"Integrationsplatz Kindergarten"

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Nachtkatze (Profil) schrieb am 14.08.2019 10:14

Integrationsplatz Kindergarten

Hey,

kennt sich da jemand mit aus? ich hätte gern einen solchen Platz für meine herzkranke Fünfjährige, die durch die Medis starke Konzentrationsstörungen hat, sehr schlecht spricht und überhaupt in allem weit zurück ist.
Die Hausärtzin sagt ja, der Kardiologe auch, der aktuelle Kindergarten eh,...wie gehts weiter?

Antrag stellt man bei der gemeinde, aber was kommt dann auf einen zu?

Liebe Grüße

Antworten

Anonym schrieb am 14.08.2019 10:21

Hallo,

da kommt eigentlich nur auf dich zu, dass du dich mit Kind bei der Amtsärztin vorstellen musst und dann Wartezeit, bis der Antrag genehmigt ist.

LG Doro

Anonym schrieb am 14.08.2019 10:22

Ach so, einen Teil des Antrags muss der behandelnde KIA ausfüllen.

LG Doro

natascha (Profil) schrieb am 14.08.2019 13:30

Lass dich vom Kinderzentrum beraten.
Ich seh darin viele Vorteile, gerade später im Bezug auf due Schule.
Bei uns muss man jedes Jahr einen neuen Antrag stellen, aber nicht mehr mit Amtsarzt.
Eigentlich nur die Verlängerung.



Ich drück euch die Daumen.
Wäre es ei Regelkindergarten ?

Lg Natascha

Anonym schrieb am 14.08.2019 13:48

Hallo,

wir haben vor kurzem einen Antrag gestellt für unser Kind. Bei uns ging das so:

-Telefonat mit dem Sozialamt (zalht dann die Integrationskraft), die schickten uns den auszufüllenden Antrag mit Kopien von Ärztebriefen/Diagnosen

- Kind bei der Frühförderstelle vorgestellt.

- Runder Tisch im Kindi mit Sozialamt, Frühförderstelle, Kindergartenleitung und Gruppenleitung und Hauptamtsleiter von der Stadt (weil städt. Kindi)

- Bewilligung von pädagogischen und pflegerischen (?) Bedarf und Festlegung der Stundenzahl (bei uns max. 12h möglich, Kind hat 9h bekommen, da nicht jeden Tag im Kindi wegen Therapien vormittags)

- Integrationskraft sehr schnell durch den Kindi gefunden

Insgesamt hat es von Antragstellung bis zum Kindistart 5 Monate gedauert.

Alles Liebe für euch!!!

Anonym schrieb am 14.08.2019 13:49

Also wir schickten den ausgefüllten Antrag mit Kopien ans Sozialamt zurück :-)

Nachtkatze (Profil) schrieb am 14.08.2019 20:47

Also.

Irgendwie ist es hier ein ziemliches Drama, bei genauer Nachfrage gibt es nämlich aktuell nur noch einen freien Platz und der bedeutet 40 Min. Fahrzeit. Kind würde zwar abgeholt, müsste aber um 7.00 Uhr parat stehen. Dazu müsste der Antrag erstmal bewilligt werden, was vermutlich eh zu spät kommt weil sie bis dahin schulpflichtig sein wird.

Und ich fühle mich grad mies, weil ich es verschlafen habe. Den Antrag hätte ich vor nem Jahr stellen müssen...nun ja, da hätte ich grad andere Sorgen. Trotzdem ganz mieses Gewissen.

Wir haben und jetzt auf weiterhin Ergo- und Logo und nen Antrag auf Frühförderung geeinigt. Das muss dann reichen.

Ich finde sie auch gar nicht soooo weit weg vom Durchschnitt. Sie zählt bis 20, erkennt Formen, kann sie isolieren, benennt Acht oder neun Farben...sie spricht nur sehr schlecht und beugt alle Verben falsch („Ich habe Julian geseht, der ist zu seiner Oma gegant.“)

Sie macht sich viele Gedanken:“ Das Baby robbt? Warum sagt man das? Robbt? Ich finde es raupst! Wie eine Raupe!“

Vielleicht kommt der große Sprung ja noch...

Henni (Profil) schrieb am 14.08.2019 21:17

Ich weiß nicht, ob ich das richtig verstanden habe:
Du suchst einen Platz in einem integrativen KiGa, das heißt, sie müßte dafür nochmal den KiGa wechseln?
Kann man für jeden KiGa eine Integrationshilfe beantragen? Dann könnte sie dort bleiben, wo sie ist.
Oder soll KiGa jetzt demnächst erst anfangen?
Auch dann würde ich beim örtlichen KiGa klären, ob sich eine I-Kraft beantragen läßt.

LG Henni

Anonym schrieb am 14.08.2019 21:37

Hallo nochmal,

ich bin die Ano mit dem Integrationskind im Regelkindi. Ich hatte dich auch so verstanden, dass die Integrationskraft für den jetzigen Kindi ist. Wenn deine Tochter jetzt alleine einigermaßen klar kommt, dann kann das auf jeden Fall im jetzigen Kindi stattfinden. Unser Kind geht ganz normal in den Kindi hier im Dorf.

