"Dringend Hilfe gesucht... Alkohol Schwiegermutter"

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Anonym schrieb am 03.03.2019 13:14

Dringend Hilfe gesucht... Alkohol Schwiegermutter

Liebe Mädels hier im Forum,
Es ist eine sehr schwierige Problematik und ich wende mich vertrauensvoll an euch.
Danke schonmal im Voraus das ihr euch die Zeit nehmt es zu lesen und hoffentlich auch zu antworten.

Also wir waren am We wieder bei einer Familiefeier und leider manifestiert sich immer mehr die Tatsache das meine Schwiegermutter ein Alkoholproblem hat.

Sie trinkt nur 2 Gläser Wein und ist danach total betrunken, kann nicht mehr richtig sprechen, erzählt alles doppelt und dreifach und ihr Blick ist unheimlich und richtig benebelt. Wie gesagt das ganze nach nur 2 Gläsern Wein. Sie kann dann auch nicht mehr richtig laufen.
Das ganze wurde im letzten Jahr immer schlimmer. Ihr Lebenspartner ist leider in dieser Hinsicht nicht der Richtige für Sie denn er schenkt immer wieder nach und nimmt sie mit Ausreden in Schutz wenn jemand etwas dazu sagt. Er selbst trinkt auch sehr viel Bier, ich habe ihn aber noch nie betrunken erlebt.

Mein Mann und sein Bruder wollen jetzt mit der Mutter sprechen aber es ist ein heikles unterfangen, da sie sehr sensibel ist und sich um alles und jeden den Kopf macht. Sie gibt auch ihr letztes Hemd für Ihre Familie. Wirklich ein herzensguter Mensch. Da muss behutsam und mit Plan vorgegangen werden.

Ich werde diese Woche bei einer Beratungsstelle anrufen und mich bezüglich der Vorgehensweise und auch über Therapien etc beraten lassen.
Dann wollen wir die Hausärztin mit ins Boot holen.

Hinter uns stehen auch der Onkel meines Mannes und dessen Frau.
Im Haus der Schwimu wohnen, neben dem Onkel auch noch die Eltern ( Großeltern meines Mannes) leider scheint die Oma das Problem nicht so sehen oder schlimm zu finden, denn von der Seite kommt nix. Im Gegenteil wird täglich mit der Tochter Alkohol getrunken.

Wir haben uns auch schon im Internet belesen und es könnte eine Alkoholunverträglichkeit sein oder was ich nicht hoffe eine leberzirrhose.
Es muss schleunigst was getan werden. Unser Kind lassen wir nicht alleine bei Oma und es wird auch immer unangenehmer wenn wir wissen es geht wieder zum Besuch hin.
Am nächsten Tag ist sie wie ausgewechselt, keinen Kater, keine Übelkeit nix...

Jemand von euch Erfahrung oder Tips für mich?
Besorgte Grüße

Heute ausnahmsweise mal ANO K.

Antworten

Anonym schrieb am 03.03.2019 17:41

Trinkt sie heimlich denn noch anderes? Habt ihr da einen Verdacht?

Bei unserer Schwiegermutter war es so. Alkohol und viel rauchen, im Dezember ist sie an Rachenkrebs gestorben.

Ich finde es den richtigen Weg, mit ihr darüber zu reden!

Leider kann ich nicht so viel dazu schreiben. Unsere Oma lebte weiter weg und regelmäßigen Kontakt gab es erst, als sie schon krank war. Das war leider so in der Familie...:(

Anonym schrieb am 03.03.2019 19:22

Was ich nicht ganz verstehe - sie trinkt zwei Gläser und wirkt betrunken und das ist Anlass zur Beunruhigung, weil...?! Wenn ich zwei Gläser Wein trinke liege ich lachend auf dem Sofa oder rede ohne Unterlass dusseliges Zeug oder schlafe selig ein usw. Eben weil ich so selten trinke und es nicht gewohnt bin. Trinkt denn die Oma regelmäßig (wie oft?) und dann ist es trotzdem so?

Das ist nur als Nachfrage zu verstehen, nicht als Relativierung!

Anonym schrieb am 03.03.2019 19:52

Sie raucht auch und das schon viel, außer wenn die Enkel da sind oder sie auf Arbeit ist, dann raucht sie gar nicht.

Sie trinkt täglich mit der Oma ( das haben wir jetzt durch den Onkel erfahren) deshalb ist es so verwunderlich das schon nach 2 Gläsern der Ausnahmezustand besteht. Es ist ja auch nicht so eine lustige Art von beschwippst sein sondern wirklich angsteinflösendes verhalten.

Also wir waren ja gestern den ganzen Tag bei ihr und da trinkt sie nix anderes, das glaube ich auch so nicht. Sie macht es ja auch nicht heimlich oder schämt sich dafür.

natascha (Profil) schrieb am 03.03.2019 20:11

Hi.
Ich brauch auch net viel um Schlagseite zu haben, mein Paps kann viel mehr trinken.


