"Jetzt zieh ich auch aus und zwar morgen "

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Anonym schrieb am 28.07.2019 00:17

Jetzt zieh ich auch aus und zwar morgen

Hallo ihr Lieben,
ich habe jetzt keine Reserven mehr, die ich in unsere Ehe stecken könnte. Ich dachte immer ich hab keine Kraft zu gehen aber heute spüre ich es so deutlich wie nie: ich hab keine Kraft zu bleiben, gehen ist dagegen ein Klacks!
So starte ich morgen mit Tochter 8 Jahre und Tochter 5 Monate eine Reise ohne meinen Mann. Dessen Elternzeit beginnt am 1.8. und er wird sie zumindest ohne mich und die Kleine verbringen. Wir hatten uns alle so darauf gefreut.
Jetzt ist alles gesagt und ich fahre morgen zu Freunden und später weiter in die Alpen zu meinen Eltern. Am Ende der Sommerferien werde ich entschieden haben, wo ich leben möchte.
Ich will's euch nur sagen und nix schlechtes über meinen Mann. Ich würde mich über Aufmunterung freuen und vielleicht Austausch mit Frauen mit ähnlichem Weg.

Vielleicht knicke ich noch ein, vielleicht bekomme ich noch Angst aber heute bin ich stark und die kommenden 6 Wochen gehören uns Mädels.

Danke dass ihr ihr seid (-:
..kes

Antworten

Tiana (Profil) schrieb am 28.07.2019 08:23

Ich drücke dich und wünsche dir eine schöne Zeit und ein neues Entdecken. Lass dich nicht unterkriegen!

Clarita (Profil) schrieb am 28.07.2019 10:39

Oh! Das kommt jetzt irgendwie überraschend und dann doch nicht... Hast ja früher schon Dinge erzählt, aber ich dachte, die Tatsache, dass ihr es doch wieder mit dem 2. Kind angegangen seid, wäre ein Zeichen, dass ihr es irgendwie überwunden hättet. Schon skurril, Elternzeit ohne Kind zu haben...

Ich wünsche Dir auf jeden Fall, dass Du die für euch richtige Entscheidung triffst, egal wie sie aussieht. Und jetzt erstmal schöne "Mädels-Ferien"!

natascha (Profil) schrieb am 28.07.2019 11:40

Liebe.....


Weist du, lebe jetzt und den Moment..... jetzt das gehört dir.
Das Gestern war, wird sich nie wieder ändern, auch wenn wir es wollen...das Morgen kommt, unaufhaltsam, darum kümmern wir uns erst morgen, das jetzt ist genau da, das leben wir und geniesen es. Mit allen höhen und tiefen.
Das jetzt benötigt volle Aufnerksamkeit. Du machst das richtig.


Zu deiner Ehe sage ich dir das, was mir mal ein Mensch gesagt hatte,

Liebe reicht nicht immer aus , um den Weg zuende zu gehen.


Liebe gGrüsse

Viel Jetzt
Natascha

Mornica (Profil) schrieb am 28.07.2019 13:43

Liebe... , auch ich bin erstmal erstaunt. Glaube aber, dass du dir das ganz bestimmt nicht leicht gemacht hast. Und schließe mich Natascha an. Je älter ich werde, desto mehr denke ich: Liebe ist zwar alles, kann aber nicht alles und ist manchmal nicht genug.
Einen kraftspendenden und klärenden Urlaub wünsche ich euch!
LG Bettina

Flaps (Profil) schrieb am 28.07.2019 14:33

Liebe ...

ich will nicht einfach drüber lesen und mich davon schleichen. Auch wenn ich nicht in der Situatuion war/ bin, und nicht einschätzen kann, was auf dich zu kommen wird.
So möchte ich dir doch von Herzen ganz viel Kraft und vor allem ganz ganz viel Liebe für deine Kids ins Herz wünschen. Du wirst deinen, den richtigen Weg gehen, dessen bin ich gewiss, denn so habe ich dich hier kennen lernen dürfen. Als jemand sehr geradlinigen, der auch viel analysiert und hinterfragt.

Alles alles gute euch!

Flapsgrüße

Anonym schrieb am 28.07.2019 16:45

Jetzt bin ich mit den Kids erstmal bei Freunden. Am liebsten würde ich hier bleiben. Die Große hat sich gestern total auf das Abenteuer gefreut und heute morgen bitterlich geweint. Sie tut mir so leid, sie liebt ihren Papa so sehr und ein guter Papa ist er auch. Er ist auch kein schlechter Mensch, aber ein sehr kranker der sich nicht helfen lässt, vielleicht nicht kann. Nur um sich nicht sich selbst zu stellen bin ich die Schuldige an allem und das halt ich nicht mehr aus und schon gar nicht den Suff.
..kes

Nachtkatze (Profil) schrieb am 28.07.2019 17:27

Dicke Umarmung

Der Abstand ist sicher erstmal die richtige Wahl. Und dann mal in Ruhe einen Plan machen.

Du schaffst das. Und Du bist nicht allein. Es gibt viele Wege und sicher auch einen für Dich.

Du kannst mir gern etwas schreiben, oder wir telefonieren mal, wenn Du magst.

Aber ich kann Dir von ganzem Herzen sagen:schlimmer als jetzt wird es nicht mehr. Die ersten vier Wochen sind hart, aber sobald Du einen Plan hast wird es besser. Und irgendwann auch wieder richtig gut. Ehrlich. Für Dich und auch für die Mäuse (und vielleicht sogar für den Papa).

