"Ein weiteres Kind?"

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Anonym schrieb am 09.01.2020 09:44

Ein weiteres Kind?

Beiträge dieser Art gibts ja immer wieder.. und jetzt auch einen von mir...

Wir haben zwei sehr lebendige Jungs, die uns voll fordern. Ich hab seit 2019 Migräne und im Herbst als Lehrerin begonnen (nur ein paar Stunden Unterrichtsauftrag, zum Testen...), bin jetzt grad eigentlich ganz froh, dass ich mehr Luft zum Atmen habe, weil beide seit Herbst in Kiga und Schule versorgt sind.

Platz und Finanzen sind nicht das Problem. Mein Mann mag nicht noch eins. Er kommt selbst aus einer Fsmilie mit wenig Kindern (auch Großfamilie), ich selber aus einer kinderlieben Familie, wo immer viel los war. Mir fehlt irgendwie noch etwas mehr Leben, das kinderlachen... im Moment wird hier mehr gestritten (4 und 6,5).

Andererseits leben wir beide an der Grenze unserer Kräfte (physisch und psychisch). Er möchte auch wieder mehr Zeit mit mir alleine verbringen, Paarzeit... die Kinder langsam aus dem Ehebett ausquartieren...

Ich find das ja grds auch nicht verkehrt, wenn da nicht der Wunsch nach noch einem Kind in mir wäre... wir haben nach dem Zweiten immer gesagt: wir schauen mal, ob’s ein drittes gibt. Wenn wir andere Familien mit kleinen Kindern treffen oder beobachten können, sagt er immer: puh, bin ich froh, dass das hinter uns liegt- ich hingegen denke immer: ich, schade, dass wir nicht so ein kleines womberl haben...

Ich bin jetzt so weit, dass ich eine Entscheidung zeitnah treffen will. Dieses Jahr werd ich vierzig und ich mag die babysachen im Keller jetzt nicht mehr anschauen: verwenden oder abgeben...

Habt ihr einen Rat? Wenn ich jetzt meinen Wunsch vom dritten Kind aufgebe - ich will es nicht in 20 Jahren bereuen... aber ich bin echt fast die einzige hier, die noch eins will. Auch Großkind (puh, ich bin froh, dass die Mama kein Baby im Bauch hat, sonst hätte sie ja noch weniger Zeit für uns!), bei Schwiegis und eigenen Eltern ist weiterer Nachwuchs nicht erwünscht...

Ich weiß nicht, wie ich mich entscheiden soll..?!?
Danke und Lg Kinderwunsch-ano

Antworten

Anonym schrieb am 09.01.2020 10:58

Hallo liebe Ano,
bei mir ist gleiche Ausgangslage. Ich wollte immer 3, mein Mann hatte nach dem ersten Kind schon genug. Das zweite hat er mir zugestanden. Ums dritte musste ich kämpfen. Gleiche Argumente.
Da ich aber in meiner Jugend bereits eine Entscheidung gegen meinen Herzenswunsch getroffen habe, die ich bis heute bereue, hab ich meinen Mann letztendlich überzeugt. Was soll ich sagen, ich bin jetzt schwanger, freue mich einerseits riesig, zweifele aber total an der Entscheidung... Ich hab panische Angst davor, wie es werden wird, wenn die Schwangerschaft weiter fort schreitet (hatte bisher immer Probleme und sie kündigen sich auch jetzt schon wieder an).Ich habe Zukunftsängste, weil ich Angst habe, den Stress nicht bewältigen zu können. Usw... ich will dich jetzt nicht zutexten.

Ich wünsche Dir ne gute Entscheidungsfindung. Ich kann nur sagen, manchmal ist weniger mehr...

Liebe Grüße

Anonym schrieb am 09.01.2020 12:07

Mein Mann kennt meinen Wunsch nach Nummer 3, Nummer 2 ist 10 Monate, von daher ist noch Zeit.
Er möchte eigentlich nicht, genießt sein aktuelles Baby aber schon seeeehr. Ich denke ich werde meinen Wunsch weiter äußern aber nicht nerven und. Ir eine innerliche Frist setzen.
Also zb in 2 bis 3 Jahren wird der Wunsch begraben.
Ich möchte nur ein Baby wenn mein Mann das mitträgt. Und ich möchte ihn auch nicht überreden müssen. Wir haben zwei Kids, die von Herzen gewünscht waren und extrem lange herbeigesehnt, das hätte ein Drittes auch verdient.
Im übrigen bin ich das Dritte, dass nur von der Mutter gewünscht war. Schlussendlich hat mein Vater mich Nesthäkchen und einziges Mädchen sehr geliebt, aber es hat mich bis heute trotzdem sehr beschäftigt. Wenn es nach ihm gegangen wäre, gäbe es mich nicht *nachdenklichguck*

Zwei gesunde Kinder zu haben ist ein unglaublich großes Glück mit dem ich auch zufrieden sein kann.

