"Kiffen und Hunde im öffentlichen Raum -- was ist erlaubt?"

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Anonym schrieb am 02.08.2018 23:14

Kiffen und Hunde im öffentlichen Raum -- was ist erlaubt?

Ihr Lieben,

ich steh immer noch etwas neben mir. War heute im Kirchencafé mit meinen Kindern, wenig los, 2 Tische draußen. Direkt vor dem Eingang hockt ein Kiffer mit noch 3, 4 Leuten, Stammgast dort, wir setzen uns an den Tisch daneben. Dann steckt er sich nen Joint an. Ich frage höflich, ob er den vielleicht woanders rauchen kann. Meint er so, ich soll mich doch woanders hinsetzen, wenn es mich stört und ob ich auf einem Grillfest auch den Leuten sag, sie sollen woanders rauchen. Hab mich dann im Cafe beschwert, sie haben ihn dann gebeten, das Ding auszumachen.

Dann haben sie nicht aufgehört mit blöden Bemerkungen, die ich ignoriert hab. Zwei große Hunde, sehr präsent, sehr kläffend, der eine nicht an der Leine, haben dem kleineren Kind (5) Angst gemacht. Dann habe ich beim Toilettengang resigniert erzählt, dass ich wohl gehen muss, weil die Hunde meinem Kind Angst machen. Dann, wieder draußen, ist der Typ ausfallend geworden, was ich mich denn schon wieder beschwert hätte und dann ist die Horde über mich hergefallen (verbal). Bin dann gegangen, mein Kleiner hat geweint und wollte nicht mehr an denen vorbei. Das große Kind hat sich, auf der Mauer sitzend, weil wir ein Spiel zurückgebracht haben, sich dann den ganzen Mist anhören müssen, den sie über mich ausgegossen haben.

Mal abgesehen davon, dass mir immer noch flau im Magen ist: Ich hab mal gegoogelt, aber nichts gefunden. Wie ist die Rechtslage? Hasch rauchen ist ja offiziell erlaubt. Wie ist es im öffentlichen Raum, wenn man nicht Patient ist und auf Rezept raucht? Und wie ist es mit großen, aber ach so lieben und völlig harmlosen Hunden? Wo müssen die angeleint werden?

Wäre sehr dankbar, wenn sich jemand auskennt.

LG

ano

Antworten

Inge (Profil) schrieb am 03.08.2018 07:17

soweit ich weiß wird beim Konsum nicht in öffentlich und nicht öffentlich unterteilt. Der Konsum ist erlaubt, der Besitz aber nicht. Man kann aber nur konsumieren was man auch hat. Von daher ist der Konsum indirekt auch verboten, wenn auch zumeist straffrei.

Was Hunde anlangt ist das örtlich unterschiedlich geregelt. In Eichstätt z. B. besteht generelle Leinenpflicht, bei uns nur in öffentlichen Grünanlagen und im Wald.

Ist doof, aber ich wäre mit Kindern gleich gegangen sobald einer anfängt zu kiffen, oder aber zu einem Tisch ganz weit weg gegangen. Das war aber ja anscheinend nicht möglich.
Die Gelegenheitskiffer die ich kenne sind alle lieb und freundlich.
Aber das muss natürlich nicht bei jedem so sein. Cannabis ist und bleibt eine Droge die Fühlen, Denken und Wahrnehmung beeinflusst. Gerade in Verbindung mit Alkohol kann das durchaus auch zu unschönen Nebenwirkungen im Verhalten führen. Also lieber auf Distanz gehen.

LG Inge

Anonym schrieb am 03.08.2018 11:54

Stammgast im Kirchencafe

Da würde ich ansetzen. Das Verhalten geht so gar nicht, große nervige Hund und Drogenkonsum sind da ganz sicher nicht erlaubt. Verbales angehen anderer Gäste erst recht nicht.

Schreib einen Brief zum Café hin, es hat sich sicher einfach niemand vom Personal getraut den Gast rauszuwerfen. Hier kann aber die Cafeleitung von ihrem Hausrecht gebrauch machen und ihm dauerhaft den Besuch verbieten. (Und Du bist Deinen Frust in dem Brief losgeworden).

Liebe Grüße

natascha (Profil) schrieb am 03.08.2018 12:29

Ich würde es auch so machen
Brief schreiben .
Aber es kann einfach auch mal pasieren
Dass man menschen begegnet.
Die nun mal sich doof verhalten.

Ist nicht schön
Sollte aber nicht zur Seelenlast werden


Lg natascha

Anonym schrieb am 08.08.2018 23:18

Vielen Dank für eure Meinungen. Brief finde ich eine gute Idee.

Das einfach ignorieren möchte ich nicht, es gibt hier (und sicher auch woanders) einfach zu viele Leute, die meinen, alles gehört ihnen und sie können sich jegliches Recht rausnehmen und unverschämt werden. Wenn alle anderen das einfach hinnehmen, wird das immer schlimmer.

