum hat man sich entschieden, gibt es neue Nachrichten, die einen dazu bringen, das ganze nochmal zu überdenken...


Deswegen sollt man jede Impfung gut abwägen.
LG Doro

Mornica (Profil) schrieb am 23.08.2021 20:16

An die letzte Ano:
Und woher weißt du, dass Long-Covid keine Fruchtbarkeitsstörung auslöst?
Wir können doch nur den Weg der größten Wahrscheinlichkeit auf Basis der Wissenschaft gehen. Ansonsten ist das wie im Mittelalter...
Bettina

Da meinte ich "ketzerisch"... eben WEIL Corona so neu ist, kann auch niemand "wissen," dass die IMPFUNG unfruchtbar macht (nur glauben).
Zudem unwahrscheinlich, denn das ist von keiner anderen Impfung bekannt, und es ist kein wissenschaftlich fundierter Grund vorhanden, warum das hier anders sein sollte.
Long-Covid bei Erwachsenen ist zudem nicht umstritten.
Mir ging's um das Verbreiten irgendwelcher Behauptungen, die nur auf "Glauben" basieren, Mittelalter halt.
Bettina

ReginaUrsula (Profil) schrieb am 24.08.2021 10:34


Long-Covid bei Erwachsenen ist zudem nicht umstritten.


Genau! Seit zwei Monaten ist bekannt, dass das Corona-Virus die Blutzellen verformt und so stark verändert, dass auch noch mehr als ein halbes Jahr später die Sauerstoffversorgung etc. beinträchtigt ist.

https://www.mpg.de/17108102/long-post-covid-corona-blutzellen

Was ich dabei besonders gruselig finde: es gibt noch keine Erkentnisse darüber, wie lange diese Veränderungen anhalten und ob sie irgend wann einmal wieder verschwinden.

Und in diesem Zusammenhang erschließt es sich für mich nicht, wieso bei Kindern diese Veränderung der Blutzellen bei und nach einer Infektion nicht auftreten sollten - wieso Long Covid bei Kindern also nicht exisiteren sollte.

LG,
Regina

Anonym schrieb am 24.08.2021 13:09

An die letzte Ano:
Und woher weißt du, dass Long-Covid keine Fruchtbarkeitsstörung auslöst?
Wir können doch nur den Weg der größten Wahrscheinlichkeit auf Basis der Wissenschaft gehen. Ansonsten ist das wie im Mittelalter...
Bettina

Da meinte ich "ketzerisch"... eben WEIL Corona so neu ist, kann auch niemand "wissen," dass die IMPFUNG unfruchtbar macht (nur glauben).
Zudem unwahrscheinlich, denn das ist von keiner anderen Impfung bekannt, und es ist kein wissenschaftlich fundierter Grund vorhanden, warum das hier anders sein sollte.
Long-Covid bei Erwachsenen ist zudem nicht umstritten.
Mir ging's um das Verbreiten irgendwelcher Behauptungen, die nur auf "Glauben" basieren, Mittelalter halt.
Bettina

Diese Art von Impfung wurde noch nie vorher angewendet.
Zumal es viele Viruserkrankungen gibt, die Organe schädigen können. Eine Influenza ist da auch nicht ohne und kann abgesehen von den Organen auch aufs Gehirn gehen.
Das die Impfung das Immunsystem verändert wurde in einer Pre-Studie bereits festgestellt. Das basiert nicht auf Glauben, sondern auf Fakten!
Corona ist übrigens nicht neu, diese Viren wurden vor über 60 Jahren entdeckt.

Lola (Profil) schrieb am 24.08.2021 13:35


Long-Covid bei Erwachsenen ist zudem nicht umstritten.


Genau! Seit zwei Monaten ist bekannt, dass das Corona-Virus die Blutzellen verformt und so stark verändert, dass auch noch mehr als ein halbes Jahr später die Sauerstoffversorgung etc. beinträchtigt ist.

https://www.mpg.de/17108102/long-post-covid-corona-blutzellen

Was ich dabei besonders gruselig finde: es gibt noch keine Erkentnisse darüber, wie lange diese Veränderungen anhalten und ob sie irgend wann einmal wieder verschwinden.

Und in diesem Zusammenhang erschließt es sich für mich nicht, wieso bei Kindern diese Veränderung der Blutzellen bei und nach einer Infektion nicht auftreten sollten - wieso Long Covid bei Kindern also nicht exisiteren sollte.

