"Wie organisiert ihr euch so im Lockdown?"

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Flaps (Profil) schrieb am 06.01.2021 14:00

Wie organisiert ihr euch so im Lockdown?

Ihr Lieben,

meine Frage steht schon oben. Wie funktioniert bei euch das Familienleben ohne dass es täglich Frust gibt?
Denn davon gibt es hier gerade sehr viel.

Unser Großer (3. Klasse) hat null Motivation etwas für die Schule zu tun - er hat nach dem Frühjahr durchschaut, dass er sicher auch ohne sich jetzt anzustrengen im Unterricht mitkommen wird. Denn die Aufgaben wurden nicht mal richtig kontrolliert und lediglich mal knapp durchgeblättert ob die Kids was gemacht haben. Da erfolgte keinerlei Differenzierung hinsichtlich das haben sie gut gemacht vor allem wenn es ihnen mal schwerer fällt in einem Bereich usw.
Tja, was soll ich da noch machen?
Wahrscheinlich eher nichts ...

Dumm ist nur, dass das jetzt auf die kleine Schwester (1. Klasse) abfärbt, wo ja wichtige Grundlagen gelegt werden.

Und dann hüpft hier noch so ein vierjähriger Gummiball rum der das Treiben so richtig verrückt macht...

Spannung zwischen beruflichen Anforderungen, Mann im Schichtdienst im Krankenhaus, zu pflegenden Urgroßeltern im Haus und Schwiegerelten mit im Haus die eh alles immer besser wissen und können. Ich glaube das reicht als Stichworte aus.

Bitte nicht falsch verstehen denn ich gönne es allen von Herzen! Aber zur Zeit blicke ich echt neidisch auf die Familien die sagen, dass trotz aller Herausforderungen die Coronazeit so gewinnbringend für sie war und ist. Wie machen die das denke ich mir dann, was mache ich falsch?
Oft zweifel ich da an mir und meinen mütterlichen Qualitäten.

Gerade kann ich echt nicht mehr. Die Wohnung sieht an verschiedenen Ecken aus als hat ne Bombe eingeschlagen, weil wir einfach nicht hinterher kommen da was dagegen zu tun - die Zeit reicht nicht aus oder abends geht nichts mehr.
Und dabei hat hier für Sachsen der lockdown erst richtig angefangen ... und dann schieben die Verantwortlichen auch noch munter fröhlich Ferienwochen hin und her...


Bitte schickt mir mal etwas Motivation ihr Lieben falls ihr irgendwo welche gefunden habt die ihr erübrigen könnt.

Danke fürs lesen.
Das Forum hier tut immer wieder gut als Rückhalt.

Liebe Grüße
Flaps

Antworten

Anonym schrieb am 06.01.2021 18:18

Hi,


Es ist schwer für alle.
Deinem Grossen musst du mal klar machen, dass die Schulazfgaben nucht für die Kehrer sind.
Die können das schon.


Weist ja, ich bin eher von der Sorte.......hier ist kein # Wünschdirwas#....sondern # Soistes#


Ob dein Sohn Lust hat oder nicht, ist eher 2.rangig.
Er hat es einfach zu tun.
Ich würde ihm mal erklären , kurz und knapp, du musst auch einiges tun, was dir keine Spass macht.
Ein Tagesstundenplan kann evtl helfen.
Ich würde das geneinsam besprechen, wann welche Zeit ist, als Lerneinheiten.
Und dem 4 Jährigen auch mit zur Besprechung zuholen.
Er kann dann Bauen oder was machen, was nicht so energiereich ist.
Und deine Tochter natürlich auch.
Evtl hilft es, wenn die Kknder begreifen, zu hause ist es viel kürzer an Zeit, wie zur Schule zu gehen.
Je eher sie fertig sind, je mehr Freizeit haben sie.
Ein
Ich komme gleich oder nur noch kurz.....
Ne jetzt.
Danach können sie ja spielen
Oder raus gehen.

Wegen den zu Pflegenden.
Kannst du dir Hilfe holen.


Viel Kraft
Natascha

Anonym schrieb am 06.01.2021 18:32




Und dabei hat hier für Sachsen der lockdown erst richtig angefangen ...


Wie meinst du das? Wir haben doch schon wochenlang extreme Infektionszahlen inklusive krasse Regeln (15 km Grenze, nur zu notwendigen Einkäufen, Arbeit und spazieren raus etc.)

Ich kann dir nur empfehlen --> lass los!!

Hier sorgt jeglicher Druck bei den Schulaufgaben nur für Stress und Aggressionen. Also lass ich sie machen und was wird, das wird.
Wir haben an der Monteschule noch Glück, dass es nicht über Lernsax läuft, sonst wären wir ganz verloren, da der Server ja alle paar Tage abstürzt und dann ein ganzes Bundesland ohne Aufgaben da sitzt. Unvorstellbar eigentlich in der digitalen Zeit.

Macht euch die Zeit so gut es geht und geht viel raus!
LG Doro

Anonym schrieb am 06.01.2021 18:34

Nachtrag: eigentlich können wir noch froh sein, dass unsere Kinder noch weit vom Schulabschluß sind. Die in der 9. bis 12. Klasse haben mein echtes Mitgefühl.
LG Doro

Anonym schrieb am 06.01.2021 19:14

Meine schreiben morgen ihr 1. Abiprüfung, nach diesem Jahr,
Es war kaum unterricht, da die Klassen ständig in Quarantäne waren.
Das wird der Supergau.


Lg Natascha

Anonym schrieb am 06.01.2021 19:47

Meine Kinder sind ähnlich alt, 4. Klasse, 1. Klasse und Kita. Daran, dass es bei jemandem neben dem Arbeiten "einfach so" läuft, glaube ich nicht, egal, was andere sagen. Normalerweise arbeiten da vier Leute gleichzeitig: Zwei Lehrer, eine Erzieherin und ich. Das kann ich alleine gar nicht schaffen. Sonst habe ich mindestens zwei der Jobs nicht ordentlich gemacht.

Ich sehe es so: Es wird versucht, was geht, aber was nicht geht, geht nicht. Bei allen. Im Haus sieht es so aus, wie es aussieht. Gelegentlich versuche ich ein wenig aufzuholen, wenn der Mann Zeit für die Kinder hat. Der Rest läuft nachmittags, wenn ich fertig bin mit arbeiten. Oder auch nicht. Die Schulkinder machen ganz gut mit, allerdings können wir sie dazu vom Kitakind trennen und zum Papa ins Büro, da ist deutlich weniger Ablenkung. Das hilft enorm. Und ein Ansprechpartner ist trotzdem da. Mal sehen, wie es nächste Woche wird, wenn sie zu zweit sind. Im Frühjahr war es ja nur ein Schulkind. Und unsere Arbeitgeber müssen auch damit klarkommen, dass wir nicht die volle Zeit konzentriert arbeiten können wie sonst. Es ist einfach nicht wie sonst.

Am wichtigsten finde ich: Entspannung reinbringen, auch durch Bewegung. Die fällt eh viel zu sehr flach für die Kinder. Möglichst jeden Tag für mindestens eine Stunde raus und abends haben wir uns jetzt ein "Sportprogramm" rausgesucht. Abwechselnd Yoga mit der Großen und Sport (das vielgelobte Alba-Training) mit dem Mittleren. Derweil nimmt der Papa möglichst die anderen Kinder, die nicht mitmachen wollen. Da hilft uns aber natürlich sehr, dass der auch daheim ist. Bei Dir und auch noch mit Schichtdienst ist das natürlich sehr schwer, solche Routinen hinzubekommen.

Können da die Schwiegereltern nichts machen mit den Kindern? Die wären doch eine tolle potentielle Entlastung, auch wenn nicht alles rund läuft zwischen euch.

Und ja, spätestens abends bin ich auch kaputt und habe Schwierigkeiten, zur Ruhe (und ins Bett) zu kommen. Wie vermutlich die meisten.

Generell hoffe ich in Sachen Schule auch, dass unsere Kinder noch viel Zeit zum Aufholen haben. Wirklich schrecklich ist es da wirklich vor allem für die hohen Klassen kurz vor dem Abschluss. Bei uns war zwar seit dem Sommer erstaunlich beständig Schule, aber alleine das, was vom letzten Jahr noch fehlt, ist schon beachtlich.

Ach ja, ich wünsche Dir viel Kraft, eine halbwegs praktikable Lösung für euch und viiiel Schlaf, um die Zeit irgendwie durchzustehen. akira

Flaps (Profil) schrieb am 06.01.2021 20:40




Und dabei hat hier für Sachsen der lockdown erst richtig angefangen ...


Wie meinst du das? Wir haben doch schon wochenlang extreme Infektionszahlen inklusive krasse Regeln (15 km Grenze, nur zu notwendigen Einkäufen, Arbeit und spazieren raus etc.)


Ich danke dir für deine Nachfrage:
Das meinte ich damit: dass es bis zu dem Punkt vor Weihnachten wo Kita und Schule noch offen war und es da wenigestens Kontakte für die Kinder gab alles noch recht entspannt war. Weihnachten war sowieso eine andere, herausgerückte Zeit. Aber nun kommt hier so ein großes Loch. Und dann geht es ja gerade in die Verlängerung mit allem drum und dran.