Ich beschäftige mich auch gerade arg mit meiner persönlichen beruflichen Entwicklung, Weiterbildung etc pp und freue mich so sehr drauf. Also es gibt definitiv Erfüllung über Windeln hinaus (-:
Wenn Kinderwunsch entgegen Verstand sehr groß ist, lohnt es sich zu gucken was das ist, oder ob andere Lebensbereiche vielleicht nicht befriedigend sind

Gute Entscheidungsfindung!!!

..kes

Anonym schrieb am 09.01.2020 17:24

Unsere Kinder sind 8 und 10 Jahre alt. Bis vor kurzem hatte ich immer den Wunsch nach einem dritten KInd. Mein Mann wollte kein drittes Kind, ich finde es ganz schlecht wenn man den Partner überredet, gerade bei einer so wichtigen Entscheidung. Ich war auch mit den zwei Kindern eigentlich gut ausgelastet hatte aber das Gefühl ein drittes Kind wäre gut zu wuppen. Vor kurzem dachte ich, ich sei schwanger und wurde richtig panisch, da habe ich gemerkt ne der Zug ist durch und ich bin so froh auf meinen Mann gehört zu haben. Je älter die Kinder werden desto mehr fordern sie mich emotional mit ihren Problemen, sind sie noch klein ist es einfach, je größer sie werden desto anspruchsvoller werden sie. Hätte ich mehr Kinder hätte ich wohl immer das Gefühl keinem so richtig gerecht zu werden und mir selbst auch nicht ..... nur so als Denkanstoß ... ich habe total die psychische Komponente größerer Kinder unterschätzt. Also alles perfekt hier :-)

Anonym schrieb am 10.01.2020 17:15

Hallo Ano,

da Geld bei euch kein Problem ist, würde ich etwas davon in die Hand nehmen und mir 2-3 Beratungen bei einem guten Systemiker gönnen. Es gibt tolle Methoden, um schnell heraus zu bekommen, was wirklich hinter deinem Wunsch steckt.

LG Doro

Anonym schrieb am 10.01.2020 20:15

Ich habe nach 2 grossen (5,7) nochmal einen Nachzügler bekommen. Mein wunschkind, mein mann zog dann doch mit und die grossen wollten immer gerne. Aber es ist jetzt fast 2 jahre später viel anstrengender. Klar wir sind älter, ich stecke den Schlafmangel nicht mehr gut weg. Und doch ist der Altersunterschied hier immer wieder ein Problem. Gemeinsame Aktivitäten sind schwierig und irgendwie müssen wir uns als paar dann oft aufteilen. Auch die individuellen Bedürfnisse der grossen kann ich nicht mehr so erfüllen wie früher, es muss eben doch oft Rücksicht genommen werden. Das geht bei uns meist gut weil sie ihre kleine Schwester wahnsinnig mögen, aber mir tut es oft leid. Kein schlittschuhlaufen, im schwimmbad doch das kleinkindbecken, leise sein weil sie schläft, ....
Ich bin froh dass wir einige freunde mit gleicher alterskonstellation haben. Denn gemeinsame ausflüge nur mit grossen kindern und deren eltern empfand ich auch immer als stressig. Man vergisst schnell wieviel aufmerksamkeit und zeit das baby braucht und oft habe ich mich da auch unter druck gesetzt gefühlt wenn wir dann wieder pausieren mussten oder eben wickeln und früher zurück ect.
Ich liebe dieses 3. kind sehr, aber rational wären nur 2 die entspanntere variante gewesen, vor allem wegen des grossen Altersunterschieds. Aber auch weil die Hilfe von außen wegfällt (alte Grosseltern, beschäftigter Vater) Ich habe mich um keines der anderen beiden so viele alleine gekümmert wie um das 3. und auch das habe ich unterschätzt.

Lg

Anonym schrieb am 11.01.2020 01:05

Hallo!

Ich hätte auch noch gerne ein weiteres Kind gehabt. Mein Mann wollte aber nicht mehr, so wie deiner sagte er auch immer, dass er froh ist, dass die anstrengende erste Zeit vorbei ist.


Wenn ich jetzt meinen Wunsch vom dritten Kind aufgebe - ich will es nicht in 20 Jahren bereuen...


Lange habe ich gedacht, dass ich meinen Kinderwunsch auch nicht aufgeben mag. Er ist zwar immer noch da, aber er verblasst. Ich denke, dass man sich gut arrangieren kann wenn es sein muss. Und dass irgendwann andere Dinge wieder wichtiger werden können.
Übrigens wollte keins meiner Kinder ein Geschwister, weil ich dann weniger Zeit für sie gehabt hätte.
Auch habe ich festgestellt, dass viele Frauen gerne noch 1-2 Kinder mehr gehabt hätten den Kinderwunsch aber aus vielen verschiedenen Gründen aufgeben mussten.