LG,
Regina


Das ist jetzt nur ein Fall von vielen: Wir haben den sauerstoffgehalt im Blut bei meinem Sohn testen lassen, da er häufig schlapp ist und die Kinder ja corona hatten. Er hat top Werte. Am Sauerstoff lag es also nicht...

Anonym schrieb am 24.08.2021 17:34

@ Bettina und Regina
Ich habe mich bewusst auf LC bei Jugendlichen bezogen, weil weiter oben jemand (Sandra?) Angst vor LC Schäden bei ihren Kindern hatte.
Zu LC bei Erwachsenen habe ich mich gar nicht geäußert.

Ich fand es einfach wichtig, auch so einen Fakt mal einzustreuen.
LG Doro

dorle (Profil) schrieb am 24.08.2021 18:15

An die letzte Ano:
Und woher weißt du, dass Long-Covid keine Fruchtbarkeitsstörung auslöst?
Wir können doch nur den Weg der größten Wahrscheinlichkeit auf Basis der Wissenschaft gehen. Ansonsten ist das wie im Mittelalter...
Bettina

Da meinte ich "ketzerisch"... eben WEIL Corona so neu ist, kann auch niemand "wissen," dass die IMPFUNG unfruchtbar macht (nur glauben).
Zudem unwahrscheinlich, denn das ist von keiner anderen Impfung bekannt, und es ist kein wissenschaftlich fundierter Grund vorhanden, warum das hier anders sein sollte.
Long-Covid bei Erwachsenen ist zudem nicht umstritten.
Mir ging's um das Verbreiten irgendwelcher Behauptungen, die nur auf "Glauben" basieren, Mittelalter halt.
Bettina

Diese Art von Impfung wurde noch nie vorher angewendet.
Zumal es viele Viruserkrankungen gibt, die Organe schädigen können. Eine Influenza ist da auch nicht ohne und kann abgesehen von den Organen auch aufs Gehirn gehen.
Das die Impfung das Immunsystem verändert wurde in einer Pre-Studie bereits festgestellt. Das basiert nicht auf Glauben, sondern auf Fakten!
Corona ist übrigens nicht neu, diese Viren wurden vor über 60 Jahren entdeckt.


Da hätte ich jetzt aber gerne die wissenschaftlich belegte Studie/Quelle.
Da klingt mir nämlich sehr nach so einer Verschwörungstheorie.

dorle (Profil) schrieb am 24.08.2021 18:17

https://correctiv.org/faktencheck/2021/01/12/nein-eine-us-studie-belegt-nicht-dass-die-covid-19-impfung-das-immunsystem-nachhaltig-zerstoert/

Wenn ich google finde ich das....

Mornica (Profil) schrieb am 24.08.2021 19:32


Diese Art von Impfung wurde noch nie vorher angewendet.
Zumal es viele Viruserkrankungen gibt, die Organe schädigen können. Eine Influenza ist da auch nicht ohne und kann abgesehen von den Organen auch aufs Gehirn gehen.
Das die Impfung das Immunsystem verändert wurde in einer Pre-Studie bereits festgestellt. Das basiert nicht auf Glauben, sondern auf Fakten!
Corona ist übrigens nicht neu, diese Viren wurden vor über 60 Jahren entdeckt.


Liebe Ano, dann präsentiere doch mal die Fakten deiner ursprünglichen Behauptung, dass eine Impfung gegen das maßgebliche Corona-Virus unfruchtbar macht!
Stattdessen bringst du immer neue "Argumente". Dass es schon laaange Coroaviren gibt, ist ein alter Hut. Das weiß ich zB schon seit vielen Jahren.
Dass "die Impfung" (welche denn von den vielen?) angeblich das Immunsystem verändert, bitte ich zu belegen. Eine Pre-Studie ist keine wissenschaftlich aktzeptierte Studie. Davon ab, sorgt jede Impfung dafür, dass das Immunsystem reagiert. Ist das die behauptete Veränderung oder was für Veränderungem sollen das sein?
Ja, eine Influenza kann die Organe angreifen, deshalb sterben da auch Menschen dran. Genau wie bei COVID19... ich habe nur nicht verstanden, was du damit sagen möchtest, außer dass Impfungen gegen gefährliche Krankheiten daher doch Sinn ergeben?
Bettina