Flaps (Profil) schrieb am 06.01.2021 20:48

Ich danke euch für eure Beiträge. Tat mir gut euer zuhören/ lesen.


Mehr durchatmen und weniger eigenen Druck aufbauen. Ich glaube das muss ich beherzigen. Memo: Teif durchatmen und lächeln hängt jetzt am Kühlschrank. Vielleicht hilft es etwas.

Ich bin auch jemand, der der Meinung ist dass das Kind nicht für den Lehrer lernt. Aber wenn das was angeboten wird einfach nur unterfordert kann ich lange genug sagen dass es trotzdem gemacht werden sollte. Mangels Interesse der Lehrerin ändert sich trotz rückmelden da nichts dran.

Ihr habt recht:
Ich muss mir selber den Druck raus nehmen. Es wohl versuchen laufen zu lassen.

Ja, die Abschlussjahrgänge sind viel blöder dran und ich kann dankbar dafür sein dass ich kein Kind hab was das betrifft.

Sport wird hier viel gemacht: Radfahren und Spielplätze rauf und runter und auch das Alba-Training machen wir oft.

Zur Pflege:
Ich bin nur eingeheiratet und es sind nicht meine Großeltern. Meine Schwiegermutter lässt da keine Luft ran dass es da Unterstützung gibt und wenn ich nicht so viel machen würde wre es in meinen Augen oft schon Seniorenwohlgefährdung - bei Kindern würde da irgendwann das Jungedamt kommen ... Warum sie da niemanden als Unterstützung dazu holt weiß weder mein Mann noch ich. Wir sind froh, dass wir wenigstens etwas abpuffern "dürfen".

natascha (Profil) schrieb am 06.01.2021 21:11

Hi


Jetzt raff ich das mit der Unterforderung.....
Also wenn er es kann ohne viel zu üben, dann ist doch das Ziel erreicht, er kann das gelernte.


Lg Natascha

Ich finde es auch sehr schwierig

Anonym schrieb am 06.01.2021 21:42

Wenn ihr genug Bewegung habt, dann hapert es vielleicht an der geistigen Förderung? Das war im Frühjahr bei unserem Mittleren ein großes Problem. Wir haben dann etwas Klavierspielen angefangen (was man halt so da hat). Und auch jetzt zeichnet sich ab, dass die Instrumente, die die Kinder seit Herbst lernen, einen wertvollen Beitrag zur Ausgeglichenheit bringen werden. Zum einen bietet die Musikschule Online-Unterricht, zum anderen ist es eben eine geistige Betätigung mit mehr Spaßfaktor und Anspruch als Schule. Denn die Schulaufgaben hier sind oftmals auch mehr Beschäftigung als Lernen. Einerseits verständlich, sonst werden einige wohl doch zu sehr abgehängt, andererseits ja auch kaum Fortschritt im Lernstoff und auf Dauer frustrierend...

akira

ChristineT (Profil) schrieb am 06.01.2021 23:32




Aber zur Zeit blicke ich echt neidisch auf die Familien die sagen, dass trotz aller Herausforderungen die Coronazeit so gewinnbringend für sie war und ist. Wie machen die das denke ich mir dann, was mache ich falsch?


Liebe Flaps,
also dass es bei jemandem nur rund läuft und alle eine harmonische Zeit verbringen, müsste ich erst mal mit eigenen Augen gesehen haben, um es zu glauben... Da wird doch auch gerne idealisiert, wie man es gern hätte...
Wie stressig das Ganze ist, hängt doch sehr von den Umständen, dem Alter der Kinder etc. ab. Hätte mich/uns das Ganze vor 5/6 Jahren getroffen, wäre ich bestimmt durchgedreht... Denn die Mischung Kind im Kindergartenalter, das beschäftigt werden will + Schulkinder, die was tun sollen, stelle ich mir sehr explosiv und anstrengend vor. Dazu hast Du noch Senioren verschiedenen Alters im Haus... also Du hast da sicher keine leichte Nummer!
Den Super Tipp hab ich auch nicht, nur soviel: Du machst nichts falsch! Vergleiche Dich nicht mit anderen, wo Du eh nicht weißt, ob das stimmt, was die erzählen.
Wenn Du den Nerv hast, kannst Du für die Schulkinder vielleicht was finden, was ihnen Spaß macht? z.B. mit der Erstklässlerin zusammen was Nettes lesen. Für den Drittklässler was Interessantes - Geolino Abo oder sowas in der Art.
Wenn nicht, dann lass es. Und sucht Euch was, wo Ihr zusammen Spaß habt. Einen Film anschauen, Spiele machen, Höhlen in der Wohnung bauen... Wenn die Kinder dabei ohne Dich klar kommen, umso besser, dann koch Dir einen Tee und mach Dir klar, wie viele Jobs Du gerade auf einmal erledigst!
Gute Nerven und alles Gute Euch!
LG Christine

Anonym schrieb am 07.01.2021 09:21

Guten Morgen,
hier vier Kinder: 2, 3, 4 und 13 Jahre alt.
Mann in Schichtarbeit plus Landwirtschaft im Nebenerwerb.
Zum Glück haben wir viel Platz, insofern kann man Streithähne gut trennen bzw. im Vorfeld schon ganz nach Neigung und Bedürfnissen Räume schaffen.
Schwer finde ich vor allem , jetzt ein Kind im Homeschooling zu haben. Ich lasse es nicht einfach laufen, sondern versuche eine Tagesstruktur zu schaffen, in die sich der Unterricht gut integrieren lässt und erwarte auch ,dass die Aufgaben ordentlich erledigt werden.
Wir haben wenig Stress , aber auch wenig Geld, weil ich ausschließlich zuhause bin, aber eben dadurch nicht ganz so viele neue Herausforderungen wie andere.
Für uns der Anker: Klarer Tagesablauf, möglichst abwechselungsreiche Abschnitte , also quasi "atmend" . Tagesablauf auch nicht an die Schichten meines Mannes angeglichen , sondern aus den Bedürfnissen der Kinder entwickelt. Damit geht es ganz gut. Ich denke ,man muss die Situation als Herausforderung und Übfeld annehmen. Es kann und muss ja auch nicht immer alles harmonisch und perfekt sein.
Ich wünsche allen ganz viel Gelassenheit und Lebensfreude , um gut durch diese Wochen zu kommen.
Ja, und es entstehen bei uns auch ganz neue Dinge im Haus. Plötzlich wird komponiert oder es gibt Konzerte oder Spiele werden entwickelt und und und.
Damit will ich nichts idealisieren , aber Mut machen !
Für mich ist es eine Herausforderung ,dass ich mit den Kindern quasi in Dauerisolation bin. Doch wie oben beschrieben, es ist ein Übfeld für mich und es macht , wenn auch nicht nur, auch Spaß. Und es freut mich , wenn ich etwas Neues entdeckt habe oder auch die Kinder etwas Neues für sich entdeckt haben.
Liebe Grüße in die Runde !
K.

Anonym schrieb am 07.01.2021 09:29

Während ich mich im Frühjahr über zu geringe geistige Anforderung an meine Kinder geärgert und für sie Projekte gestartet habe, bin ich mittlerweile an dem Punkt, dass ich sie ausschlafen lasse, dann gibt es ein paar Aufgaben (Aber nicht nur Schule, sondern auch Instrument/Haushalt/Kochen) und dann lassen wir alle Fünfe grade sein. Sie hängen viel zu oft vor der Glotze und zocken viel zu lange am Tag, aber so ist es jetzt halt. Ich bin hochschwanger, ich kann da gerade nichts mehr anbieten und so lange sie sich nicht umbringen, ist alles gut.
Meine Kinder sind alle in der Grundschule in drei verschiedenen Klassen.

Im Sommer waren sie viel draußen, wenn jetzt Schnee liegt schmeiß ich sie auch mal stundenweise raus, aber mehr ist halt jetzt nicht.
Am Montag kommen die neuen Aufgaben und ich lasse mich überhaupt nicht mehr stressen. Gerade WEIL die Kinder es ja können. Das wissen wir und das wissen die Lehrer. Wenn der Erstklässler wieder zwanzig mal das P schreiben soll und darauf keine Lust hat, weil er schon fließend lesen kann, dann mache ich das halt auch mal. Oder Bilder ausmalen. Oder es macht halt keiner.
Mein Vorteil ist, dass ich nicht mehr selbst arbeite. Wenn ich eine Auszeit brauche, dann sind TV und PC gute Babysitter.

Ganz ohne pädagogischen Anspruch.

Lola (Profil) schrieb am 07.01.2021 10:52

Ich kann die Frage noch gar nicht beantworten und das macht mich fertig. Ich habe gerne klare Ansagen, aber bislang hat es nur die Grundschule geschafft, den Beschluss an uns weiterzuleiten. Bei der Grundschule habe ich aber auch keine Bedenken, dass es läuft.