Dicke Umarmung, meld Dich gern!

hosenscheisserin (Profil) schrieb am 28.07.2019 21:56

Hallo,

wie in meinem anderen post - ich war gerade in einer ähnlichen Situation. Wenn du dir dicher bist, dann gratuliere ich dir zu der Kraft, die du gefunden hast - und zu dem Mut. Denn das finde ich es, den Schritt zu gehen wenn man merkt, es reicht und geht tatsächlich nicht mehr: mutig und stark.
Du klingst, als seist du beruflich nicht so abhängig, das ist doch ziemlich von Vorteil.
Ja, für die Kids ist es ein Riesen- Mist, aber ich sage mir immer, dass die Stimmung und ein Aufwachsen in einer solchen ja auch niemandem gut tun. Immer, wenn ich den Kinds gegenüber ein schlechtes Gefühl habe..
Ich habe zwar im Kopf, dass es bei euch nicht einfach war, aber genaueres weiß ich nicht. Aber Suff klingt ja schon verdammt schwierig. denke, da wird die Große vielleicht auch irgendwie die Erleichterung spüren.
Vielleicht gibt es dir Kraft - ich hatte nach der Entshceidung irgendwie gar keine Zweifel mehr, ob es die richtige ist. Und auch heute, fast 4 Monate später, gab es keinen Moment, an dem ich bereut oder gezweifelt habe. ist aber auch noch einiges Unschönes vorgefallen, was ich mir nicht vorstellen kan, zu verzeihen.
ich wünsche dir, dass es guter Papa bleibt - dann sind wir irgendwie auch gar nicht wirklich alleinerziehend und allein.
Ich wünsche dir viel Kraft - und du kannst dich gerne auch melden, habe auch gerade das Bedürfnis nach Austausch...
LG,
K

Anonym schrieb am 29.07.2019 19:38

Ich bin beruflich nicht abhängig weil ich nicht hab. Mein befristeter Arbeitsvertrag läuft nächste Woche aus...
Jetzt wo ich Ruhe zum denken hab und raus bin stürzt es ganz schön über mich ein. Ich kann nicht mehr zurück und ich schaffe es im Moment auch nicht eine neue Bleibe am jetzigen Wohnort zu finden. Der Wohnungsmarkt ist scheiße, mein Konto nicht gefüllt und ich hab die Energie nicht alles alleine zu managen.
Meine Freunde hier wohnen 1,5 Stunden von unserem Wohnort entfernt auf dem Land mit Riesen Haus und Grundstück an einem Bach. In der 15 Minuten entfernen Kleinstadt lebt mein Bruder mit Familie. Ich könnte hier im Haus Bei meinen Freunden ein kleines Appartement mieten mit Wohn-Schlaf-Ess-Küche und Bad. Ich bräuchte genau drei Möbelstücke von Zuhause mitbringen.
Meinem Mann habe ich jetzt mal erklärt, dass wir bis auf weiteres getrennt sind und er jetzt sein Leben ordnen soll. Er soll einfach endlich mal einen Zustand herstellen in dem er zufrieden ist. Also Job, Wohnort, Haus etc pp. Ist mir alles scheißegal er soll jetzt mal ohne uns zu sich kommen. Er hat mir jetzt über Jahre verteilt 3 mal gesagt, es ginge ihm ohne uns besser.
Aber mein armes großes Kind!!! Ich heule und heule wenn ich denke was sie mitmachen muss. Sie liebt ihren Papa, unser Haus und die Nachbarschaft. Ihre Schule, die Vereine. Das ist so ein Mist.
Aber was ist das alles Wert wenn die Mama kaputt geht und der Papa auch labil?
Es kotzt mich so an. Wir lieben uns und haben so ein schönes Leben. Aber ständig von jetzt auch gleich ist er betrunken, ich an allem schuld und es werden so böse Dinge gesagt. Die Kommunikation ist nur noch paradox und ich komme von einer Situation in die Nächste, in der ich egal was ich tue, nicht richtig handeln kann.
..kes

Anonym schrieb am 29.07.2019 20:03

Von dem was du schreibst, kann ich deine Entscheidung nur richtig finden. Auch und gerade für die Kinder. Alkoholismus (oder jede andere zerstörerische Sucht) kann man nicht "tolerieren" ohne erhebliche Verluste. Und man hilft dem Süchtigen nicht damit! Für mich ein sehr wichtiger Punkt. Manche Alkis bekommen dann die Kurve, wenn sie merken, dass alles zusammen bricht. Andere nicht, oder erst sehr viel später. Nachdem sie komplett auf der Schnauze liegen. Vielleicht kannst du es schaffen, jeden Weg zu akzeptieren. Mit Appellen kommt man ja nicht weit, also bleibt nur Akzeptanz (und die Hand, die immer ausgestreckt ist zum Kontakt oder die Hilfestellung).
Sage ich mal so als Alki-Tochter. Ich habe mir als Teenagerin gewünscht, dass meine Mutter meinen Vater verlässt und mit meiner Schwester und mir in eine andere Stadt zieht. Leider hat sie es nicht gemacht, und ihr Leben nicht gelebt. Meine Schwester und ich haben zwar einen Schaden, aber wir konnten irgendwann gehen.
Für ein Grundschulkind ist es sicher (noch) anders, aber ändert nichts daran, dass die Sucht von alleine nicht verschwinden wird.
Alles Gute für euch!
B.

natascha (Profil) schrieb am 29.07.2019 20:36

Hi meine Liebe

Die 7 Säulen des Trauerns.
Muss nicht immer mit Tod zu tun haben.
Weine, weine für dich , die Kinder, die Vergangenheit und für die Zukunft, und irgendwann hast du ausgeweint.

Den Kinder fällt Veränderung schwer, klar wer will das schon, alles vertraute hinter sich lassen, aber wo Türen schliessen, gehen neue Türen auf.
Was sollen sie denn vorgelebt bekommen, sie werden grösser und verstehen.
Lass sie trauern und wütendd sein, Zeit zum Ankommen.
Geh raus in die Natur, das ist für alle gut.
Klettern toben ,stille.


Später vielleicht auf einen Spielplatzt.

Das mit der Wohnung klingt doch echt supi.

Eine Tür geöffnet.
Der Rest findet sich.
Lasst euch Zeit


Mutige Grüsse
Natascha

Nachtkatze (Profil) schrieb am 31.07.2019 14:34

Lass es raus.

