"Zähneputzen"

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schokine2008 (Profil) schrieb am 28.01.2020 11:05

Zähneputzen

Hallo,

ich brauche mal Input zum Thema Zähneputzen. Aus dem Kleinkindalter ist mein Sohn lange raus, Nachputzen fällt aus und hat er auch früher schon nie zugelassen. Ich sehe seine Beläge, er isst viele Süßigkeiten (die kauft er selbst und sind in seinem Zimmer versteckt, viel klebrige Kaubonbpns und so). Ich erinnere ihn, kaufe Färbelösung usw aber er putzt zwar, nur sind die Zähne danach einfach nicht sauber. Die Kieferorthopädin hat schon geschimpft, ich hab mich mächtig geschämt und ich verzweifle an dem Thema. Ja ich weiß, Eigenverantwortung dea Kindes, keine Gewalt usw aber ich kann ihm doch auch nicht mit 11 die Zähne abgammeln lassen. Wir nerven uns bei dem Thema. Ich kann mich schon selbst nicht mehr hören. 3 Minuten-Lieder, gemeinsam putzen - alles getestet, aber länger als ein paar Tage hält er einfach nicht durch. Er ist eigentlich immer abgelenkt, die Zahnbürste im Mund aber mit beiden Händen wird irgendwas anderes gemacht. Ich weiß, es sind seine Zähne, aber der Gedanke an das, was er denen antut, bereiet mir faat schon körperlichen Schmerz.

Antworten

Anonym schrieb am 28.01.2020 11:43

Hey,
ist bei meinem fast Neunjährigen auch so. Wenn ich nicht täglich sagen würde, geh Zähneputzen, würde er es auch gar nicht machen.
ABER: Ich war auch so! Ich erinnere mich, dass ich lange abends gar nicht geputzt habe. Und morgens eigentlich nur wegen Mundgeruch ;) Ernsthaft, ich war einfach zu faul und habe in Zweifel lieber einen kaugummi gegessen. Und was soll ich sagen?! Ich habe ganz wunderbare Zähne. Erst vorletzte Woche war ich beim Zahnarzt, der hat mich gelobt (mittlerweile putze ich natürlich freiwillig zwei Mal täglich und gehe zwei Mal im Jahr zur Zahnreinigung) und gemeint, man sehe einfach, dass ich das schon immer sehr ordentlich machen würde. Äh... Ja. Nein. Aber das habe ich ihm nicht gesagt.
Deshalb versuche ich das schon an mein Kind ranzukriegen, bin aber andererseits durchaus entspannt.
Zusätzlich soll ja Xylit gegen Karies helfen. Hatte neulich Kaugummis aus der Apotheke, die verlieren nur leider so schnell an Geschmack. Es gibt auch Bonbons davon. Vielleicht ist das eine entspannte Ergänzung?!

P.S.: Ich würde gern heute mit dem Kiefernorthopäden von damals schimpfen - wegen dem hab ich Flecken auf den Zähnen, wo die Brackets festgeklebt waren. Wobei die im Alter jetzt auch etwas verblassen.

natascha (Profil) schrieb am 28.01.2020 12:57

Die Färbetabletten gab es im dm.
Der Deal war, ist kaum was gefärbt, ist ok.
Sonst putze ich für eine Woche nach.
Die Woche drauf nächster versuch.
Es gibt ne Zahnputzapp, damit bekommen die Kids ein Zeitgefühl.


Lg Natascha

Anonym schrieb am 28.01.2020 14:14

ich kann da so ein bisschen bei Ana1 unterschreiben. Habe auch ne Zeit lang meine Zähne sehr nachlässig geputzt und ich habe auch sehr gute Zähne und werde immer vom Zahnarzt gelobt. Wie oben schon geschrieben pflege ich natürlich inzwischen meine Zähne sorgsam. Meine beste Freundin hat mir vor kurzem erzählt dass sie auch so im alter von 10 einfach nie Zähne geputzt hat (auch sie hat heute gute Zähne). Meine Kinder sind da leider ähnlich. Wenn ich sie nicht daran erinnern würde, dann würden sie es überhaupt nicht machen. Manchmal stellt sich raus, dass sie aus Faulheit keine Zahnpasta nehmen. Ich bin schon hierher und schaue dass sie es machen und zwar ordentlich. Wir haben auch ne Zeit lang nen Timer gestellt ... aber ich denke auch immer es ist schon auch ein großer Teil Veranlagung. Mein Mann hat sehr schlechte Zähne und der pflegt sie auch nicht schlechter als ich. Ich würde auch öfter Kaugummi anbieten und auch Bonbons mit Xylit.