Und du brauchst gar kein schlechtes Gewissen haben. Denn das hilft der facto gar niemanden. Wenn du jetzt die Kraft und den Nerv hast einen Antrag auszufüllen, kann das immer noch laufen. Und wenn nicht, dann ist es auch okay!
Evtl. könnte sie ja auch zurückgestellt werden.

Bei uns in der Nähe gibt es eine Sprachheilschule, da gibt es auch Frühförderung. Vielleicht hat es sowas auch bei euch in der Nähe zum Nachfragen.

Nachtkatze (Profil) schrieb am 14.08.2019 22:01

Also, sie geht aktuell in den Waldkindergarten. Nur ist sie halt sprachlich Und Feinmotorisch nicht sehr fit. Die jetzige Erzieherin sieht sie daher dort nicht gut aufgehoben und empfiehlt schon länger einen Wechsel. Integration IM Wald gibt es nicht.
Hier bei uns muss der Kindergarten bestimmte Voraussetzungen erfüllen um I-Kindergarten zu werden. Es gibt pro Landkreis nur eine gewisse Anzahl, die Kinder werden dann „verteilt“.

Sie müsste den Kindergarten also wechseln. (Von Gruppe mit 15 Kindern und zwei Kräften zu Gruppe mit 25 Kindern und 3 Kräften, davon eine heilpädagogische Kraft).

Nun hab ich mir heute ne Menge angesehen und angehört, und bin von dem I-Platz auch gar nicht mehr so recht überzeugt. Heute früh klang das alles so toll, im Elterngespräch mit dem Wald-Kindi, und heute Abend weiß ich gar nicht so recht ob ich das überhaupt noch möchte. Die Gruppe wird größer, der Wechsel, ob das wirklich noch mehr bringt als die jetzige Förderung?! Sie muss sich ja erstmal einleben und ankommen, das kostet auch Kraft...ach, ich weiß auch nicht...hin und her gerissen...

Anonym schrieb am 14.08.2019 22:37

Okay, dann ist das vielleicht bei euch anders. Ich hatte mich auch viel über Integration informiert. Es gab auch einen integrativen Kiga weiter weg, aber dort gab es keinen freien Platz und die Dame sagte mir noch, dass in jedem Kindergarten Integration möglich sei.

Unser Waldkindi im nächsten Ort hat auch ein Integrationskind (ist ein städtischer Kindi).

Eigentlich klingt es so, als hast du dich schon entschieden ;-)
Persönlich finde ich Waldkindi super. Und Feinmotorik lässt sich zu Hause auch spielerisch üben. Und bei der Sprache wiederholen mit der richtigen Verbform. Und vor allem ganz viel Entspannung, Zeit und Vertrauen in dein Kind.

Anonym schrieb am 14.08.2019 22:39

Moin,

habe ich dich richtig verstanden, dass es um ein Jahr geht, danach ist Schule? Und dein Kind ist schon länger im aktuellen Kindergarten?

Wenn das so ist, würde ich gucken, ob es sich dort wohl fühlt. Wenn ja, würde ich es dalassen und externe Hilfe in Anspruch nehmen. Was kann ein I-Platz für ein Jahr in neuer Kita richten? Was macht er kaputt?

Mein Kind war im örtlichen Integrationskindergarten in Niedersachsen (nicht als I-Kind, aber ihre Freundin). Es kamen die entsprechenden TherapeutInnen ins Haus, so mussten die Eltern das nachmittags nicht mehr erledigen, ansonsten bin ich mir rückblickend nicht sicher, ob es sich für ein Jahr gelohnt hätte.

Liebe Grüße
Lena

Gerlind (Profil) schrieb am 15.08.2019 14:38

Hallo Nachtkatze,
ich bin Frühförderin und hier wäre es ein 6er im Lotto, wenn jetzt ein Kind noch einen I-Platz für das gerade beginnende Jahr bekommt. Die sind viel zu wenig vorhanden und eine Einzel-I ist auch nicht überall machbar, abgesehen davon, dass man dafür erstmal einen Fachkraft finden muss.
Bei dem was du beschreibst, würde ich auch sagen, Logo, Ergo, FF jetzt das Jahr weiterhin und frühzeitig! schauen, ob sie nächsten Sommer eingeschult wird (so sie denn überhaupt schon muss)oder nochmal zurückgestellt wird und wo sie dann ggf. das letzte Kitajahr verbringt. Dafür eng mit FF zusammen arbeiten, das ist hier zumindest unser täglich Brot.
Ebenso muss frühzeitig (also ab Herbst) geschaut werden, welche Schulform die richtige ist, und ob ggf. eine Schulbegleitung notwendig ist, immer vorausgesetzt, zusätzliche Maßnahmen sind überhaupt nötig.
Ich hoffe sehr, dass die Kita euch hier keinen Druck macht, bei dem was du beschreibst, finde ich Waldkita ne tolle Sache!
Hier gibts das leider immer wieder, dass Kitas sich plötzlich nicht mehr in der Lage sehen, Kinder mit erhöhtem Bedarf zu betreuen und dann ein Riesen Dilemma entsteht.
Ich drück dir die Daumen!