Anonym schrieb am 24.08.2021 21:13

Ich muss nicht belegen, ob die Impfung Fruchtbarkeitsschäden auslöst. Ich habe das auch nie behauptet. Ich habe lediglich geschrieben, das es nicht sicher ist. So lange die positiven Fakten im Bezug auf die Impfung nicht überwiegen, wird hier keiner geimpft.
Machen kann es ja jeder wie er möchte.
Ich habe noch eine Studie gefunden, es geht um die Impfproblematik und die angeblichen so harmlosen und nicht giftigen Spikeproteine.
https://ijvtpr.com/index.php/IJVTPR/article/view/23
Zu lesen als PDF

ReginaUrsula (Profil) schrieb am 25.08.2021 09:10


Ich habe noch eine Studie gefunden, es geht um die Impfproblematik und die angeblichen so harmlosen und nicht giftigen Spikeproteine.
https://ijvtpr.com/index.php/IJVTPR/article/view/23


Dieser Link führt zu einem Text, der in einem amerkanischen Journal (International Journal of Vaccine Theory, Practice, and Research) veröffentlicht wurde.

Artikel in Journalen haben dann einen Aussagewert, wenn sie von Fachwissenschaftlern geschrieben wurden, und in einem bekannten wissenschaftlichen Journal abgedruckt wurden, das ebenfalls von Fachwissenschaftlern herausgegeben wird.

Dieses Jounal besteht erst seit einem Jahr, und entspricht diesen Kriterien nicht. Die Herausgeber ist ein Linguist (=Sprachwissenschafter), der bisher vor allem als Creationist aufgefallen ist, d.h. er behauptet, dass die Menschen nicht durch Evolution entstanden sind, sodern durch Gottes Wirken. Der zweite Herausgeber schreibt seit etwa 2010 impfkritische Artikel, ohne aber Virologe, Epidemologe oder Mediziner zu sein. (vgl. Englisches Wikipedia).

Die Artikel stammen von Sprachwissenschaftlern (S.Seneff und D.Broudy), einem Heilpraktiker (G. Night), einem Zoologen (Lyons-Weiler) und einem Journalisten (D.Hoop). Außerdem ein Kinderarzt, der schon vor Corona für seine impfkritische Haltung bekannt war (P.Thomas), und ebenfalls keine Forschung im wissenschaftlichen Sinne betreibt. Ich habe alle diese Personen deshalb im Internet gefunden, weil sie bereits wegen ihrer pseudo-wissenschaftlichen Artikel kritisiert wurden oder weil sie zu den ˋalten´ und bekannten Impfgegnern gehören.

Zusammenfassend gesagt: weder Herausgeber noch Autoren sind Virologen, Epidemologen oder Mediziner, und niemand hat in diesem Bereich ordentliche Forschung (z.B. an einer Universität oder in einem bekannten Forschungsinstitut) zu dem Thema betrieben.

Liebe Ano, niemand zwingt dich, dich oder deine Kinder impfen zu lassen. Aber du musst dann doch nicht gleich eine These aufstellen oder einen Link posten, die einer kritischen Prüfung nicht stand halten.

ReginaUrsula (Profil) schrieb am 25.08.2021 11:22

Liebe Ano, dann präsentiere doch mal die Fakten deiner ursprünglichen Behauptung, dass eine Impfung gegen das maßgebliche Corona-Virus unfruchtbar macht! Stattdessen bringst du immer neue "Argumente".

Es fehlen hier auch noch Belege für andere Behauptungen (z.B. für die Aussage von der 1,2 % Wirksamkeit...).
Dieses Hüpfen von einem "Argument" zum nächsten - auch Themen-Hopping genannt - ist übrigens typisch für.... siehe Link - Tipp 4)

LG,
RU

https://www.br.de/nachrichten/wissen/wie-rede-ich-mit-menschen-die-an-verschwoerungstheorien-glauben,SgMiGql

Deichkind (Profil) schrieb am 25.08.2021 13:04

Jeder der sich oder seine Kinder impfen möchte, sollte sich mal die rote Hand Briefe der Impfungen durchlesen. Bei den möglichen Nebenwirkungen wird einem schon anders
Letztes Jahr sind in Deutschland 4 Kinder mit oder an Corona gestorben, das sind 0,00002% der Kinder in Deutschland.