Aber das Gymnasium....ich weiss nicht, wie es laufen wird, ich weiss nicht, ob ich jetzt ins Home-Office darf. Bislang war online-schooling ja ein Fremdwort da, es gab nur wenige Termine online für den einen, für den anderen gar nicht. Jetzt gibt es wohl MS Teams Lizenzen, aber kein Kind ist darin geschult....und ich muss ja arbeiten...

Dann ist ja der große in Therapie wegen dem ganzen Mist und der Struktur wegen würde ich gerne alle drei in die notbetreuung geben, aber für den grossen wird diese nicht.mehr angeboten. Schick ich dann nur zwei und er ist wieder der gearschte, der allein zu Hause ist und sich Druck macht, aber trotzdem nllieber zockt?

Meine Jungs haben in den Sprachen echte Defizite, aber die mdl Noten wurden für den Zwischenbericht einfach angepasst. Das mag schöner aussehen, aber hilft nicht. Also, wir müssen auch wirklich was tun, um wieder aufzuholen.

Aber derzeit leben wir etwas in den Tag und ich versuche die letzten Tage schon, etwas Struktur reinzubringen. Obwohl ich nachts nicht runterkomme und erst gegen zwei einschlafen kann, was sicher besser wird, sobald ich weiss, wie es weiter geht, versuche ich nun, alle wieder früher aus dem Bett zu bekommen und jeden zweiten Tag länger mit ihnen draussen zu sein. Es gibt hier viele nicht überlaufene Ecken zum Rodeln. Das werde ich aber nächste Woche nicht mehr leisten können...


Viel Gerede, ich kann erst organisieren, wenn ich weiss, wie es läuft, von wo aus ich arbeite und wieviel ich helfen muss....bis dahin muss ich mich mit Grübeleien herumschlagen.

Henni (Profil) schrieb am 07.01.2021 23:47

Liebe Flaps,

selbst ohne Corona ist die Zeit mit Schulkind + Kindergartenkind ja die anstrengendste, fand ich.
Und unterfordertes Kind in der ersten Klasse ist auch ohne Corona schon schlimm, das kenne ich auch.
Jetzt kommt Corona bei Euch noch obendrauf! Ich würd´s machen wie Lola, mal was auslassen von den Blättern. Und vermutlich haben die Erstklässler ja auch schon als erste wieder Schule, das wird recht schnell kommen.

Meine sind jetzt 6. Klasse und 9. Klasse an verschiedenen Schulen. Homeschooling läuft inzwischen ganz gut, im Frühjahr brauchte die Große lange, um zu kapieren, dass man die gestellten Aufgaben auch tatsächlich machen muss....jetzt läuft alles mit kleinen Hilfestellungen bei beiden ganz gut. Die Schulen machen einen Mix aus moodle, Teams, Videokonferenzen, schriftlichen Aufgaben. Für Arbeiten muss die Große in die Schule kommen.
Der Vorteil in dem Alter ist, dass sie die Lage voll verstehen, sie haben gelitten, als die Schulen noch auf waren und auf alle Abstände etc. gepfiffen wurde. Schon ab Herbst wären wir hier sehr gerne alle in den Wechselunterricht gegangen. An jeder Schule waren wöchentlich mehrere Fälle, das war echt heftig.Von daher sind sie rein aus Vernunft jetzt froh, dass homeschooling ist.

Ich muss sagen, ich verstehe das Ringen um einheitliche Regeln, um strengeren Lockdown etc. gar nicht so recht. Wir haben schon im März Pandemie gehabt, viele Empfehlungen bekommen, welches Verhalten sinnvoll ist und unsere Kontakte seitdem total eingeschränkt, auch unseren Bewegungsradius. Die ganzen Verschärfungen betreffen uns daher immer gar nicht so sehr, selbst das mit den 15 Kilometern...ich war seit Wochen keine 15 km von hier weg, und wenn, dann zum Wandern im Wald. Freunde und Familie leben bei uns verstreut über ganz Deutschland, da waren nur im Sommer ganz paar Kontakte, ab Herbst haben wir schon alles abgesagt. Warum da immer feste Regeln hermüssen und sich nicht einfach alle an die Empfehlungen halten verstehe ich null. Das macht mich auch echt ärgerlich inzwischen.

Hier ist spielen angesagt, Filme gucken, lesen, Playlists anlegen, gemeinsam Haushalt machen und Kochen - wobei, das ist echt anstrengend, die Kinder immer zum Helfen zu motivieren.

Ich arbeite 4 Tage die Woche außer Haus, da bin ich froh drüber. Mein Mann hat teilweise homeoffice und kommt damit gut klar. Die Kinder sind also immer auch mal einen Tag alleine hier.

Echt schlimm finde ich momentan das dustere Wetter. Hier war seit Mitte Dezember keine Sonne mehr, glaub ich. Der verbliebene Sport für mich ist derzeit walken, das ist eigentlich ja auch voll okay, aber bei dem Wetter kann ich mich dazu ganz schwer aufraffen. Die Kinder gehen immer mal raus, Spielplatz, Boltzplatz oder Wald, haben aber auch eher zu wenig Bewegung. Sport zu Hause fand ich schon immer gräßlich, da bin ich also keine Motivation.

Am schlimmsten finde ich, dass die Zeit gerade rast. Und das ist ja nicht nur ein subjektives Gefühl, sondern alle sagen das. Selbst meine Tochter, mit 14.

Ich wünsche euch allen alles Gute in den nächsten Wochen!

Henni

Henni (Profil) schrieb am 07.01.2021 23:54

Ach so, dass alles super läuft habe ich noch von niemandem gehört.
Nur ganz am Anfang mal im Frühjahr hier im Forum.
Und eine Nachbarin hat vorsichtig gesagt, dass es schön ist, dass ihre Kinder teilweise wieder zu Hause sind (die sind so ab 19 aufwärts). Aber eigentlich wäre es ihr natürlich auch lieber, wenn bei denen alles so iefe, wie geplant mit Freiwilligem Jahr, Ausbildung, Studienbeginn etc. Das ist ja das Alter, in dem man jetzt am meisten zu leiden hat finde ich.

Henni

ConnyH (Profil) schrieb am 08.01.2021 10:28

Hallo Flaps,

habe nicht alles gelesen, aber ich kann bei vielen Vorschreiberinnen unterschreiben: Hauptsache, entspannt bleiben ;o)

Nein, ernsthaft: hier (2./3. Klasse, 6. Klasse, 9. Klasse) geht es tageweise gut, dann mal wieder nicht. Steht und fällt mit dem Angebot, was die Schule macht (Physik- und Mathe-Aufgaben machen Spaß, da bleibt der 6.-Klässler dran, Bio ist leider völlig öde aufbereitet, da geht nicht viel).
Wer analog keinen guten Unterricht macht, wird digital leider auch nicht besser.

Mein Job ist es:

* eine gute, ruhige Arbeits-Umgebung bereitzustellen
-> die Jüngste und der Mittlere sitzen im Wohnzimmer am großen Tisch, die Große ist eh selbständig in ihrem Zimmer am eigenen Laptop.
Tisch ist zu Beginn frei von unnötigem Krempel, nur Arbeitsmaterial und Compis auf dem Tisch
Zum Start darf noch gequatscht werden; wenn alle arbeiten, ist Ruhe.

* eine halbwegs adäquate Uhrzeit zum Start durchzusetzen
->wenn keine Videokonferenzen anstehen, peilen wir 9 Uhr an, dann aber alle angezogen und gefrühstückt (bei der Großen gelingt mir das allerdings nicht mehr, die ist selbst dafür verantwortlich, wie sie bei ner Videoschalte aussieht ;o) Wenns 10 wird, auch egal.

* für gute Belüftung und Essen und Trinken zu sorgen
-> Pausen gibts hier nicht nach festem Zeitschema, sondern wenn es sich nach abgeschlossenen Aufgaben anbietet

* Ansprechpartnerin als Hilfe zur Selbsthilfe sein
-> ist manchmal müßig, nicht sofort die Antwort auf eine Frage zu geben, sondern erstmal selber Hilfe über Google und Co zu suchen (der Mittlere kann da seeehr ungeduldig sein) In der Zeit muss ich mein eigenes Home-Office zurückstellen.

Mit einem Kiga-Kind funktioniert das so wohl nicht...könnt ihr das räumlich trennen? So dass die Grundschulkinder exklusive ruhige Zimmer zum Arbeiten haben? Dem Kiga-Kind vielleicht andere, tolle Aufgaben geben, so dass die Großen in Ruhe arbeiten können? Und in der Zeit versuchen, die Großen ans Arbeiten zu bekommen. Dem Großen klarmachen, dass Schule sein Job ist und er entscheiden kann, wie gut oder schlecht er da sein möchte.

Das hat bei uns auch gedauert, bis das drin war. Wird nächste Woche auch wieder eine Zeit brauchen, bis sich alle wieder "eingegroovt" haben. Und funktioniert sicherlich auch nicht jeden Tag gleich gut.
Ansprüche herunterschrauben und Humor nicht verlieren ;o)
Anton-App oder Sachgeschichten gucken ist auch digitale Lernzeit, das macht die Jüngste sehr gerne.

