"Mal wieder Eingewöhnung, nur mit weinen?"

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Anonym schrieb am 04.02.2020 10:59

Mal wieder Eingewöhnung, nur mit weinen?

Hallo ihr Lieben,
Gerade gewöhne ich unsere Kleine (1,5) ein. Und muss mal euren Rat einholen. Wir haben gestern offiziell mit der EIngwöhnung in eine tagesmuttergruppe begonnen. Sie hat letzte Woche mit mir 2mal geschnuppert, war da der neuen bezugsperson gegenüber total ablehnend. Seit Montag hat sie sich geöffnet spielt mit ihr. Heute dienstag war die Erste Trennung geplant. Ich habe mich verabschiedet und sie wollte mich nicht gehen lassen. Die tagesmutter hat mich rausgeschickt. Und sie schrie wie am spiess hämmerte gegen die tür. Also bin ich 3 minuten später wieder rein.

Tja mutterunfähig zur kindeingwöhnung lautet nun der Stempel;) Die Tagesmutter war genervt, ich habe gesagt weinen in der Eingewöhnung finde ich falsch. Sie sagen es ginge nicht ohne. Ich sehe das anders.

Geht es echt nicht ohne? Meine Große hat im selben alter in der krippe selbst entschieden wann sie zu mama im nebenraum wollte, da gabs kein weinen. Es war vorher klar keine tränen in der Eingewöhnung.

Ich habe morgen nochmal ein Gespräch wie es weitergehen soll und bin gerade etwas ratlos. Wir brauchen die Betreuung ab april. Haben also viel zeit zum eingewöhnen.
Mein Standpunkt im moment ist, sie muss die tagesmutter als Bezugsperson noch mehr kennenlernen. Und wir müssen einen Kompromiss hinsichtlich des abschieds finden. Ich wünsche mir eigentlich dass sie mich bewusst gehen lässt und es ok ist.
Ist das so unrealistisch? Wie war es bei euch bei den ganz kleinen?

Danke
Tiana

Antworten

krutzemuckeline (Profil) schrieb am 04.02.2020 11:37

Meine Jungs waren beide erst ab 2 im Spielkreis, von daher kann ich zum Alter nichts genaues sagen.
Einen Abschied bereits am 2. Tag gab es dort aber nicht und kenne ich selbst auch vom Kindergarten ab 3 nicht. Erst ab der 2. Woche.

Anonym schrieb am 04.02.2020 11:50

Ich finde, dass du das ganz richtig siehst!
Vielleicht passt es nur nicht zur "Realität" der Tagesmutter.

Unsere sind jeweils erst mit 4,5 Jahren in den Kindergarten und auch da saß ich 1-2 Wochen vor der Tür und bin erst gegangen, wenn es für das jeweilige Kind wirklich okay war.

Alles Gute für euch!

natascha (Profil) schrieb am 04.02.2020 12:12

Hi


Auch auf die Gefahr hin, gesteinigt zu werden.

Ich versteh die Tagesmutter auch ein wenig.


Die Eingewöhnung dauert wohl länger, nach zwei Tagen ist das zu früh.
Ich hätte mich erstmal für einen anderen Raum verabschiedet.
Stückweise zurückgezogen.
Bei uns dauert im kiga die Eingewöhnung 4 bis 6 Wochen.


Warum ich die Tagesmutter verstehe....rausgehen .....und dann wieder reinkommen, und der Tagesmutter nicht vertrauen, dass sie das Kind beruhigen kann.
Das Kind versteht auch, schnell, wie es was erreicht.

Welches Ausstrahlung hast du denn beim Abschied?

Vertrauen?
Sorgen ?
Ängste?


Nur Mut und vertrauen. Und etwas löngere Eingewöhnung
Liebe Grüsse Natascha

ChristineT (Profil) schrieb am 04.02.2020 13:43

Das ist schon ganz schön schnell. Bei unseren städtischen Kindergärten (für Kinder ab 3 Jahren!) ist die erste Trennung nach 2 Wochen geplant!! Auch Mütter, deren Kinder sich am 2. Tag nicht mehr nach ihnen umdrehen, müssen die Zeit im Kindergarten bleiben. Mit viel Glück lässt sich vielleicht eine Erzieherin drauf ein, von den zwei Wochen abzuweichen. Die Dauer der Eingewöhnung ist nach hinten offen! Kann also auch 4 Wochen oder länger gehen.
Da ist die Tagesmutter wohl echt etwas schnell unterwegs.
Was mich wundert: Warum taucht diese Frage, wie die Eingewöhnung läuft, erst in der Situation auf? Habt Ihr da vorher nicht drüber gesprochen, wie das ablaufen soll?
Du kannst der Tagesmutter ja sagen, dass Du verstehen kannst, wenn sie in der Situation genervt war, aber dass Du Dir insgesamt mehr Zeit für die Eingewöhnung wünschst. Wenn Ihr die Zeit habt, ist das doch super! Warum sollte man die nicht nutzen, damit das Kind gut ankommen kann.
Alles Gute Euch!