Wenn man bei Astra Zeneca im Roten Hand Brief liest, das die Wahrscheinlichkeit für eine Autoimmunerkrankung bei 10% liegt und Israel über eine hohe Anzahl Impfdurchbrüche klagt ,habe ich meine Entscheidung getroffen.
Ich gehe bei den Impfnebenwirkungen von einer hohen Dunkelziffer aus.

Mornica (Profil) schrieb am 25.08.2021 19:22

Regina, danke für dem Link zum Umgang mit Verschwörungsfans und die Recherche zum von der Ano verlinkten Artikel. Finde ich sehr hilfreich!
Bettina

Mornica (Profil) schrieb am 25.08.2021 19:28

Ich muss nicht belegen, ob die Impfung Fruchtbarkeitsschäden auslöst. Ich habe das auch nie behauptet. Ich habe lediglich geschrieben, das es nicht sicher ist. So lange die positiven Fakten im Bezug auf die Impfung nicht überwiegen, wird hier keiner geimpft.
Machen kann es ja jeder wie er möchte.
Ich habe noch eine Studie gefunden, es geht um die Impfproblematik und die angeblichen so harmlosen und nicht giftigen Spikeproteine.
https://ijvtpr.com/index.php/IJVTPR/article/view/23
Zu lesen als PDF

Du hast es suggeriert - und immer noch keinen Beleg abgegeben. Ist ja auch nicht möglich. Wie kommst du denn da drauf?
Genauso könnte ich irgendwas behaupten aus der Rubrik "wenn's geschrieben steht, stimmt's", was aus einer Coronainfektion resultieren KÖNNTE. Aber wem nützt das was, vor allem hier im Forum?!
Bettina

Anonym schrieb am 28.08.2021 17:53

Mich wundert ein bisschen, dass hier Frauen nicht nachvollziehen können, dass junge Frauen und Mädchen sich nicht impfen lassen wollen, da sie sich Sorgen um ihre Fruchtbarkeit machen.
Liegt das daran, dass sie schon Kinder haben?

Ich kann gut verstehen, dass frau dieses Risiko nicht eingehen möchte. Und auch wenn die Ano die (massiv eingeforderten) "Beweise" nicht bringt, glaube ich mich zu erinnern, dass im Winter noch in den öffentlich rechtlichen Medien berichtet wurde, dass Frauen im gebärfähigen Alter noch nicht zur Impfung geraten wurde. Vielleicht erinnert sich die eine oder andere?

Und dass es dann junge Frauen gibt, die nur wenige Monate später nicht darauf vertrauen, dass es plötzlich völlig unbedenklich sein soll, ist doch verständlich.
LG Doro

Mornica (Profil) schrieb am 31.08.2021 21:07

Danke, Lola, für den Link! Ich finde, da ist gut und nachvollziehbar die Position der WissenschaftlerInnen erklärt, und nun habe ich auch verstanden, worauf damit geantwortet wurde.

Bettina

Anonym schrieb am 23.09.2021 07:56

https://pathologie-konferenz.de/

Aber es sind alles Verschwörungstheorien *ironiroff*

dorle (Profil) schrieb am 23.09.2021 09:59

Es gibt nur kein Pathologisches Institut Reutlingen mit den genannten genannten Ärzten.

Das ist eine Fake Meldung.



Anonym schrieb am 23.09.2021 14:10

Es gibt nur kein Pathologisches Institut Reutlingen mit den genannten genannten Ärzten.





Danke, Dorle! Ich habe mir tatsächlich die ersten paar Minuten des Videos von Konferenz und auch eine der PP-Präsentationen angesehen, besser angetan. Mir schlackerten sämtliche Ohren aufgrund solchen Blödsinns a la Bhagdi. Bitte fallt nicht auf solches Geschwurbel herein.

