"Tipps für Selber-Esser gesucht"

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akira (Profil) schrieb am 06.02.2019 16:15

Tipps für Selber-Esser gesucht

Hallo ihr,

Ich brauch mal eure gesammelten Erfahrungen. Man könnte meinen, es wäre mein erstes Kind, aber es ist wirklich spannend zu sehen, wie unterschiedlich die lieben Kleinen sein können. Kind 1 wollte mit 10 Monaten nach dem Brei bei den Großen mitessen, was wir durch kleine Gemüsestückchen und eine kleine Gabel zum Füttern lösen konnten. Kind 2 hat 1 Jahr voll gestillt und ging dann direkt zum normalen Essen, ließ sich aber auch füttern. Kind 3 ist nun mit 10 Monaten wohl ein Selber-Essen-Woller. Brei nimmt er zwar noch, aber eigentlich nur, wenn er auch selbst was in den Händen hat. Lässt man ihm hingegen ein Stück Brot, isst er mit Begeisterung. Kleingeschnittenes Gemüse füttern verweigert er total.

Was mache ich nun?
Ich dachte, an Gemüse in Spalten oder Röschen zum selber essen. Kartoffeln, Karotten und Pastinake, Blumenkohl und Brokkoli, Kürbis, Süßkartoffel. Was geht noch gut? Darf ja auch nicht zu matschig werden, oder?
Löffeln klappt sicher noch nicht. Ich weiß gar nicht mehr, ab wann meine Große das konnte? Ein Jahr aufwärts etwa?
Was mache ich mit Obst? Milchbrei und Getreidebrei nimmt er noch, aber wer weiß, wie lange ;-) Gedünstete Spalten oder Bananenstücke? Roher Apfel geht sicher nicht. Wenn er die abgebissenen Stücke nicht mit Speichel weich kriegt, würgt er fürchterlich herum und erbricht im schlimmsten Fall. Irgendwie kann er mit den Kauleisten noch nicht richtig zerkauen, denke ich. Und bei 4 Zähnen ist's halt etwas happig... Die Auswahl derzeit ist halt auch sehr beschränkt. Im Sommer sind Beeren ja was sehr praktisches, bis auf die Farbe auf den Kleidern ;-)
Apropos Kleider. Ich hab mir so ein Silikon-Lätzchen mit Auffang geholt, das scheint die Sauerei ganz gut einzudämmen und ihm die Möglichkeit zu gehen, Heruntergefallenes selbst wieder zu finden. Gibt's sonst noch Tipps?

So, dann bin ich mal gespannt auf eure Erfahrungen. Es ist wirklich komisch, wie man beim dritten Kind wieder als "Anfänger" dasteht.

Vielen Dank schonmal,
akira

Antworten

Camilla (Profil) schrieb am 06.02.2019 18:27

Ich hab nur Selber!!!-Esser

Bei meinen ging ziemlich schnell neben dem schon genannten
- Nudeln ein bisschen weicher gekocht als normal mit wenig Soße
- Avocado in Spalten geschnitten
- Banane längs getteilt
- Birne ohne Schale
- Butterbrot in Streifen ohne Rinde

Banane und Avocado wurden anfangs zerdrückt, aber das hatten sie schnell raus.
Apfel gedünstet mochten meine nicht, weiß nicht warum.

Den Rest haben wir mit Stillen aufgefüllt.

LG Camilla

Camilla (Profil) schrieb am 06.02.2019 18:47

Ach so, wenig Auswahl hat mich nicht gestört, die Kinder auch nicht. Bei Brei führt man ja auch nicht ein dutzend Sorten gleichzeitig ein.

Und alles was fehlt ist ja dann in der Milch.

munkes (Profil) schrieb am 06.02.2019 19:23

Meine hat mit 11 Monaten selbst essen gelernt mit Löffel und Gabel und sich ab da keinen Bissen mehr füttern lassen.
Es ging gut, war aber Riesen sauerei. Habe Püree und Brei, was wir halt gegessen haben, immer klebriger als sonst zubereitet damit's am Löffel klebt, Quark statt Joghurt etc. Und Fingerfood gab es neben bereits erwähntem recht oft ganz fade gewürzte Mini Frikadellen.
Generell hab ich Salz und Gewürze in dem Alter nicht völlig vermieden und nur reduziert. Wer Salz abbekommt hat auch mehr Durst und trinkt entsprechend. So war's zumindest bei uns.

akira (Profil) schrieb am 06.02.2019 20:31

Stillen tun wir nur noch abends seit er mich vor kurzem gebissen hat. Er ist ein fürchterlich schlechter Futterverwerter und wird da wohl einfach nicht mehr satt von.

