"Wie geht es Euch?"

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Lola (Profil) schrieb am 27.04.2020 10:04

Wie geht es Euch?

Ich wollte einfach nur mal fragen, wie es Euch geht, wie Ihr das ganze meistert? (Ohne Diskussion um die Sinnhaftigkeit der Maßnahmen, dazu gibt es andere Threads)

Antworten

Anonym schrieb am 27.04.2020 11:37

Mir geht es gut, danke der Nachfrage.
Wir haben ein grosses Grundstück und einen Balkon.
Seelich macht es mir doch sehr viel Angst.
Mal mehr mal weniger.
Ich hoffe emotional, dass es sich in rauch auflöst.
Emotional weis ich doch, ne das wird so nix..


Wie geht es euch?
Lg Natascha

Tine (Profil) schrieb am 27.04.2020 12:51

Danke für die Nachfrage. Wie geht es dir denn? Alle wieder gesund bei euch?
Uns geht es soweit gut. See Große ist für die nächsten zwei Wochen zu seinem Cousin gezogen. Der kleine wird gerade in der Notbetreuung eingewöhnt. Da bin ich gespannt wie es klappt. Seine Kita Eingewöhnung musste aufgrund von Corona nach einer Woche abgebrochen werden. Heute ist er den ersten Tag wieder.
Ja, und wir sind arbeiten. "Ganz normal", soweit man die Notbetreuung und den Klinikwahnsinn als normal bezeichnen kann ;-)

Dörte (Profil) schrieb am 27.04.2020 13:32

Nach wie vor sehr gut, weil das Seil jetzt gerissen ist (siehe Artikel "Die Krönung" von Charles Eisenstein im "Corona"-Thread).
Ich habe aber auch das Glück, abwechselnd im Büro und daheim arbeiten zu können, ohne Streß. Genügend Platz in Haus und Garten, 2 entspannte Teenies und viele Freundinnen, mit denen ich hin und wieder eine Runde spazieren gehe.
Im näheren Verwandten- und Bekanntenkreis keine gefährdeten Personen.

gromit (Profil) schrieb am 27.04.2020 13:40

mir /uns geht es ganz gut...

vor der Schulschließung habe ich mich gefühlt wie das Kanninchen vor der Schlange-richtig gelähmt und sobald das Telefon ging dachte ich immer "jetzt kriegen wir Quarantäne" zumal es einige Quarantäne-Fälle im privaten und schulischen Umfeld gab.

Dann hatten wir uns fast 3 Wochen ganz abgeschottet , nur 1x wöchentlich eingekauft und ich habe meine Eltern besucht. Das tat mir sehr gut! Beide sind alt und krank... Zum ersten Mal seit 5 Jahren bin ich froh das sie nicht im betreuten Wohne/Pflegeheim sind, sondern selber entscheiden dürfen ob sie jemanden sehen möchten.

Jetzt haben wir langsam wenige Kontakte für die Jungs aufgebaut, da kenne wir Eltern uns quasi seit deren Geburt. Ich habe im anderen Treat ja schon geschrieben, ich gehe eher von Jahren aus bis es wieder "normal" wird.

Wir waren als Familie am ersten Öffnungstag in der Stadt einkaufen und alle fanden es hektisch+voll+anstregend mit dem Abstand halten und wir sind schnell wieder zurück...

Anonym schrieb am 27.04.2020 13:54

Mir selbst? Das ist jetzt ein bisschen Jammern auf hohem Niveau :-)

Meinen Mann seh ich dezeit so gut wie gar nicht (bei dem brennt die Hütte an vielen Enden, sonst wär ich schon auf 180) und ich hab die drei Kinder allein, zusätzlich zu 22 Stunden Arbeit in der Woche. Ich brauche für homescooling 12- 14 Stunden in der Woche, zwei Kinder brauchen viel Unterstützung, der Große macht das meiste selbstständig, _wenn_ er dann mal angefangen hat. Er braucht mich am Tag 15 Minuten. Dazu eben Haushalt, Garten, Maskennähen... das ist schon viel Zeit. Ich arbeite im homeoffice, muss aber 2 Mal die Woche zur Besprechung für etwa 2 -3 Stunden rein. Das ist für die Kinder aushaltbar. Nur ist dann keiner da, der die Peitsche schwingt... :-D

Ich schau mir das noch 1/2 Wochen an und dann entscheide ich, ob ich etwas ändere. Die Chefin hat signalisiert, dass es Möglichkeiten für mich gibt. Bei Kurzarbeit fällt ja nicht so viel weg und selbst der unbezahlte Urlaub wäre bei mir jetzt kein Thema. Ich verdien sowieso so wenig... Und der Job wäre "danach" ja hoffentlich noch da.

Wir leben im Vergleich zu anderen grad sicher im Luxus, (ja, wir zahlen auch Miete, um mal mit dem Gerücht aufzuräumen, das ich in letzter Zeit immer höre). Wir unterstützen einmal die Woche ein Lokal (und meine Nerven ;-) ) und holen uns Essen.

Wenn ich mir anschau, wieviel ich gerade arbeite (inkl allem), dann kann ich mir nicht vorstellen, wie das Alleinerziehende alles schaffen, wo der oder die Ex nicht mit einspringt...

Für die Kinder ist es schwierig. Sie wollen Onlineunterricht und die Mitschüle zumindest mal sehen können, mit dem Lehrer reden, Aufgaben mit ihm besprechen. Eigentlich sind die Jungs super sozial, aber mit ihrer Schwester können sie nix anfangen, es gibt nicht nur viel Streit, sie wird auch richtig gedizzt. :( Das geht mir an die Nieren....

Ich würde gerne mehr spazieren gehen. Oder wandern. Die Jungs bekomme ich nur schwer motiviert und ich will dann nicht immer allein mit der Lütten los und komm mir schäbig vor, wenn ich die Jungs nicht an die frische Luft krieg... :/ Wir haben einen großen Garten, aber jeden Tag nur mit dem Bruder Fussball zu spielen, ist vielleicht auch langweilig (Achtung, ich sag ja, das ist Jammern auf hohem Niveau ;-)) ) Und auch zum Sport kann ich mich schwer motivieren. Ich bin einfach nur platt.... (und schon wieder erkältet).

Das Gestreite hat etwas nachgelassen. In der letzten Woche vor den Ferien hats hier mal recht laut geknallt, ich wäre am liebsten ausgezogen und hätt die Kinder dagelassen... Jetzt hat sich jeder daran gewöhnt, dass wir eben aufeinander hocken.

Ich hoffe, im Freundeskreis wird es nicht schlimmer. Eine Freundin hatte eine Lungenentzündung, zum Glück nicht so schlimm, dass sie ins Krankenhaus musste. Mitlerweile kenn ich schon ein paar Infizierte.
Aber so richtig Angst habe ich dezeit nicht, vielleicht weil wir es schon durch haben. Ich hoffe, es kommt keine zweite (schlimmere) Welle.

Aber es sind alle soweit gesund und auch die Krankheit haben wir gut überstanden. Also, eigentlich gehts uns gut :-)

AnoLola

Lola (Profil) schrieb am 27.04.2020 13:55

Mir geht es gut, danke der Nachfrage.
Wir haben ein grosses Grundstück und einen Balkon.
Seelich macht es mir doch sehr viel Angst.
Mal mehr mal weniger.
Ich hoffe emotional, dass es sich in rauch auflöst.
Emotional weis ich doch, ne das wird so nix..


Wovor genau hast Du Angst?

Anonym schrieb am 27.04.2020 13:57

Danke für die Nachfrage. Wie geht es dir denn? Alle wieder gesund bei euch?
Uns geht es soweit gut. See Große ist für die nächsten zwei Wochen zu seinem Cousin gezogen. Der kleine wird gerade in der Notbetreuung eingewöhnt. Da bin ich gespannt wie es klappt. Seine Kita Eingewöhnung musste aufgrund von Corona nach einer Woche abgebrochen werden. Heute ist er den ersten Tag wieder.
Ja, und wir sind arbeiten. "Ganz normal", soweit man die Notbetreuung und den Klinikwahnsinn als normal bezeichnen kann ;-)


Das stell ich mir auch hart vor. Wie lief es dann heute?
Eine Freundin ist Lehrerin mit zwei kleinen Kindern. Jetzt springt sie mit der dreifachen Arbeitszeit für eine Abschlussklasse ein und die Kinder müssen von jetzt auf gleich lange in die Notbetreuung. Das tut mir schon sehr leid.

AnoL

Lola (Profil) schrieb am 27.04.2020 13:59

Nach wie vor sehr gut, weil das Seil jetzt gerissen ist (siehe Artikel "Die Krönung" von Charles Eisenstein im "Corona"-Thread).
Ich habe aber auch das Glück, abwechselnd im Büro und daheim arbeiten zu können, ohne Streß. Genügend Platz in Haus und Garten, 2 entspannte Teenies und viele Freundinnen, mit denen ich hin und wieder eine Runde spazieren gehe.
Im näheren Verwandten- und Bekanntenkreis keine gefährdeten Personen.


Mit Teenies ist es bestimmt relaxter. Ich stell es mir vor, dass es gerade in den Anfängen der Pubertät ätzend wird, wenn die Kinder eigentlich lieber mit Freunden statt mit den Eltern reden wollen...

Lola (Profil) schrieb am 27.04.2020 14:07

mir /uns geht es ganz gut...

vor der Schulschließung habe ich mich gefühlt wie das Kanninchen vor der Schlange-richtig gelähmt und sobald das Telefon ging dachte ich immer "jetzt kriegen wir Quarantäne" zumal es einige Quarantäne-Fälle im privaten und schulischen Umfeld gab.

Dann hatten wir uns fast 3 Wochen ganz abgeschottet , nur 1x wöchentlich eingekauft und ich habe meine Eltern besucht. Das tat mir sehr gut! Beide sind alt und krank... Zum ersten Mal seit 5 Jahren bin ich froh das sie nicht im betreuten Wohne/Pflegeheim sind, sondern selber entscheiden dürfen ob sie jemanden sehen möchten.

Jetzt haben wir langsam wenige Kontakte für die Jungs aufgebaut, da kenne wir Eltern uns quasi seit deren Geburt. Ich habe im anderen Treat ja schon geschrieben, ich gehe eher von Jahren aus bis es wieder "normal" wird.

Wir waren als Familie am ersten Öffnungstag in der Stadt einkaufen und alle fanden es hektisch+voll+anstregend mit dem Abstand halten und wir sind schnell wieder zurück...



Das geht mir auch so. Wir waren in der kleinen Buchhandlung zu zweit. Das war schön. Alles andere ist mir gerade auch zuviel vom Stress her.
Ich habe im März richtig viel Geld fürs Einkaufen ausgegeben, einmal weil ich selber nicht mehr in verschiedene GEschäfte wollte und dann weil ich unseren Einkäufern während der Quarantänezeit nicht vorschreiben wollte, was genau sie kaufen sollen, nur bitte nicht das billigste und dann sollten sie ja auch nicht von Geschäft zu Geschäft hüpfen müssen...

Kontakte für die Kinder haben wir fast nur online. Heute hat mir eine Mama die Hausaufgaben vorbeigebracht und ihre Tochter dabei gehabt. Die zwei haben dann vor der Tür mit Abstand etwas gespielt. Das war das Highlight des Tages. Ich bin so unsicher, was genau man darf und was nicht. Hab ich ja in dem Kinder-Petitionsthread auch schon geschrieben. Diese Unsicherheit ärgert mich ziemlich.

Oma und Opa besuchen wir ja eh nicht. Aber als wir krank wurden, wären wir eigentlich zu Besuch hochgefahren. Bin ich froh, dass wir das nicht gemacht haben. Ich kann verstehen, daß Du froh bist, daß sie für sich wohnen! Geniesst die Zeit dort! :-)

Ich glaube auch, daß nach den Sommerferien noch vieles anders sein wird. Ich hoffe, die Schwimmbäder halten durch! Denen geht es ja sowieso schon schlecht.

gromit (Profil) schrieb am 27.04.2020 14:28

Hallo Lola,

Ihr habt die Infektion ja schon durch, wurde auch ein Antikörper-Test gemacht?

Eine Nachbarin aus dem Gesundheitsamt erzählte, es gäbe hier nachweislich solche Fälle und die Ärzte können es nicht erklären...

Wir wohnen übrigens in dem Bundesland mit der Herrn, der so schnell wie möglich alles lockern möchte und ein Freud des Karnevals ist. Die Kontaktsperre (max 2 Personen) gilt bei uns für den öffentlichen Raum, im Privaten darf man sich auch mit anderen treffen.

Ich finde diese Unterschiede machen das ganze auch so schwer verständlich, einige regen sich ja auch hier im Forum darüber auf, wenn Kinder sich treffen-hier dürfen sie zu zweit unterwegs sein...

Bei meinen Eltern durften bei getrennten Wohnungen Kinder ihre Eltern und Eltern ihre Kinder nicht besuchen-davon wußte ich nix und bin hingefahren. Mein vater meinet nur scherzhaft "wenn Du nach der Autobahn angehalten wirst, sag du möchtest zum baumarkt-nicht zu deine Erltern"
Es wurde genau an dem Tag aufgehoben, da "wäre man wohl übers Ziel hinausgeschossen".

Anonym schrieb am 27.04.2020 17:19

Ich have vor allem um meine Eltern Angst,
Da kam gerade der Wechsel der Osteurop. Pflegekraft.
2x mal die Wich kommt der Physio.
Vater war ne Woche mit Hirnblutung im Krankenhaus, hoffe, dass er nix mitbringt.
Was wird aus meinem Job.
Schule hat ja zu......
Lg Natascha

Anonym schrieb am 28.04.2020 06:46

Danke uns geht es wieder besser. Ich habe ziemlich gekämpft mit kinderbetreuung und neuem arbeitsplatz und mann im homeoffice, der leider wenig Mulittaskingfähigkeiten mitbringt.. und vorletzte woche entschieden, dass es ohne notbetreuung nicht geht. Luxus ich weiß...
Nach einer woche notbetreuung.... sind wir nun wieder in Quarantäne eins unserer kinder hat bekommen und die tagesmutter hustet...... aber irgendwie blicke ich gelassener darauf. Mich hat das eingesperrt sein mit kindern ziemlich belastet, zumal bei uns die Nachbarn viel druck gemacht haben wegen lärms.... ect. Irgendwie passiert jetzt wieder was...
lg
Tiana

Anonym schrieb am 28.04.2020 07:12

Mir ging es anfangs sehr gut, die ersten Wochen waren wie Urlaub. Der Stecker wurde so plötzlich gezogen, dass ich es wirklich genießen konnte. Es war auch unabhängig von Corona offenbar einfach nötig, aus dem Alltag auszutreten.
Seit dem Ende der Osterferien geht es mir schlechter. Ich merke es vor allem körperlich. Ich schlafe unruhig, wache früh mit Herzklopfen auf, schwitze, habe unruhige Beine und Hände. Außerdem habe ich gemerkt, dass ich viel zu oft Alkohol trinke. Also nicht schon morgens, aber es war nach fünf Wochen ein Ritual geworden abends draußen zu sitzen und Wein zu trinken. Da ich sonst kaum trinke und es immer sofort spüre und die Wirkung nun langsam ausblieb, habe ich mich davon verabschiedet. Der viele Alkoholkonsum wird ja oft ironisch betrachtet. Das ist glaub echt sehr gefährlich.
Naja, seit einer Woche wird es für mich immer schlimmer. Es ist zweierlei, das mich belastet: der zunehmende Egoismus und Hedonismus um mich herum sowie die große Angst in meiner Freiheit wirklich eingeschränkt zu werden.
Als die Infektionszahlen abfingen hochzugehen habe ich mir gewünscht endlich in Quarantäne zu dürfen. Jetzt wäre eine Quarantäne für mich der absolute Horror. Ich weiß nicht, wie ich mit der Person umgehen würde, die daran schuld wäre. Das liegt auch am egoistischen Verhalten vieler Menschen um mich herum. Bei uns spielen zum Beispiel die Kinder aus fünf Familien miteinander auf der Straße. Eine Mutter ist als Kontaktperson 1 daheim in Quarantäne, die Kinder zählen aber nicht dazu und dürfen raus. Es sind kleine Kinder, sie können nichts dafür. Meine sind aber auch klein und sehen ihre Freunde zusammen spielen. Anfangs sind sie zwei Mal abgehauen und haben mitgespielt. Jetzt musste ich ihnen bei schwerer Strafandrohung verbieten das Grundstück ohne mich zu verlassen. Alle zwei, drei Tage gibt es schwere emotionale Ausbrüche, was für eine Sch***-Mama ich doch bin. Ich schicke also vier- und fünfjährige Kinder von der Straße weg und sage ihren Eltern, sie sollen doch bitte darauf achten, dass sie auf ihren Grundstücken bleiben, und zwei Tage später sind die Kinder wieder da. Soll ich etwa noch die Polizei rufen?!
Mich macht das so ratlos.

Grüße,
sols.

Tine (Profil) schrieb am 28.04.2020 13:09

Das stell ich mir auch hart vor. Wie lief es dann heute?
Eine Freundin ist Lehrerin mit zwei kleinen Kindern. Jetzt springt sie mit der dreifachen Arbeitszeit für eine Abschlussklasse ein und die Kinder müssen von jetzt auf gleich lange in die Notbetreuung. Das tut mir schon sehr leid.


Ja, wir haben auch extra diese Woche mit der Notbetreuung begonnen, damit A. erstmal nur bis mittags gehen muss. Ab nächster Woche haben wir beide volle Tage, da muss er dann auch im KiGa schlafen. Aber ich bin zuversichtlich, die zwei halben Tage jetzt waren sehr gut. Ich bin seiner Betreuerin auch sehr dankbar, die gleich gesagt hat, dass sie die Gruppe die komplette Woche übernimmt, damit er zumindest in der ersten Woche eine konstante Person hat. Das ist toll.
Ich bin sehr gespannt, wie die nächste Zeit so wird. Denn ich merke, dass wir trotz der wenigen Kinder an unsere Personalgrenze kommen werden. Jedenfalls wenn jede Person nur 6 Kinder betreuen darf. Da wird es nicht lang dauern, und die Überstunden werden in die Höhe schnellen.

Anonym schrieb am 29.04.2020 08:09

Hallo Zusammen,

so, ich bin ab nächster Woche in Kurzarbeit. Gut so. :-) Wobei ich auch nochmal prüfen muss, wie es mit der Notbetreuung aussieht, bisher war mein Mann ja nicht systemrelevant. Wenn ich aber nur die Kleine unterbringe, bringt mir das nichts.

@ gromit:
Bei uns wurde kein Antikörpertest gemacht. Wir haben überlegt, aber bislang liest man ja so viel darüber, dass sie nicht wirklich sichere Ergebnisse liefern, oder? Eine Freundin hat einen Test aus der Apotheke machen lassen, der hat ihr dann glatt gesagt, sie sei nicht immun. Kann ja auch sein, aber auf die Apotheken-Tests ist ja noch weniger Verlass.

Ich weiß nicht, ob ich die Unterschiede gut oder nicht gut finde. Denn in meinem Heimatlandkreis z.B.verstehen viele das Ganze nicht, weil sie da so gut wie keine Fälle haben. Das ist ja mit hier nicht vergleichbar. Andererseits kann es so, wie es ist, auch schnell ungerecht werden.

Lol

Anonym schrieb am 29.04.2020 08:14

Ich have vor allem um meine Eltern Angst,
Da kam gerade der Wechsel der Osteurop. Pflegekraft.
2x mal die Wich kommt der Physio.
Vater war ne Woche mit Hirnblutung im Krankenhaus, hoffe, dass er nix mitbringt.
Was wird aus meinem Job.
Schule hat ja zu......
Lg Natascha


Ohja, das versteh ich.
Gerade wenn die Eltern krank sind, im Krankenhaus liegen /lagen. Ich wünsche Dir, dass sie sich nichts weiter einfangen. Das ist ja so schon alles genug!

Bei uns sind die Jobs erstmal sicher, wir bekommen regelmässig Informationen zum Stand der Dinge. Ich hatte etwas mit meinem unbefristeten Vertrag zu kämpfen, aber jetzt ist alles gut. Wir müssen halt die anderen Standbeine gerade mehr stärken und die Betreuung online organisieren. Für die Schulbegleiter aus den Risikogruppen ist es erstmal doof. Die hocken jetzt zu Hause.

Und wie es mit den Kindern weitergeht... sollen die ein Jahr anhängen? Meine sind noch kleiner, die können das vielleicht einfacher wieder ausgleichen. Aber wenn man so in den letzten Schulklassen ist, hat man dafür nicht mehr viel Zeit. Wenn ich da an mich denke, ich kann mich immer nur schwer hinsetzen und alleine lernen... ich hätte in dieser Zeit entweder gelernt, das doch zu tun oder die A-Karte gezogen. Kommen sie denn zurecht?

Lola

Lola (Profil) schrieb am 29.04.2020 08:17

Danke uns geht es wieder besser. Ich habe ziemlich gekämpft mit kinderbetreuung und neuem arbeitsplatz und mann im homeoffice, der leider wenig Mulittaskingfähigkeiten mitbringt.. und vorletzte woche entschieden, dass es ohne notbetreuung nicht geht. Luxus ich weiß...
Nach einer woche notbetreuung.... sind wir nun wieder in Quarantäne eins unserer kinder hat bekommen und die tagesmutter hustet...... aber irgendwie blicke ich gelassener darauf. Mich hat das eingesperrt sein mit kindern ziemlich belastet, zumal bei uns die Nachbarn viel druck gemacht haben wegen lärms.... ect. Irgendwie passiert jetzt wieder was...
lg
Tiana


Irgendwie habe ich das nicht verstanden. Ihr wart in Notbetreuung, dann hat Dein Kind (oder eines der Betreuung?) sich infiziet? Dich hat die Quarantäne beim letzten Mal sehr belastet, aber jetzt, wo ihr wieder in Quarantäne seid, bist Du gelassener?