Und wenns arg kommt, halte ich mich an Kloeters:
diejenige, der es gerade am schlechtesten geht, wird zuerst versorgt. Und eben auch die Mama, die erstmal einen Kaffee + Schoki bekommt.

Guten Start!
LG ConnyH

ConnyH (Profil) schrieb am 08.01.2021 10:36

Ach so, vergessen: mein eigenes Home-Office (5-10 Std./Woche) wird in den Schul-Zeiten zurückgestellt und auf nachmittags verschoben. Mein Mann (2 Tage/Woche) macht das irgendwie parallel, scheint aber auch zu funktionieren. An den Tagen bin ich dann aushäusig arbeiten.

LG ConnyH

ConnyH (Profil) schrieb am 08.01.2021 10:49

Und nochmal vergessen:

Ihr habt (zu) viele Aufgaben.

Heim-Chaos versuchen zu akzeptieren, Ansprüche herunterschrauben. Das können wir gut ;o)
Am Wochenende Arbeiten zwischen allen aufteilen und dann auch direkt erledigen. Staubsaugen z.B. machen alle Kinder für ihre Zimmer selbst, da dürfen auch mal ein paar Staubflocken übrig bleiben.

Die Situation haben wir nicht, aber Einflüsse von außen (Schwiegis...) würde ich versuchen zu begrenzen. Irgendwelche neunmalklugen Ratschläge kann frau in der Situation wirklich nicht gebrauchen. Könnt ihr euch da gut abgrenzen? Und für die Urgroßeltern eine faire Aufteilung finden? Nur jeden zweiten, dritten...Tag einkaufen, o.ä. In so einer Situation muss jeder zurückstecken, die Kernfamilie mit meinen Kids ist mir da am wichtigsten. Da wird die Oma auch mal länger nicht angerufen, sie könnte sich ja auch selbst melden, wenn sie möchte.
Ich versuche, auch jeden Tag was Schönes für mich zu machen. Und wenns daddeln am Handy ist ;o)

LG ConnyH

Anonym schrieb am 09.01.2021 11:51

Ich hab Corona-Burnout. Hier läuft nix rund. 15,13,6 und 2. Drei Mal Homeschooling, vier Mal ADHS. Ich bleibe einfach nur am Leben (30 Stunden in der Pflege, Alleinerziehende).
Egal wie Deine Bude aussieht- hier ist es schlimmer. Und ich kann auch einfach nicht mehr. Ist jetzt halt so. Ich tu was ich kann, mehr geht nicht. Ich kenne allerdings auch niemanden, der es so richtig „bereichernd“ findet oder fand. Die Leute erzählen einfach viel. Ich kenne nur Menschen (Mütter) die völlig auf dem Zahnfleisch gehen.
Ja, Kinderkrankentag- super! Dann entlässt mich mein Chef. Grandiose Lösung!
Alles ganz großer Mist. Und wofür??? Egal. Nützt nix. Weitermachen.

Anonym schrieb am 09.01.2021 13:33

Ich hab Corona-Burnout. Hier läuft nix rund. 15,13,6 und 2. Drei Mal Homeschooling, vier Mal ADHS. Ich bleibe einfach nur am Leben (30 Stunden in der Pflege, Alleinerziehende).
Egal wie Deine Bude aussieht- hier ist es schlimmer. Und ich kann auch einfach nicht mehr. Ist jetzt halt so. Ich tu was ich kann, mehr geht nicht. Ich kenne allerdings auch niemanden, der es so richtig „bereichernd“ findet oder fand. Die Leute erzählen einfach viel. Ich kenne nur Menschen (Mütter) die völlig auf dem Zahnfleisch gehen.
Ja, Kinderkrankentag- super! Dann entlässt mich mein Chef. Grandiose Lösung!
Alles ganz großer Mist. Und wofür??? Egal. Nützt nix. Weitermachen.


Oh je, das ist sicher heftig. Mal versucht, eine Haushaltshilfe zu bekommen wenigstens? Das hatte eine Freundin mal, als Land unter war. Blöderweise war es schwerer, eine freie Hilfe zu finden, als die Bezahlung über die Krankenkasse zu bekommen... Und können die Großen nicht trotz ADHS einfache Dinge machen? Es muss ja nicht alles super sein, aber wuselig grob durchsaugen ist besser als gar nicht. Unsere Kinder dürfen immer den Saugroboter laufen lassen, dann müssen sie "nur" vorher freiräumen...

Und ganz wichtig: NIE die Sinnfrage stellen, vor allem nicht bei den aktuellen Entwicklungen. Das hilft mir ungemein dabei, nicht gefrustet und wütend zu werden.

Alles Gute und viel Kraft. akira

Anonym schrieb am 09.01.2021 17:59

Ich glaube das Beste ist immer noch, auch wenn's blöd klingt, die Kinder raus schicken. Gerade wenn es mehrere sind, geht das doch eigentlich. Ab der Pubertät funktioniert das dann leider nicht mehr so einfach... :o/

Aufgaben, die beherrscht werden, werden hier nicht gemacht. Bei allen anderen Aufgaben hänge ich mich so wenig wie möglich rein und auf gar keinen Fall! löse ich die Aufgaben. Ich will gar nicht wissen, wie viele Eltern das machen, weil sie so einen Druck empfinden, wenn das Kind was nicht kann/schafft. Dabei finde ich genau das wichtig als Feedback an die Lehrer.

Grundsätzlich zum Thema Lernen und vielleicht auch, um wieder etwas Druck rauszunehmen und relaxter damit umzugehen, empfehle ich Gerald Hüther.
LG Doro

https://www.youtube.com/watch?v=T5zbk7FmY_0

Lola (Profil) schrieb am 09.01.2021 18:18

Da sagst was, Doro. Wir haben hier den tollsten Schnee und die Jungs haben keinen Bock rauszugehen und zum Rodeln muss ich sie zwingen ( macht ihnen dann aber Spass!).

Flaps (Profil) schrieb am 09.01.2021 21:31

Wenigstens gibt es bei euch Schnee. Das nasskalte graue Wetter ohne Licht zerrt zusätzlich und lässt das draußen sein nicht wirklich angenehm erscheinen.
Aber wir sind draußen, jeden Tag und das nicht zu knapp.
Duch diese blöde 15km Regelung können wir auch nicht mal einfach so in den Schnee fahren mit ÖPNV.
Aber was solls. Ändern lässt es sich nicht.

Ich mache auch keine Aufgaben und ja vermutlich ist es besser sich keine Sinnfragen zu stellen.

Ich funktioniere und bin dankbar für jeden geschafften Tag.

Kommt alle weiter gut durch!!!

Anonym schrieb am 10.01.2021 14:47


Ich funktioniere und bin dankbar für jeden geschafften Tag.



Schade, dass das deine momentane Verfassung ist. So soll das Leben ja nicht laufen. Aber vielleicht kannst du da ansetzen?

Was macht dir denn am meisten zu schaffen? Bitte nur eine Sache.
LG Doro

Anonym schrieb am 10.01.2021 14:55

Und nochmal wegen gewinnbringend und Corona. Für mich ist damit nicht gemeint, dass alles harmonisch etc. läuft und so meinen es die Menschen, die das formulieren, glaube auch nicht.
Für mich war und ist z.B. gewinnbringend, dass wir so viel ausschlafen können, statt 6.30 Uhr aufzustehen. Wir sind Nachteulen und konnten fast das ganze Jahr nach unserem vorgegebenen Biorhythmus leben. Das war total schön und gesund für uns. Außerdem habe ich es sehr genossen, dass es bei uns viel weniger Lärm- und Dreckbelastung durch Autos gab.
Gewinnbringend bedeutet nicht, dass alles toll funktioniert.
LG Doro

Anonym schrieb am 10.01.2021 14:57

Das nasskalte graue Wetter ohne Licht zerrt zusätzlich und lässt das draußen sein nicht wirklich angenehm erscheinen.

Hier bin ich im Vorteil, denn wir haben zwei Hunde und ich muss jeden Tag ne Stunde mindestens raus. Da denke ich gar nicht mehr über's Wetter nach und Bewegung heilt bei jedem Wetter.
LG Doro

Anonym schrieb am 10.01.2021 14:59


Aber wir sind draußen, jeden Tag und das nicht zu knapp.


Du schreibst "wir". Kannst du denn die Kinder auch mal alleine oder mit Freunden raus schmeißen? Damit du mal aus dem Funktionieren raus kommst und was schönes für dich machen kannst. Aber bitte nicht den Haushalt ;o)
LG Doro

Anonym schrieb am 10.01.2021 15:04

Da sagst was, Doro. Wir haben hier den tollsten Schnee und die Jungs haben keinen Bock rauszugehen und zum Rodeln muss ich sie zwingen ( macht ihnen dann aber Spass!).

Meine 12jährige geht auch nicht alleine raus. Auch die Hunderunde geht sie nicht mehr mit, was ich sehr schade finde :o(
Aber letztens war sie mit ner Freundin rodeln. Von sich aus. Mit Sneakern ;o)
LG Doro

Anonym schrieb am 16.01.2021 13:29

ich schneke immer zwischen Druck und kein Druck.