Ich würde erstmal wircklich ermittel, wieviel sie wircklich trinkt.
Dann wie sehr sie das stresst.
Kann sein, dass sie echt nur ab und zu bei ner Feier teinkt, dann ist sie schnell betüttelt.
Wenn sie das nicht stresst und das auch nicht so sieht, dann kannst du auch nix
Machen.
Letztendlich ist sie erwachsen und ihre Sache.


Mir fällt noch ein, nimmt sie andere Medikamente.
Einiges ist vom Markt genommen worden wegen Krebsförderung.
Davon sind auch Blutdruckmedis betroffen,
Das nehmen ja viele ältere Menschen.


Lg Natascha

Anonym schrieb am 04.03.2019 19:52

Naja wie ich oben schon geschrieben habe trinkt sie täglich mit der Oma abends. Ganz oft rufen wir abends an und sie klingt angetrunken.
Wir haben auch gedacht das sie Tabletten nimmt. Da sie wie gesagt auch ein sensibler und nachdenklicher Typ ist dem alles ans Herz geht kann sie auch oft nachts schlecht schlafen usw. Da lag es nahe das sie Tabletten zur Beruhigung nimmt aber wir haben nichts bei ihr gefunden. Und verstecken wir sie es auch nicht.wieso auch?
Es ist wirklich eine beunruhigende Situation.

Hab heute bei der Suchtberatung angerufen aber leider niemanden erreicht. Versuche es morgen wieder.

Lg Ano K.

Anonym schrieb am 04.03.2019 21:19

Das ist nicht untypisch, dass Alkoholiker nach scheinbar nur zwei Gläsern betrunken wirken. Ich hatte eine Kollegin, die nach einem Glas Sekt total ausgetickt ist. Alle wunderten sich, bis auf diejenigen, die wussten, dass sie ständig trinkt. Wodka aus der Wasserflasche, das Glas Sekt war dann der Tropfen zu viel.
Natürlich kann es auch sein, dass deine Schwimmt nicht viel verträgt. Das ist aber meist damit gepaart, dass es einem hinterher nicht soo gut geht und man dann nicht jeden Tag trinkt. Und auch Media, zB Schmerzmittel, können die Wirkung des Alkohol verstärken. Aber dann würde jeder normale Mensch das Trinken lassen.
Also vermutlich tatsächlich ein Suchtproblem.
Viele Alkoholiker sind übrigens ganz liebe, sensible Menschen. Leider werden manche trotzdem unter Alkohol dann irgendwann anders.
Was ich von meiner Erfahrung mit diversen suchtkranken Kollegen mitgenommen habe: Ansprechen, dass man es sieht. Hilfe anbieten. Im Zweifelsfall auch konsequent sein, wie ihr das schon macht (Kinder nicht mehr da lassen) und auch sagen warum.
Leberzirrhose kommt selten von heut auf morgen, eine alkoholische Fettleber geht meist voraus, sorgt auch dafür, dass weniger Alkohol vertragen wird. (Hat mein Vater übrigens seit 30Jahren und trinkt immer noch, dem ist nicht zu helfen).
Was mich dazu führt: als Angehörigen immer den Kopf oben halten, nicht zu sehr mit rein ziehen lassen. Helfende Hand ja, mehr: Nein.
Die Kranke muss es selber wollen, sonst ist sinnlos.
B.

Anonym schrieb am 04.03.2019 22:38


Viele Alkoholiker sind übrigens ganz liebe, sensible Menschen. Leider werden manche trotzdem unter Alkohol dann irgendwann anders.

Leberzirrhose kommt selten von heut auf morgen, eine alkoholische Fettleber geht meist voraus, sorgt auch dafür, dass weniger Alkohol vertragen wird. (Hat mein Vater übrigens seit 30Jahren und trinkt immer noch, dem ist nicht zu helfen).



Mein Vater war auch Alkoholiker, seitdem ich ihn kenne, also für mich schon immer. Er war tatsächlich sehr sensible, weich, ein ganz lieber Mensch. Immer daran hat sich nichts geändert, ausser die Demenz, wurde immer vergesslicher, orientierungslos, ängstlicher, aber an seinem ruhigen Grundwesen hatte das auch nichts verändert. Letzten Endes ging es bei ihm dann doch recht schnell, Ende November wurde er eingeliefert, ist zusammengeklappt, so ein Art Schwächeanfall, aber dadurch dass seine Demenz da schon sehr ausgeprägt war, blieb er im KH. Ging ihm gar nicht gut dort, was sicherlich auch an seinem (erzwugenen) Alkoholentzug lag. Er erkrankte dann an Grippe, war dann zwar wieder auf dem Wege der Besserung und trotzdem verstarb er wenig später, war sicherlich die Leberzirrhrose, wobei er noch viele andere weitere Erkrankungen hatte. Wahrscheinlich am Blut erstickt, knapp 2 Monate nachdem er ins KH kam. Bin immer noch sehr traurig, er verstarb am 22.1 mit 71 Jahren.

