"ständig Läuse in der Klasse - kollektives Behandeln der Klasse ?!"

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Anonym schrieb am 05.02.2019 03:17

ständig Läuse in der Klasse - kollektives Behandeln der Klasse ?!

Ihr Lieben,

in unserer Klasse gibt es seit einigen Monaten ,muss man schon sagen,immer wieder Läuse.. Eigentlich ist ständig davon jemand betroffen.
Immer wieder gehen sie rum.

Es nervt langsam alle, mich auch, mein Kind ist bisher GsD verschont geblieben.

Ich schaue jeden Tag mit dem Läusekamm nach, mache jeden Tag eine Läusefrisur (zusammengeflochten, hochgesteckt), reibe mein Kind mit Kokosköl ein, auch die Haare, mache Haargel und Haarspray rein.
Ich untersuche es regelmäßig und kämme die Haare auch mit Spülung aus etc.
Wir sind da sehr gewissenhaft.

Es ist schon auch ein zusätzlicher Aufwand und nervt, aber gut.

Nun soll es, da die Läuse sich schon so lange in der Klasse rumtreiben nach einem letzten Aufruf, das alle ihre Kinder ordentlich absuchen und es nicht aufhört einen

kollektiven Läusemitteltag geben,

an dem alle Kinder und womöglich auch Elter vorbeugend mit einem Läusemittel behandelt werden?!

Das ist wohl auf dem letzten Elternabend so besprochen worden.
Ich war da leider nicht dabei, habe es jetzt auf dem Protokoll gelesen.

Ich möchte das nicht, ich möchte weder mein Kind noch mich vorbeugend, wenn gar nichts vorhanden ist mit Läusemittel behandeln. Ich finde das unmöglich.

Kann die Schule das verlangen? Können wir gezwungen werden das Mittel ohne Befund anzuwenden?

Da ich auch eine Hauterkrankung habe, möchte ich meine Haut nicht zusätzlich mit einem Mittel belasten und überhaupt möchte ich nicht einfach so ein Läusemittel aufbringen und mein Kind belasten, auch nicht, wenn es sich "nur" um Silikonöle handelt..
.
Das ist doch totaler Unfug.

Wir werden sicher die einzigen sein, die sich dagegen sträuben.
Ich bitte um Eure Meinungen.
Vielen Dank.
Liebe Grüße
AnoLausemittel

Antworten

munkes (Profil) schrieb am 05.02.2019 03:38

Zwingen kann dich da keiner. Man ist wahrscheinlich bei den anderen Eltern nur der Buhmann..
Kann dich aber total verstehen, würde ich auch nicht wollen. Von daher ganz kurz vorher, oder am Tag der Entlausung ab zum Kinderarzt und Läusefreiheit bestätigen lassen.

Inge (Profil) schrieb am 05.02.2019 06:08

V. a. sollten die mal schauen, womit die Kinder behandelt wurden und ob auch die Zweitbehandlung immer stattgefunden hat.

EIN Termin zum Entlausen zeigt nämlich vor allem eines: Die Eltern haben nicht verstanden, dass man 2x behandeln muss, um die Tierchen los zu werden. Die Läusemittel töten Läuse ab, nicht die Eier. Die zweite Generation muss man nach dem Schlüpfen erledigen, bevor sie sich schon fortpflanzen können.

Das andere Problem ist, dass manche Läuse mittlerweile gegen manche Mittel immun sind. Deshalb reicht es nicht zu behandeln, sondern es muss auch mit Läusekamm und Pflegespülung kontrolliert werden, ob noch Läuse da sind.

Infos gibt es bei:
http://www.pediculosis-gesellschaft.de/html/haufige_fragen.html
(Pediculosis-Gesellschaft, die haben auch Info-Material zum ausdrucken)

oder: https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Merkblaetter/Ratgeber_Kopflausbefall.html;jsessionid=C01A64FD3826531BFA215E01E2CA8A3E.2_cid372#doc2374556bodyText14
(Hieb- und stichfeste Argumente, da dass RKI die höchste Autorität in Sachen Infektionskrankheiten ist)

Und v. a. beim Gesunheitsamt. Und das sollte von der Schule hinzugezogen werden, wenn das Problem nicht in den Griff zu bekommen ist.

Vorsorgliche Mitbehandlung wird nicht empfohlen.

LG Inge

Inge (Profil) schrieb am 05.02.2019 06:14

Ach ja: Und natürlich kann die Schule das nicht verlangen. Wer soll den auch die Mittel zahlen? Die werden ja nur von der KK bezahlt wenn ein Kind unter 12 Jahre Kopflausbefall hat. Die Erwachsenen müssten ihre Behandlung selbst bezahlen und die Eltern der Kinder ohne Symptome etc. auch.