Und,ja, sowas vermiest mir leider tatsächlich den Tag. Wenn ich da das nächste Mal hingehe, wird der ganze Tisch wieder über mich herfallen. Und sich breitmachen. Und kiffen. Weiß noch nicht, wie ich damit umgehe.

Inge (Profil) schrieb am 09.08.2018 08:43

Ich weiß nicht.

Bestimmte Lokalitäten haben ein bestimmtes Klientel. Wenn das Klientel nicht zu meinen Vorstellungen passt oder ich mich da nicht wohl fühle, gehe ich da nicht hin.
Meine Konsequenz wäre da nicht mehr hin zu gehen, weil ich mich in diesem Café aufgrund des Klientels nicht wohlfühlen würde.
Ich gehe auch nicht in jedes Restaurant, in jede Bar, in jeden Biergarten, nicht mal in jeden Verein.

Ich würde nicht "einfach so" in eine Schwulenkneipe gehen. Nicht weil ich etwas gegen Homosexuelle habe, sondern weil diese Menschen etwas eint, das ich nicht habe. Sie können da unter sich bleiben, an jedem anderen Ort trete ich gerne jederzeit mit ihnen in Kontakt.

Wenn dieses Café als Stammkundschaft Kiffer hat, gehe ich da nicht hin. Dass das Betragen der Leute gar nicht geht stimmt, aber wenn sie da von den Wirtsleuten toleriert ihren Stammplatz haben ist das so. Mir ist es lieber sie kiffen in dem Café als wirklich in der Öffentlichkeit. In dieses Café muss ich nicht gehen, es gibt genug andere.
In Bereichen die ich nicht vermeiden kann, stört mich das dagegen extrem und da würde ich auch dagegen vorgehen.

LG Inge

Anonym schrieb am 09.08.2018 10:29

Da bin ich ganz bei Inge.
Wenn die Kiffer dort Stammgäste sind, werden sie vom Café toleriert. Und wenn eine Gruppe Jugendlicher mit großen Hunden meine Gäste anpöbelt, kriege ich das als Betreiber auch mit. Wenn ich dann nicht eingreife, dann will ich das nicht.
Insofern wäre ich dort nicht mehr Gast.
Spannend, dass es ein Kirchencafé war ;o)

LG Doro

Anonym schrieb am 09.08.2018 12:36

Da habt ihr natürlich auch wieder recht. Aber ein Kiffer macht noch kein Kiffercafé, ich denke, die Ehrenamtlichen merken das gar nicht (die eine fragte mich fünfmal, ob das wirklich ein Joint sei) und trauen sich halt nicht. Da hilft wohl wirklich nur der Brief.

dorle (Profil) schrieb am 09.08.2018 13:06

ich selber bin (unter anderen Gründen) aus dem gesamten Berliner Stadtteil Friedrichshain weggezogen: Kiffer, "bierflaschenbewaffnete" Jugendliche wo man geht und steht, betrunkene Obdachlose aller Nationalitäten, Spätkauf ständig offen mit alkoholisiertem Klientel, Horden von Punkern die unter dem Vordach von lidl, aldi und co leben inkl Hunde, überall Hundekacke, Scherben (siehe Bierflaschen...), explodierte ausgebrannte Autos, nachts Explosionen, mit der Zwille eingeschossene Fensterscheiben an neu fertiggestellten Gebäuden....

Über die von die geschilderte Situation musste ich "nur" schmunzeln weil sie mein tagtäglicher Alltag war.
Sich dagegen aufbäumen brachte gar nichts.
Entweder man wohnt eben in einem Bezirk der so ist oder nicht.
Ein einziges mal habe ich auch, so wie du, dagegen aufbegehrt und mich in eine Diskussion verwickeln lassen mit einem Punk mit dreckigem Kleinkind dessen Hund mitten auf den Fußweg schiss und er es dann gemütlich liegen ließ.
Tja, kiffen und Hundescheiße ist ein politisches Statement !
Dagegen kann man kaum ankommen.

Ich rate dir auch: geh woanders hin und lass die Kiffer und Hundebesitzer ihren politischen Kampf weiter durchziehen.
Ihre Werte entsprechen den deinen mehr als du denkst !
(deswegen auch Kirchenkaffee)

dorle (Profil) schrieb am 09.08.2018 13:13

ach so - ich musste damals ganz oft die Bullen rufen und hab das auch ohne schlechtes gewissen gemacht.
mach ruhig beim nächsten mal.
warum auf gute unterstützung verzichten? schön aufm klo anrufen und sich dann gemütlich zurücklehnen, seine kinder verteidigt wissen und weiterhin den nachmittag genießen.

mann mann ständig hab ich nachts die feuerwehr angerufen oder die polizei...

Anonym schrieb am 09.08.2018 13:45


Ihre Werte entsprechen den deinen mehr als du denkst !
(deswegen auch Kirchenkaffee)


Kommt jetzt hoffentlich nicht patzig rüber, aber du kennst doch weder die Werte der Punks, noch die der TS.

LG Doro

dorle (Profil) schrieb am 09.08.2018 23:48

stimmt - also der satz bezieht sich auf mich und "meine" punks ;o))