Liebe Grüße ANO2

Anonym schrieb am 28.01.2020 14:58

Auch ich habe in dem Alter nicht geputzt. Alle meine Plomben bis auf eine stammen aus meiner Teenagerzeit.
Meine Eltern haben wenig Wert auf Zahnhygiene gelegt. Beide hatten früh ein Gebiss.
Seit ich regelmäßig putze stagniert der Verfall. Es haben nicht alle tolle Zähne, aber man kann darauf einwirken.

Wenn selbst gekaufte Süßigkeiten das Problem sind, dann gibt es nur Geld, wenn die Zähne sauber sind.

Die Alternative ist, dass Du Dir in zwanzig Jahren anhören musst, warum Du ihn nicht "gezwungen" hast.

Der nächste Schritt ist die Zahnbehandlung mit Bohren und Spritze. Sehr unschön, wenn Kind die Vibrationen verabscheut.
Hier hat es das erst Mal mit 11 ohne endlose Diskussionen und Abbruch funktioniert. Dank Schmelzstörung an zwei Backenzähnen leider ab und zu unumgänglich.

Diese Erfahrung erhöht allerdings auch die Motivation beim Putzen.

Anonym schrieb am 28.01.2020 16:18

Wir hatten ne App, bei der man die Bazillen mit der Zahnbürste wegschubsen konnte. Die Zahnputzbewegungen wurden über die Kamera "gesehen"..... mal zumindest ne zeitlang motivierend...

Tiana (Profil) schrieb am 28.01.2020 20:12

Hier läuft es auch nur mit drama. Leider hat sie kreidezähne und muss putzen. Ganz gut klappt es mit einer schallzahnbürste. Also das effektive putzen, das dazu motivieren nicht ;)
Die Zahnärztin empfiehlt uns eine zahnbürste die daten ans handy schickt und in der app dann abbildet wo geputzt wurde und wo nicht. Das wäre hier die letzte notlösung. Bisher haben wir das nicht gemacht.

Lg

Anonym schrieb am 29.01.2020 10:28

mit wem hat die Ärztin denn geschimpft? mit Dir oder deinem Sohn?

Junior bekommt jedes Jahr eine Zahnreinigung, ....und bei dem anderen 3 Kontrollen auch immer den Hinweis "ausfs Bett legen, Mama nachputzen lassen und Zahnseide nicht vergessen...." danach klappt es immer sehr gut mit dem Zähneputzen

der Große hatte jetzt nach dem letzten Zahnarztbesuch auch eine Ansage vom Doc bekommen, dass seine Zähne nicht so gut geputzt sind und er hat eine Zahnreinigung inkl. Beratung was er zu beachten hat bekommen...

Ansagen inkl. Verbesserungsvorschlägen von Außenstehnden sind deutlich wirksamer bei unseren Jungs ....

Gromit

Camilla (Profil) schrieb am 29.01.2020 14:59

Was das Thema Dauer und Gründlichkeit angeht, würde ich zur elektrischen Zahnbürste raten.

Wir haben eine, die jeweils nach 30 Sekunden kurz piept, damit man weiß, dass es Zeit ist, das nächste Viertel zu putzen. Nach 4x30 Sekunden schaltet sie sich ab, dann ist genug geputzt. Und gerade wenn er nicht sorgsam von Hand putzt ist die elektrische deutlich gründlicher.

Was die Löcher angeht, ist auch bei uns die Erfahrung, dass ganz viel von der Zahnsubstanz abhängt. Unsere Große hat mit 5 schon zwei Füllungen, obwohl sie nie Theater gemacht hat und sich wirklich schon immer gründlich nachputzen lässt *seufz*.

LG Camilla

Erika (Profil) schrieb am 29.01.2020 16:33

Ich leide auch. Hier gleiches Problem (11 und 8 Jahre!!!!)

schokine2008 (Profil) schrieb am 29.01.2020 22:04

Beruhigend dass es bei vielen Thema ist. Xylit versuche ich jetzt mal. Elektrische Bürste haben wir, ich denke, er putzt nicht überall gleich. Heute nach dem Schimpfen des Kieferorthopäden hat es geklappt. Er hat jetzt 8 Wochen Zeit bis zum nächsten Termin, sonst fangen die nicht an...bin gespannt. Danke für eure Ideen.

bkoe0067 (Profil) schrieb am 29.01.2020 23:42

Wir haben hier das "Glück", dass Junior (bald 10) sehr schlechte Zähne hat (Zahnschmelzbildungsstörung), und es daher einsieht, zumindest teilweise... Die kleinen Brüder ziehen dadurch mit.