Lola

Anonym schrieb am 29.04.2020 08:22


Ja, wir haben auch extra diese Woche mit der Notbetreuung begonnen, damit A. erstmal nur bis mittags gehen muss. Ab nächster Woche haben wir beide volle Tage, da muss er dann auch im KiGa schlafen. Aber ich bin zuversichtlich, die zwei halben Tage jetzt waren sehr gut. Ich bin seiner Betreuerin auch sehr dankbar, die gleich gesagt hat, dass sie die Gruppe die komplette Woche übernimmt, damit er zumindest in der ersten Woche eine konstante Person hat. Das ist toll.
Ich bin sehr gespannt, wie die nächste Zeit so wird. Denn ich merke, dass wir trotz der wenigen Kinder an unsere Personalgrenze kommen werden. Jedenfalls wenn jede Person nur 6 Kinder betreuen darf. Da wird es nicht lang dauern, und die Überstunden werden in die Höhe schnellen.


Oh, das ist doch super und sicher sehr erleichternd, dass es so gut klappt und dass die Erzieherin da so gut mitmacht. Ich hoffe, es bleibt so gut!

Ich bin auch gespannt. Mein Mann hat ja mehrere Kindergärten zu regeln, das wird sich auch bei uns wieder ein bisschen auswirken... :/

Anonym schrieb am 29.04.2020 08:38

Mir ging es anfangs sehr gut, die ersten Wochen waren wie Urlaub. Der Stecker wurde so plötzlich gezogen, dass ich es wirklich genießen konnte. Es war auch unabhängig von Corona offenbar einfach nötig, aus dem Alltag auszutreten.
Seit dem Ende der Osterferien geht es mir schlechter. Ich merke es vor allem körperlich. Ich schlafe unruhig, wache früh mit Herzklopfen auf, schwitze, habe unruhige Beine und Hände. Außerdem habe ich gemerkt, dass ich viel zu oft Alkohol trinke. Also nicht schon morgens, aber es war nach fünf Wochen ein Ritual geworden abends draußen zu sitzen und Wein zu trinken. Da ich sonst kaum trinke und es immer sofort spüre und die Wirkung nun langsam ausblieb, habe ich mich davon verabschiedet. Der viele Alkoholkonsum wird ja oft ironisch betrachtet. Das ist glaub echt sehr gefährlich.
Naja, seit einer Woche wird es für mich immer schlimmer. Es ist zweierlei, das mich belastet: der zunehmende Egoismus und Hedonismus um mich herum sowie die große Angst in meiner Freiheit wirklich eingeschränkt zu werden.
Als die Infektionszahlen abfingen hochzugehen habe ich mir gewünscht endlich in Quarantäne zu dürfen. Jetzt wäre eine Quarantäne für mich der absolute Horror. Ich weiß nicht, wie ich mit der Person umgehen würde, die daran schuld wäre. Das liegt auch am egoistischen Verhalten vieler Menschen um mich herum. Bei uns spielen zum Beispiel die Kinder aus fünf Familien miteinander auf der Straße. Eine Mutter ist als Kontaktperson 1 daheim in Quarantäne, die Kinder zählen aber nicht dazu und dürfen raus. Es sind kleine Kinder, sie können nichts dafür. Meine sind aber auch klein und sehen ihre Freunde zusammen spielen. Anfangs sind sie zwei Mal abgehauen und haben mitgespielt. Jetzt musste ich ihnen bei schwerer Strafandrohung verbieten das Grundstück ohne mich zu verlassen. Alle zwei, drei Tage gibt es schwere emotionale Ausbrüche, was für eine Sch***-Mama ich doch bin. Ich schicke also vier- und fünfjährige Kinder von der Straße weg und sage ihren Eltern, sie sollen doch bitte darauf achten, dass sie auf ihren Grundstücken bleiben, und zwei Tage später sind die Kinder wieder da. Soll ich etwa noch die Polizei rufen?!
Mich macht das so ratlos.

Grüße,
sols.


Ich war zwar die ersten zwei Wochen im März krank, war da aber viel im Garten, habe etwas Sonne getankt (da war es hier zwar total kalt, aber dennoch schien die Sonne). Und draussen war es so ruhig. Da bin ich auch ziemlich runtergefahren. Aber dann ging mir die Quarantäne echt auf den Geist.

Musst Du arbeiten? Ich kann auch nicht gut schlafen (das mit den Beinen kenn ich auch, aber nicht das schwitzen), bin in so einer Tretmühle gefangen, hake das, was zu tun ist ab und komme nachts nicht runter. Morgens habe ich Horror aufzustehen, weil ich weiß, wie der Tag wird. Deshalb habe ich die Reißleine gezogen.

Ich bin ja auf Facebook aktiv und muss sagen, dass es in den Gruppen meines jetzigen Heimatortes super zugeht. Es werden viele ortsrelevante Informationen, Hilfsangebote, Öffnungszeiten usw. geteilt, sich zusammen über manches gefreut und gar nicht viel diskutiert. Aber die Gruppe meiner alten Heimat im Norden habe ich jetzt verlassen. Wenn ich nicht wüsste, dass das nur ein kleiner Teil der Bewohner dort ist, würde ich mich schämen. Nur noch Hetze und Beschimpfungen, dabei war es da mal so friedlich. Von anderer Stelle wurde mir berichtet, dass Unbekannte dort Häuser von Infizierten markiert haben... Das hält mich dann nachts wach. Das ist so krass, da finde ich keine Worte mehr für. Das macht mir angst.

Dass die Kinder draussen zusammen spielen und Deine stehn daneben und wollen auch, das ist ja voll doof. Und wenn man was sagt, wird man schief angesehen. Was bist Du auch so streng ;-). Nee, das schrieb ich auch schon an anderer Stelle: Ich finde es ungerecht, wenn die einen die Zähne zusammen beissen und sich daran halten und die anderen machen einfach. Das ist nicht nur nicht erlaubt, sondern ich finde es respektlos den anderen gegenüber, die sich daran halten. Und die werden dann als Schafe bezeichnet, weil sie alles brav hinnehmen. (Ob sie das wirklich einfach so hinnehmen, weiß ja keiner. Sie halten sich nur einfach an die Vorgaben).

Angst um meine Freiheit habe ich so gar nicht. Das kann ich nicht mal richtig begründen, das steht für mich gar nicht zur Debatte.

Und der liebe Alkohol, ja :-) Ich habe die ersten Wochen auch viel getrunken, während wir abends online gezockt haben. Über discord sieht man ja aber, dass sie alle was trinken und das ist dann irgendwie witzig, wie alle so mit der Situation umgehen. Aber dann kam mein Sohn runter und hat gemerkt, dass ich jeden Abend etwas trinke und war total traurig. Seit dem habe ich ein Bier getrunken. Das ist jetzt zwei Wochen her :-)

Lola

natascha (Profil) schrieb am 29.04.2020 08:40

Danke für den Zuspruch.
Echt schwer....aber wir können da n8cht raus....
Was mir auch Angst macht.
Die Batur erholt sich auf der einen Seite ....doch danach geht es weiter....und auf der anderen Seite werden Tonnen von Desinfektionsmitteln auf Strassen in anderen Ländern versprüht.


Ja wie gesagt, sonst halten wir uns ganz gut.


Lg Natascha

Anonym schrieb am 29.04.2020 13:44

Hier leben sechs Menschen auf sehr viel Raum auf dem Lande miteinander. Großes Haus , großes Grundstück , viel Abstand zu Nachbarn. Uns geht es gut.
Die Kleinen vermissen nur die Großeltern , haben sonst aber sich gegenseitig. Der Große lernt online , braucht aber viel "Aktivierungsenergie " und Hilfe von mir. Er vermisst seinen Sportverein und andere soziale Kontakte sehr. Die Frustration bekommen wir alle zu spüren.
Ich bin zuhause und seit vier Jahren nach schwerer Erkrankung "nur" Hausfrau und Hochrisikoperson. Wir hatten hier viele Erkrankte in unmittelbarer Umgebung. Mein Mann ist in Kurzarbeit. Finanziell war es bei uns schon immer knapp, wir sind immer nur 1x die Woche zum Einkauf gefahren, fürs Shoppen fehlte mir immer schon Zeit und Geld.
Flohmärkte und Kinderbasare etc. fehlen mir .
Wir haben genug zum Essen und Wohnraum und haben uns gegenseitig.
Diese Kostbarkeiten wissen wir zu schätzen.

Seit Corona habe ich definitiv mehr Stress:
1.)Ich muss öfter einkaufen, weil beim ersten Versuch einfach nicht alles zu haben ist. Und dabei handelt es sich nicht nur um Klopapier. Das ist noch das geringste. Die Läden hier bekommen seit Wochen ihre Lieferungen nicht mehr regelmäßig , was dann zu leeren Regalen in allen Bereichen führt bzw. dazu ,dass die Menschen alle immer wieder hamstern, weil man ja nicht weiss ,wann man das eine oder andere Produkt wieder bekommen kann.

2.) Homeschooling plus drei Kleinkinder plus Essenkochen und Haushalt/Garten sind für mich sehr anstrengend , besonders , wenn sich der Schüler noch zu bestimmten Zeiten im Chatroom zum Unterricht treffen muss und ich unseren Tagesplan danach ausrichten muss. Meist muss ich hinterher noch den Unmut auffangen , dass es nicht funktionierte.

3.) Mich stresst es ,dass wir so gar nicht wegkommen. Unser Urlaub war gebucht und ich hatte mich sehr lange darauf gefreut , mal rauszukommen und mal keinen großen Haushalt zu haben und nicht auf unsere ewige Baustelle zu blicken.

4.) Zu wissen ,dass sehr gute Freunde aus dem Ausland nicht zu Besuch kommen können.

5.)Langsam werden alle Dinge rund um Corona für mich so sehr undurchsichtig. Wem soll man Glauben schenken. Alleine schon die Diskussion um den Mundschutz und nun , wie man ihn richtig "reinigt". Die Zahlen , die Interpretation , die Forschungsergebnisse...und und und

Das waren nun ein paar sehr negative Aspekte. Ich sehe aber auch , dass der Himmel sehr blau ist und die Luft sauberer und dass plötzlich doch vieles heruntergefahren werden kann , was angeblich bislang nicht möglich war. Und ja , natürlich hat auch dieses Herunterfahren seinen Preis und erzeugt wieder Nöte.
Auch das erfahren wir in unserem Umfeld und macht mir auch seelisch zu schaffen.

Also , mir geht es durchwachsen , auch wenn wir selber nicht in Existenznöten sind.

kathrin

Anonym schrieb am 29.04.2020 14:46

Ich kann mich Kathrin nur anschließen.

Für mich ist es auch sehr durchwachsen.
Ich weiß langsam nicht mehr was ich richtig oder falsch finden soll.

Nachts schlafe ich sehr schlecht, weil ich mir vermutlich unbewusst auch viele Gedanken mache.
Ich versuche die Kinder zu genießen, es ist ja auch ein Geschenk die viele Zeit zusammen. Aber ich bin auch oft geschlaucht, denn die Kinder betreuen, den Haushalt wuppen, das große Kind für die Schule motivieren und dabei betreuen und gleichzeitig die zwei kleineren Geschwister beschäftigen, dann noch Wäscheberge händeln und kochen und die seelischen Schwierigkeiten der Kinder aushalten... manchmal kann ich einfach nicht mehr und an anderen Tagen gehts super. Und spät abends versuche ich dann noch was für meinen Job zu tun.

Unsere zwei Großen streiten sehr sehr viel - können nicht ohne einander und bringen sich doch gegenseitig immer wieder auf dei Palme. Und vermissen natürlich soziale Kontakte sehr.
Für unseren Großen muss man immer als Animateur herhalten, er konnte sich noch nie selbständig mal länger beschäftigen. Die Geschwister können das gut und harmonieren trotz mehrerer Jahre Altersabstand gut miteinander. Unser Großer bringt dann oft Tränen wenn er dazu stößt (oft ist er auch nicht schuld und trotzdem ertappe ich mich dabei, dass ich mit ihm schimpfe obwohl er es vielleicht gar nicht war :-/ )

Da wir ja im Viergenerationenhaus wohnen, ist es echt schwer sein eigenes zu machen und sich manchem auch zu entziehen.
Meine Schwiemu ist ja auch Allgemeinärztin und verhält sich trotzdem so undurchsichtig. Mal müssen wir absoluten Abstand halten von den Urgroßeltern im Haus und dann wieder sitzt sie mit unseren Kindern zusammen bei den Urgroßeltern am gleichen Tisch und spielt mit allen zusammen ein Brettspiel oder sie lädt ihre anderen Kinder mit den Enkeln ein (selbst als es bei uns Augangssperren gab) und wir werden nicht mal gefragt ob das für uns in Ordnung ist. Dann sind sie eben einfach mit hier im Garten usw.

Wie soll ich da versuchen den Kindern immer wieder begreiflich zu machen, dass das jetzt eben nicht geht mit dem spielen mit anderen Kindern usw.?

Schwierig.

Mein Mann arbeitet im Krankenhaus, sein Job wird sicherlich nicht in Gefahr sein.
Bei meinem ist viels ungewiss zur Zeit obwohl ich einen tollen Chef samt Team habe, der sehr unterstützt. So dass wir Mamas mit Kindern auch viel daheim bleiben dürfen, von Zuhause arbeiten so gut es eben geht und es für ihn in Ordnung so ist. Aber er hat ja auch Vorgesetzte ... mal sehen wie sich das so weiter entwickeln wird.

Traurig macht mich die wenige Solidarität die ich beim einkaufen oft erlebe. Da bekommst du blöde Kommentare, weil du eben mit einer Packung für fünf personen nicht hin kommst, obwohl die Regale oft gut gefüllt sind. oder die Leute wechseln die straßenseite wenn man mit den Kindern entgegen kommt und rümpfen die Nase über einen.
Und die die eigentlich geschützt werden sollen weil Risikogruppe "hüpfen" munter draußen rum und freuen sich (subjektiv von mir unterstellt) des Lebens.


Das ganze belastet ich zur Zeit sehr. Ich kann immer weniger die positven Dinge daran sehen - die es ja durchaus auch gibt.


Liebste Grüße an euch alle, die ihr auch tapfer den Alltag wuppt.
Flaps

Nachtkatze (Profil) schrieb am 29.04.2020 18:55

Schwankend

Ich will eine Umarmung!
Jetzt!
Egal von wem!

Der Tag hat um 4.30 Uhr angefangen, das Downie-Mädchen hat sich übergeben. Kommt vor. Davon ist dann der Rest der Bande wach geworden...seit 16.00 Uhr ist mit den Kleinen nichts mehr anzufangen.
Betreuung ist ja nicht mehr. Frühförderung auch nicht. Einkaufen ist quasi unmöglich, Kinder dürfen nicht mit in Läden, im Auto bleiben geht nicht. Die Großen Kinder bekommen schon Motzanfälle, wenn sie nur „Kannste mal kurz aufpassen? hören. Geht grade auch kaum. Drei Kleine ist einfach ne Nummer. Uff.
Ich möchte mal wieder Erwachse sehen! In echt! Und einfach nur zusammen was trinken. Kaffe. Nix wildes. Aber mir fehlen die Menschen so. Alleine ist echt Kacke!

Jaaaa, und all die tollen Sachen! Mach doch mal YOGA (mit drei Kindern) oder MUSIK! Herrlich! Jaaaa!

Nee, heute siegt der Frust. Ich mag nicht mehr.

Und all das, damit Oma und Opa zu zweit zum Baumarkt können. (Stimmt nicht, weiß ich, ich hab einfach miese Laune!)

Ich mag nicht mehr!

Wenn es wenigste ein End-Datum gäbe!

Inge (Profil) schrieb am 29.04.2020 19:58

Liebe Nachtkatze, ne Umarmung von mir.
Ich gehöre ja zu der "Bleibt-zu-Hause-Fraktion", aber ich weiß dass das für viele ne echte Herausforderung ist :o(

Warum dürfen die Kinder nicht mit ins Geschäft? Dass man versucht das zu vermeiden, ja, aber ein Verbot gibt es zumindest bei uns nicht (und das fände ich auch absolut daneben).

Oder ist das nur heute wegen spuckendem Zwerglein?

LG Inge

schokine2008 (Profil) schrieb am 29.04.2020 21:01

Nun ja, Nachtkatze spricht mir aus dem Herzen.

Mir geht's so: Noch relativ kurz alleinerziehend, dachte ich für 2020 nach all den harten Jahren an "endlich wird alles gut", neue Lebensenergie, neue Abenteuer, nicht mal unbedingt neuer Mann, einfach in Frieden leben , ein gutes Miteinander mit den Jungs usw Jetzt habe ich hier 2 dauerstreitende Hausaufgabenverweigerer, einer davon kommt gerade in die Pubertät. Nach langen Kämpfen um die Hausaufgaben, gehe ich nachmittags ins Büro. Meine Arbeitskollegen sind dann meist schon weg. D.h. ich begegene aktuell keinen Erwachsenen und mit den Kids ist die Beziehung sehr angespannt durch das Hausaufgabenthema. Der große knallt Türen, schreit, droht aus dem Fenster zu springen. Beschimpft mich, dass es kein warmes essen gibt. Am Wochenende sind sie meist beim Vater, ich allein und na ja, ich hatte an Konzerte und Reisen zu weggezogenen Freundinnen gedacht. Jetzt mache ich einsame Waldspaziergänge und sehe nur Tiere. Ich mag das grundsätzlich, aber ich brauche irgendwoher Kraft, um das mit meinen Kindern nicht völlig an den Baum zu fahren. Und positiven Input. Und das ist so isoliert echt schwer. Positiv an der Situation: der Haushalt liegt brach, aber es kann keiner vorbeikommen, der es sieht.

Anonym schrieb am 29.04.2020 21:09

Das habe ich auch schon gehört, dass es Bundesländer gibt, in denen Kinder in den Läden nicht erwünscht sind. Aber dass man da nicht einmal als Alleinerziehende dagegen ankommt? Wie soll das denn gehen, wenn die Kinder nirgends hinkönnen? Einsperren im Keller sollte ja wirklich keine Option sein... Geht vielleicht, wenn Du die Großen einkaufen schickst, wenn sie nicht auf die Kleinen aufpassen wollen? Die sind ja glaube ich schon fast erwachsen, da sollte das mit einem guten Einkaufszettel doch machbar sein, oder? Aber auch das ist natürlich keine Dauerlösung.

Bei uns ist es zum Glück nicht so streng, sonst würde ich auch mit dem Ladenbesitzer streiten. Dass der Papa noch mehr von seiner Arbeitszeit (und als Selbständiger damit auch Einkommen) opfert als nötig, sehe ich nicht ein, also mache ich einen Großteil des Einkaufs mit den beiden Kleinen, während Papa mit der Großen in Ruhe Schulaufgaben macht. Der Mittlere hat vorschriftsmäßig eine Maske, das Kleinkind natürlich nicht. Ich bin aber auch nicht panisch wegen dem Virus, wir haben im Umfeld auch keinen mit Risiko. Wir halten Abstand, waschen uns die Hände, reduzieren Kontakte und gut ist. Andere schützen eben und die Ausbreitung verlangsamen. Mit den restlichen Maßnahmen kann ich auch nichts anfangen, das ist mir zu viel... So dürfen die Kinder von Anfang an zu einem Freund Kontakt halten zum Spielen, mittlerweile sind es zwei. Ganz ohne finde ich für die Kinder zu hart, aber das hatten wir ja schon in der anderen Diskussion.

Ansonsten kann ich mir den meisten hier nur anschließen: An manchen Tagen geht es gut, an anderen gehe ich schon um 10 Uhr morgens auf dem Zahnfleisch. Wenn der Kleine mittags schläft, ist er oft bis 22 oder 23 Uhr wach, wenn nicht, dann packt er es oft nicht bis abends. Der Mittlere mag nicht basteln, braucht aber Beschäftigung, seit kurzem hat er mein Klavier entdeckt, mal hoffen, dass das anhält. Dass das Schulkind separat beim Papa lernen kann, ist ein großer Luxus für uns alle, zumal sie eh Probleme mit der Konzentration hat. Eine Auszeit ist das für mich gerade nicht, die hatte ich die letzten zwei Jahre in Form von Elternzeit, jetzt wollte ich eigentlich wieder anfangen. Mal sehen, was daraus wird. Für den Anfang darf ich mal in Kurzarbeit zu Hause bleiben. Danach muss ich mich eben von Monat zu Monat hangeln. Zum Glück brauchen wir das Geld nicht, die Finanzen sicher, das stimmt mich soweit ruhig. Aber anstrengend ist es eben ungemein.

Mir tun auch die Risikoleute leid. Ein Kind im Bekanntenkreis ist gerade in Reha, zum Glück mit Elternteil. Da sind so viele gerade alleine isoliert, da müssen dringend Lösungen gefunden werden. Der Mensch ist einfach kein Einzelgänger.

Uns allen weiterhin viel Kraft und Geduld!
akira

Lola (Profil) schrieb am 29.04.2020 21:24

21:30 Hurra, ich habe Feierabend! :-)

Anonym schrieb am 29.04.2020 21:28

Liebe Nachtkatze, von mir auch ne ganz dicke Umarmung. Wir haben ja auch drei Kleine und die Schwangerschaft kostet Kraft, aber zumindest meckert der Mann nicht, wenn er Kinder hüten darf/soll/muss ;-) und ist da, wenn ich jemanden zum Auskotzen oder Anlehnen brauche. Momentan stelle ich mir Alleinerziehen noch anstrengender vor, als ohnehin schon, da ziehe ich echt den Hut.

Bei uns gehen auch z.T. Mamas/Papas mit Kindern einkaufen. Es sind deutlich weniger Kinder unterwegs als normal und vor allem Kleine, aber was willste denn machen, wenn zu Hause keiner aufpassen kann?!

Bei mir ist die Stimmung auch sehr schwankend.

Einserseits geht es uns im Vergleich zu anderen echt gut. Wir sind beide zu Hause. Wir haben einen kleinen Garten in fußläufiger Entfernung, wo die Kinder sich beschäftigen können und ich mich ablenken. Wir haben drei Kinder, die im Großen und Ganzen wirklich toll miteinander spielen.