Berufsschule findet nicht statt. Prxis mit Stütze aber komischerweise doch. Also steh ich 5:30 auf, mach Stütze (gartenbau ist gar nix zu tun) bin 17 Uhr zurck und mach weiter Unterricht...jammern muss auch mal sein :o)))


Mich kotzen die (unsere) Lehrer echt an. Hauen Blätter raus ohne Ende.
Diese Blätter sind nur Kopien aus Büchern. Es steht weder Datum noch Abgabedatum drauf. NIX!
es kommt keine Korrektur und gar nix.

Für mich gernzt es langsam an Betrug soviel Geld einzustreichen für paar Kopien die dann noch für 9 a,b,c, gelten...-

Sagen darf man aber nichts denn die Lehrer haben ja (sarcasm) alle Hände voll mit Korrekturen zu tun.
Sorry, ich mach genau dasselbe gleichzeitig neben dem live unterricht und es ist NICHT so viel wie sie alle tun.

ich bin da gerade voll aggro und muss mich zusammenreißen.

Wir nutzen die Corona Zeit zum bescheißen und einheimsen:
Ich erledige alles was benotet wird. So bekommen sie mal gute Noten rein.
Vom anderen Kram machen sie so viel wie sie schaffen.
Hier lernen sie gerade die Computercompetenz: Computer muss man auch mal ausschalten.
Pro erledigter Aufgabe gibts 50ct. Mehr kann ich mir nicht leisten, denn es ist soooo vielpro Woche. Ich hab das verglichen was früher pro Unterrichtsstunde geschrieben wurde - das war nicht so viel!

Dann machen wir unsere eigenen wissenschaftlichen Projekte worauf wir Bock haben, dokumentieren die und schicken den doofen Lehrern Power Point Präsis und machen einen auf fleißg und kreativ.

Fazit: lehrer wollen grad einfach ihre Ruhe, also lass ich sie in Ruhe
Wir wollen gute Noten: also schicken wir irgend n Scheiß und bekommen gute Noten

was später wird zeigt die Zeit.

Mich hat im Leben noch keiner gefragt was n Adverb ist oder ne Onomatopoesie oder ob ich mal fix n Pop Art Bild entwerfen kann oder wann Barock war und was davor und was danach und Beispiele....

Soooo viel ist echter Mindfuck was die Kids lernen

d-o-r-l-e

ps ich bin gard voll angefressen auf lehrer, weil in meiner schule die kids untergehen aber die lehrer haben soooooo viel zu tun und können nicht computerunterricht machen...da werd ich gefragt ob ne email geld kostet
passwort? für meine email? dasselbe wie in der schule oder das von zu hause????

ich dreh bald durch
förderschul-azubis aus armen elternhäusern ohne support gehen gerade voll baden

volle kanne!!!!

scheiß home office

ich finde als lehrer/ausbilder/sozialarbeiter hat man was zu tun.
an der front.
wie krankenschwestern.
das ist einfach der beruf.

krankenschwesterngewerkschaft sagt auch nich: hui, wir machen nichts mehr. ein krankenhaus ist ein hotspot!
und wer den beruf gewählt hat wusste vorher bescheid und kann jetzt nicht zu hause kopien abschicken und jammern dass er so viel arbeiten muss

also: augen auf bei der berufswahl!

meine meinung: wenn man runterfährt wegen ner gefährlichen krankheit, dann kann man keine leistung verlangen so als wäre nix weiter los.


Anonym schrieb am 16.01.2021 14:22

Unsere Lehrer machen alle Notbetreuung. Die ist hier im Süden total überlaufen, weil fast jede Familie, wo beide arbeiten, sie nutzt. Klar, wer hat auch nochmal Lust auf 10 Wochen Mehrfachstress? Und die Arbeitgeber unterschreiben sehr bereitwillig, dass ihr Mitarbeiter unabkömmlich ist. Die Notbetreuung der meisten Klassenstufen ist schon nach der ersten Woche voll. Wer jetzt doch noch einen Platz möchte, hat Pech gehabt. Wenn man das alles in der ersten Woche schafft, klappt es ja bestimmt auch noch die nächsten 10 Wochen...

Das Schöne ist aber, dass in der Notbetreuung je nach Schule wirklich nur betreut wird. Die Kinder dürfen Schulaufgaben machen, müssen aber nicht. Was die meisten Grundschüler wählen, sollte klar sein. Somit schlagen die Lehrer ihre Zeit sinnlos tot und haben danach natürlich auch wenig Lust mehr, sich um ihre eigentlichen Aufgaben zu kümmern. Es ist wie immer nicht durchdacht und völlig blödsinnig. Und zumindest unsere Lehrer würden auch viel lieber Unterricht machen, als den Kindern Blätter zu schicken und ab und an mal anzurufen.

Tja, ich muss morgen vormittag noch die neuen Blätter für den Mittleren abholen. Man kommt sich ja vor wie im 16. Jahrhundert... aber hier gibt es die Aufgaben auch in der Tüte vor der Schule. Zumindest sehen die Kinder dann mal wieder die Lehrerin und vielleicht jemanden aus der Klasse *seufz*

akira, die diese Woche wenigstens etwas Freizeitgestaltung durch Unmengen an tollem Schnee hatte

Anonym schrieb am 16.01.2021 15:09

hier gibts leider keine Notbetreuung in der 9. Klasse

EIN Lehrer hat jetzt ne skype Betreuung eingerichtet....JETZT für 2 Stunden pro Tag

orle

dorle (Profil) schrieb am 16.01.2021 15:12

mein Sohn hat bei der Übergabe neulich die Lehrerin gefragt ob sie lieber echten Unterricht machen würde.
Da hat sie ihn angepampt: Als ICH hab genug zu tun!

1. war das nicht die Frage
2. was macht sie? ich sehe nichts!

ich bin total auf 180 was dieses Thema betrifft - wie ihr merkt

aber nutzt nix

wir malen jetzt ein Pop Art Gemälde statt das tausendste Referat/Wandzeitung über ein blödsinniges Thema zu verfassen

man muss sich halt zu helfen wissen

gaaaaanz ruhig ;o)))

Anonym schrieb am 16.01.2021 16:00

mein Sohn hat bei der Übergabe neulich die Lehrerin gefragt ob sie lieber echten Unterricht machen würde.
Da hat sie ihn angepampt: Als ICH hab genug zu tun!

1. war das nicht die Frage
2. was macht sie? ich sehe nichts!

ich bin total auf 180 was dieses Thema betrifft - wie ihr merkt

aber nutzt nix

wir malen jetzt ein Pop Art Gemälde statt das tausendste Referat/Wandzeitung über ein blödsinniges Thema zu verfassen

man muss sich halt zu helfen wissen

gaaaaanz ruhig ;o)))


Ok, in den oberen Klassenstufen ist das sicher anders. Meine beiden Schüler sind noch in der Grundschule. Und ja, ärgern bringt nichts, egal worüber, das musste ich auch erst lernen. Ich lebe momentan auch nach dem Motto "LMAA". Wir machen, was geht und worin wir einen Sinn sehen. Mein Ziel ist, uns psychisch und physisch gesund durch diesen Wahnsinn zu bringen, alles andere ist nicht so wichtig.

Ich bin ja mal gespannt auf nächste Woche, was der Politik noch so einfällt. Wie kann man eigentlich meinen, die Leute akzeptieren ständig neue Verschärfungen, während die ganzen Profisportler sich fröhlich austoben, egal wo? Die Handballer machen gerade WM oder eher Virentauschbörse, die Fußballer sind auch noch aktiv ohne jeglichen Abstand, was soll das bitte? Aber wir sind Schuld: die Kinder, die Arbeitnehmer, die Leute im ÖPNV, die Einkäufer, einfach alle... Hach ja, nicht ärgern und so...

Ich wünsche euch allen gute Nerven, möglichst viel Schnee und ordentlich Sonnenschein fürs Gemüt! akira

Priska (Profil) schrieb am 16.01.2021 22:47

Versteh Dich gut, dorle, bin auch gerade etwas angefressen bei dem Thema.

Wir hatten im November mal 2 Wochen Quarantäne wegen infiziertem Kind in der Klasse. D.h. alle Lehrer waren mit in Quarantäne. Wir hatten zwei Wochen supertollen Online-Unterricht mit 14 halbstündigen Einheiten online pro Woche, bei denen die Lehrer auch immer gesagt haben, was die Kinder jetzt zu Hause bis zur nächsten Einheit machen sollen. Es war super, auch weil Anweisungen von den Lehreren viel besser nachgekommen wird als von den Eltern.

Und jetzt? Die Notbetreuung nimmt den Lehren die Zeit, sich ums Lehren zu kümmern. Wir hatten jetzt in der ersten Woche 6 Einheiten online und nächste Woche sind es nur 5. Das ist für viele jetzt vielleicht Jammern auf hohem Niveau, aber nachdem wir hier gesehen haben, was möglich ist, wenn alle zu Hause sind und sich auf ihre eigentliche Aufgabe konzentrieren, dann ist es schon ein Witz. Auch bei den Arbeitsblättern und Lernaufgaben merkt man, dass es weit weniger gut durchdacht ist, als in der Quarantäne.