ReginaUrsula (Profil) schrieb am 23.09.2021 17:24

Dazu gibt es einen seriösen Artikel vom bayrischen Rundfunk:
https://www.br.de/nachrichten/deutschland-welt/pathologenkonferenz-beweist-keine-corona-impfschaeden-faktenfuchs,SkV5Nmu

und noch ein langer Artikel aus "Die Welt"
https://www.welt.de/wissenschaft/plus233927158/Pathologen-Pressekonferenz-Angebliche-Befunde-zu-Impftoten.html

Außerdem gibt es mittlerweile noch Infos hier:
https://www.volksverpetzer.de/corona-faktencheck/pathologie-konferenz/
und hier:
https://www.20min.ch/story/fachleute-distanzieren-sich-scharf-von-pathologie-konferenz-170363278767

und eine offizielle Distanzierung der Deutschen Gesellschaft für Pathologie:

https://www.pathologie-dgp.de/die-dgp/aktuelles/meldung/statement-der-dgp-zur-pressekonferenz-todesursache-nach-covid-19-impfung/

Mornica (Profil) schrieb am 23.09.2021 18:16

Was schon fast symptomatisch erscheint, dass solche Fake-Meldungen oder wissenschaftlich nicht bewiesene Informationen immer von komplett anonym Bleibenden gepostet werden. Warum steht man nicht zu seinen Posts?

Bettina

Anonym schrieb am 23.09.2021 19:13

Mornica: weil's peinlich ist (-:
Munkes

Lenchen (Profil) schrieb am 24.09.2021 00:51



Ihr Lieben,

dieses Forum habe ich mir "ersucht", als ich vor fast 11 Jahren mein zweites Kind gerne mit Stoffwindeln wickeln wollte und nicht wusste, wie. Damals war ich wirklich beeindruckt von dem Umgang mit konträren Meinungen hier. So viel Toleranz, soviel Freundlichkeit. Nach langem stillen Mitlesen, habe ich mich hier angemeldet mit dem sicheren Gefühl, hier kann ich ich sein und hier wird mir nicht der Kopf abgerissen, weil ich anders denke und es auch mitteile. Dieses Zuhausegefühl ist mir mittlerweile leider völlig abhanden gekommen und es macht mich traurig, muss ich gestehen.

Der Link zu sogenannten "Pathologiekonferenz" hätte von mir kommen können. Auch ich zähle mich zu den Maßnahmenkritikern, die die derzeitige Situation und den Umgang mit dieser Krankheit auf Machtgier und Geldgier einiger begründet sehen, sowie auf einer mächtigen Pharmalobby und korrupten Politikern. Der Volksmund nennt mich gerade "Nazi" und"Querdenkerin". Menschen, die mich kennen, sind anderer Meinung, habe ich mir sagen lassen.

Vorstellen kann ich mir bei diesem polarisierendem Thema, dass der Link in Verbindung mit "ironie off" nicht gut ankam, was ich absolut verstehen kann. Da würde sich bei mir auch Widerstand regen. Andererseits möchte ich fragen, wo genau steht, die Mitglieder der sogenannten Konferenz währen aktuell Teil der Pathologie in Reutlingen? Diesen Hinweis habe ich bei meinen Recherchen entweder übersehen oder er stimmt nicht. Mag wer helfen?

Liebe Grüße
Lena

ReginaUrsula (Profil) schrieb am 24.09.2021 05:37

Eigentlich hatte ich gehofft, dass dieser Threat nicht wieder aufgegriffen wird, aber nachdem er jetzt ja wieder von Anonym mit einem Link zu einer pseudo-wisseschaftlichen Seite gefüttert wurde, möchte ich doch noch einen Gedanken mit euch teilen, der mich schon länger beschaftigt:

Wer finanziert eigentlich solche Veranstaltungen wie die diese so genannte Konferenz, und wer hat das Geld und die Zeit, diese ganzen falschen Informationen über das Impfen im Netz zu verbreiten?
Viele der falschen Nachrichten kommen aus russischen Quellen oder werden von russisischen Nachrichten-Blogs massiv weiterverbreitet. (Schaut mal in den Link unten)
Und diesem alten Pathologen, der im letzten Link auftaucht, wurden wohl mehrer Hunderdtausend Euro für diese "Konferenz" bezahlt.

Merkt ihr eigentlich nichts? Ihr werdet manipuliert und missbraucht, um in Deutschland Zwietracht zu sähen. Und während wir uns hier wegen in Russland erzeugter News streiten, lachen sich ausländische Diktaturen ins Fäustchen.

Nicht ano
RU


https://www.tagesschau.de/faktenfinder/russland-staatssender-impfungen-101.html

dorle (Profil) schrieb am 24.09.2021 09:26

Eine Impfung ist eine Schutzmassnahmen gegen gefährliche Krankheiten.
Sie werden entwickelt und getestet von hunderten nein tausenden Ärzten weltweit.
Eine Impfung ist keine Injektion von Gift.