Andererseits bin ich oft mutlos und traurig. Wenn die Große (5) fragt, wann sie ihre Freundinnen wiedersehen darf und ob wohl das Sommerfest im Kindergarten auch ausfällt dieses Jahr und ich keine Ahnung habe, was ich ihr antworten soll außer 'ich weiß es nicht', dann kommen mir die Tränen. Wenn ich an die bevorstehende Geburt denke und nur hoffen kann, dass dann die Situation immer noch so ist, dass der Papa zumindest mit in den Kreißsaal darf (von Besuch von Papa oder Geschwistern auf der Wochenstation ganz zu schweigen)... Wenn ich an die berufliche Situation denke, wo wir einerseits so dringend hoffen, dass der Mann den in Aussicht stehenden Job tatsächlich bekommt und ich mich gleichzeitig fürchte, dann mit den vier Kindern nach der Geburt allein zu Hause zu sein, ohne Großeltern oder sonstige Unterstützung...

Ach mensch, wir hatten uns das alles so ganz anders vorgestellt in diesen Wochen und Monaten. Wir wollten noch einmal (und zum allerersten Mal seit die Große auf der Welt ist) für drei Tage zu zweit verreisen, bevor das Baby kommt. Ich wollte in aller Ruhe in meinem Resturlaub die Wohnung auf Vordermann bringen während die Kinder im Kindergarten sind und bevor ich es körperlich nicht mehr schaffe. Wir wollten im Bekanntenkreis eine Hochzeit feiern und zwei Taufen, beides zeitlich extra so geplant, dass wir noch dabei sein können sofern die Schwangerschaft normal läuft. Wir wollten uns einfach entspannt auf dieses kleine Wunder freuen, dass da so unverhofft und vehement Eintritt in unser Leben verlangt hat...

Und dann doch wieder Dankbarkeit, dass ausgerechnet dieses Kind mehr turnt in meinem Bauch, als die Zwillingsschwestern zusammen, so als wollte es sagen 'hey, ich bin hier, ich bin stark, wir sind zusammen und das ist das Wichtigste'

LG Camilla

Anonym schrieb am 30.04.2020 10:39

Bis gestern ganz ok.
Dann hab ich erst einen Artikel gelesen, dass schwere Erkrankungen wohl in Verbindung mit Covid 19 bei Kindern zunehmen und danach, dass die Schüler bis zu den Sommerferien wieder in die Schule gehen sollen/dürfen. Bei unklaren Konzepten.
Danach hab ich nicht gut geschlafen.

Außerdem sind die ganzen Maskenträger die man sieht irgendwie befremdlich. Ich befürworte das absolut! Aber es macht etwas mit einem, dieses Abstand halten, das Bild der Menschen beim Einkaufen usw. Gestern hab ich bei einer alten Fernsehserie gesehen, wie sich zwei mit Handschlag begrüßt haben und bis zusammen gezuckt. Verrückt, wie schnell mal das internalisiert, nachdem man so viele Jahre ein anderes Verhalten gewohnt war.

Wir haben ein krebskrankes Kind das gerade auch Chemo bekommt in der Verwandschaft, mich nimmt das ziemlich mit, was es nun auch sozial für dieses Kind heißt. Gesundheitlich sah es gerade wieder besser aus. Keine Spielbesuche mehr, Verwandte halten sich aus Rücksicht fern, es ist zum heulen.

Anonym schrieb am 30.04.2020 14:39

Ich werde krank. Soll am Montag zurück in die Schule und jetzt hab ich Gliederschmerzen und Kopfschmerzen. Kann auch nur an meiner mentalen Verfassung liegen oder ich hab mich erkältet. Wobei ich jetzt halt sofort merke, wie das Nachdenken losgeht..Mit wem war ich zusammen? Kann ich den fragen, wie es ihm geht? Kann ich einkaufen gehen?
Es wäre so schlimm für mich am Montag in der Schule anrufen zu müssen und zu sagen: Ich kann nicht kommen, ich hab Schnupfen.

Ich geh jetzt mal spazieren. Passt auf euch auf!

Nachtkatze (Profil) schrieb am 01.05.2020 06:39

Danke für den Zuspruch, ach, das tut schon mal gut.

Grundsätzlich dürfen Kinder mit in die Läden. Mit Mundschutz.
Juhu. Das Downie-Kind röchelt auch so schon arg, durch ne Maske atmen geht einfach nicht. Sie darf also nicht mit rein.
Das Kleinste ist ebenfalls nicht in eine Maske zu bekommen. Geht bei so jungen Kindern einfach nicht.
Die fünfjährige hat Angst vor Menschen mit Masken. (Hier laufen teilweise sehr wilde Konstruktion rum, Schweißer-Masken und ähnliche.)
Die Großen könnten natürlich einkaufen, klar. Aber: Kind 1 darf nur begleitet fahren. Und ich muss natürlich vorher zu Bank, Geld besorgen. Also fahren wir dann tatsächlich alle los. Kind 1 kauft ein, ich bleibe mit Kind 3,4 und 5 im Auto (Kind 2 ist aktuell zu Papa gewechselt, weil er dort in der Firma hilft.)

Ja, es geht schon.

Ich bin seit 4.30 Uhr auf und mache Büro.

Das Virus agiert exakt entlang der sozialen Grenzen. Alle Vermögenden verdienen nun noch besser, die Frauen Baden es aus (wirst Du Vater ändert sich nix, wirst Du Mutter ändert sich alles) und wer vorher schon gekämpft hat, der tut es jetzt noch mehr.
Und langsam sehe ich da auch keine Rechtfertigung mehr. Es ist wie beim Kampf gegen den Terror: kein Ende wird jemals in Sicht kommen.

Anonym schrieb am 01.05.2020 07:09

Hallo Nachtkatze!
Ich habe gedacht, dass Kinder erst ab 6 Jahren eine Maske tragen müssen. Ich denke, es ist sicher am wenigsten anstrengend, wie ihr es grad macht, aber wenn du doch mal mit den kleineren in den Laden musst, dann ist es zumindest nicht vorgeschrieben den Kleineren ne Maske aufzusetzen. Meiner jüngsten versuche ich nicht mal eine aufzusetzen, da das doch sinnlos ist. Und wenn dich Leute schräg angucken...nen dickes Fell brauchst du vermutlich eh grad.
Sei feste gedrückt! Das klingt echt hart und ich hoffe, Du kannst in kleinen glücklichen Momenten Energie tanken!
Liebe Grüße
Nelgoli

Anonym schrieb am 01.05.2020 09:26

Oh je, das ist natürlich wirklich eine heftige Mischung, Nachtkatze. Das mit dem Mindestalter würde ich auch nochmal nachlesen, hier in BW liegt es auch bei 6 Jahren für Masken. Dein Downie ist ja höchstens 2, oder? Da kann sowas ja wirklich noch nicht verlangt werden, zumal doch auch Asthmatiker und anders beeinträchtigte Menschen an sich ausgenommen sind. Da würde ich auch darauf bestehen!

Dass die 5jährige Angst hat, ist auch blöd. Aber die dürfte ja eigentlich alt genug sein, dass sie mit den Geschwistern zu Hause bleiben kann, ohne, dass man allzu sehr auf sie aufpassen muss? Mein Mittlerer fing in dem Alter sogar an, ganz alleine für eine Stunde zu Hause zu bleiben. Film an und Handynummer nebens Telefon für Notfälle... Unser Einkaufsladen ist aber auch nicht weit, da wäre ich schnell wieder zu Hause gewesen.

Aber ja, es ist eine Zumutung für alle Familien, für die Alleinerziehenden sowieso. Gibt es bei euch jetzt wenigstens einen Anspruch auf die erweiterte Notbetreuung? Die Alleinerziehenden brauchen dafür glaube ich nicht ganz so unrealistische Voraussetzungen. Und bei dem Vergleich stimme ich Dir voll und ganz zu. Es wird wohl nie enden und uns Frauen weit zurückwerfen.

Alles Liebe, akira

Henni (Profil) schrieb am 01.05.2020 15:42

Wir haben gerade gute Laune.
In unserer Kleinstadt gibt es seit Neuestem ein Autokino! Wir fahren morgen hin und freuen uns total drauf!

Ansonsten:
sehr viel Arbeit für mich momentan - coronabedingt - und kein Land in Sicht.

Homeschooling läuft bei beiden Kindern sehr unterschiedlich...und da wo es nicht so läuft, kostet uns das gerade viel Kraft.

LG Henni

Anonym schrieb am 01.05.2020 16:31

Ich habe gerade Flieder rein geholt und die ganze Küche duftet... Hmmmm :o)

LG Doro

Lola (Profil) schrieb am 03.05.2020 14:06

Ich habe gerade Flieder rein geholt und die ganze Küche duftet... Hmmmm :o)

LG Doro


Ohja, den Duft liebe ich. Hier blüht er aber noch gar nicht. Aber dafür Unmengen an Tulpen, da wo gar keine gesetzt wurden... *wunder*

Lola (Profil) schrieb am 03.05.2020 14:07

Wir haben gerade gute Laune.
In unserer Kleinstadt gibt es seit Neuestem ein Autokino! Wir fahren morgen hin und freuen uns total drauf!

Ansonsten:
sehr viel Arbeit für mich momentan - coronabedingt - und kein Land in Sicht.

Homeschooling läuft bei beiden Kindern sehr unterschiedlich...und da wo es nicht so läuft, kostet uns das gerade viel Kraft.

LG Henni


Das mit den Autokinos habe ich gesehen. Super. Es soll ja auch Konzerte in den Kinos geben. Das finde ich eine nette Idee.
Wie war es denn?

Lola (Profil) schrieb am 03.05.2020 14:12

Bis gestern ganz ok.
Dann hab ich erst einen Artikel gelesen, dass schwere Erkrankungen wohl in Verbindung mit Covid 19 bei Kindern zunehmen und danach, dass die Schüler bis zu den Sommerferien wieder in die Schule gehen sollen/dürfen. Bei unklaren Konzepten.
Danach hab ich nicht gut geschlafen.

Außerdem sind die ganzen Maskenträger die man sieht irgendwie befremdlich. Ich befürworte das absolut! Aber es macht etwas mit einem, dieses Abstand halten, das Bild der Menschen beim Einkaufen usw. Gestern hab ich bei einer alten Fernsehserie gesehen, wie sich zwei mit Handschlag begrüßt haben und bis zusammen gezuckt. Verrückt, wie schnell mal das internalisiert, nachdem man so viele Jahre ein anderes Verhalten gewohnt war.

Wir haben ein krebskrankes Kind das gerade auch Chemo bekommt in der Verwandschaft, mich nimmt das ziemlich mit, was es nun auch sozial für dieses Kind heißt. Gesundheitlich sah es gerade wieder besser aus. Keine Spielbesuche mehr, Verwandte halten sich aus Rücksicht fern, es ist zum heulen.


Ich geh auch gar nicht mehr gerne einkaufen. Sonst war allein einkaufen ein echtes Highlight, aber jetzt... ich bin beim Metzger zu nah ran, weil ich was nicht richtig gesehen habe. Ich wurde sehr freundlich darauf hingewiesen, kam mir danach aber total schlecht vor. Bescheuert.

Eigentlich reichen einem die Sorgen so ja schon genug. Aber mit kranken Kindern im Gepäck ist es sicher nochmal schwieriger zu ertragen. Ich wünsch Euch, dass wenn alle sich richtig verhalten, es wird schon gutgehen wird!

Anonym schrieb am 03.05.2020 14:18

Nun ja, Nachtkatze spricht mir aus dem Herzen.

Mir geht's so: Noch relativ kurz alleinerziehend, dachte ich für 2020 nach all den harten Jahren an "endlich wird alles gut", neue Lebensenergie, neue Abenteuer, nicht mal unbedingt neuer Mann, einfach in Frieden leben , ein gutes Miteinander mit den Jungs usw Jetzt habe ich hier 2 dauerstreitende Hausaufgabenverweigerer, einer davon kommt gerade in die Pubertät. Nach langen Kämpfen um die Hausaufgaben, gehe ich nachmittags ins Büro. Meine Arbeitskollegen sind dann meist schon weg. D.h. ich begegene aktuell keinen Erwachsenen und mit den Kids ist die Beziehung sehr angespannt durch das Hausaufgabenthema. Der große knallt Türen, schreit, droht aus dem Fenster zu springen. Beschimpft mich, dass es kein warmes essen gibt. Am Wochenende sind sie meist beim Vater, ich allein und na ja, ich hatte an Konzerte und Reisen zu weggezogenen Freundinnen gedacht. Jetzt mache ich einsame Waldspaziergänge und sehe nur Tiere. Ich mag das grundsätzlich, aber ich brauche irgendwoher Kraft, um das mit meinen Kindern nicht völlig an den Baum zu fahren. Und positiven Input. Und das ist so isoliert echt schwer. Positiv an der Situation: der Haushalt liegt brach, aber es kann keiner vorbeikommen, der es sieht.


Ich telefoniere jetzt viel mehr mit Freundinnen. Das habe ich früher kaum gemacht. Ist das vielleicht ein bisschen was, was Kraft bringen könnte?

Vor zwei Tagen war ich mit einer Freundin im Wald walken. Die Mädchen liefen die ganze Zeit brav mit Abstand etwa 30 m vor uns her. Das ging sehr gut und hat uns sehr, sehr gut getan. Geht ja auch mit Spazierengehen.

Mein Großer (12) hängt auch nur in seinem Zimmer, das Türenknallen hat sich etwas gegeben. Wenn ich sie rausschmeisse in den Garten oder zum Spazierengehen zwinge, geht es tatsächlich besser. Meine wollen anscheinend diese konkrete Ansage, um mal den Arsch hochzubekommen. Und dann geht es uns alle besser.

Was ich in dieser Zeit aber ganz stark wieder merke: Der Satz "Investiere Zeit, um Zeit zu bekommen" funktioniert gut. Dieses in den Tag leben und keine Zeit füreinander haben oder vor Stress und Frust nicht finden, bekommt hier keinem. Raff ich mich auf und tu etwas ganz bewußt mit den Kindern, kann sich jeder danach wieder selber beschäftigen.

Ano Lola

Anonym schrieb am 03.05.2020 14:24

Ich kann mich Kathrin nur anschließen.

Für mich ist es auch sehr durchwachsen.
Ich weiß langsam nicht mehr was ich richtig oder falsch finden soll.

Nachts schlafe ich sehr schlecht, weil ich mir vermutlich unbewusst auch viele Gedanken mache.
Ich versuche die Kinder zu genießen, es ist ja auch ein Geschenk die viele Zeit zusammen. Aber ich bin auch oft geschlaucht, denn die Kinder betreuen, den Haushalt wuppen, das große Kind für die Schule motivieren und dabei betreuen und gleichzeitig die zwei kleineren Geschwister beschäftigen, dann noch Wäscheberge händeln und kochen und die seelischen Schwierigkeiten der Kinder aushalten... manchmal kann ich einfach nicht mehr und an anderen Tagen gehts super. Und spät abends versuche ich dann noch was für meinen Job zu tun.

Unsere zwei Großen streiten sehr sehr viel - können nicht ohne einander und bringen sich doch gegenseitig immer wieder auf dei Palme. Und vermissen natürlich soziale Kontakte sehr.
Für unseren Großen muss man immer als Animateur herhalten, er konnte sich noch nie selbständig mal länger beschäftigen. Die Geschwister können das gut und harmonieren trotz mehrerer Jahre Altersabstand gut miteinander. Unser Großer bringt dann oft Tränen wenn er dazu stößt (oft ist er auch nicht schuld und trotzdem ertappe ich mich dabei, dass ich mit ihm schimpfe obwohl er es vielleicht gar nicht war :-/ )

Da wir ja im Viergenerationenhaus wohnen, ist es echt schwer sein eigenes zu machen und sich manchem auch zu entziehen.
Meine Schwiemu ist ja auch Allgemeinärztin und verhält sich trotzdem so undurchsichtig. Mal müssen wir absoluten Abstand halten von den Urgroßeltern im Haus und dann wieder sitzt sie mit unseren Kindern zusammen bei den Urgroßeltern am gleichen Tisch und spielt mit allen zusammen ein Brettspiel oder sie lädt ihre anderen Kinder mit den Enkeln ein (selbst als es bei uns Augangssperren gab) und wir werden nicht mal gefragt ob das für uns in Ordnung ist. Dann sind sie eben einfach mit hier im Garten usw.

Wie soll ich da versuchen den Kindern immer wieder begreiflich zu machen, dass das jetzt eben nicht geht mit dem spielen mit anderen Kindern usw.?

Schwierig.

Mein Mann arbeitet im Krankenhaus, sein Job wird sicherlich nicht in Gefahr sein.
Bei meinem ist viels ungewiss zur Zeit obwohl ich einen tollen Chef samt Team habe, der sehr unterstützt. So dass wir Mamas mit Kindern auch viel daheim bleiben dürfen, von Zuhause arbeiten so gut es eben geht und es für ihn in Ordnung so ist. Aber er hat ja auch Vorgesetzte ... mal sehen wie sich das so weiter entwickeln wird.

Traurig macht mich die wenige Solidarität die ich beim einkaufen oft erlebe. Da bekommst du blöde Kommentare, weil du eben mit einer Packung für fünf personen nicht hin kommst, obwohl die Regale oft gut gefüllt sind. oder die Leute wechseln die straßenseite wenn man mit den Kindern entgegen kommt und rümpfen die Nase über einen.
Und die die eigentlich geschützt werden sollen weil Risikogruppe "hüpfen" munter draußen rum und freuen sich (subjektiv von mir unterstellt) des Lebens.


Das ganze belastet ich zur Zeit sehr. Ich kann immer weniger die positven Dinge daran sehen - die es ja durchaus auch gibt.


Liebste Grüße an euch alle, die ihr auch tapfer den Alltag wuppt.
Flaps


Zum Glück wurde ich noch nicht doof im Supermarkt angeredet. Aber ich habe schon zweimal jemanden getroffen, der mich nach der Krankheit gefragt hat und dann habe ich erzählt. Die, die das mitbekommen, machen erstmal einen Schritt zurück und gucken komisch. Das ist dann ein merkwürdiges Gefühl...

Also mir reichen meine 4 Personen, die noch hier im Haushalt sind. Wenn ich jetzt noch die Schwiegermutter usw mit auf dem Grundstück hätte, ich glaub, das wäre nichts für mich. Da hast Du mein Mitgefühl, vor allem, wenn sie so unklar ist.

Das doofe ist ja auch, dass man in dieser Situation auch nicht wirklich streiten mag. Zumindest geht es mir so, wobei ich meinem Mann im Moment auch klar sage, was mich stört. Aber ich hoffe dann immer, dass jetzt bloß kein STreit ausbricht. Das ist ja schlimmer, als gemeinsam in den Urlaub zu fahren ;-)) Eigentlich ja blöd.

Ano Lola

Lola (Profil) schrieb am 03.05.2020 14:29

Hier leben sechs Menschen auf sehr viel Raum auf dem Lande miteinander. Großes Haus , großes Grundstück , viel Abstand zu Nachbarn. Uns geht es gut.
Die Kleinen vermissen nur die Großeltern , haben sonst aber sich gegenseitig. Der Große lernt online , braucht aber viel "Aktivierungsenergie " und Hilfe von mir. Er vermisst seinen Sportverein und andere soziale Kontakte sehr. Die Frustration bekommen wir alle zu spüren.
Ich bin zuhause und seit vier Jahren nach schwerer Erkrankung "nur" Hausfrau und Hochrisikoperson. Wir hatten hier viele Erkrankte in unmittelbarer Umgebung. Mein Mann ist in Kurzarbeit. Finanziell war es bei uns schon immer knapp, wir sind immer nur 1x die Woche zum Einkauf gefahren, fürs Shoppen fehlte mir immer schon Zeit und Geld.
Flohmärkte und Kinderbasare etc. fehlen mir .
Wir haben genug zum Essen und Wohnraum und haben uns gegenseitig.
Diese Kostbarkeiten wissen wir zu schätzen.

Seit Corona habe ich definitiv mehr Stress:
1.)Ich muss öfter einkaufen, weil beim ersten Versuch einfach nicht alles zu haben ist. Und dabei handelt es sich nicht nur um Klopapier. Das ist noch das geringste. Die Läden hier bekommen seit Wochen ihre Lieferungen nicht mehr regelmäßig , was dann zu leeren Regalen in allen Bereichen führt bzw. dazu ,dass die Menschen alle immer wieder hamstern, weil man ja nicht weiss ,wann man das eine oder andere Produkt wieder bekommen kann.

2.) Homeschooling plus drei Kleinkinder plus Essenkochen und Haushalt/Garten sind für mich sehr anstrengend , besonders , wenn sich der Schüler noch zu bestimmten Zeiten im Chatroom zum Unterricht treffen muss und ich unseren Tagesplan danach ausrichten muss. Meist muss ich hinterher noch den Unmut auffangen , dass es nicht funktionierte.

3.) Mich stresst es ,dass wir so gar nicht wegkommen. Unser Urlaub war gebucht und ich hatte mich sehr lange darauf gefreut , mal rauszukommen und mal keinen großen Haushalt zu haben und nicht auf unsere ewige Baustelle zu blicken.

4.) Zu wissen ,dass sehr gute Freunde aus dem Ausland nicht zu Besuch kommen können.

5.)Langsam werden alle Dinge rund um Corona für mich so sehr undurchsichtig. Wem soll man Glauben schenken. Alleine schon die Diskussion um den Mundschutz und nun , wie man ihn richtig "reinigt". Die Zahlen , die Interpretation , die Forschungsergebnisse...und und und

Das waren nun ein paar sehr negative Aspekte. Ich sehe aber auch , dass der Himmel sehr blau ist und die Luft sauberer und dass plötzlich doch vieles heruntergefahren werden kann , was angeblich bislang nicht möglich war. Und ja , natürlich hat auch dieses Herunterfahren seinen Preis und erzeugt wieder Nöte.
Auch das erfahren wir in unserem Umfeld und macht mir auch seelisch zu schaffen.

Also , mir geht es durchwachsen , auch wenn wir selber nicht in Existenznöten sind.

kathrin


Hallo Kathrin,

wenn Du irgendwas brauchst, dann schreib es gerne. Hier z.B.bekommt man doch noch das Meiste, was man braucht und die Wege sind kurz. Auch die zur Post. :-)

Mich nervt auch diese Unklarheit in vielem. Wir haben vorhin darüber diskutiert, wie weit ich fahren darf, um spazieren zu gehen. Ich will ja nicht immer in dieser langweiligen Stadt herumlaufen. Gut, hier ist noch genug, was nicht so weit weg ist, aber darf ich 15 / 20 km mit dem Auto zum Wandern fahren? Das ist nichts wirklich wichtiges, aber mich nervt das.