Die Notbetreuung könnte gut durch das Personal der Nachmittagsbetreuung aufgefangen werden, da werden ja jetzt auch nicht mehr so viele Personen gebraucht, die dafür dann halt am Vormittag da sein könnten. Das war im Frühjahr auch so, bloß waren da die Rahmenbedingungen mit der Technik noch nicht so gut. Unsere Schule hat richtig viele Tablets angeschafft, die Kinder in der Notbetreuung könnten jetzt mit diesen Tabelts genauso am Online-Unterricht teilnehmen. Alle hätten supertollen Unterricht. Jetzt ist es nichts Ganzes und nichts Halbes.

Ich verstehe es einfach nicht. Wer denkt sich sowas aus???

Anonym schrieb am 16.01.2021 23:08

Hurra, ich habe gerade den Wochenplan für nächste Woche angesehen. Meine Tochter lernt jetzt endlich, was ein Aufsatz ist. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die im Juli fit für die 4. Klasse ist.... das ist gerade meine größte Sorge - schlimm eigentlich.

Hier ist die Notbetreuung auch nur bis inkl. Klasse 6. Ausschlafen geht hier nicht, die Jungs müssen morgens den Weckruf bestätigen, sonst ruft die Sekretärin wieder bei uns an... schade :-)

Mitlerweile darf ich zumindest teilweise ins Homeoffice, wieviel besprechen wir am Montag. Ich habe, wie im ersten Lockdown auch, Freundschaften, auch die in der Ferne, auf Sparflamme geschaltet. Ich kann gerade emotional nicht viel leisten, es langt mir schon, wenn ich mich gut um meine Kinder kümmere. Und so bekomme ich auch wieder mehr Struktur in den Laden, das lief hier etwas aus dem Ruder.

Und jetzt ist unsere Stief-Oma in hohem Alter mit Corona gestorben. Es war wohl sehr friedlich, aber niemand konnte zu ihr, sie war allein in einer noch nicht sehr bekannten Umgebung (sie ist gerade in ein Pflegeheim gekommen und dort ist dann Corona ausgebrochen). Das ist für meine (Stief-)mutter sehr traurig und ich finde das sehr erschreckend, vor allem, weil letzte Woche ein Kollege mit etwas über 60 daran gestorben ist.

Ich bin gespannt, was ab nächster Woche wieder gilt....

AnoL wegen Oma

Anonym schrieb am 16.01.2021 23:12

Übrigens man kann auch digital Frontalunterricht halten...super sache solche Monologe! Bisher haben meine Kinder zwischen 3 und 5 Online-Termine in der Woche, das sind 4 Termine mehr als im Frühjahr, also ich will ja nicht jammern....Und ja, wenn man weiß, wie es woanders läuft, kriegt man das Ko****

Lola

Anonym schrieb am 17.01.2021 14:07

AnoL, das mit deiner Stief-Oma tut mir sehr leid.
Ich habe am Freitag meine Lieblings-Tante beerdigen müssen (hohes Alter, diverse Vorerkrankungen ohne Corona), die zu Hause im Kreise ihrer Lieben gehen durfte. Dass wir dafür dankbar sind, hätte ich mir vor einem Jahr auch nicht träumen lassen...verrückte Zeit.

Akira, deinen Satz finde ich richtig gut: nicht die Sinnfrage stellen. Kostet (zu) viel Energie.

Ich versuche mich gerade an dem zu erfreuen, was geht. Auch wenn da schulisch an dem einen oder anderen Ding bei uns noch Luft nach oben ist. Ist halt auch ein weltweites Expreiment, diese bekloppte Pandemie. Können alle nur lernen.

Ich schieb mal ein paar virtuelle Kekse rüber, bleibt tapfer!

LG AnoC wegen Tante

Anonym schrieb am 18.01.2021 16:05

Liebe Ano C., Danke und ich möchte dir auch mein Beileid aussprechen. Ja, es ist eine doofe Zeit.

AnoL

Anonym schrieb am 18.01.2021 16:17

Wißt Ihr, was mich wahnsinnig macht? Mein Sohn blockiert mein Arbeitszimmer. Ich kann weder arbeiten, noch habe ich Lust, überhaupt etwas in dem Zimmer zu machen, wie Papierkram und Dinge, die ich längst gemacht haben wollte, eben weil es irgendwie jetzt nicht mehr "mein Reich" ist....

Ein weiterer PC ist bestellt, aber der kommt und kommt nicht.... Ich weiß, das ist echt Jammern auf hohem Niveau, aber mich macht das total nerös... sobald ich dann endlich in meinem Zimmer bin, bin ich wie blockiert..

Lola

Flaps (Profil) schrieb am 18.01.2021 17:58

Liebe Lola,

ich kann dich gut verstehen - auch wenn ich kein Arbeitszimmer habe und seit dem letzten Frühjahr gefühlt vom Sofatisch oder Wohnzimmertisch aus arbeite.

Aber wenn dann mal Ruhe eingekehrt ist, dann ist hier auch so gut wie nichts mehr möglich.
Alles passiert nur noch so neben bei, wenn es denn überhaupt wird.Alles was nicht über dienstlich drüber raus geht geht gerade total unter.
Ständig hinke ich meinem eigentlichen Standard hinterher und nichts wird so wirklich wie ich es mir denke.
Naja...aber wir sind gesund und wurschteln uns so durch. Mal sehen wie lange das noch gut geht ...

Liebe Grüße an euch alle.
Danke für euren Zuspruch und euer Berichten - das hilft viel, dass ich merke auch andere knappern und es läuft nicht so rund wie es mir im Umfeld oft versucht wird weiß zu machen.

Bleibt behütet und passt gut auf euch auf!

Anonym schrieb am 18.01.2021 20:24

Hallo,
auch bei uns läuft nicht immer alles rund. Viele Dinge, die ich sonst nebenbei mache oder abends gehen kaum mehr. Ich bin einfach alle und das Kind u. mein Mann eigentlich auch. Normalerweise ist der Januar die Zeit, in der wir in unserer noch nicht ganz fertigen Wohnung werkeln, weil mein Mann dann noch viel frei hat, in der Landwirtschaft läuft dann nicht so viel. Ein bisschen was werden wir machen können.
Der Konflikt mit der Schwiegermutter ist noch nicht behoben, der Folgetermin mit der Familienberatung immer wieder verschoben.

Aber mit meinen Schwägerinnen klappt es gut, wir reden viel miteinander u. haben auch schon Pläne für ein Sommerfest mit den Nachbarn geschmiedet, wenn es denn geht. Aber es ist schön, daran zu planen.

Fürs Homeschooling haben wir eine einigermaßen akzeptable Lösung gefunden. Ich wechsle mich mit meiner Freundin ab, jeden zweiten Tag ist mein Kind bei ihrem Kind u. andersrum. Dann machen die beiden erst die Aufgaben u. spielen dann noch. Es klappt ganz gut, sie brauchen zwar auch 2 Stunden, aber es wird nicht soviel gestöhnt. Das entlastet schon sehr.

Viele Grüße

Anonym schrieb am 18.01.2021 20:31

Das ist ja krass dorle, dass bei euch bewertet wird. Da weiß doch keiner wer die Aufgaben gemacht hat. Ob Kind oder fleißige Mami ;o)
LG Doro

Anonym schrieb am 18.01.2021 21:43

Hier gibt's auch eine Mini-Lerngruppe (hoffe, das bleibt auch noch erlaubt), also eine Schulfreundin meiner Tochter kommt Montag und Dienstag hierher, wenn ich (normalerweise) im Büro bin, Mittwoch bis Donnerstag fährt meine Tochter dann zur Freundin, Freitag mal so, mal so, mal getrennt.

Ansonsten wird es hier auch eng, schon geräte-, raum- und WLAN-technisch, vor allem wenn wir alle drei gleichzeitig eine Video-Konferenz haben. Da saß dann letztens die Freundin (ohne dass ich das mitbekommen hatte) in meinem Schlafzimmer mit meinem ungemachten Bett im Hintergrund in einer Videokonferenz :-O
Na ja, auch egal, war ja nur kurz zum Begrüßen und Verabschieden mit Bild.

Muss sagen, dass das DEUTLICH entspannter ist als das Home-Schooling allein im letzten Jahr. Die beiden arbeiten zusammen den Schulstoff durch, und meine Teenagerin verzweifelt nicht so schnell. Anschließend machen sie dann noch zusammen Sport, joggen oder "Work-Out" im Zimmer.

Dass sie gezielt während meiner Abwesenheit hier sind, haben die beiden sich übrigens so ausgesucht. Dass ich telefonisch erreichbar bin - oder zur Not meine Kolleginnen, reicht ihnen vollkommen ("Wo sind die Tomaten?" , "Der Ring von der Dose ist abgerissen, wie bekommen wir jetzt die Dose auf?").
Ich koche was vor, oder die beiden bruzzeln sich einfache Gerichte zusammen (da kommt dann unser selbstgemachtes Familien-Kochbuch, Kapitel "schnelle Küche" zum Einsatz).