Frikadellen ist ne super Idee. Fleisch ist bei dem ganzen ja wirklich das schwerste, war auch bei der Großen schwierig, mit so wenig Zähnen... Avocado durfte er schonmal probieren, fand er super, da geht bestimmt was. Und ja, eine riesige Auswahl braucht man nicht, aber es muss halt alles abgedeckt sein. Und zwei oder drei Alternativen zum Ausprobieren Schaden ja nie 😁

Camilla (Profil) schrieb am 06.02.2019 20:38

Ah, ok. Wenn ihr nur noch so wenig stillt, dann musst du natürlich schauen, dass die Nährstoffe alle da sind. Unsere haben relativ lange noch zusätzlich am Tag und mehrfach Nachts gestillt.

akira (Profil) schrieb am 07.02.2019 08:48

Was mir heute morgen noch eingefallen ist: Wie habt ihr das mit Tellern und Schüsseln gemacht? Meine Großen haben immer gleich von richtigem Geschirr gegessen, nur der Becher war aus Plastik. Allerdings haben die eigentlich nur nachmittags selber gegessen. Da konnte ich dann auch gut aufpassen. Und allzu viel selbstgelöffelt wurde eh nicht, höchstens mal Apfelmus oder so.

Stücke kann ich ja einfach so auf den Tisch vom Hochstuhl legen, aber auch da fände ich einen Teller eigentlich schöner. Vom Gefühl her, aber vielleicht ist das auch meine Befindlichkeit. Dem Kind ist es vermutlich eh egal :-)

munkes (Profil) schrieb am 07.02.2019 09:11

Kommt aufs Kind an.
Wir hatten Porzellan und es ging selten was zu Bruch. Ich halte von diesem Bambus Zeug nix, da ist ja auch kunstharz drin, was auf Deutsch Plastik ist.
Oder Holzbrettchen?

akira (Profil) schrieb am 07.02.2019 14:07

Kommt aufs Kind an.
Wir hatten Porzellan und es ging selten was zu Bruch. Ich halte von diesem Bambus Zeug nix, da ist ja auch kunstharz drin, was auf Deutsch Plastik ist.
Oder Holzbrettchen?


Ne, das Bambuszeug ist auch nicht meins. Holzbrettchen würden bei der Fallhöhe eventuell springen, fürchte ich. Zumal wir Laminat und keinen Teppich drunter haben.
Ich werd's wohl einfach versuchen. Bei den Großen ging auch kaum etwas kaputt. Wenn dann war es meistens die Mama, die es verschusselt hat. Spätestens nach dem ersten Bruch merken sich das die Kinder ja auch.

Dann bin ich mal gespannt. Heute gab's noch Reste aus dem Eisfach, da wir vormittags unterwegs waren. Morgen gibt's dann das erste Selber-Esser-Mittagessen.

Camilla (Profil) schrieb am 07.02.2019 15:08

Bei der Großen hatten wir auch Glas und Porzellan - ging problemlos, aber ich hatte auch noch Zeit zu gucken, was sie treibt.

Bei den Zwillingen nutzen wir viel Holzbrettchen. Wir haben ganz einfache kleine, die halten auch Fliesenstürze aus. Für soßiges, klebriges Essen nutzen wir gern dicke flache Glastellerchen, die stehen stabil und haben einen steilen Rand, so dass das Essen nicht so schnell runterrutscht.

Zwischendurch gabs aber auch eine Zeit lang Plastikschüsseln und Becher, als sie das Geschirr ständig in der Hand hatten und ich nicht gleichzeitig bei beiden gucken, die Große versorgen und selber essen konnte ;-) . Vorteil: Plastik hält Stürze aus, Nachteil: Plastikbecher fallen viiiiel schneller um, als kleine Gläser.

Bambus kann ich nicht empfehlen. Haben wir als Zahnputzbecher geschenkt bekommen. Mal abgesehen von den Zusatzstoffen springt es, wenn es runter fällt und ist damit nach einem Sturz auch hinüber. Es gibt nur nicht so viel Scherben, wie bei Glas.