Frauhoffmann (Profil) schrieb am 04.02.2020 14:11

Hallo,
mein Sohn kam mit 1 Jahr in die Krippe, die Eingewöhnung war erst zäh. Die ersten 10 Tage bin ich gar nicht rausgekommen, er hing nur an mir. War aber für alle ok. Dann haben wir probiert, ich geh raus u. wenn er sich nicht beruhigen lässt, dann werde ich geholt. Am Anfang bin ich auch immer auf dem Sprung in der Küche gesessen, weil ich selber so hibbelig war. Am Ende der Woche konnte ich nach Hause fahren u. musste nicht mehr in der Küche sitzen.
Viele Grüße u viel Geduld

Tiana (Profil) schrieb am 04.02.2020 17:14

Danke euch. Ja wieso die frage jetzt erst auftaucht, irgendwie lief es letzte woche so schlecht, dass wir noch besprochen hatten vllt die bezugsperson zu wechseln. Gestern lief es topp und ich bin davon ausgegangen wir testen mal ob sie akzeptiert dass ich rausgehe. Ich war in der situation optimistisch, dass es möglich ist. Aber als sie dann ablehnte hätte ich sofort abgebrochen. Das hatten wir im detail nicht besprochen. Die tagesmutter will das durchziehen mit weinen. Glaubt auch nicht, dass es ohne geht. So fühlt es sich für mich zu schnell an. Ich wünsche mir, dass es bereits eine basis gibt, ein vertrauen in den anderen erwachsenen. Sonst schreit sie einfahc 10 minuten durch, an trösten ist ja gar nicht zu denken, sondern eher an resignation.
Ich denke 2 wochen sind da realistisch, vllt auch weniger. Aber Ich werde morgen nochmal besprechen, dass es die trennung erst geben wird, wenn sie zumindest mal mit ihr ein buch angesehen hat und akzeptiert von ihr berührt zu werden. Das ist alles bisher nicht der fall. Sie spielt eine weile geht dann aber wieder weg von ihr. Es sind eben auch noch 8 andere kinder im raum. Und eigentlich wünsche ich mir, dass wenn sie weinend zurückbleibt und sich nach 3 minuten nicht beruhig, dass man es abbricht. Ist das zur kurz?

natascha (Profil) schrieb am 04.02.2020 17:39

8 Kinder....glotz....mit einer Erwachsenen....boah
Das finde ich heftig.


Vertrau deinem Gefühl


Liebe Grüsse Natascha

Tiana (Profil) schrieb am 04.02.2020 18:19

Ne es sind 2-3 erwachsene alle in einem raum.

natascha (Profil) schrieb am 04.02.2020 19:18

Oh ok, dann passt das, ich dachte schon.


Liebe Grüsse

Anonym schrieb am 04.02.2020 20:45

Ich hab das selbe im September. Kind 1,5 , Tagesmutterhaus.
Sie machen auch keine Eingewöhnung nach Modell. Eigentlich ohne Eltern. Hab das letzte Woche erst erfahren und bin ziemlich geschockt. Bei der großen in der Krippe 2 Wochen Eingewöhnungszeit mit langsamen und kurzen Trennungsversuchen. Keine einzige Träne!
Sie machen das individuell etc, aber am besten ohne Eltern, am Anfang nur kurz. Ich habe klargestellt, dass ich ein weinendes Kind nicht zurück lasse. No way, nicht in dem Alter. Es hat nichts mit meinem Vertrauen der Tagesmutter gegenüber zu tun sondern mit dem Vertrauen meines Kindes MIR GEGENÜBER.
Ich kann dich also voll und ganz verstehen. Da muss ne andere Lösung her. Ich würde kurze Tage und lange Eingewöhnung vorschlagen.
Also Mama geht nur kurz zur Toilette, Mama sitzt 15 Minuten, 20 Minuten etc vor der Tür, Mama geht 30 Minuten einkaufen bis Mama kommt auf Abruf.
Munkes

Tiana (Profil) schrieb am 05.02.2020 06:39

Verrückt dass das gerade tagesmütter so wollen. Ich weiss nun wieso. Sie bekommen in der eingewöhnungsphase nur 2 wochen geld von der stadt. Ich werde heute mal anbieten das privat zu bezahlen, wenn es eben länger dauert.
Wie macht ihr es munkes? Lässt sich die tagesmutter darauf ein?