Weinen ist okay. jede Träne die raus ist hast Du hinter Dir. ist wie mit Wehen. Jede überstandene liegt hinter Dir. Für immer.

Und gib dem Ganzen einfach Zeit. Dir selbst auch. Und dem Kind auch. Findet euch erstmal selbst neu.

tagebuch schreiben.

was ICH werden möchte.
was ICH tun will.
WAs MIR wichtig ist.

es dauert. aber es wird bald besser sein, mit der Trauer.

Liebe Grüße

8beim Stillen und mit einer Hand getippt)

und nimm doch die Wohnung erstmal. Als Basis. Von da aus weiter.

Anonym schrieb am 31.07.2019 17:39

Hallo Munkes,

dass dein Mann ein Alkoholproblem hat, wußte ich nicht. Ich dachte immer nur psychisch labil und irgend eine Darmerkrankung.
Hast du denn eine gute Suchtberatung in deiner Nähe? Dort gibt es auch Beratung für Angehörige, aber das weißt du sicher.

So sehr ich das Forum schätze, so sehr merke ich auch, dass es immer nur Erfahrungsberichte und Meinungen sind, die ein Gespräch bzw. eine Beratung nicht ersetzen können. Aus meiner Sicht.

Die Probleme mit deinem Mann begleiten dich ja schon über Jahre und immer wieder warst du psychisch belastet. Im Moment bist du mit deinem Säugling zusätzlich körperlich und psychisch sehr gefordert.

Vielleicht kannst du dich tatsächlich erstmal von deinen Eltern aufpäppeln lassen und Kräfte sammeln? Für zukunftsträchtige Entscheidungen, wie Umzug etc. hast du doch noch alle Zeit der Welt.

Ich wünsche dir, dass du jemanden in deiner Nähe hast, der gut auf dich aufpasst.

LG Doro

Lola (Profil) schrieb am 31.07.2019 18:01

Liebe m....

ich habe so lange nicht mehr hier reingeschaut und nun sowas. Es tut mir leid, dass Du jetzt in so einer Situation steckst. Ich wünsch Dir ganz viel Kraft und weiterhin viel Mut.

Wo bist Du denn gerade?

Lola

Anonym schrieb am 31.07.2019 22:21

Hallo Munkes,

dass dein Mann ein Alkoholproblem hat, wußte ich nicht. Ich dachte immer nur psychisch labil und irgend eine Darmerkrankung.
Hast du denn eine gute Suchtberatung in deiner Nähe? Dort gibt es auch Beratung für Angehörige, aber das weißt du sicher.

So sehr ich das Forum schätze, so sehr merke ich auch, dass es immer nur Erfahrungsberichte und Meinungen sind, die ein Gespräch bzw. eine Beratung nicht ersetzen können. Aus meiner Sicht.

Die Probleme mit deinem Mann begleiten dich ja schon über Jahre und immer wieder warst du psychisch belastet. Im Moment bist du mit deinem Säugling zusätzlich körperlich und psychisch sehr gefordert.

Vielleicht kannst du dich tatsächlich erstmal von deinen Eltern aufpäppeln lassen und Kräfte sammeln? Für zukunftsträchtige Entscheidungen, wie Umzug etc. hast du doch noch alle Zeit der Welt.

Ich wünsche dir, dass du jemanden in deiner Nähe hast, der gut auf dich aufpasst.

LG Doro


Huhu!
Das ist sehr lieb Doro! Ich bin in besten Händen. Und ich weiß ja wo es Hilfe gibt. Zum Glück ist das meine Profession. Das schlimmste ist wirklich nicht fen Weg zu gehen sondern die Entscheidung zu treffen. Was ist für wen das Beste ? Aber das kann nur ich selbst entscheiden. Ich find es einfach schön, ein bisschen Mut gemacht zu bekommen und zu wissen: da sind ein paar Frauen die denken an mich.

munkes (Profil) schrieb am 31.07.2019 22:21

Liebe m....

ich habe so lange nicht mehr hier reingeschaut und nun sowas. Es tut mir leid, dass Du jetzt in so einer Situation steckst. Ich wünsch Dir ganz viel Kraft und weiterhin viel Mut.

Wo bist Du denn gerade?

Lola


Liebe Lola,
du hast Mail (-:

munkes (Profil) schrieb am 31.07.2019 22:24

Re: Lass es raus.

Weinen ist okay. jede Träne die raus ist hast Du hinter Dir. ist wie mit Wehen. Jede überstandene liegt hinter Dir. Für immer.

Und gib dem Ganzen einfach Zeit. Dir selbst auch. Und dem Kind auch. Findet euch erstmal selbst neu.

tagebuch schreiben.

was ICH werden möchte.
was ICH tun will.
WAs MIR wichtig ist.

es dauert. aber es wird bald besser sein, mit der Trauer.

Liebe Grüße

8beim Stillen und mit einer Hand getippt)

und nimm doch die Wohnung erstmal. Als Basis. Von da aus weiter.


Liebe Nachti (-:
Das mit den Tränen hast du toll gesagt! Danke dir.
Meine Achtung vor dir steigt von Tag zu Tag. Welch einen Schritt du gegangen bist!
Wow

Anonym schrieb am 01.08.2019 12:46

Liebe ...kes

ich wusste nicht, dass dein Mann ein Alkoholproblem hat.
Scheiße.
Inwieweit sich das ausdehnt weiß ich auch nicht. Kommt es zu gewalt an dir, den Kindern?

Ich drück dich fest und wünsche dir Sonne im Herzen!


