"Rechnen lernen"

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Anonym schrieb am 24.01.2019 16:41

Rechnen lernen

Hallo,

gibt es gute Spiele oder Lernspielzeug um das Rechnen zu erlernen?
Mein Kind ist 8 und in der 2. Klasse einer anthroposophischen Schule und hat Schwierigkeiten mit der Rechnerei, bei eigentlich allem, Multiplizieren, Dividieren, Addieren, Subtrahieren, ich möchte es gerne noch mehr unterstützen und suche geeignete Spiele und Materialien....
Für einen Input aus Eurem geschätzen Wissenschatz wäre ich dankbar.
Liebe Grüße
Ano wg. Kind

Antworten

lindi (Profil) schrieb am 24.01.2019 17:46

Hi
Wir haben die ZahlenKarten von G*r*i*mm*s und meine Tochter spielte damit sehr gerne. Und dann noch so ein Holzspiel von G*o*k*i glaube ich, bei dem hat man auf einem Holzbrett klappbare Zahlen von 1 bis 9 und muss dann mit 2 Würfeln versuchen alle Zahlen hoch zu klappen. Normales Kniffel ist auch gut zum Addieren üben.

Und sonst viel im Alltag üben....rechnen tun wir öffter als wir denken.

Viele Grüsse
Lindi

binabik (Profil) schrieb am 24.01.2019 18:30

Vielleicht ein Rechen-Mandala ?

natascha (Profil) schrieb am 24.01.2019 19:28

Gute erfahrung habe ich mit dem würfelhaus gemacht.
Les dich da mal ein.
Das ein mal ein ist ein intensives lernen um es ins langzeitgedächniss zu bekommen.

Es gibt ein leeres 100 brett
Damit läst sich das 1x1 gut aufbauen und wenden.
Als 3x4 ist das selbe wie 4x3.
Ich schau gleich mal, ob ich finde.

Wenn das 1x1 besser verstanden ist, geht das teilen oft auch besser.
Plus und minus geht auch gut mit stines
Das sind würfel für fie einer und stangen für die zehner.


Kennt ihr die verliebten herzen?
1+ 9
2+8
3+7
Usw
Ergibt 10
Hilft auch beim zehnerübergang.


In der 2. Klasse hat er auch noch zeit.
Lg natascha

dorle (Profil) schrieb am 24.01.2019 19:54

ich steh auf diese Holzteile !
Hat bei uns den Durchbruch gebracht. Gemeinsam mit Lineal-Rechnen.

Krass, damals gab es die nur bei einem Anbieter und ich hab fast 40 Mecken dafür gelöhnt.

https://www.betzold.de/prod/A_1553/?pup_e=1&pup_ptid=312885202766&pup_kw=&pup_c=pla&pup_id=95087&gclid=Cj0KCQiA4aXiBRCRARIsAMBZGz-kY-u_GKHzd8zIZUph3lE47iIX1XkxTOl8JpZCthNyzaE1p8Nt__4aAg2CEALw_wcB#

Anonym schrieb am 24.01.2019 20:53

Oh, da sind die aber schon echt weit!!!
Meine Tochter geht auf eine Schule in freier Trägerschaft und so richtig Multiplizieren haben wir jetzt Anfang der vierten Klasse geübt. Allerdings muss man dazu sagen, dass die Kinder in der Klasse alle unterschiedlich weit sind, je nachdem wie schnell sie in den einzelnen Bereichen vorwärts kommen.
Meine Tochter gehört zu den langsameren und mit 8 Jahren hätte sie das alles wohl noch nicht verstanden.

Ich hatte letztens ein Gespräch mit einer Lehrerin aus der Schule, die ab und zu zum Matheunterricht in die Klasse kommt. Sie meinte, wir sollen viel das Schätzen üben, damit sie ein Gefühl für Zahlen/Mengen bekommt.
Und natürlich kein Druck aufbauen.

Das Multiplikationsbrett ist auf alle Fälle auch eins der häufig in der Schule verwendeten Materialien.