LG und guten Appetit
Camilla

Tiana (Profil) schrieb am 07.02.2019 17:17

Ich mag emaille. Wir hatten bei beiden Kindern Teller und Tassen. Die sind zwar auch nicht unkaputtbar aber die Kinder verletzen sich nicht an Scherben. Die Teller leben immernoch. ;)
Mein mittlerer hat auch nur Stücke aus der eigenen Hand gegessen.
Ich hab also immer Ofengemüse gemacht. Dann wären verschiedene Dinge abgedeckt und mit etwas mehr röstaroma konnte das auch die große Schwester und Mama essen. Es war bei uns immer wichtig dass er das gleiche essen kann. Sonst gab es grossen Futterneid. Witzigerweise dachte ich auch den süßen Brei mag er irgendwann nicht mehr. Das kam aber nie, bis heute liegt er das. Er ist nun 5.
Unsre Lieblingsrezept aus dem Baby led weaning Buch waren Haferflockensticks
3 Esslöffel Haferflocken (Feinblatt)
3 Esslöffel Milch verrühren. In einen tiefen Teller drücken ich hatte immer eine quadratische Backform und dann fest andrücken 2 Minuten in der Mikrowelle bei hoher Hitze oder 15 Minuten im Backofen bei 200 Grad. Dann kann man das müsli in die Hand nehmen. Man kann auch Rosinen reindrücken oder Apfelstücke. Letztere habe ich auch im Backofen meist gegart dann wären sie weicher und konnten auch mit hand gegessen werden.

akira (Profil) schrieb am 09.02.2019 13:03

So, nach 2 Tagen mal ein kleiner Zwischenbericht mit der Bitte um weitere Tipps.

Es gab Karotte, Kartoffel und Blumenkohl (war noch da) und es hat eigentlich ganz gut geklappt, nachdem ich das ganze nochmal nachgegart habe. Zuvor war es wohl noch zu fest. Er ist einfach ein unglaublich schlechter Kauer... Das Problem, das ich nun habe: Er ist ein unglaublich schleckiger Esser! Ich hatte es ja befürchtet, aber nun hab ich es direkt gesehen. Er mag nur das Süße essen, also nur Karotten. Kartoffeln hat er ein Stück gegessen, das war's. Die süßen Breie isst er ja nach wie vor ganz gerne. Was mache ich nun? Was kann ich ihm anbieten, das er isst, ohne, dass er am Ende völlig verwöhnt ist und nichts Vernünftiges mehr isst?

Meine Gedanken gehen in Richtung Kürbis und Süßkartoffeln, die dürften etwas milder als richtige Kartoffeln sein und trotzdem gut satt machen. Sonst noch Pastinaken. Fällt euch noch was ein? Anderes eben immer mal wieder in kleinen Mengen anbieten, am besten vielleicht sogar bei uns vom Teller, vielleicht hilft das ;-)

Und muss ich den Hokkaido-Kürbis für so etwas schälen? Wie schon gesagt, ist er ein schlechter Kauer, was nicht gleich nachgibt wird wieder ausgespuckt...

Meine Güte, ich komme mir beim dritten Kind echt wieder vor, wie ein blutiger Anfänger. Das war beim ersten noch nicht mal so schlimm! Die hat aber auch fast alles anstandslos gegessen...

Vielen Dank euch schonmal. Auf dass das Kind nicht verhungert ;-)

munkes (Profil) schrieb am 09.02.2019 20:08

Darf ich fragen, warum du dir darüber so viele Gedanken machst?
Ich glaube, er ist einfach noch nicht so weit. Wenn er noch nicht richtig gut kauen kann und ganz vieles nicht mag spricht das schon dafür.
Mehr Süßes würde ich auch nicht, sondern dann eher wieder mehr Milch. Und vom Tisch einfach was sich vom Familienessen so anbietet.