Liebe Grüße

...erle

Anonym schrieb am 01.08.2019 21:37

Um Gottes Willen nein. Körperliche Gewalt gibt es und gab es nie! Er ist wirklich kein Unmensch und fernab vom klassischem Bösewicht oder Kampftrinker. Er hat schwere Probleme und nen Sprung in der Schüssel und versucht sich mit Alkohol zu kurieren. Wenn ich ihm dann sein scheinbar einziges Hilfsmittel streitig mache teilt er verbal ordentlich aus. Leider aber auch nüchtern und in Situationen, in denen es nicht um Alk geht. Ich bin der Harmonie Willen zum Fußabtreter mutiert und
die Schuldfrage ist bei uns im Haus immer schnell geklärt: ich!
..kes

Anonym schrieb am 03.08.2019 21:55

Wir sind nun offiziell getrennt und wollen zunächst versuchen trotzdem zusammen zu wohnen im Haus.
Er wird in den zweiten Stock ziehen und mich in Ruhe lassen. Könnte theoretisch ne Weile klappen, praktisch schwierig da nur eine Küche und ein Bad.
..kes

natascha (Profil) schrieb am 04.08.2019 21:48

Hi

Wäre es ne überlegung, ob er sich oben ne Miniküche hinstellt, es gibt doch so einheiten Kühlschrank 2 Plattenkocher spühle

Das mit dem Wasser lässt sich bestimmt regeln.
Und einen Minibackofen

Lg Natascha

Henni (Profil) schrieb am 04.08.2019 23:34

Wir sind nun offiziell getrennt und wollen zunächst versuchen trotzdem zusammen zu wohnen im Haus.
Er wird in den zweiten Stock ziehen und mich in Ruhe lassen. Könnte theoretisch ne Weile klappen, praktisch schwierig da nur eine Küche und ein Bad.
..kes


Das hört sich besser an, als das viel zu kleine Appartment mit Ortswechsel für deine große Tochter.
Ich wünsche euch, dass ihr für die ganze Familie die richtige Lösung findet!
LG Henni

Anonym schrieb am 05.08.2019 12:33

Liebe TS,

ich wünsche dir alles Gute für die Zukunft!
Es werden immer wieder Tiefs kommen in der nächsten Zeit, vielleicht auch sehr massive. Du bist nicht allein!
Das Gefühl, endlich "frei" zu sein, stellte sich bei mir erst ein, als mein Ex-Mann mir den Hausschlüssel aushändigte.
Wir haben ein prima Verhältnis mittlerweile und die Trennung habe ich ausgesprochen - dennoch haben mich seine Sachen und die pure Anwesenheit enorm belastet.
Das muss bei euch nicht so sein, bei mir war es so. Obwohl mir einige anrieten, allein aufgrund der Kinder die häusliche Einheit zu bewahren. Ich habe das nicht ausgehalten, eigentlich keinen Tag. Und ich kenne auch niemanden, der das wirklich tut.
Du bist ja realistisch genug um zu sagen, dass du erst mal sehen musst, wie das läuft.
Unabhängig davon empfehle ich dir den Gang zu einer Beratungsstelle oder gleich einem Anwalt. Auch wenn es nicht um Streit geht, muss viel geregelt werden.
Ich war erst nach einem halben Jahr, nachdem ich im unmittelbaren Umfeld sehen musste, wie eine vormals einvernehmliche Trennung eskalierte. Von heute auf morgen, obwohl alle immer beteuert hatten, dass alles ganz friedlich und fair ablaufen soll.
Nachdem mir klar wurde, was ich alles hätte verlieren können, konnte ich bis zum Notartermin keine Nacht mehr schlafen.

Naja, das hat sicher noch ein paar Tage Zeit. Nur irgendwann sollte es getan werden.

Alles Gute erstmal!

Anonym schrieb am 05.08.2019 22:09

Jetzt bin ich erstmal weg und hab viel Zeit zum Denken, evtl. zu viel. Es dreht sich alles im Kreis und keine Lösung ist richtig gut.
Wie ich das sehe müsste er mir richtig viel Unterhalt zahlen aber dann ginge wohl das Haus flöten und um der Großen Willen möchte ich das gar nicht. Ach keine Ahnung was ich eigentlich will. Einen Lotto Gewinn vermutlich um einfach frei und unabhängig zu sein
..kes

Anonym schrieb am 06.08.2019 15:16

Jetzt bin ich erstmal weg und hab viel Zeit zum Denken, evtl. zu viel. Es dreht sich alles im Kreis und keine Lösung ist richtig gut.


Deswegen Beratung :o) Stundenlanges Nachdenken führt selten zu guten Lösungen. Da braucht's lösungsorientiertere Methoden.
Gerade weil du aus dem Sozialen Bereich kommst, ist es meiner Erfahrung um so schwieriger, allein gute Lösungswege zu finden. Und alle in deinem Umfeld sind ja emotional involviert.

Insofern her mit dem guten Coach oder Therapeuten ;o)

LG Doro
P.S. Achte nicht nur auf deine Große gut, sondern auch auf dich. Wenn ihr euch trennt, bist du in der nächsten Zeit der Felsen für die Kinder.

Anonym schrieb am 06.08.2019 22:21

Doro du hast Recht. Versuch macht kluch.
Verrückter Weise gibt's hier tatsächlich ne Praxis für lösungsorientierte Beratung und der Typ ist systemischer Berater. Ist natürlich wieder selbst bezahlen angesagt aber einen Test gönn ich mir jetzt mal.
Mein Psychotherapeut ist da wohl zu viel Rogers.
..kes

natascha (Profil) schrieb am 06.08.2019 23:02

Hört sich gut an.


Lg natascha

Anonym schrieb am 07.08.2019 18:41

Wir sind nun offiziell getrennt und wollen zunächst versuchen trotzdem zusammen zu wohnen im Haus.
Er wird in den zweiten Stock ziehen und mich in Ruhe lassen. Könnte theoretisch ne Weile klappen, praktisch schwierig da nur eine Küche und ein Bad.