Lola

Lola (Profil) schrieb am 03.05.2020 14:33

Ich werde krank. Soll am Montag zurück in die Schule und jetzt hab ich Gliederschmerzen und Kopfschmerzen. Kann auch nur an meiner mentalen Verfassung liegen oder ich hab mich erkältet. Wobei ich jetzt halt sofort merke, wie das Nachdenken losgeht..Mit wem war ich zusammen? Kann ich den fragen, wie es ihm geht? Kann ich einkaufen gehen?
Es wäre so schlimm für mich am Montag in der Schule anrufen zu müssen und zu sagen: Ich kann nicht kommen, ich hab Schnupfen.

Ich geh jetzt mal spazieren. Passt auf euch auf!


Wie geht es Dir denn jetzt?

Lola (Profil) schrieb am 03.05.2020 14:35

Re: Schwankend

Ich will eine Umarmung!
Jetzt!
Egal von wem!

Der Tag hat um 4.30 Uhr angefangen, das Downie-Mädchen hat sich übergeben. Kommt vor. Davon ist dann der Rest der Bande wach geworden...seit 16.00 Uhr ist mit den Kleinen nichts mehr anzufangen.
Betreuung ist ja nicht mehr. Frühförderung auch nicht. Einkaufen ist quasi unmöglich, Kinder dürfen nicht mit in Läden, im Auto bleiben geht nicht. Die Großen Kinder bekommen schon Motzanfälle, wenn sie nur „Kannste mal kurz aufpassen? hören. Geht grade auch kaum. Drei Kleine ist einfach ne Nummer. Uff.
Ich möchte mal wieder Erwachse sehen! In echt! Und einfach nur zusammen was trinken. Kaffe. Nix wildes. Aber mir fehlen die Menschen so. Alleine ist echt Kacke!

Jaaaa, und all die tollen Sachen! Mach doch mal YOGA (mit drei Kindern) oder MUSIK! Herrlich! Jaaaa!

Nee, heute siegt der Frust. Ich mag nicht mehr.

Und all das, damit Oma und Opa zu zweit zum Baumarkt können. (Stimmt nicht, weiß ich, ich hab einfach miese Laune!)

Ich mag nicht mehr!

Wenn es wenigste ein End-Datum gäbe!


Ohman, Nachtkatze, Du und Camilla, Ihr habt echt mein Mitgefühl. Das klingt alles so anstrengend und frustrierend.

Da ja auch Putzfrauen usw. ins Haus kommen dürfen, kann man nicht zumindest eine Haushaltshilfe über das Amt bekommen? Damit einem wenigestens in dem Bereich etwas geholfen werden kann?

Anonym schrieb am 03.05.2020 15:01

Ich habe gerade Flieder rein geholt und die ganze Küche duftet... Hmmmm :o)

LG Doro


Ohja, den Duft liebe ich. Hier blüht er aber noch gar nicht. Aber dafür Unmengen an Tulpen, da wo gar keine gesetzt wurden... *wunder*


Wo ist den "hier"? Ich bin ja im Erzgebirge und ohnehin schon spät dran. Die Magnolie beispielsweise hat sich erst in den letzten Tagen bequemt :o()

LG Doro

Lola (Profil) schrieb am 03.05.2020 15:54

Fichtelgebirge, ein bisschen südlich von Dir und gefühlt das kälteste Gebiet Deutschlands ;-)

Und bei uns im Garten kommt auch noch alles etwas später als in anderen Gärten hier. So zeitversetzt haben wir den Anblick länger, also erst bei den anderen, dann bei uns, hat auch was.

Anonym schrieb am 03.05.2020 19:01

Fichtelgebirge, ein bisschen südlich von Dir und gefühlt das kälteste Gebiet Deutschlands ;-)

Und bei uns im Garten kommt auch noch alles etwas später als in anderen Gärten hier. So zeitversetzt haben wir den Anblick länger, also erst bei den anderen, dann bei uns, hat auch was.


Ah, du bist's ;o)
Wir haben in unserer Stadt auch einen ordentlichen Höhenunterschied und da ich auf dem Berg wohne, geht's mir wie dir.
LG Doro

Anonym schrieb am 03.05.2020 21:04

Ich werde krank. Soll am Montag zurück in die Schule und jetzt hab ich Gliederschmerzen und Kopfschmerzen. Kann auch nur an meiner mentalen Verfassung liegen oder ich hab mich erkältet. Wobei ich jetzt halt sofort merke, wie das Nachdenken losgeht..Mit wem war ich zusammen? Kann ich den fragen, wie es ihm geht? Kann ich einkaufen gehen?
Es wäre so schlimm für mich am Montag in der Schule anrufen zu müssen und zu sagen: Ich kann nicht kommen, ich hab Schnupfen.

Ich geh jetzt mal spazieren. Passt auf euch auf!


Wie geht es Dir denn jetzt?


Ich weiß es noch nicht so genau. Tagsüber gut. Abends hab ich in den letzten Tagen Kreislaufprobleme, morgens wache ich mit Husten auf. Aber dann wird es wieder besser.
Ich glaub es ist psychisch.
Ich ärgere mich so sehr über meine Nachbarn. Habe sie gebeten ihre Kinder nicht mehr vor meinem Haus auf der Straße spielen zu lassen, sondern in ihren Gärten. Die spielen nämlich alle zusammen, zwischen 3 und 10 Kinder. Und meine dürfen halt nicht und ticken immer öfter deswegen aus. Und jetzt muss ich mich vor den Leuten erklären, warum wir uns an die Regeln halten und ich werde als hysterisch dargestellt. Boah, ich bin so sauer. Und das schlägt mir ziemlich aufs Gemüt.

Also gehe ich morgen mal wieder in die Schule und hoffe das beste.

Danke der Nachfrage!

schokine2008 (Profil) schrieb am 03.05.2020 22:46

Leider sind meine beiden Freundinnen weggezogen. Eine davon liegt im Krankenhaus und kann nichtmal telefonieren. So wird das nichts mit gemeinsamen Spaziergängen. Ich geh jetzt schlafen. Jungs brüllen immer noch rum. Und ich mag keinen weiteren Versuch starten, sie ins Bett zu schicken. Sollen sie halt wach bleiben. Ich mag nicht mehr. Hat jemand von euch schonmal so ne Phase gehabt- und ist da wie wieder rausgekommen?

natascha (Profil) schrieb am 04.05.2020 06:38

Morgen,
Das mit deiner Freundin tut mir leid. Ist mega doof.

Mit den Jungs, genauso.
Ich hatte auch schon Fasen, Decke übern Kopf und Welt Welt sein lassen.
Die meisten Dinge erledigen sich, während man damit beschäftigt ist, eine Lösung zu finden, irgendwie von alleine.


Liebe Grüsse
Halt die Ohren steif.
Bleib im Schlafanzug
Und warte ab.
Hier ein Tee, Ingwerkekse und ein Puzzle.
Natascha

schokine2008 (Profil) schrieb am 04.05.2020 11:36

Danke, Ingwerkekse sind toll. Und irische Musik. Das mit dem Schlafanzug geht nicht, ich muss ja auch zur Arbeit (wo ich zum Glück noch funktioniere) und heut noch mit dem Großen zum Kieferorthopäden. Der sicher wieder schimpft wegen der Zahnhygiene. Ich steh dann wieder da, als kümmer ich mich nicht. Wenn die wüssten, was ich da schon gekämpft hab. Hatte schon die letzten Tage Albträume davon.

Anonym schrieb am 04.05.2020 12:08

Ach war das schön, wieder in der Schule zu sein. Mit Erwachsenen reden. Toll.

Aber mit mehr als zwei Jahrgängen ist es an meiner Schule völlig unmöglich Hygiene- und Abstandsregeln einzuhalten. Und die Schüler selbst - fast Erwachsene, weil Abiturienten - stehen und sitzen ohne großartigen Abstand herum. Ich habe ihnen klipp und klar gesagt, was ich von ihnen erwarte. Die verstehen das hoffentlich. Also dass keiner uns Lehrern zu nahe kommt, meine ich.

Kam vom ins Schwitzen beim ständigen Raumwechsel. Dafür stehe ich dann halt im Raum nur vorn am Pult. Ganz anderes unterrichten. In meinen Augen mit Jüngeren nicht möglich.

Ich bin gespannt, was sich die Politiker so ausdenken für die nahe Zukunft.

natascha (Profil) schrieb am 04.05.2020 12:11

Hi,

Nimm die in der Arztpraxis mit ins Boot, sag der Sprechstundenhilfe heimlich, dass so kämpfen musst, sie sollen deinem Kind mal ins gewissen reden


Du schaffst.
Sie können ja abends wach sein, nur bitte leise, du musst arbeiten.


Lg Natascha

ChristineT (Profil) schrieb am 04.05.2020 13:52

Danke, Ingwerkekse sind toll. Und irische Musik. Das mit dem Schlafanzug geht nicht, ich muss ja auch zur Arbeit (wo ich zum Glück noch funktioniere) und heut noch mit dem Großen zum Kieferorthopäden. Der sicher wieder schimpft wegen der Zahnhygiene. Ich steh dann wieder da, als kümmer ich mich nicht. Wenn die wüssten, was ich da schon gekämpft hab. Hatte schon die letzten Tage Albträume davon.

Hallo Schokine,
Du hast mein Mitgefühl - ich stell mir das sehr anstrengend vor.
Wegen der Zahnhygiene würde ich Dir empfehlen, Deinem Sohn mehr Verantwortung zu übertragen. Er ist im Teenageralter, oder? Ich vermute, je mehr Du Dich wegen des Themas stresst, umso weniger interessiert es ihn. Wenn der Kieferorthopäde Dich vorwurfsvoll anspricht, würde ich ihm - in Anwesenheit des Kindes - sagen, dass Dein Sohn aus dem Alter raus ist, wo Du ihn einfach unter den Arm klemmen und ihm die Zähne putzen kannst und dass er seinen Appell deswegen direkt an den Jungen richten soll. Deine Bemühungen hätten nicht gefruchtet. Dann wird´s nämlich für Deinen Sohn peinlich, nicht für Dich.
Gute Nerven für den Termin!

Anonym schrieb am 08.05.2020 14:30

So, ich will den Thread mal wieder hochholen. Wie geht es euch jetzt so mit den umgesetzten und anstehenden "Lockerungen"?

Ich komme mir reichlich veräppelt vor, ehrlich gesagt. Die Spielplätze sind wieder offen, was toll ist, aber zumindest hier in der Stadt ist das Ganze so absurd. Gestern wurde ein Schild aufgehängt, dass Kinder nur in Begleitung kommen dürfen, dafür aber bis maximal 70 (!) Kinder. Sooo riesig ist der Spielplatz nun auch nicht, das sind ja bis zu 140 Personen... Andererseits sollen in den Kindergarten maximal 50% der Kinder gleichzeitig dürfen. Regulär sind da bei uns etwa 80 Kinder verteilt auf vier Gruppen mit komplett separaten Räumen, einem großen, gut aufteilbaren Gemeinschaftsgarten und eines Turnraums. Das wäre sicher eine wesentlich geringere Kontaktzahl als auf dem öffentlichen Spielplatz, noch dazu mit festen und daher nachvollziehbaren Personen. Was soll das also? Wie soll ich solche Maßnahmen Ernst nehmen, geschweige denn meinem Kind erklären?

Und die Hilfe für berufstätige Eltern wird auch nicht wirklich besser. Alle Kinder sollen rollieren, damit nicht nur 50% sondern alle mal in den Genuß von Kindergarten kommen. An sich verständlich, wenn man denn schon beschränken will. Aber dann sollen die einen wöchentlich und die anderen tagesweise abwechseln. Na toll, wie soll man da arbeiten, wenn jeden Tag ein anderes Kind oder auch mal mehrere zu Hause sind. Zumal es für die Kinder ja auch total chaotisch ist, wenn jeder andere Tage hat. Ich bin echt mal gespannt, ob das jetzt auch in der Realität so umgesetzt wird. Die Krippe berät sich Anfang nächste Woche, der Kindergarten hat sich noch nicht gemeldet, Schule hat noch Zeit bis zu den Ferien.

Zerknirschte Grüße, akira

Anonym schrieb am 08.05.2020 16:44

Mir geht es auch nicht gut dabei. In meinem unmittelbaren Umfeld war die Moral ohnehin schon schlecht und jetzt war es der Startschuss für „Die Tür macht auf, das Tor macht weit“ - und scheinbar niemand hält sich mehr an irgendwas.
Gerade war ich mit meinen Kindern auf dem Spielplatz, auf den laut Schild 20 Kinder passen sollen - neben meinen waren noch drei ohne Eltern da und mehr dürfen es wirklich nicht sein.
Meine Moral bröckelt.
Andererseits habe ich ein Ziel (Urlaub in drei Wochen und wir dürfen ja wieder!!) und ich bin selbst in der Schule beschäftigt und viele aus meiner Familie arbeiten in (Grund-)Schulen und Kindergärten. Ich mache mir große Sorgen!! Die Gesundheit dieser Berufsbereiche scheint nun einfach mal völlig egal zu sein - der Politik und auch den Eltern, die um mich herum leben. Eine Kollegin hat mir vorhin gesagt, sie müsse an drei Tagen in der Woche im Moment kommen und sie schläft immer die Nacht vorher nicht. Eine nahe Angehörige von ihr hat es schon vor vielen Wochen in einem Kindergarten böse erwischt, sie hat bis heute massive Luftprobleme und gehörte überhaupt keiner Risikogruppe an. Ich unterrichte im Moment nur die Abiturienten. Die stehen halt vor der Schule und in den Fluren nah beieinander, die finden das alles albern, aber immerhin konnte ich an sie appellieren Rücksicht auf uns Lehrer zu nehmen, denn wenn sie uns nicht schützen, schützt uns keiner. Und meine fast erwachsenen Schüler verstehen das und verhalten sich uns gegenüber korrekt. Aber jüngere Schüler? Grundschüler? Kindergartenkinder? Besonders die, die nie Abstand beigebracht bekommen haben, weil es ihre Eltern nie interessiert hat?! Lächerlich.

Heute im Lehrerzimmer ging es hochemotional zu. Wir erfahren Sachen aus der Presse, die faktisch nicht umsetzbar sind, es heißt „die Lehrer“ (man ist es ja eigentlich gewohnt, aber das ist jetzt noch einmal eine andere Dimension) sind unfähig, unwillig, und mittlerweile denke ich echt immer wieder, dann lasst uns doch alles über den Haufen werfen, wozu dieser Bohai um Masken im Supermarkt und sich Aufregen über Massentests beim Fußball und nur zwei Kinder miteinander - macht alles wie vorher, gleiches Recht (Risiko) für alle.

Wenn mein Urlaub vorbei ist, denke ich nochmal neu drüber nach.

Am Wochenende werde ich mich in den Keller zurückziehen und Liegengebliebenes aufarbeiten und die Welt draußen lassen.

Grüße!

Anonym schrieb am 08.05.2020 19:16

Andererseits habe ich ein Ziel (Urlaub in drei Wochen und wir dürfen ja wieder!!) und ich bin selbst in der Schule beschäftigt und viele aus meiner Familie arbeiten in (Grund-)Schulen und Kindergärten. Ich mache mir große Sorgen!! Die Gesundheit dieser Berufsbereiche scheint nun einfach mal völlig egal zu sein - der Politik und auch den Eltern, die um mich herum leben. Eine Kollegin hat mir vorhin gesagt, sie müsse an drei Tagen in der Woche im Moment kommen und sie schläft immer die Nacht vorher nicht. Eine nahe Angehörige von ihr hat es schon vor vielen Wochen in einem Kindergarten böse erwischt, sie hat bis heute massive Luftprobleme und gehörte überhaupt keiner Risikogruppe an.

Heute im Lehrerzimmer ging es hochemotional zu. Wir erfahren Sachen aus der Presse, die faktisch nicht umsetzbar sind, es heißt „die Lehrer“ (man ist es ja eigentlich gewohnt, aber das ist jetzt noch einmal eine andere Dimension) sind unfähig, unwillig, und mittlerweile denke ich echt immer wieder, dann lasst uns doch alles über den Haufen werfen, wozu dieser Bohai um Masken im Supermarkt und sich Aufregen über Massentests beim Fußball und nur zwei Kinder miteinander - macht alles wie vorher, gleiches Recht (Risiko) für alle.


Das große Problem hierbei ist einfach die miese Kommunikation der Politik. Wir Eltern werden hängen gelassen (Anspruch auf Lohnentschädigung hat beispielsweise auch nur der, der jetzt Anspruch auf die aktuelle erweiterte Notbetreuung hat, das ist für die meisten illusorisch!), die Lehrer und Erzieher erfahren alles immer erst kurz vor knapp. Und da denken wir Eltern eben zwangsläufig, dass die anderen die ganze Zeit nichts gemacht haben. Zudem ist es wie immer, es fallen vor allem die schwarzen Schafe auf in der Herde der Lehrer, nicht all die anderen, die sich passabel durchschlagen...

Ach ja, ich bin mal gespannt, was die nächste Woche bringt.

akira

Henni (Profil) schrieb am 08.05.2020 21:16

Bei mir geht es auch in die Richtung von den Vorschreiberinnen:
mir geht gerade die "Heiterkeit" abhanden. Und alles andere, was man eigentlich gerade bräuchte, Mut und Zuversicht auch.

Wir haben hier einen Spielplatz vor der Haustür, der groß und attraktiv ist. Da kommen Familien aus der ganzen Region hin, um mehrere Stunden dort zu verbringen. Der Kiosk hat zwar zu, aber trotzdem hocken alle dicht beieinander auf der Picknickdecke.
Kinder stehen ganz normal an der Rutsche an, keiner erinnert da nochmal an Abstand - das wär ja z.B. an der Rutsche durchaus möglich.
Mein Sohn wollte hin. Ich hab ihm gesagt, er soll es sich anschauen. Und ihm gesagt, die anderen halten keinen Abstand. Weder Erwachsene noch Kinder. Du mußt selber schauen, dass Du Abstand hälst.
Er war nach 5 Minuten zurück und sagte, dass das nicht geht.

In meiner Einrichtung (Notbetreuung) messen wir jetzt bei allen jeden Morgen Fieber, kontaktlos. Haben schon Kinder nach Hause geschickt, weil wir Fieber festgestellt haben. Immer wieder werden auch Kinder abgemeldet oder Personal fehlt ein paar Tage, weil es einen Verdachtsfall in deren Umgebung gab. Das finde ich super, dass das dann ernst genommen wird, und die Betreffenden zu Hause bleiben.

So müßte es überall sein. All unsere Mühe und Sorgfalt erübrigt sich ja, wenn drumherum alle total lax sind.

Ich verstehe nicht, wieso manche Einrichtungen sich wenig um den Schutz des Personals kümmern.
Wir haben seit dem 16.3. Dinge organisiert, intensiv am Hygienekonzept gearbeitet und sind nun gerüstet.
Bei uns werden Masken gestellt, bei Bedarf gibt es Handschuhe, Gesichtsschilde. Desinfektionsmittel ist da, wenn es benötigt wird.
Die Reinigungskräfte reinigen und desinfizieren 2 mal täglich alle gemeinsam benutzten Flächen und Gegenstände.
Da würde ich auch auf die Barrikaden gehen, wenn das alles nicht geregelt ist! Da wäre die Einbindung des örtlichen Personalrates dringend nötig!
Von den Ländern aus gibt es ja Hygienepläne, die müssen dann aber auch vor Ort umgesetzt werden. Da muss der Personalrat nachhaken!

Henni

Anonym schrieb am 08.05.2020 22:29

Aber weißt du, akira, wir sollen jetzt halt einfach "die Eltern" entlasten und um unsere Gesundheit scheint sich keiner zu von "den Eltern" zu scheren. Ich pauschalisiere jetzt mal ganz bewusst. Denn es reicht ja, wenn sich nur 5% oder so nicht darum scheren - und ich glaube, es sind deutlich mehr -, damit ist ja alles hinfällig. Alles.
Und dieses Verhalten erhöht ja nicht nur die Gefahr für uns als Lehrer, Erzieher und Betreuer, sondern auch für die anderen Kinder und deren Familien. Ich komme mit diesem Egoismus einfach nicht klar.
Wie oft habe ich gedacht, mein Gott, ich gehöre keiner Risikogruppe an und auch sonst niemand in meinem Umfeld. Dann kann mir ja auch alles egal sein. Lass ich meine Kinder springen.
Und dann sehe ich, dass da der Vater mit dem Herzinfarkt ist und die Mutter mit der überstandenen Krebserkrankung und die Großeltern nebenan, die starke Raucher sind und husten, als würden sie gleich sterben. Und ich stelle mir vor, über mich tragen meine Kinder was in diese Haushalte und ich bin schuld an der Erkrankung.
Ich habe gar keine große Angst um mich. Ich habe Angst schuld zu sein. Aber die, die gefährdet sind, kümmern sich in meinem Umfeld einen Sch*** darum. Sie verlassen sich darauf, dass die anderen sich an die Regeln halten.
Und auf der anderen Seite sind da Leute wie meine Mutter, ü60, Erzieherin. Die trifft dann auf diese Kinder, deren Eltern es nicht interessiert und die nach Entlastung rufen.

Ich pauschalisiere wie gesagt. Aber ich verstehe das alles nicht. Überall strenge Vorgaben und bei den Kindern heißt es halt, die können es nun mal nicht, eine absolute Sicherheit gibt es nicht, da müsst ihr halt auch, die Eltern müssen entlastet werden. Aber warum muss denn da der Friseur nicht durch, die Kassiererin, die Arzthelferin?
(Ich meine das nicht ernst, natürlich brauchen diese Leute Schutz wie jeder andere auch. Keiner käme auf die Idee zu sagen, die Maßnahmen können beendet werden. Aber von uns wird erwartet, dass wir uns stillschweigend dem Risiko aussetzen. Ich bin auch Mutter, ich bin auch Tochter!)

Mögen die Sommerferien schnell da sein.