Sakeena (Profil) schrieb am 09.02.2019 20:24

Ich sehe es wie Munkes. Einfach vom Familienessen anbieten. Also natürlich kein Steak am Stück :) So haben wir es bei beiden Kindern gemacht. Rest (Mutter-)milch. Meinen ersten Sohn habe ich mit 11 Monaten abstillen müssen - trotzdem hat er nie Flaschenmilch bekommen (und auch nie ein gekauftes Gläschen). Wenn dein Kind so weit ist, ist es soweit.
Wer ist schon gern ungesalzene Kartoffel am Stück? Oder in meinem Bekanntenkreis Pastinake-Kartoffel-Brei o. ä. ohne jegliches Gewürz. Die Kinder haben das oft abgelehnt. Ist ja auch kein Wunder m. E. - wenn man das mal probiert, weiß man, warum :D Bei uns ging gut Reis und jegliche Art von Gemüse, aber so zubereitet, dass alle es mochten. Man muss ja nicht mit dem Salz übertreiben. Aber auch das gilt für groß und klein. Bei uns gab es auch schon sehr früh Oliven. Und dazu dann eben Wasser zum Trinken bereit stellen.
Wir hatten übrigens kleine Teller aus Edelstahl.
Liebe Grüße! Du wirst es schon richtig machen!

akira (Profil) schrieb am 09.02.2019 20:44

Darf ich fragen, warum du dir darüber so viele Gedanken machst?
Ich glaube, er ist einfach noch nicht so weit. Wenn er noch nicht richtig gut kauen kann und ganz vieles nicht mag spricht das schon dafür.


Mein Problem ist, dass er seit 6 Monaten wirklich gut und viel isst. Bisher eben nur Breiartiges. Jetzt macht er aber mittags herum und will nicht mehr richtig. Andererseits merke ich, dass es nicht am Hunger selbst liegt, denn wenn ich ihn so lasse, dann hat er wenig später richtig Kohldampf. Dadurch, dass er vorher so gut gegessen hat, kann ich es eben auch nicht mehr durch Stillen ausgleichen.

Und das mit dem Kauen kam wohl falsch rüber. Er kann kauen, er isst auch stückigen Brei oder Risottoreis oder Suppennudeln im Brei. Und Brot. Er hat nur keinen sonderlichen Ehrgeiz dabei. Er beißt ab und wenn es sich dann nicht auf 3 oder 4 Mal nennenswert zerkauen lässt, dann spuckt er es wieder aus. Er scheint auch nicht sonderlich fest zu kauen, vielleicht deshalb. Jedenfalls kenne ich das nicht. Die Große hat bis auf Rindfleisch alles kleingekriegt...

Jedenfalls versuche ich gerade, mit eurer Hilfe, zusammenzubekommen, was das Kind essen will und was es essen kann.

akira (Profil) schrieb am 09.02.2019 20:51

Ich sehe es wie Munkes. Einfach vom Familienessen anbieten.

Bei uns gab es auch schon sehr früh Oliven.


Oliven mag er auch, stimmt...

Das mit dem Familienessen mache ich auch. Allerdings isst er in der Regel deutlich vor uns. Bis der Mittlere aus dem Kindergarten kommt, geht sich das einfach nicht aus. Aber vielleicht sollte ich mal darüber nachdenken, da Mahlzeiten zu tauschen, so dass er mit uns essen kann.

Ach ja, vielleicht ist es ja auch einfach nur eine Phase. Irgendwie stellt sich gerade auch das Schlafen um und der ganze Rhythmus stimmt hinten und vorn nicht mehr... Ich mag keine Phasen ;-)

Kathi (Profil) schrieb am 09.02.2019 21:54

Hallo,
etwa seit dem Alter isst unser schleckiger Mittlerer zwei mal am Tag das Kindermüsli vom d*m, immer mehr mit Haferflocken vermischt, mittlerweile nur noch Haferflocken mit einer Prise Knuspermüsli, aber immer noch zwei mal am Tag. Er ist jetzt 7, schleckig, aber auf eine Art unser am gesündesten essendes Kind (noch nie ein Marmelade- oder Nutellabrot). Auch hier liegt es daran, dass er keine Lust auf Kauen hat, glaube ich - das dauert ihm zu lange -er will schnell Kalorien und die bekommt er so.
Aber er isst mittlerweile auch so gut wie alles Obst, rohe Karotten, Paprika, gekochte Kartoffeln, Nudeln, Spinat, Reis, wenn es sein muss und alle vier Wochen sagt er "ich brauch Salat" und isst dann einen großen Teller davon. Manchmal isst er Fleisch oder Fisch oder mal ein Ei. Sämtliche Hungerattacken gleicht er mit Müsli aus und er fährt gut damit (dünn aber gesund). Insofern: entspann dich.
LG Kathi

munkes (Profil) schrieb am 09.02.2019 22:25

Mir fällt grad ein, was unsere zwischendurch immer gegessen hat: solche dicken "Salzstangen" aber anstatt Salz Sesam. Du kennst das bestimmt. Dazu hatte sie immer einen Teller mit Haufen Frischkäse und vegetarische Brotaufstriche zum dippen.
Und Grießnockerl waren hoch im Kurs. Hab die haufenweise gekocht und immer 3 eingefroren.