Bitte nicht in einem Haus!!!
Toll, das du den ersten Schritt mit der Trennung geschafft hast!
Ich verfolge deine Beiträge seit Jahren, bin eher stille Leserin, weil wenig Zeit zum schreiben und ano wg. meinen Angaben.
Mein Ex war verbal auch schlimm. Die erste Trennung mit einer wohnt im ersten Stock und einer im zweiten hatte ich auch und nicht durchgehalten. Erst wurde die Ehe kurzzeitig besser und anschließend schlimmer als vorher. Die zweite Trennung habe ich dann durchgehalten (war vor mehreren Jahren) und damals waren meine Kinder auch Baby 5 Monate und ein zweites Kind. Jetzt geht es mir und den Kindern gesundheitlich sehr viel besser als damals!
Verbale Gewalt ist auch Gewalt und schlimm! "Du bist schuld" ist z.B. ein typischer Satz...
Ich dachte auch, er ist gut zum Kind bis wir im neuen Haus dünnere Wände hatten...
Ach so, lass lieber deinen Namen löschen, der war weiter oben zu sehen.
Ich wünsche dir und den Kindern alles Gute, dir vor allem Durchhaltevermögen.
LG

Anonym schrieb am 08.08.2019 11:33

Doro du hast Recht. Versuch macht kluch.
Verrückter Weise gibt's hier tatsächlich ne Praxis für lösungsorientierte Beratung und der Typ ist systemischer Berater. Ist natürlich wieder selbst bezahlen angesagt aber einen Test gönn ich mir jetzt mal.

..kes


Du hast Recht. Ich sehe so was allerdings als Investition in mich. Sämtliche naturheilkundlichen bzw. nicht schulmedizinisch anerkannten Behandlungen, Therapien und Medikamente zahle ich mein ganzes Leben lang schon selbst. Auch Weiterbildungen, die mein AG jetzt nicht für unbedingt notwendig hält - ich aber schon ;o) - zahle ich grundsätzlich selbst. Bisher war alles eine Bereicherung.

Und zum miteinander Wohnen....ich kann mir das für mich auch schwer vorstellen, aber hej, was weiß ich schon über dein Leben ;o) Du findest deinen Weg!

LG Doro

Anonym schrieb am 09.08.2019 10:34

Liebe M
Über die Jahre habe ich deine Beiträge verfolgt und es gab immer Ähnlichkeiten in unserem Leben (Alter der Kinder), Kinderwunsch (der bei mir jedoch erfolglos blieb) und auch die Probleme in der Beziehung.
Bei uns ist es nun so, dass mein Partner zum 1.9. auszieht. Allerdings haben wir kein Haus, sondern leben in der kleinen Mietwohnung, die ich vorher alleine bewohnt habe. Und er zieht um in eine Wohnung nebenan. Sie ist tatsächlich Wand an Wand, der Zugang ist jedoch durch ein anderes Treppenhaus (freistehendes 12 Parteienhaus) und unser Kind kann sich durch den Keller von A nach B bewegen.
Die Hoffnung ist, dass wir auf diese Weise beide Eltern bleiben können ohne komplizierte Wechselmodelle, von mir aus auch hin und wieder gemeinsam essen oder etwas unternehmen- aber der ganze Streit wegfällt. So der Plan.
Ich kenne Paare, die das Getrenntsein sogar in einer gemeinsamen Wohnung hinkriegen - daher würde ich das schon mal nicht von vornherein ausschließen mit dem gemeinsamen Haus...
Ich drück dir die Daumen und sende liebe Grüße! anda

Anonym schrieb am 12.08.2019 17:02

Liebe anda,
machst mir Mut... Aber arg hin und her gerissen bin ich dennoch. Wenn ich mir vorstelle ganz alleine mit den Kids in einer kleinen Wohnung in der Nähe vom Papa wird mir ganz wohlig. Nicht mehr seine ständige unbegründete Panik um unsere Existenz, dass das Haus verkommt oder der Garten, diese Erwartungen an mich, mir alles vorwerfen und nix gönnen. Ist natürlich überspitzt, alles und nix... Aber sooo oft. Zuletzt wurde mir vorgeworfen, dass ich mit den Kids im Freibad rumgammeln würde. Das waren zwei Tage in Folge bei 35 Grad. Da habe ich für ihn Essen vorbereitet und bin so um 16 oder 17 Uhr los. Vorher war's ja unerträglich aber nur einsperren in der Bude? Und vorher hab ich mich Zuhause überkugelt damit alles fertig ist im Haushalt etc. Und mit Säugling gammelt es sich ja so schön im Freibad (-: stillen, wickeln, rumrennen damit Baby schläft, gucken was die Große treibt etc.
Ach doof, jetzt lästere ich doch aber was ich sagen will: ich will mal nur meine Erwartungen an mich erfüllen und so handeln, wie ICH es richtig finde. Niemand Rechenschaft Schulden außer den Kids.
Abends gucken was ich will, Unternehmen was ich will... kennt ihr das? Ist das egoistisch? Unnormal? Muss ein Mensch das aushalten In einer Beziehung? Oder gibt es Beziehungen wo man sich gegenseitig Leben lässt, was schönes gönnt und einfach drauf vertraut, dass der Partner sein bestes gibt und das gut genug ist? Mhhh, eigentlich will ich wohl mal so geliebt und akzeptiert werden wie ich bin.
..kes

Anonym schrieb am 12.08.2019 17:10

Er formuliert auch so:
Ich habe die Erwartungshaltung, dass du .....
(Man hört es sicher schon: er hat ne Leitungsposition)
Oder:
Wenn du so viel Geld nach Hause bringst wie ich darfst du auch was entscheiden
(Er verdient das 5fache von mir, natürlich auch dank Lohnsteuer Klasse und Vollzeit)

Anonym schrieb am 12.08.2019 17:58

Liebe ...kes,

klingt nach typischem Vollzeitmann, der sich nicht vorstellen kann, wie so ein Tag mit mehreren Kindern ist... Mein Mann hatte auch so Sprüche drauf und konnte sich nicht vorstellen, dass ein Tag mit Baby echt anstrengend sein kann.

Er hat doch grad Elternzeit? Dann lass sie ihn nehmen, er kümmert sich um beide Kids, und Du Dich um die Trennung.

Vielleicht kommt er ja nach 3 Wochen mit 2 Kindern zur Besinnung...