Viel Erfolg euch!

purzelmurzel (Profil) schrieb am 24.01.2019 21:13

In der Grundschule würde ich einfach mehr MAthe in den Alltag einbauen. Beim Backen, Kochen, Tisch decken, einkaufen, Angebote kaufen, Geld überschlagen - ist doch alles Mathematik und alles dabei.
Und bei ganz normalen Gesellschaftsspielen. Es geht ja oft um Punkte, Zählen, Würfeln...
Wenn es wirklich anschaulich sein soll, dann ist das im Alltag vorhanden, wenn man darauf achtet. Kauf eine neue Küchenwaage. In der alten Mehlpackung sind noch 200 g, 300g werden benötigt - was fehlt noch....

Anonym schrieb am 24.01.2019 22:13

Ich finde auch, dass sie da für eine 2. Klasse schon sehr weit sind und Dein Kind da Zeit hat.

Wir machen auch viel im Alltag: Einkaufen, wieviel Rückgeld gibt es, Dividieren üben wir, wenn es mal Apfelschnitze/Schokoladenstücke/Gummibärchen gibt (geteilt durch drei Kinder) usw., genauso umgekehrt: jedes Kind kriegt soundso viel, wieviele sind es insgesamt? Oder alle Familienmitglieder (fünf). Die Kinder kriegen jeweils drei, die Eltern nur zwei usw. Da macht auch unser Fünfjähriger mit und versucht es rauszukriegen.

Wir arbeiten auch viel mit Händen und Fingern (Fünferreihe) usw.

Henni (Profil) schrieb am 24.01.2019 22:44

Ich hätte spontan gesagt, Division ist normalerweise erst in der dritten Klasse dran.
Und auch Multiplikation macht erst Sinn, wenn die Addition zumindest im Zahlenraum bis 100 sicher beherrscht wird.
Überhaupt ist in Mathe total wichtig, die Grundlagen sehr gründlich zu üben und sicher zu beherrschen.
Also immer wieder einfach zählen, kleine Mengen mit einem Blick erfassen, Zahlen bis zum nächsten Zehner ergänzen lassen, in 5er Schritten und in 10er Schritten zählen lassen. Vorwärts und rückwärts.
Auf jeden Fall erstmal nur bis 20 rechnen, wenn das noch nicht sicher ist!
Multiplikation ist ja letztlich nur eine verkürzte Schreibweise der Addition, daher muss das Addieren vorher sitzen.

Henni (Profil) schrieb am 24.01.2019 22:45

Sorry, Du hattest ja nach Spielen gefragt.
ich finde gut zum Addieren üben:
Qwixx
Rondo

Anonym schrieb am 25.01.2019 08:54

Hallo, lieben Dank für Eure super Tipps! Da kann ich ganz viel mitnehmen!

Auf der Schule ist quasi in der ersten Klasse kaum was im Rechnen geschehen und dann auf einmal jetzt in der zweiten habe ich das Gefühl, die Lehrerin will alles reinpressen was geht.
Es haben sich halt auch schon viele Eltern beschwert, das es ihnen zu langsam geht...

Wir definitiv nicht, aber jetzt geht es auf einmal so schnell, da kommt meine Kleine nicht mit...

Addieren und Subtrahieren geht auch noch nicht 100% sicher.

Danke für Eure Tipps!
LG
AnoKind

Erika (Profil) schrieb am 25.01.2019 09:44

Das schon erwähnte Klappenspiel ist super. (Addition und Subtraktion im Zehnerraum). Für diesen Zahlenraum haben wir auch das Drachenspiel.

Für Multiplikation finde ich essentiell, dass die Kinder begreifen, was sie da eigentlich tun. Also anhand von Bierkästen, Pralinenschachteln, Apfelstiegen, Eierpackungen usw. zeigen, im Alltag immer wieder üben und zeigen, dass Multiplikation praktisch ist.