Er putzt selbst schlecht, nebenbei, unkonzentriert, schlampig.

Hab neulich, zur Erheiterung meiner Söhne, resigniert gemeint, dass das wohl erst besser wird, wenn seine erste Freundin da ist und ich sage, warte, bevor ihr knutscht, muss ich Dir noch die Zähne nachputzen :)

Wenn er nicht dahinter her ist, erkläre ich ihm, das sich dann leider die Süßigkeiten streichen muss, das zieht meistens.

Mehr kann ich dazu leider auch nicht beitragen. Hier wird jedenfalls nachgeputzt, bis er es ordentlich macht. Basta.



schokine2008 (Profil) schrieb am 30.01.2020 06:25

Nachputzen erfordert einen offenen Mund. ;-) Das funktioniert nicht, solange er nicht will. Aber ich bleibe am Ball so gut es eben geht.

Anonym schrieb am 30.01.2020 09:32

Ich glaube dass das Putzen überbewertet wird. Viel entscheidenter sind die genetischen Voraussetzungen. Es gibt genügend Leute, die eine schlechte Zahnpflege haben und trotzdem tolle Zähne. Andersrum kann jemand, der dreimal täglich putzt, trotzdem Zahnschmelzstörungen bzw. Kreidezähne und dadurch eine wesentlich höhere Karieswahrscheinlichkeit haben.

Kaugummi lehne ich ab, da die Kaumasse aus Plastik ist. Macht sich nur kaum einer bewusst, worauf er da rum kaut. Wenn ich dann noch überlege, dass Kreidezähne durch Weichmacher im Kunststoff verursacht werden sollen... Da holt man sich den Kariesteufel vielleicht erst mit dem Zahnpflegekaugummi ins Haus ;o)

Viel wichtiger finde ich die Ernährung bezüglich der Bakterienflora im Mund. Als ich noch täglich Kefir angesetzt habe, habe ich per Zufall nach Monaten gemerkt, dass sich die Mundflora verändert hat. Ganz klar aufgefallen ist das bei der Zahnreinigung. Da gab es null Zahnfleischbluten. Das fand sogar die ZA Schwester auffällig.
Da ich keine Milch mehr konsumiere, teste ich jetzt Kombucha.

Ich denke auch, dass zu viel Brot (auch VK) sich sehr negativ auswirkt. Vor allem frisches Brot, was so richtig schön an den Zähnen klebt.

Für's Kind gibt es selbst gemachte Xylitbonbons nach dem abendlichen Putzen.

LG Doro

schokine2008 (Profil) schrieb am 02.02.2020 09:14

Also jetzt hat ein Mädchen, das zeitgleich mit ihm beim Kieferorthopäden war (es gibt da nur Sichtschutzwände in einem größeren Behandlungszimner und man hört alles) in der Klasse allen erzählt, dass er nicht richtig putzt und im Vorbeigehen auch "Immer schön putzen" gesagt. Er ist sauer ( ich irgendwie auch, weil weder das Kind noch die Mutter hatten uns dort in der Praxis eines Blickes oder Wortes gewürdigt), aber vielleicht wirkt das jetzt. Leid tat er mir trotzdem.

schokine2008 (Profil) schrieb am 02.02.2020 09:14

Also jetzt hat ein Mädchen, das zeitgleich mit ihm beim Kieferorthopäden war (es gibt da nur Sichtschutzwände in einem größeren Behandlungszimner und man hört alles) in der Klasse allen erzählt, dass er nicht richtig putzt und im Vorbeigehen auch "Immer schön putzen" gesagt. Er ist sauer ( ich irgendwie auch, weil weder das Kind noch die Mutter hatten uns dort in der Praxis eines Blickes oder Wortes gewürdigt), aber vielleicht wirkt das jetzt. Leid tat er mir trotzdem.

Tiana (Profil) schrieb am 02.02.2020 19:52

Puh ich hoffe das hilft. Aber mal ehrlich ist das datenschutztechnisch so ok? Behandlung in so einem riesigen zimmer ist ja ok, aber gespräche gab es bei uns immer extra.

schokine2008 (Profil) schrieb am 06.02.2020 07:58

schokine2008 (Profil) schrieb am 06.02.2020 07:59

Also sie reden ja bei der Behandlung, ganz vermeiden lässt es sich sicher nicht. Nöchste Praxis ist leider 20 km weg.