Ich habe in letzter Zeit auch mal über Trennung nachgedacht. Aber bei mir läuft einiges wohl noch besser als bei Dir, und mein Mann scheint endlich kapiert zu haben,dass verheiratet sein nicht heißt, dass man sich jetzt gehen lassen kann. Mal schauen, wie lange es hält.

Hast Du Dich mal richtig auf die hinterbeine gestellt? Bedingungen gestellt? Gesagt, so nicht? Glaubst Du denn, dass er die Trennung wirklich will? Und Du? Du schreibst, hin und hergerissen. Wo ist das hin? Du beschreibst nur das Her...

Liebe Grüße

natascha (Profil) schrieb am 12.08.2019 18:48

Liebe M...

Ich staune echt. Ich kenne das eher von den Grisseltern, die so Anspruch hatten, ich Mann, bestimmer, ernährer oberhaupt, du Frau, dankbar und für alles zuständig haus kind kegel.


Du machst das schob richtig.
Lass dich nicht unter deinen Wert stellen, weil du weniger verdienst,
Du hast genauso das Recht zu tun und lassen, was du willst.

Ich werde das nie verstehn, dieses Denken, mehr Geld mehr bestimmen.


Und die Frau muss noch dankbar sein.


Augenhöhe, das ist es.



Lg natascha

Anonym schrieb am 12.08.2019 21:41

Ja als er die ersten vier Wochen Elternzeit hatte sah es bei uns Hölle aus. Ich konnt echt die ersten drei Wochen gar nix machen außer Baby versorgen wegen Grippe und Eisenmangel und er hat es lediglich geschafft zu kochen (ausgiebig, das mag er) und die Große versorgen (ging da noch bis 15 Uhr in den Hort).
Ich bin fast wahnsinnig geworden wegen dem Dreck überall und hatte keine Wäsche
Ihn drauf angesprochen gab natürlich Streit.
Später hat er dann gesagt, er sei Ja schließlich keine Hausfrau.
Aha.
..kes

Anonym schrieb am 13.08.2019 14:50

Hallo und liebe Alleinerziehendengrüße. Ich bin seit November ausgezogen, hab es busher nicht bereut, auch wenn es noch viele Probleme gibt. Trennungsgründe waren ähnlich. Ich nenne es gerne alkoholischen Zorn. Ich hab irgendwann in den Spiegel geschaut und ne Fremde gesehen- ich sah da kein Leben mehr. Jahrelanger Tanz auf rohen Eiern , um ja nicht in Ungnade zu fallen, tagelanges Schweigen seinerseits als Strafe für angeblich Fehler ( z. B nach dem Elternabend erst 21 Uhr zu Hause sein und er hatte Hunger) hatte mein Selbstwertgefühl geschrumpft. Ich wachse jetzt langsam wieder. Und wünsche dir das auch. Sei gut zu dir!

LG

Anonym schrieb am 13.08.2019 20:42

Ich finde, wer in solchen Beziehungen lebt, kann sich fragen: würde ich gehen, wenn wir keine Kinder hätten? Und wahrscheinlich würden viele die Frage dann bejahen.
Und dann kann man sich fragen, wie viel Leid zu ertragen man bereit ist, nur um den Kindern den täglichen Kontakt zu so einem Vater zu erhalten.

natascha (Profil) schrieb am 14.08.2019 07:13

Ano
Das ist eine gute Frage.
Ich fknde, das hast du mega treffend formuliert


Liebe Grüsse Natascha

Anonym schrieb am 14.08.2019 09:54

Naja, er IST ein guter Vater und die Kinder sind glaube ich NIE der einzige Grund. Es sind vor allem eigene Ängste, die Liebe zueinander die ja trotzdem besteht und mein Zuhause. Wir haben nicht einfach nur ein Schlüsselfertiges Haus gekauft sondern ein altes Haus renoviert. Alle Putze selbst abgeschlagen, Dreck rausgetragenund 7 Tonnen Lehm Eimer für Eimer rein. Ich selbst habe Unterputz aufgetragen bei 38 Grad und den Feinputz abgerieben, den er aufgetragen hat.
Wenn alles nur schlecht wäre, wäre ich doch schon seit Jahren weg oder hätte gar kein Kind. Ich empfinde das Ano Post ein wenig als Angriff. Ich bin keine kleine Maus und keine Idiotin, die unendlich leidensfähig ist und naiv durchs Leben geht. Ich liebe einen kranken Menschen der mich auch liebt und für mich alles tun würde, wenn er KÖNNTE. Aber er kann eben nicht und das endlich einzusehen ist 1000 mal schwerer als wenn er nur nicht wollte.
..kes

Anonym schrieb am 14.08.2019 10:50

Das kann man auch alles nur wissen, wenn man selbst mal in so einer Situation war! Ich hatte das alles sehr ähnlich - allerdings ohne Kinder. Selbst da habe ich 3 Jahre gebraucht es einzusehen, mich rauszupuzzeln. Jetzt seit 9 Jahren mit einem anderem Mann und 7 Jahre mit gemeinsamen Kind glücklich.
Liebe ...kes, ich schreibe hier quasi nie bei "persönlichen" Themen, dein "aktuelles" Thema berührt mich weil ich es wie gesagt kenne und auch bei deinem langen Wunsch nach einem 2. Kind konnte ich lange mitfühlen (wir haben dann irgendwann aufgegeben, war/ist dann aber auch in Ordnung gewesen...)
Ich wünsche Dir auf jeden Fall alles erdenklich Gute und habe das Gefühl, dass du doch überwiegend sehr gut sortiert bist!!
Alles Liebe, ....meck

Nachtkatze (Profil) schrieb am 14.08.2019 20:58

Wertschätzung

Ich komme leider nur sehr begrenzt zum Schreiben.