Ich würde selbst dem Gesundheitsamt das Problem darlegen. Ob ich mit der Lehrerin/ der Schulleitung auch sprechen würde, weiß ich nicht. Dann ist man womöglich die böse Person, die der Schule das Gesundheitsamt auf den Hals gehetzt hat :o)
Mit der Schule also vielleicht nur sprechen, wenn das Gesundheitsamt nicht aktiv wird wenn das nur eine Privatperson meldet.

LG Inge

natascha (Profil) schrieb am 05.02.2019 06:51

Hi,
Bei uns ging das PingPong auch mal fast ein Jahr.
Es war nerfig, wir waren 3 mal befallen.
Meine Nachbarin, die auch immer befallen war, rief mal in der Schule an.
Danach wurde die Ganztags und der Hort komplet gereinigt und die ganze Schule hatte einen Läusezettel mit nach hause bekommen.
Das Problem ist weniger die Klasse, sonder der Raum ausenrum, wo sind nich begegnungspunkte.


Unser Läusemittel brauchte man nur einmal behandeln.
Ich habe es dennoch immer zweimal gemacht.

Lg natascha

schneckmeck (Profil) schrieb am 05.02.2019 08:35

Soweit ich weiß ist das Zeug auch nicht prophylaktisch an zuweneden und wenn ihr keine Läuse habt nur eine unnötige Belastung. Wenn bei uns in der Schule was rumgeht flechte ich auch immer und massiere die Kopfhaut mit Teebaumöl ein - entweder hilft das wirklich oder wir sind einfach große Glückspilze... Ich würde es drauf ankommen lassen der Buhmann zu sein, man kann es ja eh nie allen recht machen :-D.
Drück euch die Daumen, dass die Nummer bald ausgestanden ist!!

Anonym schrieb am 05.02.2019 09:01

Und wenn du den Weg der Notlüge gehst?
Deinem Kind kannst du Neemöl oder Teebaumöl ins Shampoo mischen, dann weiß es, dass es prophylaktisch behandelt wurde und muß gar nicht schwindeln.

Der Schule gibst du einfach die Info, dass alle behandelt wurden.

Gleichzeitig sollte die Schule darüber aufklären, dass (wie Inge schreibt) die Zweitbehandlung und zwar genau am 8./9. Tag erfolgen muss, sonst ist die Erstbehandlung nutzlos.

LG Doro

Mornica (Profil) schrieb am 05.02.2019 12:48

Doof. Zwangsweise bzw. rein prophylaktische Behandlung ist ja unangebracht, wenn du ständig kontrollierst. Mit etwas Glück machen das aber die Familien, die nicht oder nicht gut kontrollieren. Ja, unwahrscheinlich, aber die Hoffnung stirbt zuletzt ;-).
Ich kenne Läuse-Pingpong aus Kiga und Grundschule/Hort. Bei letzterem war das Problem, dass die Kinder aus verschiedenen Klassen kamen und auch mit den Kiga-Kindern gespielt haben.
Letztendlich wurde seitens der Betreuer morgens bzw. mittags eine Kopfkontrolle durchgeführt, mit großer Lichtlupe. Das hat es dann gebracht. Manche Eltern haben halt nicht gründlich genug geschaut, nur trocken und ohne Läusekamm oder ohne Kontrolle auf Ökoprodukte gesetzt. Ich würde Doros Idee umsetzen.
Gruß,
Bettina

Anonym schrieb am 05.02.2019 12:57

Im Kiga gab es auch mal ein langes Ping-Pong-da wurde das Gesundheitsamt eingeschaltet und die Kinder durften nur in die Kita, wenn die Erzieher vorher die Haare kontrollieren durften-vom Gesundheitsamt so angeordnet.

Danach war Ruhe. A b e r das war sehr aufwändig und hat an dem Tag lange gedauert mit der Abgaben und vor allem die Erzieher Nerven gekostet...natürlich gab es diverse Eltern die sich bevormundet gefühlt haben...

Jetzt in der Schule geht es auch immer wieder um, da wird es schwieriger einzukreisen, da der Bewegunsgradius ja immer größer wird.

Gromit

RuthH (Profil) schrieb am 05.02.2019 15:04

Ich denke die Idee des Elternabends war soviel Gruppendruck auszuüben, dass auch die Eltern, die bisher geschludert haben sich gezwungen fühlen mitzumachen.

Diesen Druck würde ich keineswegs wegnehmen, indem ihr euch von irgendjemanden bescheinigen lasst, dass ihr lausfrei seid oder rechtlich nicht verpflichtet und die Schluderer womöglich Wind davon bekommen.