Anonym schrieb am 08.05.2020 22:57

Ich glaube nicht mal, dass es die meisten Eltern nicht kümmert, was aus den Erziehern wird, auch wenn die Einstufung des Viruses generell ein Streitpunkt ist. Aber jeder normale Mensch mag seine Erzieher, sonst würde er ihnen sein Kind nicht anvertrauen. Und ich glaube auch, dass das Risiko deutlich überschaubarer wäre, wenn die Kinder mehr kontrolliert im Kindergarten wären und weniger unkontrolliert auf dem Spielplatz.

Ein großes Problem ist aber der Druck, unter dem wir Eltern stehen. Mein Mann beispielsweise ist selbständig, arbeitet hauptsächlich von zu Hause aus, vor allem in dieser Zeit. Damit haben wir null Anspruch auf irgendwelche Unterstützung, er kann ja auf die Kinder aufpassen, wenn ich arbeite. Ja, an sich schon, aber damit nehmen wir große Einbußen jetzt und für die Zukunft hin. Es wäre also Blödsinn. Zumal drei Kinder mit verschiedenen Ansprüchen (Schulkind, das lernen muss, Vorschulkind, dass auch mal gefordert werden will, und Kleinkind, das auch nicht nur mitläuft) alleine zu betreuen eh niemandem gerecht wird. Ergo bringen wir jetzt, da ich noch in Kurzarbeit zu Hause bin, schon beide Zeit auf, um die Kinder anständig über die Runden zu bringen. Wie soll das bitte laufen, wenn ich wieder arbeite? Zum Glück sind wir in der Lage, dass wir das Geld nicht brauchen, ich kann also alles hinschmeißen, aber das können und wollen nicht alle. Bei uns wurde beispielsweise letztes Jahr groß gebaut in der Stadt, ich weiß, was die alle bezahlt haben... Hilfe von der Politik kommt nicht, also wird in die andere "Richtung" Druck gemacht: die Betreuungseinrichtungen. Zum anderen gibt es ja aber auch Länder, wo Kitas und Schulen offen haben und sich auch nicht alle Erzieher/Lehrer reihenweise anstecken, also scheint es ja zu gehen. Risikoleute werden ja zu Hause gelassen (berechtigterweise) und wer gar nicht damit klar kommt, darf sich gerne freistellen lassen. Wenn dann niemand mehr übrig ist, ist es eben so, dann sieht die Politik, dass es keiner mitmacht und muss handeln oder auch nicht.

Wegen der Risikoleute auf der Straße, die sich nicht wegsperren wollen, habe ich kein schlechtes Gewissen. Ich halte Abstand von ihnen, aber ich packe sie nicht in Watte, wenn sie das nicht wollen. Denn sonst wären sie zu Hause und nicht in der Stadt auf der Einkaufsmeile zur Hochzeit. Wenn sie ganz normal am Leben teilhaben wollen, dann sollen sie das, ohne, dass ich ihnen das verwehren darf. Andererseits dürfen sie auch nicht von mir verlangen, dass meine Kinder im Gegenzug im Haus bleiben. Da hatte ich aber auch bisher nicht den Eindruck.

So, ich hoffe, das klang nicht zu harsch. akira

Anonym schrieb am 09.05.2020 09:01

Guten Morgen,

das klingt gar nicht harsch, akira. Es löst nur den Widerspruch nicht auf.
Eltern stehen unter Druck - die Lehrerinnen und Erzieherinnen hier sind ja auch Eltern -, deshalb soll alles schnell so werden wie vorher.
Dennoch ändert es nichts daran, dass es keinen Schutz für die Berufsgruppe gibt.
Nein, Freistellung gibt es in BW nicht, außer man gehört zur definierten Risikogruppe.
Ich möchte auch lieber in der Schule mit den Schülern arbeiten. Online-Unterricht ist viel anstrengender. Der Vorbereitungsaufwand und die Korrekturzeiten sind viel höher, der Outcame viel geringer. Ich finde Online-Unterricht in der Form total frustrierend. Dass das für Schüler auch so ist, kann ich verstehen.
Aber nur weil jetzt eben der Druck von den Eltern wächst, ist das doch keine Begründung zu sagen, dass man dann eben alles an Hygiene- und Abstandsregeln für die "Branchen" über Bord wirft, die in jeder anderen gelten. So wichtig sind mir dann die anderen Eltern und deren Druck auch wieder nicht, besonders wenn viele Eltern sich in ihrer aktuellen Lebensgestaltung so verhalten, wie sie es tun. Das hier ist jetzt eben nichts, bei dem man sich nur selbst gefährdet, sondern immer auch andere. Und die einzige Möglichkeit ist eben das Risiko gering zu halten durch Abstand, Hygiene und Kontaktbeschränkung. Aber - das ist allerdings mein persönlicher Eindruck - diejenigen, die sich und ihre Kinder am wenigsten an das halten, wollen jetzt als erstes Kindergarten und Schule wieder offen haben.

Also keine Frage, ich möchte wieder in die Schule, gern in kleinen Gruppen, gern mit Abstand, mit all dem Bohai, der jetzt gemacht werden soll, aber ich weiß halt, dass sich viele dann am Nachmittag um nichts davon scheren. Das ist es, was mich so ärgert.

Aber jetzt erstmal Kaffee :)

Gruß, sols

Anonym schrieb am 09.05.2020 11:06

Um die ausartende Diskussion mal zu beenden, bei der wir uns wohl eh nicht einig werden:

Eigentlich ging es mir darum aufzuzeigen, wie unsinnig manche der neuen Regelungen sind. Dass eben die Vorgaben für die Spielplätze beispielsweise lächerlich sind, vor allem im Vergleich zu anderen Beschränkungen, die wohl noch lange gelten werden. Damit verspielt sich die Politik nur weitere Sympathien und vor allem, es irritiert die Menschen und ermuntert sie, die geltenden Regeln soweit sie können komplett zu missachten.

akira

Anonym schrieb am 09.05.2020 13:15

Wir sind da völlig einer Meinung, akira! Ich sehe das genauso. Spielplätze quasi ohne Regeln freizugeben (als Beispiel, Freibäder sollen ja bald folgen) läuft der Idee zuwider, Schulen und Kindergärten mit irgendwelchen Bedingungen behaftet wieder zu öffnen. Deshalb sage ich ja, all diese Pläne sind eine Farce, denn sie werden durch das Verhalten der Leute - und dabei ist für mich völlig egal, ob es erlaubt ist oder nicht - nicht alles, was erlaubt ist, muss ich ja in jeder Situation machen - ad absurdum geführt werden. Diese Pläne kosten die Verantwortlichen und die, die sie umsetzen müssen, enorm viel Zeit und Kraft und eigentlich sind sie unsinnig. Ich würde sagen: Macht alles normal auf, schließt sofort, wenn ein Verdachtsfall auftritt und gebt denen, die sich dieser Situation nicht aussetzen wollen oder können, alternative Aufgaben. Und wenn die Kapazitäten dadurch nicht reichen, muss sich "die Politik" halt was ausdenken.

Schönen Samstag! Sols.

Anonym schrieb am 10.05.2020 09:59

Guten Morgen! Euch allen einen schönen Muttertag! :-)

Scheinbar lässt sich die Frage nach dem Wohlbefinden nicht ganz von der Diskussion um die Sinnhaftigkeit der Vorgaben trennen ;-).

Mir geht es so durchwachsen, weshalb ich auch nicht mehr hier in den Thread geschrieben habe. Meine Arbeitszeit habe ich auf 3h am Tag reduziert und selbst das ging gar nicht. Reine Sachbearbeitung wäre wohl gut gegangen, aber ich schreiben Pressemitteilungen und Anzeigen. Und da reißt es mich vollkommen raus, wenn ein Kind mich fragt, wie die eine Aufgabe zu rechnen ist...

Am Donnerstag habe ich dann nach regulärer Arbeitszeit einfach alles hingeschmissen und bin für drei Stunden mit einer Freundin an einen See, um den wir erst wie die Irren im Laufschritt _spazieren_ gegangen sind, bis ich endlich runtergefahren bin und mich auf einen Steg in die Sonne legen konnte. Das war wie Urlaub. Genau richtig und dringend nötig.

Jetzt nehme ich mir pro Arbeitseinheit immer nur eine Aufgabe vor, für etwa 1-1,5 Stunden, erledige das, kümmer mich um die Kinder und mach dann, wenn ich seh, ich hab wieder Luft, das nächste. Ich schau dabei, dass ich über den Tag und den Abend verteilt nicht über meine STunden komme und das klappt ganz gut. Ich hab nicht mehr den großen Haufen vor mir und arbeite schrittweise einfach alles ab.

Auch bin ich jetzt viel walken, nehm teilweise die Kinder mit, die jetzt *juche* auch bei einem Freund, bzw. einer Freundin waren und etwas entspannter sind. Vor dem Einkaufen grauts mir weiterhin...

Ab dem 18. kommen die Jungs wieder wochenweise in die Schule, ich bin ja gespannt, wie das wird.

Generell gehts mir ganz gut, ich bin ja auch die ganze Zeit relativ gelassen was die SItuation anbelangt. Aber im Moment nagt dieses _unfrei-sein_ an mir... Ich mag meine Routine und nicht zu wissen, was in drei Wochen wieder anders sein könnte, macht mich auch total nervös.

Lola

Anonym schrieb am 10.05.2020 12:58






Ab dem 18. kommen die Jungs wieder wochenweise in die Schule, ich bin ja gespannt, wie das wird.



Bei uns gibt die Schule erst am 16.5. bekannt, wie es umgesetzt werden kann, tageweise, wochenweise etc. Das finde ich schwierig zwecks Arbeit.

Ansonsten bin ich seeeehr gespannt, wie viele Menschen gar keine Lust haben, wieder ins alte Hamsterrad einzusteigen. Ich hoffe das bringt uns dem Bedingungslosen Grundeinkommen näher :o)
LG Doro

Anonym schrieb am 10.05.2020 13:07

Ansonsten habe ich nach wie vor keine Angst vor Ansteckung und mit anderen gehe ich achtsam um. Vor allem acht Wochen ausschlafen zu können hat meinem Immunsystem äußerst gut getan :o)
Meine größte Sorge ist nach wie vor, dass es eine Impfpflicht geben wird, egal durch welches Hintertürchen :o(
Sorge bereitet mir auch der rechte Vormarsch.
Jetzt doch mal lieber Vollano...

Lola (Profil) schrieb am 10.05.2020 18:06

Ist nicht sogar Söder schon bei der impfpflicht zuruckgerudert?

Bei uns blüht jetzt der Flieder, passend zum Wetterwechsel. Brr.. -3 Grad nachts..

Lola (Profil) schrieb am 10.05.2020 18:08

Montag hab ich einen Zoomelternabend. mit der Lehrerin.
Ich bin gespannt, ob meine Jungs dann im Wechsel gehen müssen...

Anonym schrieb am 11.05.2020 14:34

Montag hab ich einen Zoomelternabend. mit der Lehrerin.
Ich bin gespannt, ob meine Jungs dann im Wechsel gehen müssen...


Das hängt zumindest hier in BW von der Klassenstufe ab. Ich drücke Dir die Daumen, dass das herauskommt, was Dir mehr hilft. Auch wenn sicher keins von beidem ideal ist.

Ich bin vorhin von unserer Krippe angeschrieben worden: Ich darf mir Zeiten wünschen. An sich toll, aber es bringt mich mal wieder zurück zum Thema Sinnhaftigkeit. Denn das heißt ja, es dürfen jeden Tag höchstens 5 Kinder da sein, aber an jedem Tag anders gemischt. Zudem besteht das Betreuungsteam auch nur aus 3 Personen plus Aushilfe für Notfälle...

Ach ja, ich sollte mich nicht so darüber aufregen, aber Resignation ist leider auch nicht meines und will ich auch nicht, weil es mich krank macht. Somit ist zumindest bei mir auch das Thema Sinnhaftigkeit sehr eng mit dem Befinden verknüpft (was oben mal eine angemerkt hat). Wenn ich hinter dem Ganzen stehen könnte und es für mich stimmig wäre, ginge es mir wesentlich besser damit.

Mal sehen, wann sich der Kindergarten meldet, der fehlt noch in dem ganzen Wahnsinn...

solskinn (Profil) schrieb am 11.05.2020 15:30

Es war nie eine Impfpflicht im Gespräch! Nie! Einige haben sich aus dem - in meinen Augen zugegebenermaßen dämlichen - Vorschlag von Spahn zum Immunitätsausweis einen Reim gebildet und daraus wurde überall im Netz und mittlerweile auch auf den Straßen die fake news verbreitet! Kein Politiker hat zu irgendeinem Zeitpunkt bisher eine Corona-Impfpflicht gefordert geschweige denn sie in den parlamentarischen Gesetzgebungsprozess eingebracht.
Man kann die Gesetzentwürfe alle auf offiziellen Seiten nachlesen. Leider scheint das kaum einer zu machen.

Unabhängig davon gibt das Infektionsschutzgesetz die gesetzliche Grundlage für eine Impfpflicht. Wir haben das bei der Masernimpfpflicht gesehen. Diese wird allerdings noch immer vor dem BVerG bestand haben müssen und ich zweifle stark an, dass sie das tun wird.

Im Falle eines Corona-Impfstoffes müsste es erst einmal einen getesteten Impfstoff in ausreichender Menge geben sowie ein parlamentarischer Prozess samt anzunehmender Prüfung vorm BVerG standhalten. Das ist nichts, was der Bundestag leise, still und heimlich durch die Hintertür beschließen könnte.

Wir leben hier nämlich trotz allem in einem der freiesten Länder der Welt.

Anonym schrieb am 11.05.2020 16:45

Mir geht es jetzt viel besser! Denn heute haben wir erfahren, dass die Hüft-OP meines Mannes, die er so dringend braucht, doch wohl noch diesen Sommer stattfinden wird. Vielleicht sogar im Juni!!!
Ich hatte schon Angst, dass sie auf Sanktnimmerleinstag verschoben werden würde.
Und er kann langsam echt nicht mehr - jedes Aufstehen und Hinsetzten ist schwer und schmerzhaft, und er braucht sogar schon in der Wohung einen Stock.
Hoffentlich klappt es wirklich, und die Klinik wird nicht nochmals gezwungen alle "Wahl"OPs auszusetzen.

Gruß Ano wg. Mann

Anonym schrieb am 11.05.2020 19:57

Es war nie eine Impfpflicht im Gespräch! Nie! Einige haben sich aus dem - in meinen Augen zugegebenermaßen dämlichen - Vorschlag von Spahn zum Immunitätsausweis einen Reim gebildet und daraus wurde überall im Netz und mittlerweile auch auf den Straßen die fake news verbreitet! Kein Politiker hat zu irgendeinem Zeitpunkt bisher eine Corona-Impfpflicht gefordert geschweige denn sie in den parlamentarischen Gesetzgebungsprozess eingebracht.
Man kann die Gesetzentwürfe alle auf offiziellen Seiten nachlesen. Leider scheint das kaum einer zu machen.

Unabhängig davon gibt das Infektionsschutzgesetz die gesetzliche Grundlage für eine Impfpflicht. Wir haben das bei der Masernimpfpflicht gesehen. Diese wird allerdings noch immer vor dem BVerG bestand haben müssen und ich zweifle stark an, dass sie das tun wird.

Im Falle eines Corona-Impfstoffes müsste es erst einmal einen getesteten Impfstoff in ausreichender Menge geben sowie ein parlamentarischer Prozess samt anzunehmender Prüfung vorm BVerG standhalten. Das ist nichts, was der Bundestag leise, still und heimlich durch die Hintertür beschließen könnte.

Wir leben hier nämlich trotz allem in einem der freiesten Länder der Welt.


Das ist alles schon klar Solskinn und meine Sorge bezieht sich auch nicht auf sogenannte Fakenews. Bin gar nicht beim Fratzenbuch.
Mir ist nur noch in Erinnerung, dass Dänemark schon im März bekannt gab, im Notfall eine Impfpflicht einzuführen.
Und ich hätte auch nicht geglaubt, dass Spahn das mit den Masern durchkriegt. Wo wir bezüglich der Masernimpfpflicht stehen, werden wir im Sommer 2021 sehen.
LG Doro

Anonym schrieb am 11.05.2020 20:44

Das Problem bezüglich der Impfpflicht ist halt, wie beenden wir das Ganze irgendwann? Ich sehe nur drei Möglichkeiten: Durchseuchen, Austrocknen oder irgendwann Impfen. Austrocknen halte ich für unrealistisch, da es einfach zu leicht wieder eingeschleppt wird. Durchseuchen scheint man nicht zu wollen, dann bleibt nur Impfen, falls es denn einmal möglich wird. Und ob dann die notwendige Zahl bereitwillig vorprescht? Ich weiß ja nicht. Meine Kinder und ich sind alle nach Stiko geimpft, aber Versuchskaninchen für einen flüchtig getesteten Impfstoff mag ich auch nicht spielen und meine Kinder schicke ich schon gar nicht vor. Vertrauen in die Politik, dass sie uns ihren Willen nicht aufzwingt habe ich auch nicht mehr sonderlich. Hier im Süden waren Masken zuerst freiwillig, weil wir sind ja freie Menschen, dann wurde es doch Pflicht, weil die Leute nicht der gleichen Meinung waren...

Ach ja, alles so eine Sache. Aber vielleicht führt die fröhliche Öffnung der Spielplätze nun doch zu einer Durchseuchung der Kinder und Familien, nur eben ohne Verantwortung der Politik für ihre Angestellten in Kindergärten und Schulen? Wir werden sehen.

Damit einen ruhigen Abend euch, mögen all eure Kinder so tief schlafen wie meine oder zumindest brav im Bett liegen ;-)
akira

Camilla (Profil) schrieb am 25.05.2020 09:50

Ach manno, jetzt dürfen unsere drei ab heute wieder zweimal pro Woche Vormittags in den Kindergarten. Aber dank neuer Hygieneregeln etc. müssen die Geschwisterkinder zusammen in eine Gruppe.

Nun ist also ausgerechnet unsere sensible Große mit den beiden Schwestern in deren Gruppe, mit deren Erzieherinnen und ohne ihre beste Freundin oder sonst ein Kind, dass ihr auch nur ansatzweise intelektuell das Wasser reichen kann.

Und ich sitze jetzt dank Hormonen heulend zu Hause, statt die drei Stunden kinderfreie Zeit zu genießen.

Ich habe das alles grade soooo satt!!!

Und damit möchte ich gar nicht irgendwelche Maßnahmen be- oder abwerten. Aber grade habe ich nur noch das Gefühl, ich möchte wie ein Kleinkind mit dem Fuß aufstampen und brüllen, ich will das so nicht!

ratlose und traurige Grüße
Camilla

Cora (Profil) schrieb am 25.05.2020 10:22

Ach manno, jetzt dürfen unsere drei ab heute wieder zweimal pro Woche Vormittags in den Kindergarten. Aber dank neuer Hygieneregeln etc. müssen die Geschwisterkinder zusammen in eine Gruppe.

Nun ist also ausgerechnet unsere sensible Große mit den beiden Schwestern in deren Gruppe, mit deren Erzieherinnen und ohne ihre beste Freundin oder sonst ein Kind, dass ihr auch nur ansatzweise intelektuell das Wasser reichen kann.

Und ich sitze jetzt dank Hormonen heulend zu Hause, statt die drei Stunden kinderfreie Zeit zu genießen.

Ich habe das alles grade soooo satt!!!

Und damit möchte ich gar nicht irgendwelche Maßnahmen be- oder abwerten. Aber grade habe ich nur noch das Gefühl, ich möchte wie ein Kleinkind mit dem Fuß aufstampen und brüllen, ich will das so nicht!

ratlose und traurige Grüße
Camilla



Liebe Camilla,

ich habe gerade einen feinen Kräutertee gekocht, komm nimm eine Tasse ;-)

Mich regt es auch gerade auf, dass die Familien so unter die Räder kommen. Ich kann es epidemiologisch vollständig verstehen, dass Kiga und Schulen in einer Pandemiesituation schwierige Felder sind. Aber ich habe den Eindruck, man steckt nicht annähernd die Energie und Ideenkraft hinein, die man in Lufthansa, Bundesliga und Kneipen steckt. Ist es wirklich wichtiger, dass wir essen gehen können als dass die Kinder in Kiga und Schulen können?

Ich mag nicht mit irgendwelchen Ideologen auf die Straße gehen, aber ich finde schon, dass wir Eltern unsere Stimme erheben müssen. Fragt sich nur wie.....

LG
Cora

Anonym schrieb am 25.05.2020 12:04

Ich kann es epidemiologisch vollständig verstehen, dass Kiga und Schulen in einer Pandemiesituation schwierige Felder sind. Aber ich habe den Eindruck, man steckt nicht annähernd die Energie und Ideenkraft hinein, die man in Lufthansa, Bundesliga und Kneipen steckt. Ist es wirklich wichtiger, dass wir essen gehen können als dass die Kinder in Kiga und Schulen können?


Mir geht es genau so. Auch das mit dem Kindergarten. Der Mittlere darf nun auch endlich wieder 2 Tage. Als Vorschulkind, sonst wären es sogar nur ein Tag in der Woche. Dafür ist er nur unter den Vorschulkindern seiner Gruppe, alles Mädels, nur ein anderer Junge, der allerdings nicht auf seiner Wellenlinie liegt und eher mit den Mädels spielt. Seine Freunde sind entweder in einer anderen Gruppe, die ja getrennt spielen sollen, oder jünger und daher an anderen Tagen im Kindergarten. Somit hat sich die Freude auf "wieder Kindergarten" ziemlich komplett erschlagen und ich habe hier zu Hause davor und danach ein unzufriedenes Kind und fühle natürlich mit. Das war ganz ohne Kindergarten fast noch besser, ich will ihn aus den letzten Wochen Kindergartenabschied ja aber auch nicht herausnehmen. Zumal auch noch diverse Projekte anstehen wie die Schultüte.

Ansonsten könnte ich über die Gesamtsituation echt auch schreien. Ich hasse es, dass ich das Gefühl bekomme, dankbar sein zu müssen, dass die Kinder überhaupt zeitweise irgendwo hin dürfen. Das sollte doch selbstverständlich sein, dass sich eine Gesellschaft um ihre Kinder kümmert, oder? Aber irgendwie zeigt mir diese Pandemie vor allem, welchen Stellenwert Kinder und damit Familien momentan hier im Lande haben. Und das ist eben deutlich hinter Fußball, Essen gehen und Urlaub machen. Da spüre ich wenig von der vielgerühmten Solidarität. Echt traurig.