Trotzdem wollte mich mal ganz kurz etwas in den Ring werfen...und zwar ist das Leben Zuhause von Außen tatsächlich nur sehr schwer nachzuvollziehen. Also, die Arbeit. Mir ist das auch schon passiert. Konto ist leer, Bude sieht aus wie Sau, und während ICH mich ins Büro quäle ist ER ja gemütlich mit den Kindern Zuhause. Da erwarte ich wenigstens...ja...gute Laune und ein warmes Essen wenn ich Heim komme!
Ich war da früher auch oft wütend drüber. Es ist einfach kein Ergebnis zu erkennen! Wenn man nicht selbst dabei ist.

Ich habe mich dafür bei ihm entschuldigt. Viel zu spät, aber heute tut es mir leid.

Trotzdem muss ich mal die Männer etwas in Schutz nehmen. Es ist schlicht UNGLAUBLICH was Mütter leisten. Man(n) kann sich absolut nicht vorstellen!!! Wirklich nicht!!!

Anonym schrieb am 14.08.2019 21:19

Oh, nachtkatze, danke dass du das schreibst. Hilft mir gerade. Mit meinem Mann ist es zwar größtenteils OK, aber jetzt versteh ich wieder, warum mir häufig wertschätzende worte bzgl. dem, was ich tagsüber alles so gewuppt hab, fehlen. Er siehts einfach nicht. Das macht mir mut, mir wieder mehr einen barmherzigen Blick ihm ggü. zuzulegen.

Und munkes, für dich bete ich, dass eure Beziehung doch noch nicht verloren ist. Manchmal passieren ja tatsächlich wundersame Dinge. Viel kraft dir und euch!

Nachtkatze (Profil) schrieb am 14.08.2019 21:51

Teil II

Baby schläft wieder:

Also schnell den Rest getippt: Arbeit außer Haus ist so einfach! Mann geht hin, die Assistentin bereitet alles vor, die Vorgänge sind klar, die Verfahren erprobt, es ist ruhig, man hat die Hände und den Kopf frei...und das überträgt man auf Arbeit-Zuhause. Und dieses Phänomen Baby-Chaos kann man einfach absolut nicht nachvollziehen! Und daher fehlt die Wertschätzung komplett. (Und vier Wochen Elternzeit helfen da auch nicht, das ist eher Urlaub und da direkt nach der Geburt genommen eh Ausnahmezustand.)

Daher: ein Baby ist immer ne Belastungsprobe. Schlafmangel ist nicht umsonst ne wirksame Foltermethode. Wie war das denn bei Nummer eins? Hast Du Dich da wertgeschätzt und „gesehen“ gefühlt? Weiß er was DU brauchst? Vielleicht kommt ihr doch noch mal in ein konstruktives Gespräch.
Eine Trennung ist manchmal der richtige Weg. Trotzdem lohnt es sich ab und zu mal in den Schuhen des Anderen zu gehen.

Wie auch immer Dein Weg aussehen wird, was auch immer Dich erwartet: Du wirst ein reicher Menschen sein! Du hast Kinder! ;-)

Anonym schrieb am 15.08.2019 22:32

Re: Teil II


Wie auch immer Dein Weg aussehen wird, was auch immer Dich erwartet: Du wirst ein reicher Menschen sein! Du hast Kinder! ;-)


Nachti ich mag dich ehrlich sehr. Und jeden Tag wenn ich meine Mausi in dein geschenktes Tragetuch setze (hatte ich ja zum Sling verwandelt) denk ich an dich.

Und dieser tolle Satz ist so wahr. Meine Kinder sind alles was ich brauche. Die Ereignisse überschlagen sich. Am Sonntag gucke ich mir eine 80qm Wohnung an mit 3 Zimmern und gerade erfahren ich:
Sie ist genau 250 m entfernt von unserem Haus und der besten Freundin meiner Tochter (-: ihr Schulweg verkürzt sich um besagte 250m und auch ich bleibe in Reichweite meiner lieben Nachbarn. Ich bin so aufgeregt und glücklich! Hoffe es klappt. Jetzt fragt sich nur wie ich als Alleinerziehende Mutter ohne Job den Vermieter überzeuge?
Helft mir mal....
..kes
PS: ist sogar Gartenanteil dabei

Anonym schrieb am 16.08.2019 07:57

Ohne Job? Ich dachte du bist nur in Elternzeit ;o))
So wenig wie möglich erzählen.

LG Doro

Nachtkatze (Profil) schrieb am 16.08.2019 08:10

Vermieter überzeugen

Wenn Dein Mann gut verdient am besten über ne Bürgschaft...

Alle Daumen sind gedrückt!

Anonym schrieb am 16.08.2019 11:08

Ohne Job? Ich dachte du bist nur in Elternzeit ;o))
So wenig wie möglich erzählen.

LG Doro


Ja stimmt beides. Mein befristeter Arbeitsvertrag ist jetzt quasi während der Elternzeit abgelaufen. Aber stimmt, muss ich ja nicht sagen. "Ich hab bis zum Mutterschutz bei XY gearbeitet" falls Sie fragen.
Bürgschaft ist ne super Idee. Das würde er sicher machen und mit seinem Gehaltsnachweis zusammen ist das mehr als Top.
..kes