Geht dann noch weiter: 1 Apfelstiege 6*8 Äpfel, wie viele Äpfel sind das, wenn 5 Stiegen übereinander stehen? Da ist irgendwie klar, dass das keiner mehr zählt, sondern rechnet. Beim Einkaufen, wo viel mit Paletten geschieht, bietet sich das Üben förmlich an. Für meine Kinder war wichtig, dass sie wissen, dass nach einer Praxisaufgabe (oder 5 Stück) unterwegs wirklich Schluss ist, also nicht immer weiter ….

Fürs 1x1 Lernen bieten sich Karteikärtchen an. Die dürfen ruhig hübsch aussehen und gerne auch mit Praxisbildchen oder Fotos beklebt sein (2x5 = Eierschachtel, 5x8 = Smarties, 2x4 = Schnürsenkellöcher an einem Schuh o.ä.) Darüber merken sich das Kinder auch noch mal anders. Schachbrett fällt mir noch ein. Es macht sicherlich Spaß mit den Kindern gemeinsam auf Suche zu gehen, wo diese Aufgaben versteckt sind.

Und dann vorher vereinbaren, wie viele Aufgaben und danach Schluss machen. Lieber häufiger und weniger, als lange und ermüdend. Bei uns gab es z.B. eine Zeitlang die Regel, dass an jeder Ampel beim warten 3 Aufgaben zu lösen waren. Oder 10 Stück 1x1-Aufgaben auf einer Straßenbahnfahrt. Wenn die vorbei sind, dann haben wir uns unterhalten.

Kniffel finde ich für Addition im zwei-dreistelligen Bereich auch sehr gut. Meine Kinder sind aber unfähig die Ergebnisse ordentlich untereinander zu schreiben. Daher habe ich auf ein paar Kniffelzettel mit Bleistift senkrechte Hilfslinien (Kästchen) für Einer, Zehner und Hunderter gemacht. Sonst geht hinterher das schriftliche Addieren schwer.

Bei Quirkle oder Scrabble rechnet man auch viel zusammen.

Mit dem Taschenrechner (bei Kniffel) nachrechnen dürfen motiviert auch sehr, wobei die Einsicht überraschend ist, dass man mit der Hand schriftlich zum richtigen Ergebnis kommt, mit dem Taschenrechner das Falsche ausrechnet, weil man sich beim Eintippen vertan hat! Aber ein eigener Taschenrechner wird hier gerne zum Spielen benutzt und ist noch genauso faszinierend wie in unserer Kindheit. Ich habe mir von meinem Arbeitgeber für beide Kinder einen ausrangierten Tischrechner geben lassen. Die hätten die sonst weggeschmissen und die sind ob ihrer Größe und den wenigen kaufmännischen Funktionen optimal.

Mein großer Sohn hat sich mal sehr gewundert, als ich ihm beim Abendbrot erzählt habe, dass ich den ganzen Tag gerechnet habe. Er wusste gar nicht, dass ich ab und zu irgendwelche Millionen zusammenrechnen bzw. Differenzen bilden muss. Habe ihm dann am nächsten Tag die Tabellen gezeigt und erklärt.

Spaß macht unseren Kindern, ein Aufmaß der Wohnung oder des Kinderzimmers anzufertigen. Auf Millimeterpapier auftragen, Maßstab überlegen, Fenster richtig einzeichnen usw. Oder die Wandfläche ermitteln, wenn man Farbe kaufen muss.

Das Lernmaterial von Dorle gibt's in der Montessoripädagogik als Goldenes Perlenmaterial. Frag mal an der Schule, ob die das haben und ein Lehrer die Arbeit damit erklären kann. Spielerisch gewinnt man da eine Vorstellung von Mengen, Ketten und Würfeln usw. und kann prima rechnen und nachzählen.

Wenn Du mit dem Abakus rechnen kannst, oder jemanden kennst, der Euch das zeigen kannst, ist das auch prima.







Anonym schrieb am 28.01.2019 16:44

Im Alltag integriert und nicht als klassisches Lernspiel wird's am ehesten Anklang finden; hier wurde das Multiplizieren ganz rasch nach dem Addieren mit m simplen Kniffel Spiel so nebenbei gelernt......