Wird mit Impfen Gewinne erzielt?
Leider Gottes ja, da wir in einem kapitalistischen System leben und in der Politik korrupte Menschen agieren.

Für mich sind Impfgegner Menschen die einfach Angst vor dem haben was sie nicht kennen, nicht verstehen.
Falsch ist es, jem8zu zwingen. Auch indirekt durch Lohnentzug.

Ebenso falsch ist es von Impfgegnerinnen sich zwischen immunisierten Menschen zu verstecken.
Dieses ganze ist ein ethisches Dilemma.

1975 bekam man Windpocken und es hieß: ganz normale Kinderkrankheit
2004 empfahl die STIKO die Impfung dagegen.
Mit der Impfung bekommt man keine Gürtelrose.

Als Kind habe ich Gespräche meiner Oma belauscht. Viele alte Leute hatten Gürtelrose. Sehr schmerzhaft, langwierig.

Jeder muss hier seinen Weg gehen.
Es gibt Leute die glauben dass Krankheiten gut für den Körper sind und man sie braucht.
Dann macht das so und lebt so wenn es euch glücklich macht.

Leider sind Impfgegner nicht nur liebe nette Eltern sondern zunehmen besserwisserische aggressive Menschen die sich unter sich halten und anders denkende ausgrenzen.

Ja. Die Gesellschaft spaltet sich.

Früher hielt man das Volk möglichst dumm.

Heute gibt es so viele Informationen im "Netz".
Jeder glaubt das was er sich wünscht und hält es für Wissen.

ChristineT (Profil) schrieb am 24.09.2021 10:06



Damals war ich wirklich beeindruckt von dem Umgang mit konträren Meinungen hier. So viel Toleranz, soviel Freundlichkeit. Nach langem stillen Mitlesen, habe ich mich hier angemeldet mit dem sicheren Gefühl, hier kann ich ich sein und hier wird mir nicht der Kopf abgerissen, weil ich anders denke und es auch mitteile. Dieses Zuhausegefühl ist mir mittlerweile leider völlig abhanden gekommen und es macht mich traurig, muss ich gestehen.


Vorstellen kann ich mir bei diesem polarisierendem Thema, dass der Link in Verbindung mit "ironie off" nicht gut ankam, was ich absolut verstehen kann. Da würde sich bei mir auch Widerstand regen. Andererseits möchte ich fragen, wo genau steht, die Mitglieder der sogenannten Konferenz währen aktuell Teil der Pathologie in Reutlingen? Diesen Hinweis habe ich bei meinen Recherchen entweder übersehen oder er stimmt nicht. Mag wer helfen?

Liebe Grüße
Lena


Liebe Lena,
zunächst finde ich es sehr gut, dass Du das unter Deinem Namen schreibst und nicht anonym.
Zufällig wohne ich in Reutlingen und kann dazu nur soviel sagen: die Pathologie in Reutlingen befindet sich beim Krankenhaus und nicht unter der auf der Homepage angegebenen Adresse. Dort ist ein Einkaufszentrum/Ärztehaus. Der Pathologe hat/hatte dort womöglich eine Praxis? Nun ist er ja wohl schon lange im Ruhestand. Das ganze Format dieser Pressekonferenz wirkt doch sehr unglaubwürdig/unprofessionell - wobei ich mir das nicht in voller Länge angesehen habe. Er selber führt gar keine Autopsien mehr durch, bezieht sich also auf Dinge, der er gar nicht selber erforscht hat.

Zur Freundlichkeit und Toleranz hier: Diskussionen über konträre Meinungen empfinde ich nicht als intolerant. Zur Bildung einer eigenen Meinung gehört immer, sich mit den Argumenten der anderen auseinanderzusetzen. Wenn aber - wie mit dieser "PK" - Zeit, Geld und Energie investiert werden, um gezielt Falschmeldungen und Zwietracht zu säen, kommt man dagegen nicht mit Freundlichkeit und Toleranz an. Das ist es, was hier nicht gut ankam.
LG Christine

Lola (Profil) schrieb am 24.09.2021 12:54

Ich fand eher den Ton nicht gut. Man kann über vieles reden, aber in der Form kann ich das nicht. Das ist facebookstil.