Anonym schrieb am 05.02.2020 09:50

Weinen lassen ist falsch. Vielleicht steinigt ihr auch mich, ich bin da ziemlich radikal.
Mein Jüngstes Kind wollte mit 3 als es in den Kindi gehen sollte, nicht mal mehr morgens aus dem Haus. Also habe ich ein Jahr gewartet.
Mit 4 absolut problemlos. Keine Eingewöhnung, kein Geheule, keine Probleme, ist gleich am ersten Tag geblieben.
Tiana, musst du arbeiten?
Könnte euch die Tagesmutter mal zu Hause besuchen?

Anonym schrieb am 05.02.2020 11:21


Könnte euch die Tagesmutter mal zu Hause besuchen?


Das ist ja schön gedacht, aber wie soll die Tamu das realisieren? In ihrer Freizeit?

Tiana - Was ich nicht verstehe, ist, dass du jetzt Eingewöhnung machst, wenn du den Platz erst ab April möchtest. Was passiert denn in der Zwischenzeit?
Und falls du den Platz ab jetzt hast und nutzt, wird der Platz doch ohnehin bezahlt, egal wie viel Wochen ihr eingewöhnt.
Also so ist es zumindest in Sachsen. Ab dem ersten Tag läuft der Vertrag inkl. Finanzierung des Platzes.

Btw. seit wann wird denn hier gesteinigt?

LG Doro

Anonym schrieb am 05.02.2020 12:23

Die Eingewöhnende tagesmutter war bei uns zu hause letzte woche. Da war mein kind schon sehr ablehnend.
Ich arbeite noch nicht, mache mich aber aktuell selbstständig, es wäre also schon wichtig zeit zu haben ohne kind. Unser notfallplan ist nun oma und papa. Aber weiter versuchen werden wir es erstmal.
@doro: bei uns zahlt die stadt die tagesmutter fast komplett, dafür erwarten sie dass das kind max. 20 tage fehlt, sonst zahlen sie ihr nichts und die eingewöhnung mit eltern darf nur 14 tage dauern, denn sonst sind die eltern dabei und dann zahlen sie auch nur weniger.

Das gespräch war heute und es wurde klar, dass die tagesmutterchefin wohl verletzt ist über einen kommentar von mir nach dem abbruch. Ich bin manchmal schon re ht schroff, aber nachvollziehen kann ich es in dem fall nicht. Ich habe gesagt, dass ich gerne abbrechen würde, weil ich befürchte dass es sonst verbrannte erde ist. Nunja das hat sie tief getroffen. Ich habe mich entschuldigt und nun tipps bekommen wie ich mich verhalten soll. Ich finde schade, dass es die nicht schon vorher gab, nunja. Das gespräch hatte ich leider Auch nicht mit der eingewöhnenden, sondern der anderen. Alles ein wenig durcheinander. Wir trennen erstmal nicht mehr und, wenn sie dort nicht bleiben will, brechen wir ab.

Tiana

Anonym schrieb am 05.02.2020 21:21

Die Tagesmutter lässt sich drauf ein ja. Hoffe ich. Aber ich wüsste nicht was dagegen spricht, dass ich es langsam mache? Mega Vorteil ist, dass ich 150m entfernt wohne (c: da ist es easy realisierbar mit 30 Minuten täglich zu starten, langsam zu steigern und schnell zu kommen wenn was ist.
Meine Kleine ist aber ziemlich aufgeschlossen und grad aktuell sehr interessiert an anderen Menschen.
Was ich von der Großen noch weiß: Sie hatte mit 12 Monaten eine extreme Mama Phase, so richtig krass fremdeln und so. Hätten wir da eingewöhnt hätte es NIEMALS geklappt. Mit 15 Monaten haben wir Krippe gestartet und es war wirklich null Problem. Wir hätten theoretisch keine Eingewöhnungszeit gebraucht, sie hat mich sofort vergessen. Ich habe sie aber damals nur 1-2 Stunden eingebucht. War gar nicht arbeiten sondern mangels anderer Unterstützung halt dann mal beim Einkaufen, Physio, Arzt, Friseur usw. und meist nach einer Stunde wieder da.
Voller Luxus, solche Buchungszeiten bietet ja kaum eine Krippe oder TaMu an
Munkes