Das einzig Positive, das ich dem Ganzen momentan abringen kann, ist, dass die Kinder sich gegenseitig wohl wieder neu entdeckt haben und (zwangsweise) wieder mehr und besser miteinander spielen.

Weiterhin viel Kraft uns allen und wer eine Idee hat, wie man sich Gehör verschaffen könnte, gerne her damit.
akira

Cora (Profil) schrieb am 25.05.2020 13:23

Ich habe schon überlegt, an Landtagsabgeordnete zu schreiben, weil Vieles ja Ländersache ist, an den Kreistag, weil die Landkreise bzw. die Regierungspräsidien für die Schulen zuständig sind. Aber
a) sind meine Gedanken im Kopf nicht so geordnet, dass ich mal schnell ein paar Forderungen formulieren kann oder einfach Situationsbeschreibungen abgeben kann
b) sind mir die Zuständigkeiten gar nicht so ganz klar.

Der Gesamtelternbeirat wollte hier neulich eine Demo machen, hat sie aber wegen nicht zu erfüllender Auflagen wieder abgesagt.... Da könnte ich dann auch schreien.

Ja, die Krux ist, dass es Lobbyarbeit braucht. Das ist ja nichts Schlechtes an sich, blöd ist halt, wenn man keine Lobby hat.... Und nicht weiß, wo man die herkriegt....

Ist jemand von Euch journalistisch begabt und kann so etwas schreiben? Dann könnten wir es hier teilen. Mit einer Vorlage wäre das soo viel einfacher.

Wisst Ihr, ich denke inzwischen, man muss mit den Kindern das Risiko jetzt einfach eingehen. Klar werden die Infektionen hochgehen. Und natürlich weiß keiner wie sehr. Aber bei den Restaurants gehen wir das Risiko doch auch ein. Oder bei den Gottesdiensten. Und in sechs Wochen sind die Schulen eh wieder zu da Sommerferien.

Wie plant das denn Ramelow in Thüringen? Machen da Kigas und Schulen wieder ganz normal auf oder auch nur mit eingeschränktem Betrieb?
Ehrlich gesagt, ist das doch super, wenn jetzt mal einer ausschert, dann sieht man, ob das funktioniert. Und wenn es nicht funktioniert, ist es nur ein Bundesland, dann gibt es ja noch ein gutes Dutzend andere die helfen können. :-/

Anonym schrieb am 25.05.2020 13:43

Was sagt denn deine Große selbst dazu? Ich bin hier vorletzte Woche auch die Wände hochgegangen als der Plan für die zu unterrichtenden Viertelgruppen für die 2. Klasse meiner Tochter kam: ihre 3 besten Schulfreundinnen alle in einer Gruppe, sie in einer Gruppe mit einem Mädchen das sie mag, einem anderen das sie schon 2x beklaut hat, einem Jungen der ihr quasi egal ist und den beiden Kindern aus der Klasse die am meisten Aufmerksamkeit brauchen... Kommentar meiner Tochter: "das hat Frau B. sicher so eingeteilt weil sie weiß, dass ich mit H. und F. gut umgehen kann" - ich hab fast geheult so stolz war ich da auf sie... Jetzt sind ab morgen die Viertelgruppen zu Halbgruppen zusammengefasst und sie ist wieder mit ihren Damen vereint - natürlich mit Abstand :-D.
Ich will damit sagen, dass Kinder das manchmal gar nicht so dramatisch sehen wie wir... Ich hoffe,cdas nimmt einen guten Weg bei euch und sende verständnisvolle Grüße, schneckmeck

Anonym schrieb am 25.05.2020 14:16

Wisst Ihr, ich denke inzwischen, man muss mit den Kindern das Risiko jetzt einfach eingehen. Klar werden die Infektionen hochgehen. Und natürlich weiß keiner wie sehr. Aber bei den Restaurants gehen wir das Risiko doch auch ein. Oder bei den Gottesdiensten. Und in sechs Wochen sind die Schulen eh wieder zu da Sommerferien.


Mir stellt sich mittlerweile die Frage, wie hoch das Risiko mit den Kindern überhaupt ist. Wo ist denn eigentlich die Studie von Kretschmann geblieben? Da sollten doch eigentlich letzte Woche die Ergebnisse kommen. Was auch immer die untersuchen wollten. Wie Kinder eingebunden sind, wenn sie alleine im Haus sitzen? Da war mir der Drosten doch realistischer, dass das momentan nicht wirklich zu untersuchen sei... Aber zurück zur eigentlichen Aussage: Aus keinem der Länder, wo Kitas und Schulen teilweise oder ganz offen haben, hört man, dass es dort große Ansteckungsherde gibt. Generell scheinen Kinder ja auch bei blinden Testungen kaum positiv getestet zu werden. Wollen wir also die Zukunft unserer Kinder wegwerfen, nur weil wir auf eine 100prozentige Sicherheit warten? Die gibt es nur leider bei nichts im Leben. Und ja, bei Restaurants und Kirchen nimmt man das Risiko in Kauf. Und wie man diese Tage sieht, kann es da auch mal schief laufen...

Abgeordnete anschreiben habe ich mir auch schon mal überlegt, aber ich habe momentan zu wenig Kopf, um einen ordentlichen Brief zu schreiben. Leider bin ich da zu wenig begabt und muss zu viel Zeit und Konzentration dafür aufbringen.

akira

Anonym schrieb am 25.05.2020 14:17




Wisst Ihr, ich denke inzwischen, man muss mit den Kindern das Risiko jetzt einfach eingehen. Klar werden die Infektionen hochgehen. Und natürlich weiß keiner wie sehr.


Es weiß keiner ob die Infektionszahlen hochgehen. Hier in Sachsen hatten die Kitas letzte Woche schon auf und zwar uneingeschränkt.
Bisher sind die Neuinfektionen niedrig.
LG Doro

Lola (Profil) schrieb am 25.05.2020 16:33

Haha, bei den Gottesdiensten... weisst Du, wie die ablaufen? Um das mit der Schule vergleichen zu können, dürftest Du in einem Klassenzimmer fünf kinder sitzen haben. Ist jetzt nur so dahingesagt, hab das nicht nachgemessen, aber ich finde das nicht vergleichbar.. Und mit Restaurants ist der Gottesdienst auch überhaupt nicht zu vergleichen, also zumindest nicht, wie ich beides erlebe. Hier schert sich auch kein Mensch drum, wieviel Platz um die Tische draussen ist. Die schieben sich die Stühle zusammen und sitzen halb auf den Wegen, so dass man als Passant gar nicht vorbeikommt. Hab paar mal beim Vorbeigehen gekünztelt gehustet, dann wird laut gelacht, das ist alles. Also _so_ können sie die Schule auch aufmachen.

Ich frag mich auch, warum sie da so ein Getue drum machen. Ich geh ja immer noch davon aus, dass sie die zweite Welle provozieren, weil anders eine Durchseuchung kaum möglich ist, und die Kinder deshalb dann lieber gleich zu Hause lassen, statt sie mal in die Schule gehen zu lassen und dann müssen sie wieder zu Hause bleiben. Ist vielleicht auch einfach ein Hirngespinst.

Jetzt waren meine beiden Jungs heute das erste Mal wieder in der Schule, hurra, und morgen ist schon wieder wegen Abiprüfung zu.... mich regt das alles gerade nur noch auf.

Ja, und so geht's mir auch grad. Voll genervt und gestresst. Dann Probleme mit einem Kind, Gezicke im Freundeskreis...sind wohl alle gerade urlaubsreif. Ich freu mich auf die Pfingstferien, wir besuchen Verwandte und ich habe ein Jubiläumsangebot in einer Jugendherberge im hohen Norden gebucht. Bloss mal raus hier...

Anonym schrieb am 25.05.2020 17:48

Ich bin auch einfach nur noch gestresst. Mein Akku ist auf -5 und ich hab keine Kraft mehr. Homeschooling raubt mir den letzten Nerv. Hier geht echt nichts mehr, null ... heute 1 Blatt mit ein paar Aufgaben in 3h .. ich hab alle Strategien durch .. wirklich alles. Zwischendurch mal noch schnell arbeiten gehen und was man halt sonst noch so machen muss. Urlaub in der Jugendherberge hört sich toll an.

LG Ano E

Lola (Profil) schrieb am 25.05.2020 17:57

Familienzimmer für zwei Übernachtungen 110 Euro inkl Frühstück.

Wir haben heute auch ewig gebraucht. Die lütte mit fast 8 Jahren fragt mich manchmal bei jedem Furz, bis ich wütend werde... Und mich dann selber furchtbar finde. Ich hab sie für den Rest der Woche bei der Notbetreuung angemeldet. Vielleicht findet sie es da ja sogar toll und ich kann mal etwas arbeiten.

Camilla (Profil) schrieb am 25.05.2020 18:30

Was sagt denn deine Große selbst dazu?

Sie war schon traurig und hat beim Abholen geweint und ihren Frust rausgelassen. Die Freundin ist wohl genauso frustriert. Aber es gibt zumindest einen Lichtblick, denn draußen dürfen sie miteinander spielen und die Erzieherinnen planen wohl mit allen Gruppen so viel wie irgend möglich raus zu gehen in den nächsten Wochen. Gut, dass jetzt erstmal der Sommer kommt.

LG Camilla

Anonym schrieb am 25.05.2020 18:45

Aber es gibt zumindest einen Lichtblick, denn draußen dürfen sie miteinander spielen und die Erzieherinnen planen wohl mit allen Gruppen so viel wie irgend möglich raus zu gehen in den nächsten Wochen.

Hä? Aber ist das nicht völlig unlogisch, drinnen getrennt und draußen zusammen? Für mich war der einzig plausible Grund der strikten Gruppentrennung, dass, wenn es eine Infektion in der Gruppe gibt, dann auch nur die Gruppe zu Hause bleibt, weil zu den anderen eben kein Kontakt bestand.

@Lola - ich glaube der Vergleich mit Gottesdiensten kam, weil es ja gerade dort so viele Neuinfektionen gab, trotz Hygieneregeln. Also in 1 oder zwei Kirchen glaube ich.
LG Doro

Anonym schrieb am 25.05.2020 19:30

Lola, ich kann verstehen dass ihr frustriert sein, ihr seit ja quasi "mit dem Thema" durch, zumndest ein Teil der Familie.

Mir geht es genau anders herum. Die Schulöffnung macht mich total sauer.Es gibt nach wie vor keine Medikamente, die Lage hat sich entspannt, aber keineswegs geändert. Eine volkeswirtschaftliche Entscheidung ist getroffen worden, keine wissenschaftlich begründbare. Und auf dem Rücken von Lehrern und Schülern wird der Unmut der Menschen ausgetragen, die, auch verständlicherweise, die Nase voll haben.

Aber ich weiß, wir sind ein einer guten Situation. Es gibt Geschwister zum spielen, wir haben Haus und Garten. Aber ich hab jetzt nach Absprache mit den Kindern ein Attest vom Arzt geholt, damit sie nicht zum Unterricht müssen.
Die Aerosolübertragung macht mir Riesensorgen und wir haben gefährdete Menschen in der Familie.

Jede Wette, spätestens in den Sommerferien haben wir die 2., viel größere Welle. Es ist so schade, eigentlich hat Deutschland es so gut gemeistern, jetzt führt der Frust dazu das viele alle Bedenken über Bord werfen.

Wie gesagt, ich kann es nachvollziehen, teile die Meinung nur überhaupt nicht.

Ano wegen Attest

Lola (Profil) schrieb am 25.05.2020 19:50

Aber selbst wenn wir durch sind, versteh ich doch die Ängste und sehe den Sinn in vielem. Aber ich verstehe nicht, warum manches geht, bei dem sich meiner unprofessionellen Meinung nach viele anstecken können und manches eben nicht. Ich verstehe die Bewertung oftmals nicht. Und das regt mich auf.

Ausserdem bin ich grad genervt. :-D

Lola (Profil) schrieb am 25.05.2020 19:52

Also ich glaube, ich hab mich wirklich missverständlich ausgedrückt. Ich habe auch Verwandtschaft und Freunde, bei denen ich nicht möchte, dass sie sich anstecken. Das war sarkastisch gemeint, dass sie die Schule auch öffnen können, wenn sie jetzt alles andere aufmachen. Das macht für mich keinen Unterschied. Und warum sie gerade bei der Schule so lange überlegen, verstehe ich da eben nicht. Vielleicht weil dann sie selber verantwortlich sind und nicht sagen können, Freibad oder der Grieche an der Ecke ist schuld...

Lola (Profil) schrieb am 25.05.2020 20:23



@Lola - ich glaube der Vergleich mit Gottesdiensten kam, weil es ja gerade dort so viele Neuinfektionen gab, trotz Hygieneregeln. Also in 1 oder zwei Kirchen glaube ich.
LG Doro


Aber das lag doch daran, dass sie die Schutzvorschriften nicht eingehalten haben, nicht an Gottesdiensten an sich... ? Oder haben die Landeskirchen hier unterschiedliche Vorgaben von den Bundesländern?

Ich geh jetzt in die Badewanne. Habe meiner Tochter eine Hose genäht und die ist natürlich viiiiel zu groß geworden. Sie hat grad Gr. 134 und ich hab mich eher an 140 orientiert, als an 128... also nächstes Jahr. :-)

Euch einen schönen Abend!

Anonym schrieb am 25.05.2020 20:50

Das mit den Gottesdiensten und Restaurants habe ich gebracht, weil es da eben die neuen Fälle gab, nicht als Vergleich zur Schule per se. Ob die sich an die Hygieneregeln gehalten haben oder nicht, weiß ich nicht. Aber meines Erachtens zeigt das, dass auch Erwachsene sich nicht (alle) an die Regeln halten können, wie Kinder, oder, dass die Regeln per se auch nicht alles abdecken. Ergo, 100 Prozent gibt es nicht und wird es wohl auch nicht geben.

Und das sind ja zwei Punkte, mit denen man bei den Kindern immer argumentiert: Man weiß zu wenig und die Kinder können sich ja nicht daran halten. Also verstehe ich auch nicht, warum man bei einem so wichtigen Punkt der Gesellschaft und des Alltags so lange zögert und bei anderen Luxusdingen so locker verfährt. Das frustriert mich auch gewaltig. Zumal ich fürchte, dass das im nächsten Schuljahr nicht besser wird. Wie sollen die neuen Schüler da in einen Schul- und Lernalltag finden?

Da muss einfach etwas Besseres möglich sein. Andererseits finde ich aber auch wichtig, dass die Menschen die Risikobewertung selbst übernehmen dürfen. Wer sein Kind nicht in die Schule schicken möchte, soll das tun dürfen. Es gibt genügend Risikolehrer, die das Lernen zu Hause weiter betreuen könnten. Genau so möchte ich aber auch nicht gezwungen werden, auf eine Impfung warten zu müssen, die ich dann (im Eilverfahren getestet) mir und meiner Familie verabreichen lassen soll. Oder noch länger, auf ein Medikament. Es muss doch möglich sein, so zentrale gesellschaftliche Dinge wie Schule und Kindergärten am Laufen zu halten, trotz Virus.

Und ja, auch ich kenne Risikoleute. Die sich aber entweder selbst am wenigsten an die Empfehlungen halten, oder darunter leiden, dass sie so lange so stark isoliert wurden. Wirklich glücklich sind die mit der derzeitigen Lösung also auch nicht...

akira

Lola (Profil) schrieb am 25.05.2020 22:40

Ich hatte mich auf coras Beitrag mit den Gottesdiensten bezogen. Ist aber letztendlich auch egal. Bin da halt befangen. ;-)

Tine (Profil) schrieb am 26.05.2020 07:48

Hallo ihr,
mir geht es soweit ganz gut.
Hier in Sachsen ist ja seit letzter Woche der "eingeschränkte Regelbetrieb" angelaufen in Kitas und Grundschulen. Das verlangt mir gerade beruflich viel ab. Aber die eigenen Kinder gehen gern in Kindergarten und Schule, das hilft enorm ;-)
Bei uns auf Arbeit sind alle Pädagogen mit den Stunden nach oben gegangen, damit wir selbst unsere verkürzten Öffnungszeiten anpassen können. Aber ich glaube nicht daran, dass das System lange gut geht. Nicht wegen der Infektionsgefahr, sondern weil wir das System so nur aufrecht erhalten können, wenn kaum einer fehlt. Sobald 2 im Urlaub sind, sind wir an der Grenze angekommen. Wenn dann einer krank ist, wars das.
Darüber mache ich mir sehr Gedanken...

Anonym schrieb am 26.05.2020 11:21

Hallo Zusammen,
ich hab mich bisher aus den ganzen Coronadiskussionen raus gehalten, werde ich auch weiterhin tun.

Ich wollte nur mal anmerken, wie sehr sich das Forum und die Einstellung geändert hat...

Als ich mich vor knapp 8 Jahren hier angemeldet hatte, gab es riesengroße Diskussionen und etliche Beiträge von Leuten, die überlegt haben, in ein benachbartes EU-Land zu ziehen, weil sie ihre Kinder nicht in die Schule schicken sondern lieber zu Hause unterrichten wollten.

Und jetzt? Jetzt haben wir Homeschooling und es ist auch nicht das, was man (Frau) sich so vorgestellt hat. Gut, bestimmt sind diese "alten Hasen" schon lange nicht mehr aktiv bzw. deren Kinder sowieso aus dem Alter raus. Die hätten aber sicher sonst was dafür gegeben, der Schulpflicht zu "entgehen".

Ich bin grundsätzlich für die "normale" Beschulung von Kindern. Ich mag auch die ganzen Sonderformen (Waldorf und Co) nicht wirklich. Ich muss aber auch saen, dass ich eine "ganz normale" Lehrerin bin ;-). Aktuell ist meine Große (3. Klasse) aber mindestens bis zu den Sommerferien zu Hause statt in der Schule, und ich finde das gut so. Sie macht mehr Aufgaben als verlangt und ist schneller fertig, als wenn sie ihre Zeit in der Schule absitzen würde. Und dabei ist sie mit Sicherheit nicht übernormal begabt.

Also ich freue mich über die Corona-Maßnahmen gerade sehr, und hoffe fast schon auf eine zweite Schulschließungswelle Anfang des nächsten Schuljahres. Ich hoffe, ich werde dafür nicht gesteinigt. Ich weiß, dass das eine sehr, sehr subjektive Sichtweise ist. ;-)

Liebe Grüße,
heute (ausnahmsweise) mal Ano

Lola (Profil) schrieb am 26.05.2020 12:12

Mal davon abgesehen, dass ich als alter hase (nach 12 Jahren) nie danach geschrien habe, kann ich mir vorstellen, dass es einen Unterschied macht, ob man mitten im Berufsleben stehend sein Kind unvorbereitet schulen muss oder ob man das plant und sein Leben auch danach ausrichtet. Ich glaube nicht, dass sich das Forum da so sehr geändert hat.

Lola (Profil) schrieb am 26.05.2020 12:17

Aber steinigen wird Dich doch sicher keiner dafür :-) Sooo sehr wird sich (hoffentlich) das Forum nicht geändert haben :-))

Nachtkatze (Profil) schrieb am 26.05.2020 12:32

Also, ich finde das frech. Doch.
Es ist ganz etwas anderes ob mal aus freien Stücken eine Entscheidung trifft (Partner verdient gut, ich hab Zeit, ich bin schlau, wir unterrichten Zuhause) oder eben muss. Und dann alleine damit dasteht, kein Deutsch spricht und weder Geld für Bücher noch Nerven für die Kinder hat.
Das ist mir, für das Statement einer Lehrerin, deutlich zu pauschal.
Wirklich.
Für MICH ist keine Schule in Sicht. Ja. Ich wollte ein Kind, trotz Behinderung. Jetzt stehe ich da. Und kann überlegen was ich möchte. Ansteckung riskieren, heißt hier ganz sicher Beatmung. Oder Insolvenz. Arbeiten geht ohne Betreuung nicht.
Ist super grade, ohne Schulpflicht.
Und ist sicher auch nett im Staatsdienst. Aber für einige von uns ist es richtig Kacke. Und dann zu sagen:“Ihr wolltet es doch so...“ Nee. Ist mir zu naiv.

Nachtkatze (Profil) schrieb am 26.05.2020 12:33

P.S.: Und dann auch noch Anno!

Cora (Profil) schrieb am 26.05.2020 12:47

Also was wir gerade haben, ist ja nicht Homeschooling, sondern Onlineunterricht. Das ist etwas ganz anderes. Ich setze die Wünsche der LehrerInnen um.
Homeschooling heißt ja auch eigenes Konzept, eigene Gestaltung und wie Nachtkatze sagt, freiwillig.
Dann bin _ich_ die Lehrerin. So bin nichts anderes als eine Gehilfin mit wenig Mitspracherecht. Meine pädagogischen Vorstellungen zählen wenig, da ja noch eine Horde anderer Kinder mitunterrichtet wird.

Das betrifft jetzt nicht die Ano, aber mich stört das schon lange, dass immer von _Homeschooling_ gesprochen wird. Nein, es ist Digitalunterricht ohne die digitalen Voraussetzungen, es ist nichts anderes als eine Krücke.
(Auch wenn es bei uns gut läuft, aber ich kenne sehr viele, die echt auf dem Zahnfleisch gehen.)

Anonym schrieb am 26.05.2020 12:59

Ob man ano schreibt oder nicht ist ja wohl jedem selbst überlassen.

Meine Stimmung gibt dieser Artikel und das Zitat daraus am besten wieder:

"Wir können deshalb einen Moment lang innehalten. Das Erreichte feiern. Und uns gegenseitig auf die Schultern klopfen: Das haben wir gut gemacht.
Die Stimmung im Land ist jedoch eine völlig andere. Seit sich der Erfolg eingestellt hat, beginnt sich die anfängliche Einigkeit rasant in Luft aufzulösen. Die deutsche Diskussionskultur hat schon etwas Einzigartiges."

Wir orientieren uns nicht an unserem erfolgreichen Weg der vergangenen Wochen. Wir stellen ihn jeden Tag wieder infrage.