Bettina

ConnyH (Profil) schrieb am 19.01.2021 21:54


Grundsätzlich zum Thema Lernen und vielleicht auch, um wieder etwas Druck rauszunehmen und relaxter damit umzugehen, empfehle ich Gerald Hüther.
LG Doro


Danke Doro für den Link! Klasse. Muss ich mir wieder angucken, wenns mal knirscht hier wegen doofer Aufgaben.

LG ConnyH

Lola (Profil) schrieb am 19.01.2021 22:06

Das ist ja krass dorle, dass bei euch bewertet wird. Da weiß doch keiner wer die Aufgaben gemacht hat. Ob Kind oder fleißige Mami ;o)
LG Doro


Also bei uns wäre das auch tatsächlich egal, denn wenn ich mir den Zwischenbericht anschau, sind die mündlichen Noten doch ziemlich gut und das ist nicht in jedem Fach der Verdienst meiner Jungs.... :-P

Bei uns müssen die Noten passen, auf welchem Weg auch immer. Dass die Kinder dadurch nichts gewinnen, weil sie manche Dinge halt einfach nicht können, macht dabei ja nichts.


Und: Hurra, ich brauche endlich nur noch einen Tag ins Büro und habe für den Rest Homeoffice...

ConnyH (Profil) schrieb am 19.01.2021 22:18

Hey Lola, dann kannste dich doch locker mit deinem Sohn abwechseln im Arbeitszimmer *ironieoff*

Ach, ich schwanke hier auch ständig zwischen eigentlich gut, dass alle hier sind und eigentlich total doof.

Eins bleibt auf jeden Fall hängen: frau weiss ein so ein richtiges Treffen mit echten Menschen, im "real life", wieder viel mehr zu schätzen. Eigentlich wusste ich das vorher auch schon, aber durch die vielen Videokonferenzen ist mir das nochmal bewusst geworden. Schön, dass es die Technik gibt, aber mir fehlt da ganz deutlich ein Kanal.

LG ConnyH

Anonym schrieb am 20.01.2021 14:20


Eins bleibt auf jeden Fall hängen: frau weiss ein so ein richtiges Treffen mit echten Menschen, im "real life", wieder viel mehr zu schätzen. Eigentlich wusste ich das vorher auch schon, aber durch die vielen Videokonferenzen ist mir das nochmal bewusst geworden. Schön, dass es die Technik gibt, aber mir fehlt da ganz deutlich ein Kanal.

LG ConnyH


Geht mir genau so. Dabei halte ich mich eigentlich für einen ziemlichen Einzelgänger. Aber so ganz ohne reale Kontakte ist irgendwie doch nichts für mich. Wir haben heute im Büro zu dritt Kaffeepause gemacht, das war so herrlich! Egal ob Fachgespräche oder Privates, es ist digital einfach nicht das gleiche...

Aber so ist es: Die einen sind froh, HomeOffice machen zu dürfen, die anderen freuen sich, wenn sie mal ins Büro können :)

Liebe Grüße, akira

binabik (Profil) schrieb am 20.01.2021 14:31

hi akira,

....mir geht´s so wie Dir - ich darf morgen in´s Geschäft zu mehr oder weniger netten Kollegin - und bin trotzdem froh und glücklich, dass ich für ein paar Stunden dem homeschoiling-Drama hier entfliehen kann........

:o)

Anonym schrieb am 20.01.2021 15:19

Geiler Spruch von der neuen Klassenlehrerin der Jüngsten (sie arbeitet seit letzter Woche in einer höheren Klasse mit):
"Eure Eltern gucken ja bestimmt eh über eure gemachten Aufgaben. Dann können die ja direkt mal einen Haken dran machen, wenn die Aufgaben richtig sind, dann muss ich die nicht nachgucken."

Ohne Worte. Ich werde natürlich _nichts_ nachgucken. Oder ihr direkt meine Kontoverbindung zuschicken, da ich ja auch ihren Job erledige.

HeuteMalAno

Flaps (Profil) schrieb am 20.01.2021 17:33

Ja, ich verstehe schon was du meinst. Mich frustet auch, dass ich meinen Kindern die Aufgaben portionieren muss. Die Lehrerin der 1.Klässlerin hat nach Weihnachten für Deutsch gleich mal die Aufgaben für 3 Wochen (!) auf einmal geschickt.
Glücklicherweise kann mein Kind schon lesen - da bekommen wir das irgendwie auf die Reihe auch ohne pädagogisch wertvollem Aufbau der Aufgaben (hab ich nicht gelernt so was ...).
DIe Referendarin unterdessen die bei gleichem Kind Mathe macht hat es nach Bitten von uns Eltern geschafft einen Wochenplan zu erstellen, der auch in sich logisch ist. Sie hat aber bei uns Eltern nachgefragt ob wir nicht einen Haken setzen könnten bei Aufgaben die wir mit dem Kind zusammen gelöst haben. Damit ihr wenn Sie die Kinder wieder sieht mehr Zeit bleibt mit ihnen zusammen zu arbeiten statt dann 28x sämtliche Aufgaben aus den vielen Wochen durchzusehen. Wir sind aufgefordert ihr Rückmeldungen zu geben wo es Schwierigkeiten gab/ gibt. Das finde ich einen guten Ansatz so und es leuchtet mir ein - zumal ich bei einem Kind in der 1.Klasse sowieso nicht davon ausgehen kann, dass es alles alleine organisiert und gelöst bekommt. Sie bemüht sich sich echt, hat selber ein Kleinkind und kümmert sich trotzdem so gut es geht um ihre Klasse.

Aber wenn es von vorn herein so gefordert wird ohne Begründung dann finde ich es auch dreist. Denn das ist nicht unser Job - den machen wir ja nebenher auch noch irgendwie...

Die Unterschiede zwischen den Lehrern an ein und der selben Schule sind schon echt krass. Und da spreche ich nur von zwei Grundschülern hier bei uns Zuhause ...

LG
Flaps

Anonym schrieb am 21.01.2021 10:02

Bevor man sich in Grund und Boden ärgert ist eine gute Möglichkeit, Kontakt zum Schulelternbeirat aufzunehmen. Der ist nämlich Bindeglied zwischen Schule und Eltern und kann viel bewirken.

Hier zu Hause sind beide Seiten vertreten: Lehrer und Schüler (7. Klasse). Im ersten Lockdown lief es noch hauptsächlich über Arbeitsaufträge, aber auch die wurden gebündelt und portioniert. Es gab für die Lehrer verbindliche Vorgaben, wann und für welchen Zeitraum die Aufträge zu geben sind. Dennoch war es ziemlich zermürbend und ich konnte z.B. nicht jedem Schüler für jede Aufgabe eine persönliche Rückmeldung geben, das wäre nicht zu schaffen gewesen.
Jetzt ist Vieles einfacher: Es gibt regelmäßige Videokonferenzen. Die Anzahl der Konferenzen ist wiederum vorgegeben und auch, dass die Lehrer für Rückmeldung im Chat zur Verfügung stehen müssen. An den Regelungen wurde im Austausch von Schulleitung und Schulelternbeirat ständig weitergefeilt, die Wünsche, aber auch positives Feedback (jaaaa, das ist auch wichtig) wurden gesammelt und weitergegeben. Das Gros der Lehrer ist hier engagiert bis sehr engagiert, schwarze Schafe gibt es in jedem Beruf.

Allerdings ist die technische Ausstattung von Schule und Schülern hier auch sehr vorbildlich und mit Grundschülern ist das alles natürlich viel schwieriger.

Insgesamt darf man nicht vergessen, dass diese Ausnahmesituation, die ja für alle belastend ist, für die Schulleitungen eigentlich unzumutbar ist. Was da in kürzester Zeit alles aus dem Boden gestampft werden musste, wieder umgeworfen und neu geplant wurde, weil freitags nachmittags die nächste Anweisung (für Montag) vom Ministerium kam usw. Ich habe mittlerweile große Angst um die Gesundheit einiger Kollegen.

Anonym schrieb am 21.01.2021 11:49

Ich sehe da auch nicht die Lehrer oder SL in der Pflicht. Es hätte evtl mehr Vorgaben geben müssen. Aber gut, jetzt ist es eh egal. Bei uns läuft es so naja. Die Grundschule super, der Rest...

Übrigens helfen an manchen Schulen unsere Jugendsozialarbeiter mit, auch die Schüler zu erreichen, bei denen es schwierig ist. Auch der Ganztag versucht, in Kontakt zu bleiben, aber die Schulen brauchen/wollen die Angebote tw nicht nutzen...

Abo L

Henni (Profil) schrieb am 21.01.2021 18:18

Ich unterschreib voll bei der Ano von heute 10:02 Uhr!

Ich erlebe in meinem ganzen Umfeld hier - nicht nur im Zusammenhang mit Schule - dass die Menschen total freundlich und rücksichtsvoll und geduldig sind. Für alle ist Corona! Da kommen wir nur gut durch, wenn wir gemeinsam konstruktiv nach Lösungen suchen.