Leider ist schon abzusehen, dass meine Mutter sicherlich ähnlich enden wird, sie ist zwar keine Alkoholikerin aber Kettenraucherin, extrem. Man darf sowas zwar nicht denken, aber ich hoffe, dass es bei ihr ähnlich schnell verläuft, denn sie ist tatsächlich ein schwieriger Charakter, war sie aber schon immer, alt und krank und mit ihrem Charakter :-0 daran möchte ich lieber nicht denken.

Meine beiden Eltern, geschieden, haben sich wegen ihrer Süchte nie was sagen lassen, erschwerend kam auch immer noch hinzu, dass bei beiden sich die Partner ihnen angepasst haben (also dann auch mehr getrunken bzw. mehr geraucht), da kommt man nur sehr schwer gegen an.

Scheint ja bei deiner Schwiegermutter und Oma ähnlich zu sein, da haben sich zwei gefunden, ...
Kann deshalb nur meiner Vorrednerin zustimmen, du kannst Hilfe anbieten, ob diese angenommen wird? wünschenswert ist es auf jeden Fall.

Alles Gute,
LG, M

natascha (Profil) schrieb am 05.03.2019 10:47

Hallo ihr lieben,


Ich seh das oft von ner anderen Seite.

Ich meine es echt lieb ohne Unterton und so.
Also bitte freundlich lesen.

Wenn erwachsene Menschen Alkoholiger werde, ist das meist so, dass sie sich dessen bewusst sind, klar rutschen sie da rein.
Keiner steht auf und sagt,, so heute werde ich Alkoholiker.
Aber warun lassen sie es zu, was bewegt sie, sich dem hinzugeben.
Ich trinke mega selten. Dann hab ich schnell eine Schlag,
Es fühlt sich anders an und weis nicht wie, enthemter und ....mir fehlen die Worte.
Und dennoch suche ich diesen zustand nicht.
Obwohl ich weis, wie mich alkohol verändert, trinke ich kaum.
Es ist eine bewusste entscheidung zu trinken oder nicht.

Wenn wer in gesellschaft beginnt jefen abend alk zu trinken ist das eine bewusdte entscheidung.


Die frage ist nicht,
Wie geht es euch damit,
Sonder der Frau.
Möchte sie diese gewohnheit ändern.
Was bringt das mit sich.
Fühlt sie sich schlecht.
Sieht sie das auch so.

Wenn sie nicht will wird eure ganze Bemühung umsonst sein.
Gerade altr menschen wollen nichts verändern.

Und nur weil wir das nicht wollen es schlecht schädlich finden.
Müssen sie das nicht auch so sehen.


Denkt drüber nach, wieviel energie ihr schenken wollt, wenn der mensch das nicht möchte und wo ist eure Grenze.
Hemanden gelfen zu wollen, der sich nuvht gelfen lassen will.
Zieht kraft ohne ende wircklich ohne ende.

Lg natascha

Wie gesagt
Sind nur mal gedanken,

natascha (Profil) schrieb am 05.03.2019 14:22

Entschuldigt die Tippfehler am Ende


Danke

Lg natascha

Anonym schrieb am 05.03.2019 19:16

Liebe Natascha da hast du vollkommen Recht. Es muss aus ihr selbst heraus kommen. Habe jetzt erfahren das die Tante meines Mannes sie schonmal direkt darauf angesprochen hat und ihr vor den Latz geknallt hat sie sei Alkoholiker. Da ist meine Schwimu aus allen Wolken gefallen und für sie sind Alkoholiker ' asozial, arbeitslos und verwahrlost' sie sieht es nicht als Krankheit an.

Sie ist erst 55 und gerade wieder Oma geworden, ich hoffe das die Enkeln das zugmittel sind.

Hab heute mit der Suchtberatung einen Termin ausgemacht, leider erst am 9 April.
Es macht uns alle ziemlich fertig.
Es kommt auch immer mehr ans Licht das der Lebenspartner ( er ist ein lieber Kerl aber nicht die hellste Kerze) sich bei ihr durchfließt etc.

Ich danke euch für die Antworten. Es ist schön sich die Gedanken von der Seele zu schreiben.

Ano K.

Anonym schrieb am 05.03.2019 19:17

Liebe Ano M. Das tut mir sehr Leid mit dem Verlust deines Vaters.

natascha (Profil) schrieb am 05.03.2019 19:47

Enkel sind oft ein zugmittel.
Und klar können sie nur hin, wenn sie nichts getrunken hat

Lg natascha