"Wir sind ein Volk von Nachdenkern und Skeptikern. Die Corona-Debatten wirken manches Mal, als seien sie der Epoche der Romantik entsprungen. Statt rationaler, wissenschaftlich fundierter Debatten geben wir uns der Sehnsucht nach persönlichem Empfinden und individueller Freiheit hin."

Ano, einfach weil ich es kann :-) (nicht die Lehrerin)

https://www.t-online.de/nachrichten/id_87936006/corona-krise-deutschland-gelingt-etwas-einzigartiges.html

Anonym schrieb am 26.05.2020 13:17

Also was wir gerade haben, ist ja nicht Homeschooling, sondern Onlineunterricht. Das ist etwas ganz anderes. Ich setze die Wünsche der LehrerInnen um.
Homeschooling heißt ja auch eigenes Konzept, eigene Gestaltung und wie Nachtkatze sagt, freiwillig.
Dann bin _ich_ die Lehrerin. So bin nichts anderes als eine Gehilfin mit wenig Mitspracherecht. Meine pädagogischen Vorstellungen zählen wenig, da ja noch eine Horde anderer Kinder mitunterrichtet wird.

Das betrifft jetzt nicht die Ano, aber mich stört das schon lange, dass immer von _Homeschooling_ gesprochen wird. Nein, es ist Digitalunterricht ohne die digitalen Voraussetzungen, es ist nichts anderes als eine Krücke.
(Auch wenn es bei uns gut läuft, aber ich kenne sehr viele, die echt auf dem Zahnfleisch gehen.)


Nun, das sehe ich nur bedingt so. Ich setze nicht die Wünsche des Lehrers um, sondern ich erfülle den Lehrplan, sodass mein Kind am Ende der Klassenstufe den Lernstoff erreicht hat. Da ich das zu Hause mache, kontrolliert mich keiner, wie viel (oder wenig) und auf welche Art und Weise ich meinem Kind den Stoff vermittele. Klar, das geht nur, weil ich von der Grundschule spreche, und hier das bearbeitete (zumindest bei uns) nicht kontrolliert wird.

Und das mag jetzt auch wieder ein Einzelfall sein, aber _persönlich_ kenne ich niemanden, bei dem es schlecht läuft. Ok, die Mütter, die ich kenne, arbeiten Teilzeit und bekommen das (mit mehr oder weniger aufgeriebenen Nerven) mit Homeoffice und Lernen gut hin. Und auch hier: Ich will das gar nicht pauschalisieren. Auch glaube ich Dir, liebe Nachtkatze, dass du in einer ziemlich schwierigen Situation bist. Keine Frage. Ich kann aber eben nur von mir und meinem direkten Umfeld (was ich also aktiv mitbekomme) berichten. Und wenn ich gefragt werde, wie es mir geht in der Situation, muss ich auch ehrlich antworten dürfen. Wie oben geschrieben, ich weiß, dass ich in einer komfortablen Situation bin.

Und @Lola: Ich habe ja auch gar nicht gesagt, dass ALLE Forumsdamen damals auf dem Homeschoolingtrip waren... ich empfand die Anzahl aber als relativ groß. Vielleicht auch nur, weil sie damals so ausführlich darüber diskutiert haben und mir das Thema persönlich sehr befremdlich vorkam! :-)

Anonym schrieb am 26.05.2020 13:51

"Wir können deshalb einen Moment lang innehalten. Das Erreichte feiern. Und uns gegenseitig auf die Schultern klopfen: Das haben wir gut gemacht.
Die Stimmung im Land ist jedoch eine völlig andere. Seit sich der Erfolg eingestellt hat, beginnt sich die anfängliche Einigkeit rasant in Luft aufzulösen. Die deutsche Diskussionskultur hat schon etwas Einzigartiges."

Wir orientieren uns nicht an unserem erfolgreichen Weg der vergangenen Wochen. Wir stellen ihn jeden Tag wieder infrage.


Das Problem ist ja, das wir uns nicht einig darüber sind, was wir erreichen wollen. Wo ist denn das Ziel? Ursprünglich hieß es, die Kurve abzuflachen, damit die Kapazitäten über die Zeit ausreichen. Soweit konnten wohl fast alle Menschen noch zustimmen. Irgendwann hat es sich schleichend gewandelt zu "wir wollen so wenig Infektionen wie möglich bis ein Impfstoff da ist" und dieses Ziel und die starken Einschränkungen dafür wollen eben nicht alle mittragen. Ich denke, da liegt ein großer Teil der aktuellen Unzufriedenheit. Zumal eben einige Leute bei der ganzen Warterei sehr schlecht wegkommen. Egal ob wirtschaftlich oder sozial gesehen. Und für diese Leute fehlt nach wie vor ein auf Dauer funktionierendes Konzept. Die ersten Erfolge waren eben auch erkauft mit radikalen Mitteln, die viele nicht lange durchhalten können. Daher muss man den bisherigen Weg auch immer wieder in Frage stellen.

Und bei uns ist es derzeit auch kein Homescooling. Das Grundschulkind hat klare Aufgaben und Kontrollabgaben. Ab und an immerhin auch mal digitalen Unterricht, aber wenig. Mit Selbstgestaltung ist da jedenfalls wenig. Zumal wie schon erwähnt der Aspekt "Freiwilligkeit" definitiv fehlt.

akira

Anonym schrieb am 26.05.2020 13:58

Ich bin auch schon relativ lange dabei (11Jahre) und kann mich daran kaum erinnern, obwohl wir tatsächlich ähnlich ticken. Ich würde jetzt nicht auswandern, aber das Schulsystem finde ich absolut überholungsbedurftig. Da wir sehr ländlich wohnen, gibt es leider nicht viel Auswahl. Denn es gibt ja teilweise schon tolle freie Schulen (reformpädagogische) mittlerweile.

Und für mich ist das auch kein Homeschooling, denn "es muss ja im Lehrplan weitergehen" entgegen, ich unterrichte, was meine Kinder gerade aktuell interessiert.

Und meine Kinder machen nichts freiwillig für die Schule, da sie einfach andere Interessen gerade hätten, wie kochen, ein Haus im Wald bauen etc. Deswegen finde ich absolut nervig, was und da aufgeladen wird. Wir machen es auch nur so, wie es für uns machbar ist und lassen uns nicht stressen.

Lola (Profil) schrieb am 26.05.2020 13:59

Ich finde nicht, dass sich Erfolg eingestellt hat. So lange noch so viel ungewiss ist, werden wir diskutieren und streiten, glaub ich. Einigkeit gibt es nicht, klar, jeder geht auf dem Zahnfleisch. Anfangs war ein "zusammen schaffen wir das" ja eine Art moderne Parole. Aber was das eigentlich bedeutet, hat dann jeder erst nach und nach gespürt und jetzt ist die Luft raus.

@ AnoLehrerin
Mir ist das schon klar. Ich glaube aber auch, dass man manchmal zu sentimental wird, was die "gute alte" Zeit angeht. Ich hab mir das mal mit den Flugreisen gedacht, als es hier vor einiger Zeit diskutiert wurde, wohin es denn im Urlaub geht. Da dachte, ich früher, da war das gar kein Thema, da gab es kaum Flieger im Forum. Aber nee, das stimmte gar nicht. Die gab es damals genauso. Weil es eben verschieden Gründe für das SToffwickeln gibt und selbst die, die es aus Umweltgründen tun, hatten Gründe für das Fliegen (will ich gar nicht diskutieren, ist nur ein Beispiel). Ich weiß noch gut, wie darüber diskutiert wurde, dass man nicht für alles eine Alternative sucht, nur weil man zufällig mit Stoff wickelt.

Und zum Thema Homescooling: Ich nehme jetzt trotzdem mich mal als Beispiel, anderen geht es ja sicher ähnlich:

Meine Tochter geht in die Grundschule. Und ihre Schulsachen werden tatsächlich kontrolliert. Wir holen montags die Unterlagen ab und bringen sie freitags hin. Was wir nicht schaffen, ist ok, sollten wir aber nachholen. Denn die Lehrerin arbeitet mit den Kindern nach Pfingsten, wenns dann Unterricht stattfindet, nicht den ganzen Stoff nach. Wers nicht kann, kann vielleicht einfach nicht in die dritte Klasse. Das ist hier, überspitzt ausgedrückt, die Ansage. Vermutlich wird sie dennoch versuchen, alle auf einen Stand zu bringen. Aber sie wird es sicher nicht schaffen, dass alle die Voraussetzungen für die dritte Klasse erfüllen. Für mich ist das, was in der Grundschule bei uns passiert, tatsächlich homescooling. Die Notbetreuung hat btw. übrigens so spontan nicht geklappt und ich habe den Antrag zurückgezogen.

Die Jungs sind am Gymnasium. Der eine bekommt Erinnerungen, wenn er seine Hausaufgaben nicht per Mail an den Lehrer schickt. Der andere macht alles allein, hat den Lehrer nicht einmal gesehen und meint deshalb, alles machen zu müssen. Gestern im Unterricht haben sie dann einfach da weiter gemacht. In das nächste Schuljahr kann man sich auch auf Probe versetzen lassen. Wer bis Weihnachten den gesetzten Notenschnitt nicht schafft, geht dann eine Klasse zurück.

Wie soll ich jetzt drei Kinder in unterschiedlichen Klassen neben dem Beruf beschulen? Ich hatte nie Latein und soll jetzt mittendrin damit anfangen? Vokabeln kann ich ja noch aus dem Stehgreif abfragen. Aber mehr? Wer das neben dem Job kann, Hut ab!

Wie sollen das Flüchtlingseltern machen? Wie bildungsferne Eltern? Wie Eltern, die so schon an ihren Grenzen sind. Vermutlich hast Du nur einzelne aus dem Forum gemeint, so viele waren es damals aber glaube ich nicht, und vielleicht kam Dein Beitrag einfach zu pauschal rüber. Sonst fühl ich mich ja eigentlich immer recht schnell auf den Schlips getreten ;), diesmal habe ich es gar nicht so gelesen.

Also freu Dich, wenn es bei Dir so gut klappt. Ist nur leider nicht bei jedem so.

Lola (Profil) schrieb am 26.05.2020 14:02

"Ich denke, da liegt ein großer Teil der aktuellen Unzufriedenheit. Zumal eben einige Leute bei der ganzen Warterei sehr schlecht wegkommen."

Und das glaube ich auch nur bedingt. Denn die, die gerade schimpfen, sind meiner Meinung nach die, die immer etwas auszusetzen haben. Die, denen es schlecht geht, ertragen es irgendwie. Die sollten mal laut werden. Aber tun sie das wirklich?

Anonym schrieb am 26.05.2020 14:11

Hallo

ich bin hier mit eher lern-unwilligen Kindern... die Aufgabe sammle ich seit Wochen in einem Ordner ( ich schätze für die Ablage P) - angeschaut wurde in der Klasse nur-per Foto- ein gebastelter Kalender.
Bei Kind 1 läuft es einigermaßen-sie macht die Aufgaben auch für einen Sammelordner-ihre Klassenlehrerin hat - außer einem Buch-Referat,dass wir über pdf an sie geschickt haben- nichts angeschaut - Geschichte wurde in ein Heft gemacht-die Lehrerin wird es wenn es hier Präsenz-Unterricht angeschaut -alle Achtung, was die Lehrerin bis dahin vor Schulende anschauen wird. Dafür hat das eine Kind 11 Seiten abgeschrieben (es hat den ganzen Tag gedauert und ich hatte beim Abschreiben beim Kind zu sein)........... ich schließe mich Nachkatze und Cora an !

Anonym schrieb am 26.05.2020 14:21

"Ich denke, da liegt ein großer Teil der aktuellen Unzufriedenheit. Zumal eben einige Leute bei der ganzen Warterei sehr schlecht wegkommen."

Und das glaube ich auch nur bedingt. Denn die, die gerade schimpfen, sind meiner Meinung nach die, die immer etwas auszusetzen haben. Die, denen es schlecht geht, ertragen es irgendwie. Die sollten mal laut werden. Aber tun sie das wirklich?


Die, die wirklich schlecht dran sind, sind nie diejenigen, die am lautesten schreien. Denn ja, die versuchen, das Ganze irgendwie gebacken zu kriegen, egal wie. Die, die laut meckern sind abgesehen von den "Spinnern" meist die, die noch Kraft zum Schimpfen haben. Das sehe ich genauso. Ansonsten nein, ich habe nicht immer etwas auszusetzen ;-)

akira

Anonym schrieb am 26.05.2020 14:36

Hi,

Die Schule hat bei jns zum Teil begonnen.
12. Klasse...ein7ge Lehrer kotzen rum, da die Kids den Stoff nicht so gut verstanden haben, wie es sich die Kehrer wünschen ...und mosern nur noch an den Kinder rum.
Gute Laune ein Fremdwort.....

@ Naschkatze ,...ich betreue ein Kind mit Triso.21....sls I kraft, darf und soll ich das Kind per telefon mitbeschulen.
Jetzt darf ich auch dorthin nach hause. Das Material muss ja nochmal extra angpasst werden, demn von der Stange geht nix.
Die Eltern sind sehr gefordert.
Due Mutter geht nicht arbeiten.
Doch es gibt noch mehr Kinder im Haus.



Noch ein Gedanke zu, Forum verändert.....ich verstehe die Aussage nicht, die Frauen sind nicht mehr hier, abrr die Einstellung hat sich geändert......kopf kratz....
Ich wäre nie auf die Idee gekommen, zu hause zu unterrichten, und das was wir gerade kurz vor Abi versuchen zu stämmen...ne das habe ich so nicht gewollt.

Liebe Grüsse
Halbano
Na.....a

Henni (Profil) schrieb am 26.05.2020 18:44



Und das mag jetzt auch wieder ein Einzelfall sein, aber _persönlich_ kenne ich niemanden, bei dem es schlecht läuft. Ok, die Mütter, die ich kenne, arbeiten Teilzeit und bekommen das (mit mehr oder weniger aufgeriebenen Nerven) mit Homeoffice und Lernen gut hin.



Das entspricht ja dann wohl dem Durchschnitt und der Tendenz, die sich gerade statistisch zeigt: Frau arbeitet TZ und kümmert sich dadurch momentan automatisch um das homeschooling.
Bei Dir hört es sich völlig selbstverständlich an, dass das in vielen Familine so läuft. Das finde ich erschreckend!

Ich selbst arbeite ca. 3/4tel, aber in Leitungsfunktion und musste absolut präsent sein in den letzten Wochen.
Mein Mann war im homeoffice.
Der hat sich komplett um das homeschooling gekümmert.
Warum sollen das wie selbstverständlich die Mütter machen???

In meinem Umfeld ist das in vielen Familien übrigens so ähnlich wie bei uns, oder es wird sich homeoffice und Kinderbetreuung aufgeteilt.

Ganz am Anfang von Corona gab es hier übrigens Einige, die aufatmeten und sagten, die Kinder seien so entspannt, alles sei gut ohne Schule. Ein Stückchen ist es bei uns schon auch immer noch so. Weniger Termine drumherum, weniger Fahrten, freiere Zeiteinteilung finden wir gut.

LG Henni

Anonym schrieb am 26.05.2020 19:36


Das Problem ist ja, das wir uns nicht einig darüber sind, was wir erreichen wollen. Wo ist denn das Ziel? Ursprünglich hieß es, die Kurve abzuflachen, damit die Kapazitäten über die Zeit ausreichen. Soweit konnten wohl fast alle Menschen noch zustimmen. Irgendwann hat es sich schleichend gewandelt zu "wir wollen so wenig Infektionen wie möglich bis ein Impfstoff da ist" und dieses Ziel und die starken Einschränkungen dafür wollen eben nicht alle mittragen.

akira




Öhm, nein, das Ziel war die Kurve zu verflachen weil es keine Medikamente und keine Ippfstoffe gibt und es dadurch zu viele ernste Verläufe des Krankheitsbildes gibt! Da hat sich nichts schleichend geändert, das war und ist Stand der Dinge!
Aber wie heißt es so schön? There is no glory in prevention.

Natürlich kann man die Erfolge sehen! Todesrate in Deutschland ist extrem niedrig, die Ansteckungen gehen zurück. Aber wenn jetzt alle mit mit der Kinderbetreung zuhause überfordert sind wird sich das schnell wieder ändern. Ich wage mal zu unken, in 3 Wochen sehen die Zahlen ganz anders aus! Von Ansteckung zum Ausbruch vergehen ja 7-14 Tage, wenn jetzt Kindergärten und Schulen aufmachen und so viele Leute wie hier im Umfeld sagen, mir reichts, ich mach jetzt mein Ding, dann war der ganze Aufriss der letzten Wochen und Monate umsonst. Und DAS macht mich richtig wütend.

Und das Wort Impfung will ich gar nicht mehr lesen, ich habe überhaupt keine AHnung wieso sich das in vielen Köpfen so festgebrannt hat, es wird keine Impfpflicht geben! Und das darauf gesetzt wird das ein zuerst eine Medikament gefunden und DANN erst eine Impfung entwickelt wird, einfach aufgrund der zeitlichen Vorgaben die es bei dem Einsatz von Inpfstoffen gibt, ist auch von Anfang an klar gewesen. Es geistern so viel Halbwissen herum, so viel Ärger und so wenig Verständnis.
Und im Ausland wird nach Deutschland geschielt, weil wir hier so wenig von der Pandemie betroffen sind.
Ich krieg das einfach nicht zusammen.

Anonym schrieb am 26.05.2020 20:15


Das entspricht ja dann wohl dem Durchschnitt und der Tendenz, die sich gerade statistisch zeigt: Frau arbeitet TZ und kümmert sich dadurch momentan automatisch um das homeschooling.
Bei Dir hört es sich völlig selbstverständlich an, dass das in vielen Familine so läuft. Das finde ich erschreckend!

Ich selbst arbeite ca. 3/4tel, aber in Leitungsfunktion und musste absolut präsent sein in den letzten Wochen.
Mein Mann war im homeoffice.
Der hat sich komplett um das homeschooling gekümmert.
Warum sollen das wie selbstverständlich die Mütter machen??


Nun, das habe ich nicht gesagt.
Ich arbeite Teilzeit, auch _noch_ 3/4, werde aber noch etwas reduzieren, und zwar, weil _ich_ es so möchte. Mein Mann und ich verdienen etwa gleich viel, wenn wir beide Vollzeit arbeiten.

Ich sehe es aber als Privileg an, weniger arbeiten zu können (ganz verzichten möchte ich nicht, dafür mag ich meinen Beruf zu sehr). Immerhin hab ich die Kinder aktiv ausgetragen, hab aktiv die Geburt überstanden, hab gestillt usw. Also sehe ich es fast schon als mein _Recht_ an, weniger arbeiten zu dürfen und mich mehr um die Kinder kümmern zu können. Haushalt wird geteilt, und natürlich kümmert sich mein Mann nach seiner Arbeit ebenfalls um die Kinder. Glücklicherweise sieht mein Mann das auch so. Ich genieße die Zeit, solange die Kinder klein sind und mich (mehr oder weniger) brauchen.
Das hat nix mit dem Rückfall in alte Rollenmuster zu tun. Die Mütter in meinem Bekanntenkreis sehen das ähnlich und das geht durch sämtliche gesellschaftliche Schichten, von ungelernt bis Akademiker (bevor das evt unterstellt wird...)

Was vllt eine Rolle spielt, ist, dass wir nicht in einer Großstadt wohnen. Städte sind ausreichend in der Umgebung, aber wir wohnen etwas ländlicher. Aber auch das (wo man wohnt) kann man sich ja (mehr oder weniger) aussuchen...

Lola (Profil) schrieb am 26.05.2020 20:20

Die Kurve haben wir flach gehalten, vorerst. Ich sehe das erst als ein Erfolg, wenn wir es hinter uns haben. Wenn die Zahlen jetzt wieder steigen, war es für mich persönlich kein Erfolg. Das ist meine Sichtweise. Kann man ja anders sehen.

Anonym schrieb am 26.05.2020 20:30

Genau das meine ich auch! Aber viele sehen es nicht als Erfolg, sondern als Bestätigung dass das Ganze ja gar nicht so schlimm war und ist. Das finde ich so dramatisch und das meinte ich mit no glory in prevention.
Denn wenn das von vielen so gesehen wird, werden die Zahlen steigen und das Ganze war für die Katz.

Die Kurve haben wir flach gehalten, vorerst. Ich sehe das erst als ein Erfolg, wenn wir es hinter uns haben. Wenn die Zahlen jetzt wieder steigen, war es für mich persönlich kein Erfolg. Das ist meine Sichtweise. Kann man ja anders sehen.



Ano 19.36 Uhr

Anonym schrieb am 26.05.2020 22:00

So, nun haben wir es wohl schwarz auf weiß: Kinder sind nicht das Problem dieser Pandemie. Mal sehen, was das Ende Juni wirklich für uns in BW und hoffentlich auch im ganzen Land heißen wird. Für die, die es noch nicht mitbekommen haben: Die Zwischenergebnisse der Kinderstudie in BW sind seit heute draußen.

Damit gute Nacht. akira

Anonym schrieb am 26.05.2020 22:47

So, nun haben wir es wohl schwarz auf weiß: Kinder sind nicht das Problem dieser Pandemie. Mal sehen, was das Ende Juni wirklich für uns in BW und hoffentlich auch im ganzen Land heißen wird. Für die, die es noch nicht mitbekommen haben: Die Zwischenergebnisse der Kinderstudie in BW sind seit heute draußen.

Damit gute Nacht. akira



"Trotzdem - belastbare Zahlen aus der Studie gebe es noch nicht - dafür bräuchten die Wissenschaftler noch Zeit. Immerhin liegt der Studienbeginn gerade mal vier Wochen zurück. Baden-Württemberg sieht aber den klaren Trend und erklärt deshalb den Regelbetrieb in den Kitas zum Ziel."