Anonym schrieb am 16.08.2019 13:44

Liebe M,

das klingt einerseits echt toll. Ich drücke die Daumen, dass das mit der Wohnung klappt. Dennoch - ich wies darauf schon weiter oben hin - lass dich rechtlich beraten! Sehr schnell! Was steht dir offiziell zu, welche Pflichten hat der Mann, welche du. Eine Bürgschaft vom Ex?! Ernsthaft?! Kam der Mann noch nicht auf die Idee einen Anwalt aufzusuchen? Bei aller Sympathie für dich als Frau - jeder würde einen Mann, der das in der Situation tut, doch wohl für irre erklären! Du schreibst, dass er ausfallend wurde, wenn es ums Thema Geld ging. Und nun soll er dir eine Bürgschaft über eine Wohnung geben?! Ich kann mir das nur nicht vorstellen, dass er das macht, sondern mag mir gar nicht die Konsequenz ausmalen, was er sagt, wenn sie zum Tragen kommt. Willst du in so einer Abhängigkeit leben?!
Dir steht Kindesunterhalt zu, aber deinem Ex die Hälfte vom Kindergeld (wird verrechnet). Ihr wechselt ab dem Zeitpunkt der Trennung in Steuerklasse 1 und 2. Das wird deinem Ex richtig viel Geld kosten, was sich auf den Unterhalt auswirkt, wenn du Monate ins Land gehen lässt. Dir steht ja auch Trennungunterhalt zu. Den musst du dir berechnen lassen und dann braucht es eine Fristsetzung an den Ex. Das ist gar nicht böse gemeint, auch wenn es Männer oft so verstehen. Aber im Grunde braucht es immer ein Datum, um das man kreisen kann. Das haben ja nicht wir Frauen uns ausgedacht, sondern der Staat.
Du brauchst ohnehin einen Anwalt. Und wenn du kein Einkommen hast, kannst du dir einen Beratungsschein holen und dann kostet es auch nichts oder nicht viel.
Aber ernsthaft, kümmere dich bitte darum! Wovon willst du leben, so lange du in Elternzeit bist? Es wird mit dem Haus (besonders finanziell)? Usw. Ich weiß, das klingt so brutal, sich mit sowas auseinandersetzen zu müssen, so endgültig. Aber du hast gerade so viel zu verlieren. Das muss nicht sein.

Wir haben alles außergerichtlich geregelt, nur für die Scheidung an sich waren wir bei Gericht, und dennoch hat es mich viele Nerven gekostet. Und natürlich viel Geld. Uns beide.
Du schreibst, dein mann ist krank und teilweise in seinen Äußerungen unberechenbar. Natürlich sollte man immer erstmal das Gute in einem Menschen sehen und von ihm erwarten. Die Erfahrung bei Scheidungen lehrt leider etwas anderes. Besonders wenn es ums Geld geht.

Nicht umsonst sind die meisten Alleinerziehenden arm, besonders im Alter...

Nachtkatze (Profil) schrieb am 16.08.2019 15:44

Bürgschaft

Okay: Dann Bürgschaft von den Eltern besorgen;-)

Liebe Grüße

Anonym schrieb am 16.08.2019 19:07

Danke für das Kopfwaschen Liebe Abo. Du hast völlig Recht! Ich bin heute morgen erst nach Hause gekommen und wir haben geredet. Ich hab es wirklich versucht ihn zu überreden... Er will nicht, dass wir gehen und bettelt und weint. Er gibt zu ständig heimlich gesoffen zu haben, nicht alle Schuld auf sich etc. Andererseits hat er tatsächlich nicht mal einen Termin gemacht hat bei der Suchtberatung. Er hat gar nix gemacht!!!
Ja und nach dem Betteln kamen Stufe 2: Schuldgefühle wecken. Ich denke gar nicht an die Kids etc. Und wenn ich ausziehe ruiniere ich uns.
Stufe 3: er wird sauer, fragt was ich eigentlich will, er ändett sich jetzt und trinkt nix mehr und fertig.
Ich fühle mich furchtbar, Mini klein, undankbar, egoistisch, hab Herzrasen.
Gestern auf der Heimreise, alleine mit Baby 600km OHNE irgendwelche Probleme, fühlte ich mich so stark.
..kes

Anonym schrieb am 16.08.2019 19:08

Ach so. Ich hab ja Termin zur Trennungsberatung und lasse vom Jugendamt berechnen. Aber ja ich muss einen Anwalt anrufen Montag.
..kes

Anonym schrieb am 16.08.2019 19:36

Ohne Job? Ich dachte du bist nur in Elternzeit ;o))
So wenig wie möglich erzählen.

LG Doro


Ja stimmt beides. Mein befristeter Arbeitsvertrag ist jetzt quasi während der Elternzeit abgelaufen.
..kes


Ich meinte das ironisch ;o)

LG Doro

Anonym schrieb am 16.08.2019 19:44

So wie du die Situation beschreibst, scheint dein Mann ein echter Energiefresser zu sein. Wenn du im Moment zu schwach bist dich damit auseinanderzusetzen, hilft vielleicht wirklich nur Abstand.
Der Vorschlag mit der Bürgschaft hat mich auch schmunzeln lassen. Welcher (Ex)Mann würde denn das unterschreiben?

Ist denn schon ganz klar, dass du aus dem Haus musst und er bleibt? Vielleicht will er das gar nicht. Ich denke viele Wege führen nach Rom und am Anfang steht eine gute Trennungsberatung.
Und als Pädagogin weißt du ja; immer schön Partnerschaft und Elternschaft trennen.

LG Doro

Anonym schrieb am 18.08.2019 02:45

Energiefresser

Doro ich bin fertig. Das ist es! Es hat einen Namen. Ich hab nachgelesen und es trifft alles zu. Es werden auf verschiedenen Seiten 4 bis 5 Typen beschrieben und eigentlich verbindet er alle Typen in sich.
Oft ist er so negativ und nur am Motzen, dass mir die Luft zum Atmen fehlt. Und alle gutem Freunde wissen das und meiden ihn. Er selbst hat tatsächlich KEINEN EINZIGEN FREUND. Der liebt mich weniger als das er mich braucht.
Puh. Ich hab Angst dass er sich was tut wenn ich gehe, dann bin ich wieder Schuld
..kes

Anonym schrieb am 18.08.2019 09:56

Du hast keinen Einfluss auf sein Verhalten. Egal was er tut! Er ist erwachsen, hat keinen Betreuer und ist für sein Handeln komplett selbst verantwortlich.
Du bist in erster Linie für dich verantwortlich und danach für deine Kinder.
Und wie gesagt, durch die Trennung endet die Partnerschaft. Die Elternschaft bleibt bestehen, für immer.

Bitte bitte such die eine gute professionelle Beratung/Begleitung. Auch wenn du berufsbedingt alles weißt, kann dir genau das im Weg stehen, wenn es um deine eigenen Belange geht. Der Schuster hat immer die schlechtesten Schuhe.

LG und bleib in deiner Kraft
Doro