akira (Profil) schrieb am 09.02.2019 23:08

Mir fällt grad ein, was unsere zwischendurch immer gegessen hat: solche dicken "Salzstangen" aber anstatt Salz Sesam. Du kennst das bestimmt. Dazu hatte sie immer einen Teller mit Haufen Frischkäse und vegetarische Brotaufstriche zum dippen.
Und Grießnockerl waren hoch im Kurs. Hab die haufenweise gekocht und immer 3 eingefroren.


Wir hatten schon Baby-Grissini und diese ganz dünnen Grissini. Letzteres geht besser, aber eigentlich sind sie ihm wohl zu hart. Er mag die harten Stücke dann nicht im Mund. Reiswaffel hab ich ihm heute noch gegeben, da war es das gleiche *seufz*. Wirklich gut geht da nur frisches Brot. Unglaublich, wie schleckig einer sein kann...

Aber danke Kathi, Du machst mir Mut, dass auch aus diesem Schleckmaul mal ein anständiger Esser wird. Ich kenne das einfach nur nicht. Die Großen waren da unproblematischer, auch wenn sie sich heute auch immer wieder von trockenen Nudeln, Joghurt und Rohkost ernähren würden. Aber solange es so ausgewogen ist...

Aber vielleicht ist so ein gestrecktes Kindermüsli wirklich ne gute Zwischenmahlzeit vor dem Mittagessen. Die Große hatte das immer abends, wenn sie zu müde war zum richtig essen. Wie Du sagtest: Schnell möglichst viele Kalorien bekommen. Und dann kann der Zwerg sich beim Mittagessen vielleicht entspannter ausprobieren. Und ich auch. Momentan ist das unentspannte hauptsächlich daher, dass er entweder fürchterlich herummacht oder nicht richtig satt ist danach. Das wäre dann ja soweit weg.

akira (Profil) schrieb am 09.02.2019 23:15

Unsre Lieblingsrezept aus dem Baby led weaning Buch waren Haferflockensticks


Tiana, wie fest/knusprig werden die denn? Sind die eher weich oder werden die kross? Sonst wäre das vielleicht auch etwas.

Munkes, Grießnockerl hab ich noch nie gemacht. Ich kenne die nur aus der Suppe, wie soll ich mir das als Zwischenmahlzeit vorstellen? Wie diese fertigen Kugeln, die man im Supermarkt im Kühlregal kaufen kann?

munkes (Profil) schrieb am 10.02.2019 19:37

Ich kenn die auch nur in der Suppe. Hab die gefrorenen Teile immer in wenig Brühe erhitzt. Salzwasser geht vermutlich auch, weil sie Ja bereits in Brühe gegart wurden.
Auf dem Teller kannst sie ja in Würfel, völlig ohne Flüssigkeit mit bisschen Butter geben.

Tiana (Profil) schrieb am 10.02.2019 20:07

Sie sind aus der Mikrowelle sehr weich. Man muss sie noch heiß schneiden. Das kann man gut lutschen. Wie es im Ofen wird weiß ich nicht.

Carli (Profil) schrieb am 10.02.2019 20:12

Du könntest mal Polenta probieren. Ist schön weich und du kannst auch geraspeltes Gemüse reinmachen z.B. Zucchini. Lässt sich sehr gut einfrieren und in gewünschte Größe schneiden.