Sagen wir mal, es gibt Graustufen :-)

https://www.swr.de/wissen/kitas-in-bw-sollen-oeffnen-kinder-keine-corona-virenschleudern-100.html

Anonym schrieb am 26.05.2020 23:00

Große Graustufen ;-), interessant ab ca. 11. Minute
Finde ich sehr logisch, dass Kinder die nicht raus gehen, auch nicht ansteckend sind;-)

https://mediandr-a.akamaihd.net/download/podcasts/podcast4684/AU-20200526-1409-2100.mp3

Anonym schrieb am 26.05.2020 23:23

Also mir und uns geht es nicht so gut.
Mein Mann und ich arbeiten beide Vollzeit und müssen jetzt also je 8 Stunden Arbeitszeit in einen Tag stecken und das nie gleichzeitig, weil wir ein Kind haben das sich nicht gerne alleine beschäftigt, seine Freunde vermisst und jetzt noch mehr Aufmerksamkeit braucht. Wir kriegen also wenig Schlaf und arbeiten auch an den Wochenenden und Feiertagen. Alle Haushalts- und Papierkramsachen usw. werden erledigt während man sich um das Kind "kümmert". Kind versucht jeden Tag die Schulaufgaben zu verweigern und nörgelt, motzt und jammert generell rum. Eltern sind am Ende der Geduld.

Und dabei sind wir eigentlich in einer guten Position: beide haben eine Stelle, die nicht durch Corona-Maßnahmen gefährdet ist und sich weitgehend im Homeoffice machen lässt, und wir sind gesund, nur ein Garten würde uns noch zu unserem Bleibt-Zuhause-Glück fehlen.

Tine (Profil) schrieb am 27.05.2020 05:53

Natürlich kann man die Erfolge sehen! Todesrate in Deutschland ist extrem niedrig, die Ansteckungen gehen zurück. Aber wenn jetzt alle mit mit der Kinderbetreung zuhause überfordert sind wird sich das schnell wieder ändern.

Hm... Also in Sachsen sind die Kitas nun seit 1 1/2 Wochen offen, genauso wie die Grundschulen. Und auch vor den 1 1/2 Wochen waren hier in den Dresdner Kitas recht viele Kinder schon in der Notbetreuung. Die Zahlen gehen dennoch zurück. Das passt für mich nicht zusammen.

Lola (Profil) schrieb am 27.05.2020 07:42

Guten Morgen!
Ich fass mich mal an die eigene Nase und bitte darum, hier nicht so auszuschweifen :-) Hier soll es um Euch gehen. Klar, manches regt einen auf, aber wenns weiterführt, kann man das ja sicher in einem anderen Thread besprechen.

solskinn (Profil) schrieb am 27.05.2020 07:51

Guten Morgen,

meine Gemütslage ist sehr schwankend. Einerseits ist alles viel entspannter, seitdem ich meine Kinder wieder raus lasse. Dass sie dabei überhaupt keinen Abstand einhalten, ist ja klar. Ich selbst merke immer wieder, wie schnell ich selbst den Abstand vergesse. Gestern auf dem Spielplatz, setze ich mich auf eine Bank, hinter der sich eine andere Familie die Decke ausgebreitet hat und an der sie quasi anlehnt. Ist mir nach ein paar Minuten aufgefallen, hab mir dann eine andere Bank gesucht und kurz danach war der Platz wieder besetzt.

Dann war ich gestern bei einer Familie aus Afghanistan, die ich nun seit 11 Wochen nicht gesehen habe. Die haben sich so gefreut, endlich wieder Besuch zu bekommen, das Deutsch der Kinder sei auch schon rückläufig, Kindergarten erst jetzt wieder für ein paar Stunden offen, die Sprachschule natürlich auch zu. Das sind halt auch echt verlorene Monate für die. Das gibt mir schon zu denken.

Auf dem Rückweg hab ich mich dann bei einer bekannten verquatscht, die Intensivschwester ist. Das ist dann eben wieder eine andere Hausnummer. Das ist so eine richtige Lebefrau, die gern feiert und macht und von der ich erwartet hätte, dass sie das alles locker nimmt. Aber dem ist nicht so. Sie meinte, selbst jetzt, wo nur noch fünf Leute auf Intensiv lägen, sei das krass. Sie habe schon alles und jeden sterben sehen, aber eben noch nie so, dass Menschen einfach ersticken.

In NRW befinden sich übrigens 250 Lehrer und Schüler in Quarantäne, hab ich gelesen. Also ganz ohne Auswirkungen ist das alles nicht.

Dennoch bin ich mittlerweile an einem Punkt, dass ich mir sage, öffnet halt alles und lasst uns Doppelschichten fahren (bin Lehrerin), aber bitte sorgt dafür, dass wir uns jederzeit testen lassen und beim kleinsten Verdacht daheim bleiben können. Und die Mehrarbeit hätte ich natürlich auch gern bezahlt und nicht wie jetzt einfach mal stillschweigend angeordnet, weil ist ja nur für acht Wochen, wir schauen dann mal, wie wir das verrechnen - im Zweifel gar nicht, wie immer - und parallel dazu krieg ich übel Stress, wenn ich Betreuung für meine eigenen Kinder brauche, weil es ja wichtigere Menschen gibt als mich.

Mir geht es also mal so und mal so.

Grüße

natascha (Profil) schrieb am 27.05.2020 12:51

Lola
Du hast recht....
Eigentlich gehg es uns gut.
Alles halt schwer zu organisieren.
Beratung wegen Mum und ihtem Schlaganfall.
Freunde treffen.
Noch schwerer finde ich es niemanden zu umarmen.
Ok.
Kleinigkeiten.
Wir hoffen auf unseren Sommerurlaub.
Campingplatz ist gebucht. Schon lange.
Wir hoffen, die Duschen machen auf.

Ist ja noch Zeit.

Lg Natascha


Anonym schrieb am 27.05.2020 13:49

Auch wenn es kein richtiges homeschooling ist, ich kann dem ganue schon viel abgewonnen.
Ja, wir haben deutlich weniger Kohle, aber dafür konnte ich zum Beispiel heute morgen einfach mit den Kindern raus gehen, Picknick machen am Wasser und dann müssen wir eben alle am Nachmittag/frühen Abend noch was machen. Wir können an einzelnen Tagen länger aufbleiben und später aufstehen, ich bekomme viel mehr mit wo beide Kinder im Lernstoff Probleme haben und wo nicht und wir machen viel, viel mehr als Familie, weil die ganzen Sporttermine wegfallen.
Ja, Arbeit ist mega stressig, der Haushalt ist chaotisch und die Wäscherberge türmen sich.
Aber ich hab endlich mehr Zeit mit meinen Kindern! Dafür hab sie sie ursprünglich mal bekommen;-).
In den letzten Jahren ist das immer mehr zum Taxifahrdienst und Kochstation geworden, geshene haben wir uns alle zum Abendessen.
Ich trau es mich hier langsam gar nicht laut zu sagen, aber, trotz aller Ängste, ich genieße die Zeit!

Anonym schrieb am 27.05.2020 20:50

Hallo Ano über mir,

mir geht es auch immer noch so, obwohl hier Homeschooling der Horror ist, weil der Vorpubertierende grundsätzlichlich bockt, verschusselt, nix mitschreibt und der Erstklässler nicht versteht, warum er 20 Seiten im Zahlenraum bis 20 machen soll, wenn er viel lieber 2013 mal 25 rechnet und sich außerdem stur stellt, was Aufgabenstellungen betrifft, er verstehe die nicht.

Wir hatten ihn schon auf der Fensterbank sitzen mit der Drohung, er springt aus dem Fenster. Seitdem machen wir echtes Homeschooling, mit unserem Konzept, zwar mit den Grundinhalten Lesen, Rechnen, Schreiben, aber eben nicht die Arbeitsblätter und Buchaufgaben aus der Schule. Wenn es Mitte Juni wieder losgeht, kriegt er alles, was er gemacht hat, mit in die Schule -- und dann soll seine Lehrerin sagen, was er nachholen muss.

Aber abgesehen davon genieße ich die viele Zeit mit meinen Kindern, sie mal wirklich groß werden zu sehen... Ich bin ja immer noch für 2-Wochen-Schule-2-Wochen Hausaufgaben zur Vertiefung :)

b..e

Anonym schrieb am 28.05.2020 14:17

Liebe Anonym vom 26.05.,
ich finde es nachvollziehbar, wennes einem mit zwei vollzeitarbeitenden Erwachsenen, ohne Garten und einem Kind (es ist das einzige, richtig verstanden?) nicht so gut geht. Das Kind wünscht sich von irgendwoher Aufmerksamkeit und bekommt sie ja nur durch Euch und ihr müsst gucken, wie ihr rum kommt. Das ist sicher voll nervenaufreibend und anstrengend!

Und Solskinn, das ist zur Zeit wahrscheinlich ein echt undankbarer Job. Unbezahlte Mehrarbeit und womöglich schimpfen die Eltern auch alle auf einen, weil man es einfach nicht jedem recht machen kann.

Ich schieb Euch beiden mal einen Kakao rüber, wenn ihr mögt :-)

@ natasacha:
Kennst Du diese Campingduschen, die sich mit Sonnenenergie aufwärmen? Also, als Notlösung, wenn die Duschen zu bleiben. Ich kann mir das gar nicht vorstellen, Camping ohne Dusche, also auf nem Platz. In Schweden z.B. hat man ja nen See zum Reinspringen. Wo campt Ihr denn?

Ich hoffe auf die Pfingstferien. Dass mein Großer mal wieder runterfährt von seinem Hausaufgabenstress. Da kann ich reden, was ich will, er meint, er muss es alles machen. Ne Mischung aus ihm und den Mitlereren wäre super ;-)

Übrigens zu der obigen Diskussion wollte ich noch anmerken, dass mein eigener Antikörpertest negativ ausgefallen ist. Wie auch immer das möglich ist, die Kinder schlafen alle abwechselnd in meinem Bett und sie waren nirgendswo, wo sie sich hätten anstecken können... vielleicht wars doch der papa... :-P Merkwürdig das ganze.

Ano Lola

Anonym schrieb am 28.05.2020 15:18

Mittlerweile geht es mir richtig schlecht. Ich hoffe dass dieses Tief in ein paar Tagen "ausgestanden" Ist.
Lange fand ich es toll, dass die Kinder viel zu Hause sind (finde ich immer noch sehr schön). Mittlerweile stört mich, dass meine zwei Teenies überhaupt kein Feingefühl haben oder Rücksicht nehmen. Außerdem ist mein 12 Jähriger so schrecklich laut. Wir haben Holzboden, er läuft barfuß. Das dröhnt … ich bi´n richtig geräuschempfinldich geworden.
Die Türklinken werden hier sowieso nicht benutzt.
Außerdem bewegen sich meine Buben viel zu wenig. Spielen würden sie nur mit Freunden.
Verabreden sich eure Kinder mit anderen? Unsere hatten Kontaktverbot, meine 15 Jährige dreht durch wegen ihren Freundinnen.
Mein Mann und ich gehören beide leider zur Risikogruppe.
Außerdem vermisse ich langsam alte Gewohnheiten.
Mal schauen, wie es nächste Woche aussieht....
Ich merke, dass unser Umfeld Corona gar nicht richtig ernst nimmt. Abstand wird nicht eingehalten, Mundschutz schließt nicht richtig und passt nicht. Ich lese viel über Corona und habe meistens sehr große Angst davor.

Anonym schrieb am 01.06.2020 19:03

Gehts Dir besser?

Da eines meiner Probleme mit der Situation hat, gehen wir total viel raus und spazieren. Das tut uns allen sehr gut. Aber ich arbeite im homeoffice, derzeit nur 11 Stunden. Da kann man das machen.

Verabreden tun sich die Jungs (11 und 12) eher mässig. Der Mittlere hat schon immer Schwierigkeiten, sich zu verabreden. Weiß auch nicht, wodran das liegt. Er war aber jetzt einmal bei einem Freund. Aber nach Pfingsten geht Fussball wieder los. Hurra!

Und der Große geht etwa einmal die Woche zu einem Freund. Er ist in einem anderen Fussballverein, da wird es wohl noch etwas dauern. Also Bewegung nur einmal die Woche mit dem Freund (sie gehen auch raus, also nicht nur Konsole) und unsere Spaziergänge, Wanderungen usw. Aber ob das jetzt wirklich mit älteren Teenagern vergleichbar ist?

Die Tochter ist eigentlich nur unterwegs. Reiten geht ja schon länger wieder und mit Freundinnen trifft sie sich etwa 2-3 Mal in der Woche. Aber sie ist auch erst sieben. ;-)

AnoLola

Anonym schrieb am 01.06.2020 19:24

Hallo!

Ich merke auch, wie ich immer nachlässiger werde. Meine Kinder spielen mit vielen Freunden im Umfeld, auch drin. Natürlich ohne Abstand. Ich selbst treffe mich mit zwei Freundinnen, zum Teil auch gleichzeitig. Ich war sehr diszipliniert und wurde hart enttäuscht. Morgen wäre ich mit meinen Kindern zur Kur gefahren. Wir haben da ein halbes Jahr lang drauf gewartet und die Beantragung war wegen unseres Versicherungsstatus extrem aufwendig. Ich habe nur dafür meine Kinder ewig in häuslicher Quarantäne gehalten. Dann kam die Absage vor drei Wochen, da war es bei mir vorbei. Eine Woche später hieß es, dass es nun doch geht, und dann eine Woche später wieder doch nicht. Das war so ein auf und ab. Zum K..... Gerade lese ich, dass in MV der Tourismus tobt und es keine Neuinfektionen gibt, aber zur Kur dürfen wir nicht. Wir hätten es so nötig gehabt.
Bin jetzt richtig trotzig. Haben extra keinen Urlaub gebucht dieses Jahr, weil wir ja drei Wochen an der See gewesen wären. Ich werde diese Chance frühstens in zwei Jahren wieder erhalten.
Ich hasse Corona!

natascha (Profil) schrieb am 01.06.2020 21:09

Wir sind an der Ostsee.
Ich kenne diese Duschen.
Nur 3 Leute mit Po lange Haaren.
Warmes Wasser können wir im Wohni aber nicht genj g

Ich hoffe es
Lg Natascha

Gerlind (Profil) schrieb am 02.06.2020 08:49

Hallo Ano, 1.6. mit der Kur- ja das ist total doof und auch schräg und nicht nachvollziehbar mit den Kuren. Ein Freund von uns ist seit 1,5 Wochen im Harz zu Vater-Kind-Kur, sie sind der 1. oder 2. Kurgang und jede Woche kommen neue. Außer essen (muss man sich holen) und Mundschutz ist da alles ganz normal. Und woanders läuft nix. Ich kann deinen Frust verstehen... Aber warum erst in zwei Jahren wieder? Ich würde jetzt gleich wieder beantragen, da hat sich ja eh einiges aufgestaut an Familien die nicht fahren konnten.
LG

Lola (Profil) schrieb am 02.06.2020 12:51

Hallo Ano 1.6.,
ich vermute, dass Dein Kind privat, evtl mit Beihilfe versichert ist, oder? Ich hatte auch schon überlegt, für eines der Kinder eine Kur zu beantragen, aber es dann aufgrund des Aufwandes immer sein gelassen und eine Mutter-Kind-Kur gemacht, da ich gesetzlich versichert bin.

Ohman, das ist voll der Mist und richtig ärgerlich. Man hat es so nötig, sonst wäre es ja nicht durchgegangen, und dann platzt das Ganze. Wahrscheinlich fehlt jetzt auch ein bisschen die Kraft.

Ich meine gehört zu haben, dass die Bundesländer unterschiedlich mit den Kuren umgehen. Vielleicht kannst Du woanders hin? Was sagt denn die Versicherung / Beihilfestelle dazu? Kann man das nicht aufgrund der ungewöhnlichen derzeitigen Lage verschieben?

Alles Gute und ich hoffe, dass es sich doch noch zum Guten wendet!

Anonym schrieb am 02.06.2020 17:53

Puh...ich hatte im April zuletzt wegen unserer Muki Kureinrichtung geschaut, da hieß es, sie starten Ende April wieder. Jetzt habe ich wegen des Posts oben nochmal geschaut und der Klinikbetrieb ist noch nicht wieder angelaufen. Die Landesregierung hat es untersagt. Hoffentlich kriegen sie das bis August auf die Reihe...
LG Doro

Anonym schrieb am 02.06.2020 18:24

Ich nochmal, die abgesagte Kur.
Wir sind alle privat/Beihilfe, weshalb wir alle die Behandlungsbedürftigkeit nachweisen mussten und die Bewilligung gilt nur ein halbes Jahr (bis dahin muss die Kur angetreten sein - sie läuft übermorgen aus) und nur für exakt diese Klinik, weil ja alle Diagnosen in einer Klinik erfüllt sein müssen. Da ich als Lehrerin nicht einfach so eine Freistellung bekomme - das war jetzt nur eine Ausnahme, weil ich dieses Jahr kein Abi habe -, bin ich auf Sommerferien angewiesen und nächstes Jahr in den Sommerferien krieg ich meine Kinder nicht für drei Wochen am Stück (geschieden und großes Event geplant mitten in den Ferien nächstes Jahr) und nur "auf Antrag" vielleicht im Jahr drauf. Und ja, mir fehlt auch gedanklich die Motivation, wieder zu so vielen Ärzten zu gehen und all das zu erzählen und zu beantragen und das alles immer in so kleinen Zeitfenster von Reservierung über Anträge stellen und Bewilligungen von allen Stellen erhalten.

Ich bin jetzt alternativ zu meinen Eltern gefahren, was sozusagen auf halbem Weg zur Ostsee ist und es war eine so ruhige Fahrt und ich wäre jetzt so gern einfach die 500km weiter gefahren. So so schade.

Ich rufe dort nächste Woche mal an und frage nach, ob ich eine Reservierung für in zwei Jahren kriege ;)
Und meine Anzahlung muss ich auch noch zurückfordern. Das haben die wohl auch irgendwie vergessen.

Naja. Leben geht weiter.

Lola (Profil) schrieb am 04.06.2020 13:17

Hast Du Dich mal mit einer offenen Badekur auseinander gesetzt? Wäre das was? Ich kenn es jetzt nicht genau, werf es aber einfach mal als idee in den Raum.

Ich würde auch nochmal nachhaken, ob es in dieser besonderen Situation nicht doch eine Ausnahme gibt. Gibt es echt keine andere Klinik, die das auch leisten könnte?

Och man, mir tut das total leid!

Anonym schrieb am 05.06.2020 11:04

Puh...ich hatte im April zuletzt wegen unserer Muki Kureinrichtung geschaut, da hieß es, sie starten Ende April wieder. Jetzt habe ich wegen des Posts oben nochmal geschaut und der Klinikbetrieb ist noch nicht wieder angelaufen. Die Landesregierung hat es untersagt. Hoffentlich kriegen sie das bis August auf die Reihe...
LG Doro


Edit: meine Kureinrichtung startet diese Woche wieder mit dem Betrieb!!!
Ich drücke allen anderen die Daumen!
LG Doro

Lola (Profil) schrieb am 17.06.2020 14:47

Wir waren jetzt eine Woche unterwegs, Verwandtschaft besuchen und in einer Jugendherberge. Das tat uns allen sehr, sehr gut.

Wißt Ihr, an wen ich immer mal wieder denken muß? Ich frag mich oft, was Shehrazade zu dem einen oder anderen Thema gesagt hatte. Auch wenn der Ton oft nicht meinen Vorstellungen entsprochen hat, fand ich manchmal die Einwände bedenkenswert. Und irgendwie gehörte auch das für mich dazu. Ich wüßte jetzt gern, was sie zu Corona und dem, was wir uns für Gedanken machen, denkt... (vielleicht ist das aber auch ein verklärter Blick in die Vergangenheit... :-P )

bkoe0067 (Profil) schrieb am 17.06.2020 15:01

Wie lustig, Lola. Genau das hab ich mich heute auch gefragt :)

Schön, dass es euch gut geht.

Lola (Profil) schrieb am 17.06.2020 15:20

Danke. :)

Anonym schrieb am 17.06.2020 18:26

Wir waren jetzt eine Woche unterwegs, Verwandtschaft besuchen und in einer Jugendherberge. Das tat uns allen sehr, sehr gut.



Hallo Lola, wie war es in der Jugendherberge? Wir fahren im August in den Ferien mit 2 Freundinnen u. ihren Kindern u. ich bin schon gespannt, ob es sich sehr unterscheidet.

Uns gehts hier eigentlich gut, wenn nicht die Schwiegermutter wär....,
Das ist ein schon länger andauerndes Problem, ich bin ihr zu direkt u. sie eiert mir zuviel rum u. sagt nicht, was sie will.
Wir wechseln eigentlich von einer "sie versteht mich nicht Phase" zur nächsten.

Viele Grüße
Frauhoffmann

Anonym schrieb am 17.06.2020 21:58

Eigentlich hat sich Shehrazade doch immer nur explizit zum Thema Geburtshilfe und alles rund um medizinische Einfriffe in der Schwangerschaft geäußert. Oder habe ich da was falsch in Erinnerung?
LG Doro

Lola (Profil) schrieb am 17.06.2020 22:52

Ich frag mich ja, warum ich hier oft schreibe, gehe auf abschicken und dann bin ich abgemeldet und mein Text ist weg.... grummel.

Also Sheharezade (ich konnte den Namen noch nie richtig schreiben ;-) ) hat uns doch häufig bei politischen Themen mit der Nase auf eine bestimmte Meinung stossen wollen. Oder nicht? Oder verwechselst Du da zwei Märchennamen? ;-)

Der Urlaub war sehr schön. Wir hatten ein Familienzimmer mit dem Zimmer zugewiesenem WC und Dusche auf dem Gang. Im Gang sollte man eigentlich mit Maske gehen, aber das haben wohl nur wir gemacht. Es war insgesamt natürlich leerer.

Die Rezeption war nur kurz besetzt. Da würde ich, wenn Ihr keine Infos zur Anreise habt, kurz nachfragen, sonst steht ihr nachher wie wir da und kommt nicht in Euer Zimmer, wisst aber nicht genau, wann jemand da ist. Das war etwas doof. Allerdings konnten wi so auch ganz unkompliziert abreisen: Betten abziehen, Bettzeug in die Ecke, Schlüssel auf den Tisch und weg.

Wir waren viel unterwegs, deshalb weiß ich nicht, wie das mit Freizeitbeschäftigungen wie z.B. Tischtennis war.

Frühstück fand aufgeteilt auf mehrere Räume statt, an den reservierten Plätzen waren Brötchen, Marmelade und Wurst / Käseteller eingedeckt. Kaffee, Obst, Joghurt, Saft usw. konnte man sich geben lassen. Abdecken durften wir nicht.