Spiel deinem Kind eine Behandlung vor und erzähle, jedem den du triffst wie gut und wichtig die Idee ist. Ihr wollt die Viecher loswerden. Das ist die Chance!
Gleichzeitig müsst ihr aber unbedingt eine Zweitbehandlung initiieren, sonst war die ganze Sache für die Katz.

Ich kenne das Spiel. Mein Kind hat es zwei oder dreimal erwischt und angeblich hatte niemand sonst ein Problem.
Die Mittelchen gibt es im Netz deutlich günstiger als in der Apo. Seitdem habe ich immer einen Vorrat da.

Lola (Profil) schrieb am 05.02.2019 21:29

Ich sehe es wie doro, auch wenn ich eigentlich total gegen Lügen bin...

Anonym schrieb am 06.02.2019 08:12

Ich sehe es wie doro, auch wenn ich eigentlich total gegen Lügen bin...

Ich auch Lola, vor allem wenn das Kind involviert ist. Aber ich finde eine Behandlung mit Neemöl oder -fluid ist auch adäquat und das Kind muss dann eben nicht schwindeln.

Weil Mornica es schrieb, ich erinnere mich, dass im Kiga in Läusezeiten die Erzieherin morgens jedem Kind auf den Kopf und vor allem in den Nacken geschaut hat. Und wenn sie Läuse oder Bisse fand, das Kind den Eltern gleich wieder mitgegeben hat.
DAS hat gezogen.

LG Doro

Anonym schrieb am 06.02.2019 09:40

Hallo Ihr Lieben,
vielen Dank für Eure zahlreichen Tipps und Ratschläge, es hilft mir wie immer sehr weiter.
:)
Ich werde dann mal Neemöl - Fluid suchen und damit vorsorglich behandeln.

Wo gibt es das? Gibt es da Produktempfehlungen?

Es könnte sein, das wir ein Schreiben unterschreiben müssen, das wir mit einem Läusemittel behandelt haben.
Ist ja dann so....

...Nachtrag:
habe gerade schonmal Teebaumhydrolat, Teebaum-Haaröl und ein Teebaumshampoo gekauft....ist ja dann auch eine Behandlung....
LG


LG
AnoLausemittel

Lola (Profil) schrieb am 06.02.2019 20:00

Doro, das dürfen Erzieher und Lehrer aber nicht mehr, meine ich.

Camilla (Profil) schrieb am 06.02.2019 20:33

Doro, das dürfen Erzieher und Lehrer aber nicht mehr, meine ich.

Wenn ich mich recht erinnere, dann haben wir das bei der Kiga Aufnahme unterschrieben, dass die Erzieherinnen nach Läusen schauen dürfen. Das war eine von den hundert Unterschriften beim Vertrag unterzeichnen.

Dazu wurden wir natürlich nicht gezwungen, aber ich vermute mal, die allermeisten Eltern machen es einfach. Und so wird es wohl in vielen Kitas sein.

Im Zweifelsfall können sich Kitas und Schulen aber dafür Unterstützung vom Gesundheitsamt holen, dann müssen die Eltern das Kontrollieren zulassen oder das Kind wieder mitnehmen.

LG Camilla

Anonym schrieb am 07.02.2019 07:36

Doro, das dürfen Erzieher und Lehrer aber nicht mehr, meine ich.

Ist auch schon ne Weile her bei uns ;o) In der Schule fehlt dazu glaube auch die Zeit.
Passenderweise sagte meine Tochter gestern auch was von Läusekontrolle. Also fix Neemölfluidspray (habe ich eigentlich für Katzen und Hund zur Flohprophylaxe angemixt) auf die Haare und ferdsch ;o) Kontrolle folgt dann heute Abend.

LG Doro

Anonym schrieb am 07.02.2019 07:41


Ich werde dann mal Neemöl - Fluid suchen und damit vorsorglich behandeln.

Wo gibt es das? Gibt es da Produktempfehlungen?


Ich kaufe es bei Dragon*spice. Ich sprühe damit (mit abgekochtem Wasser verdünnt) wie gesagt hin und wieder die Tiere + Tierkissen ein und in der Läusezeit kommt ein Schwups ins Shampoo.

Ich kenne Neem eigentlich aus der Mottenprophylaxe und sprühe auch die Wollsachen ein, bevor sie ins "Sommerlager" kommen.

LG Doro

https://www.dragonspice.de/index.php?cl=details&anid=686497e1cda7b9386.12965156&force_sid=tgqflpaf2immk4gavv1b0gq5h2