Ich kann es verstehen, wenn das Korrektur-Pensum in der Grundschule derzeit nicht zu beherrschen ist, denn das ist unenedlich viel! In dem genannten Beispiel will die Lehrerin ja nicht ne ruhige Kugel schieben, sondern hat anderswo Unterrichtsverpflichtungen übnernommen.

Wenn jemand die Korrekturen zu Hause selbst nicht schafft - was ich auch absolut verstehen kann - dann findet sich vielleicht eine andere Lösung? Vielleicht kann jemand in der Nachbarschaft einmal in der Woche alles korrigieren? Und vielleicht nimmt das Kind von dieser Person auch viel besser Rückmeldung an, als von der eigenen Familie?

Elternbeirat und Schülervertetung - die gibt es ja mittlerweile auch in den Grundschulen - sind auf jeden Fall Ansprechpartner.

Ich erlebe rundherum Lehrer.innen, die sich gut in die Tools von Lernplattformen eingearbeitet haben. Obwohl die Systeme mehrfach gewechselt haben. (Und jetzt wird hier in RLP nach Schulbox und moodle wieder was neues aufgebaut, der Schulcampus...) Dass der Video-Unterricht didaktisch jetzt nicht immer glänzend ist, da kann ich gut mit leben. Digital-handlungsorientierter Unterricht in Form von Video-Konferenzen wurde bisher nicht benötigt, es war auch nicht absehbar, dass das mal benötigt würde. Das Handwerkszeug kann man auch nicht in einem halben Jahr zufriedenstellend erwerben. Ich bin eher erstaunt, was die Lehrer:innen - hier zumindest - schon an Möglichkeiten umsetzen!

Ich höre überall, bei Leher:innen, Eltern und Schüler:innen, dass das homschooling jetzt viel besser klappt, als im Frühsommer im letzten Jahr. Mir scheint das aber auch in den Bundesländern sehr verschieden zu sein. Dort, wo Lehrer schon lange eher schlecht behandelt werden und wenig Anerkennung haben, ist deren Motivation offenbar auch nicht gerade riesig.

Henni

Anonym schrieb am 22.01.2021 09:25

Hier ist nochmal HeuteMalAno.

Ich sehe viele Dinge genauso: unfähige Schulministerien, die es in knapp einem Jahr nicht hinbekommen, funktionierende Konzepte ansatzweise zu stricken. Jahr(zehnt)elang verpennte Investitionen in Schule. Und die SL und Lehrkräfte, die die ganze Soße an die mehrfach belasteten Familien weiterreichen müssen. Was Freitag nachmittag vom Ministerium beschlossen wird und ab Montag zu laufen hat. Überall ist Corona.
Ja, und auch ich bin Elternvertreterin, und kenne im Ansatz die andere Seite.
Die betreffende Lehrerin (Grundschule, 3. Klasse) kommuniziert aber ihre Überlastung nicht über die Eltern, sondern in der VK über die Kinder. Finde ich sehr daneben. Da schreibe ich doch mal ne Rundmail: Liebe Eltern, bitte setzt Euren Haken darunter, wenn ihr mal drüberguckt! Das erleichtert mir die Arbeit! Ist kein Muss, aber danke! Oder so. Über die Hintertür, dass die Kinder dazwischen stehen, finde ich bescheuert.
By the way: sie hat nur 1 Klasse als Leitung. Die Fachstunden in anderen Klassen fallen ja jetzt eh weg. Und Korrekturen am Wochenende gibts auch ohne Corona. Zumal als Langgediente das Rad nicht neu erfunden wird...die ABs hat sie nicht neu entwickelt.
Diese Woche finde ich es aber auch einfach nur anstrengend. Hat sich wohl an diesem Punkt entladen.

Bleibt tapfer!
LG HeuteMal Ano

Anonym schrieb am 22.01.2021 14:15

Wir sitzen alle 4 zuhause: 2 Kinder in der 3.+5. Klasse und zwei Lehrer.
Dieses mal haben wir uns abggesprochen-beide Kids haben jeweils 2 Freunde mit denen sie sich treffen dürfen-und das werden wir auch bei jeder weiteren Verschärfung beibehalten!!!

Der Große hat einen neuen abgespeckten Stundenplan mit 2-3 Std. Videokonferenz/Tag bekommen, dazu gibt es dann noch Aufgaben über Moodle...es klappt mit Unterstützung-Technikprobleme werfen ihn aber immer komplett aus der Bahn ;-)
nach den Videokonferenzen ist er auch ganz schön platt-aber ich würde ihn ja auch sonst nicht 3 Stunden am Computer rumsitzen lassen...

Der Kleine hat an 2 Tagen verpflichtende Videokonferenz für 1 Std. in Kleingruppen, die anderen Tage könnte er jeweils 60 Minuten die Klassenlehrerin und Mitschüler darüber sprechen/sehen, jeden Tag gibt es die Aufgaben - jetzt über die Lernplattform portioniert...er macht nur die Pflichtaufgaben... es gibt Lernvideos, Texte, Vorlesetexte etc., sehr Abwechslungsreich gestaltet, aber er braucht dafür einen eigenen Rechner und auch Unterstützung...Arbeitsblätter ausfülle ist einfacher...

Die Kids sind dann gegen 12-13 fertig...

Der Kleine hat arge Schwierigkeiten sich zuhause zu konzentrieren und braucht Ewigkeiten-sagt er selber...daher nur Pflichtaufgaben-aber es gibt da auch Eltern die mehr Aufgaben wünschen, weil ihre Wunderkinder schon früh mit allem fertig sind, denen dann langweilig ist und Mama/Papa aber noch Homeoffice haben...ich sag da besser nix mehr...

der Große mag seine Aufgaben eh lieber zuhause erledigen...möchte aber mal wieder in echt Quatsch machen können...

Ich finde beide Schule machen das gut-aber beide Jungs möchten wieder in die Schule!

Wir Eltern stoßen an unsere Grenzen, sobald die Kids fertig sind bzw. Pause machen wird es laut-das ist in einer Stadtwohnung einfach so....wir müssen aber bis 14:30 arbeiten-ich kann mich bei den tobenden Kindern nur schwer auf Unterricht konzentrieren...mein Mann auch... und die Pausen sind natürlich auch zeitversetzt zu den Kids ...
In der Schule arbeiten ist keine Alternative-da laufen die Videoprogramme nicht in Vollversion und die Kinder wären alleine...

An meinen freien Tagen wupp ich halt Kinder und Haushalt statt eigener Unterichtsvorbereitungen+Korrekturen.

und wo ich sonst gerne auch Abends gearbeitet habe, wenn die Kinder im Bett waren, fallen wir Großen auch hundemüde ins Bett... also wir gehen echt am Krückstock...

Ich sitze zuhause am Küchentisch vor einem Laptop (natürlich mein eigener), dass für meine tägliche Arbeit sonst völlig ausreichend ist, aber bei Videokonferenzne mit allen Tools sehe ich wenig... und mir tun aktuell einfach die Augen weh, meine Baustelle Rücken bekomme ich auch nicht in den Griff-keine Geräte und kein Schwimmen mehr...

Wir freuen uns einfach, wenn wir wieder zur Schule dürfen...
Gromit

Anonym schrieb am 22.01.2021 14:39

Ich glaube mittlerweile, es wird zu wenig miteinander kommuniziert, das würde schon viel lösen. Ja, die Politik hat gefühlt nichts gemacht, die Schulen/Lehrer und Familien müssen das jetzt ausbaden. Aber man hätte mehr Verständnis für manche Dinge, wenn der andere sagt: Ich kann aus diesem Grund nicht alles machen, was ich sollte oder möchte, ich weiß aber auch, dass ihr nicht alles übernehmen könnt. Wo treffen wir uns, damit jeder irgendwie über die Runden kommt. Damit man eben bei eh schon knappen Kräften nicht unnötig Arbeit doppelt macht (wie Aufgaben kontrollieren). Manchmal merkt man dann, dass die andere Partei manche Dinge ganz locker übernehmen kann, aber an anderer Stelle dafür große Probleme hat. Bei unserer Großen muss man beispielsweise eh draufschauen, dass sie die Aufgaben ordentlich bearbeitet, da kann ich sie auch abhaken. Andererseits mag sie manche Aufgaben absolut nicht, da ist sie mit einem Lehrer deutlich kooperativer (und der pädagogisch besser ausgebildet, ihr zu helfen). Also nimmt der Lehrer sich etwas Zeit, mit ihr die Aufgaben zu machen, und wir können dafür den Rest mit kontrollieren.

Das mit dem Wunsch nach Zusatzaufgaben wurde bei uns bei beiden Kindern gut durch freiwillige Aufgaben gelöst. Unser Mittlerer ist immer sehr schnell fertig mit dem Pensum, da er in der 1. Klasse als einer der ältesten und geistig fitten einfach schnell durch ist. Da kann man ihn mit den Zusatzaufgaben noch ein wenig unterhalten, wenn er darauf Lust hat. Andererseits muss er eben nicht, das macht dann eben keinen Druck.

Dann einen Haken an die Woche setzen und hoffentlich Pause bis Montag...
Liebe Grüße akira