Kind eins hat hier übrigens ab 1 Jahr quasi alles gegessen und wurde danach erst wählerisch, Kind zwei ab acht Monate nur noch Obstgetreidebrei, fünfmal am Tag bis über 1 Jahr. Dazu nach und nach in Kleinstmengen Nudeln oder Brot, also quasi nur Kohlenhydrate. Anderes ging nicht. Dann kam eine Phase mit Milchprodukten, mit zwei auch gerne Kartoffeln und ausgewähltes Obst. Gemüse geht kaum, außerdem nichts Vermischtes wie Soße. Kind drei isst mit über 1 Jahr fast gar nichts, Brei ging eigentlich nie. Ich bin da sehr entspannt und denke, dass es sich irgendwann normalisiert.

walkzwergmama (Profil) schrieb am 13.02.2019 21:47

Bzgl. Geschirr - beim ersten Kind hatten wir Holz, das hat aber nicht lange gehalten und war bald gesprungen. Ansonsten normal Glas und porzellan oder auch einfach nur den Tisch ;g) je nach Phase ;-)
Beim zweiten Kind setzten wir auf Emaille aus dem Camping bedarf - wir nehmen es bis heute zum Campen und oft auch daheim - es hat sich rentiert und ich würde es jederzeit wieder so machen.
Bzgl. ESSEN - unser erster war auch ein selber - Esser - er liebte jegliches Gemüse in großen Stücken aus dem Ofen, vor allem "bunte pommes" =erdapfelspalten, gelbe Rüben in Streifen, Karotten, Kürbis rote Rüben... In gleicher Größe - lieben unsere Kinder immer noch.
Dickes Müsli, grießkoch,...
Obst in spalten tw gedünstet, auch gemüselaibchen als kleine kugeln, falafel,...

akira (Profil) schrieb am 14.02.2019 08:53

Danke nochmals für eure vielen Tipps.

Ich habe ihm mittlerweile die Mahlzeiten getauscht, so dass er vormittags ein spätes zweites Frühstück bekommt und dann erst ein richtiges Mittagessen. Als Frühstück isst er eine Mischung aus Brei und Müsli, also feine Haferflocken mit etwas Obst und heißem Wasser angerührt. Damit können wir beide leben. Es ist etwas süß aber nicht nur. Ich habe sowas selbst einige Zeit als warmes Frühstück gegessen, nur war da noch Lupinenmehl drin, das ist jetzt glaub nicht ganz geeignet in dem Alter.

Beim Mittagessen sind wir jetzt beide entspannter. Er, weil er davor geschlafen hat, und ich, weil ich weiß, er hat schonmal ordentlich was gegessen vorher. Er lässt er sich jetzt auch öfter wieder füttern, nur haben wir immernoch etwas Probleme damit, was er isst. Zum einen soll es möglichst süß (oder salzig?) sein und zum anderen möglichst genau so aussehen wie auf unserem Teller, habe ich den Eindruck. Gestern hatten wir ein kleines Drama, wohl auch weil ich das Gemüse auf seinem Teller getrennt hingelegt hatte zum Probieren, während auf meinem alles durcheinander lag... Ach ja... Aber er wird jetzt soweit satt und der Rest wird sich schon geben.

Ansonsten habe ich mir Gedanken darüber gemacht, warum ich so unentspannt war. Zum einen, weil er sich zuvor nicht mal ansatzweise sattgegessen hat. Das kenne ich einfach nicht. Die anderen haben bei Hunger immer was gefunden, was sie gegessen haben. Zum anderen, weil ich vor nicht allzu langer Zeit ein Kind im Bekanntenkreis erlebt habe, dessen Essverhalten mich zum Wahnsinn treiben würde. Das Kind war knapp 3 und aß mittags nicht mit uns sondern extra ein klein wenig Knäckebrot und Gurke und dann im Stundentakt mal Kekse, mal Früchteriegel. Einerseits kann ich mir beim jetzigen Kind gut vorstellen wie man da landet, vor allem, wenn es das erste Kind ist, andererseits fand ich das "ständige" Herumgenasche furchtbar. Bei mir blieb als Gesamteindruck nur hängen, dass das Kind die ganze Zeit Süßes gefuttert hat, aber nie was Richtiges gegessen hat. Mag sehr subjektiv sein, aber das hat mich eben so gestört, dass ich jetzt so empfindlich auf die Eigenheiten von Nummer 3 reagiert habe.

Nun denn, ich versuche einfach entspannt auf ordentliche Essenszeiten zu achten und Kompromisse mit ihm bezüglich der Art des Essens zu schließen. Immerhin mag er auch süßliches Gemüse wie Süßkartoffeln oder sogar Erbsen. Daher bin ich zuversichtlich, dass wir über die Runden kommen bis er vielleicht doch auch andere Dinge mal isst.

Vielen Dank nochmal für eure Ideen und moralische Unterstützung :-)
akira