Rede mit deinem Mann und versuche ihm klar zu machen, wie groß dein Wunsch ist (oder ist es Angst, Torschlusspanik, dass du mit über 40 zu alt bist? Frau kann auch noch mit 41/42 ein Kind bekommen :).
Vielleicht kann er sich darauf einlassen....
Liebe Grüße (und berichte, wie es ausgegangen ist. Ich hibbel mit dir!!)

Anonym schrieb am 11.01.2020 11:44

Hallo! Ich habe deinen Beitrag nun mehrere Male gelesen und überlegt, was ich denn am besten dazu schreiben könnte, denn mit einem ausgeprägten Kinderwunsch kenne ich mich aus....Und ich habe meinen Mann wohl in gewisser Weise gemeinsam mit unseren Kindern überredet. Ich bin derzeit mit unserem zweiten "weiteren Kind" schwanger.
Allerdings war unsere Situation eine andere. Mir war nach dem dritten Kind direkt klar, dass wir noch nicht komplett sind und habe das über drei Jahre und mehr permanent thematisiert. Mein Mann meinte immer nur, er wisse es noch nicht und so habe ich gewartet und wieder und wieder gefragt. Wirklich Gründe dagegen gab es seinerseits aber auch nicht. Das wurde uns in der Paar -Beratung bewusst. Ich war diejenige, die sich in die Beratung gewandt hat, weil ich nicht wusste, wie ich mit meinem Wunsch abschließen könnte. Ich wollte auch ergründen, wie es sich mit dem Kinderwunsch überhaupt verhält.
Letztendlich haben wir unser viertes Kind bekommen mit 4,5 Jahren Abstand zum dritten Kind.
Nun kommt sogar bald das fünfte und ich fühle, dass es so ganz richtig für uns ist. Meine "großen" Kinder (9,8,6) haben uns schon nach der Geburt des Babys gesagt, dass da noch ein Geschwisterchen fehlt. Sie haben auch betont, dass der kleine Bruder ja sonst so allein sei, sie wären ja auch zu dritt.
Was ich damit sagen will: es war letztlich eine Familienentscheidung.

Wenn ich deinen Beitrag so lese, klingt es eher nicht nach einem weiteren Kind. Du listest mehrere Punkte so auf, dass sie als Gegenargumente stehen: Migräne, beruflich wieder eingestiegen, Freiraum, da Kinder vormittags in Kiga und Schule, Kinder wollen kein Geschwister und Mann will ganz klar einen Schritt vorwärts gegen und keine Babyzeit mehr haben....
Vielleicht kommt der Wunsch nun nochmals auf, da ihr als Familie tatsächlich einen Schritt weiter seid. Das nächste Level erreicht und euch darin erstmal neu finden müsst. Da kann durchaus Sehnsucht nach dem "wie es war als die Kinder noch ganz klein waren" aufkommen.
Dem könntest du nachspüren.
LG Julikind

Anonym schrieb am 15.01.2020 08:53

... dass wir noch nicht komplett sind und habe das über drei Jahre und mehr permanent thematisiert. Mein Mann meinte immer nur, er wisse es noch nicht und so habe ich gewartet und wieder und wieder gefragt. LG Julikind

Genau dasselbe habe ich auch mehrere Jahre gemacht. Nur dass mein Mann ganz anders reagiert hat :(((.
Durch mein permanentes Nachhaken habe ich ihn dermaßen unter Druck gesetzt, dass er mir schlussendlich mit einer Trennung gedroht hat.
Jetzt muss ich das Thema ruhen lassen obwohl der Kinderwunsch weiterhin existiert.
Blöderweise bin ich mittlerweile auch noch 40+.

@julikind
du lebst meinen Traum. Mein Wunsch waren auch immer 5 Kinder, jetzt sind es halt "nur" 3.

ChristineT (Profil) schrieb am 17.01.2020 15:37

Liebe Ano,
ich bin nicht der Meinung, dass man die Familienarbeit mit mehreren Kindern zu jeder Zeit alleine bewältigen können muss. Da kommt man zeitweise schon an Grenzen. Aber zum Zeitpunkt des Kinderwunsches sollten schon noch etwas Kapazitäten vorhanden sein.
Ob das Kinderlachen mit dem dritten Kind einzieht, weißt Du nicht - vielleicht gibts auch noch mehr Streit... Insofern würde ich auch mal schauen, ob noch was anderes hinter dem Kinderwunsch steckt.
Wenn nicht, finde ich es schon elementar, was der Mann dazu sagt - die Meinung der Schwiegereltern und sonstigen Verwandtschaft würde ich eher ausblenden.
Alles Gute Dir!