"Habt ihr im Alltag (Woe) Energie für Verwandschaft/Freunde?"

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Anonym schrieb am 13.06.2018 16:45

Habt ihr im Alltag (Woe) Energie für Verwandschaft/Freunde?

Hallo,

ich muss das mal erst so pauschal fragen. Also uns geht es so, dass wir den Alltag mit drei Kids, Berufstätigkeit, Mann selbständig etc. schaffen, aber eigentlich immer relativ am Rand sind. Ihr kennt das ja, hier noch ein Elternabend, Verein, Geburtstag...

Jetzt ist es so, dass unsere Verwandschaft eben 500km entfernt wohnt. Es stand ein Familienfest an, es ging nicht anders, als Freitag hin, So zurück. Da war natürlich viel Verkehr. Die Fahrten dauerten 7 Stunden. Am Tag vorher packen, danach auspacken, dort Betten beziehen...
Fazit. Ich war irgendwie nur am funktionieren (Kind hat dann noch nicht geschlafen, alle waren super früh wach), kam mir ein wenig vor, als würde ich alles im Fernsehprogramm erleben, war nur halb anwesend und dann gab es noch viel Ärger.

Ich würde das so auch nicht mehr machen und sagen, runder Geburtstag hin oder her - so geht das für uns nicht. Oder zumindest ohne Betten beziehen, Bude dort putzen, Selbstverpflegung und 15 Leute ohne Spülmaschine.

Generell merke ich aber, dass wir am Wochenende große Lust haben, uns vor Ort zu verabreden, jemanden einzuladen, das aber auch nur ein bis zweimal im Monat. Eben sehr reduziert.
Wie macht ihr das?

Freu mich über Eure Beiträge - Danke

Purzel

PS:Bkoe, wie wärs nä Wo?

Antworten

Anonym schrieb am 13.06.2018 18:28

Mir geht es wie dir. Verwandtschaft erlebe ich als Stress. Solche Wes machen wir mit 2 Kindern nicht. Wenn es mir wichtig ist fahre ich allein und feiere entspannt mit. Das ist extrem selten. Unsere Familien leben 80km entfernt. Wir besuchen sie eher selten. Meine Eltern kommen ganz gerne zu Ausflügen mit, wo wir uns dann treffen. Die Schwiegereltern nicht. Die sehen wir meist nur zu feiertagen. Ist mir sehr Recht.
Wir machen gerne als Familie mit unseren Kindern und befreundeten Familien Ausflüge. Das passt besser und hat für mich nicht den zwang einer Familienveranstaltung ( benehmen, anständig anziehen, süßkram einschränken, Bedürfnisse zurückstellen). Letzteres ist der Anspruch der Familie meines Mannes. Insgesamt sehen wir Freunde vllt trotzdem max. 1 bis 2 we im Monat. Und die Familie alle 2 Monate zu Ausflügen. Für mich reicht das. Die Kinder genießen bei uns auch gerne Mal das WE für sich zu spielen. Problem ist bei uns dass das Verständnis in der scwiegerfamilie dafür gering ist. Kompromisse haben wir gesucht, z.b besucht werden am WE. Aber sie kommen nicht weil es ihnen zu aufwendig ist. Seitdem ist mein schlechtes Gewissen deutlich geringer. Bald kommt bei uns Nummer 3 und dann rennen sie uns wieder die Bude ein. Da graut es mir schon davor.
Tiana

AnjaAnja (Profil) schrieb am 13.06.2018 18:41

Hallo Purzel,

meine Herkunftsfamilie wohnt "nur" gut 250 Kilometer weg und auch da kenne ich die Probleme, die du beschreibst. Die Besuche sind schön, die (Entspannungs)Zeiten "fehlen" dann aber hier vor Ort.

Ich fahre etwa alle vier bis sechs Wochen hin, aber nur 2-4x im Jahr mit meinem Mann und unseren drei Kindern.

Oft nehm ich nur ein oder zwei Kinder mit oder auch mal ganz allein oder mal mit allen dreien und mein Mann entspannt zuhause.

Bei mir ist es mittlerweile so, dass ich ziemlich egoistisch danach gehe, ob ich/wir hin wollen oder nicht. Geburtstage etc. sind mir da egal, da gibt es Päckchen. Nur Weihnachten ist bei uns ein Muss-Termin.

Bislang haben meine Mutter und meine Geschwister unsere Ankunft immer vorbereitet, eingekauft, Betten gemacht usw.

Da meine Mutter jetzt nicht mehr so kann und meine Geschwister immer mehr auch mit ihren eigenen Kindern zu tun haben, haben wir nun den Dachboden komplett leer geräumt und wollen uns das möglichst pflegeleicht einrichten. Nur Betten, über die wir dann große Spannbettlaken als Staubschutz ziehen. Sodass man dann hoffentlich nur ab und an Betten machen und durchsaugen muss.
Essen nehm ich nur das Nötigste für den Ankunft-Abend mit und dann fressen wir uns bei der Verwandtschaft durch oder holen Unkompliziertes vor Ort.

500 Kilometer ist weit, da ist meiner Meinung nach nur 1-2x im Jahr drin. In so einem Fall würde ich wahrscheinlich die Geburtstage ignorieren, aber z.B. die Herbstferien dort verbringen.

Schöne Grüße
Ano-Anja


Anonym schrieb am 13.06.2018 19:51

Bei uns ist es anders. Drei Kinder, Mann nur am arbeiten, ich um die 15 Stunden. Nebenbei Kindergottesdienst, Feste mitorganisieren, alle drei Kinder Fussballer, zwei davon mit regwlmässigen spielen. Wir treffen alle zwei Monate Freunde zum Rollenspiel. Am Wochenende Besuch, Sport am Abend ein bis zweimal die Woche...

Ich bin froh, wenn wir rauskommen. Ich fahre gerne zur Verwandschaft, 300-500km entfernt. Aber ich merke, dass die Kinder nicht mehr so mitziehen und reduziere es deshalb. Für Familienfeiern würde ich soweit fahren, auch mit Kind und Kegel und dreihundert Kuscheltieren...;)

Ich glaube, das ist einfach Typsache und kommt auch auf die Familienbande an.

Lola

bkoe0067 (Profil) schrieb am 13.06.2018 20:49

Liebe Purzel,

die 500 km zu meiner Familie würde ich mir auch nicht eben mal übers Wochenende geben. Ich war mit dem Mittleren an Pfingsten da, das war sehr schön. Mit allen Kindern würde ich auf einen Bauernhof gehen, das habe ich im Herbst auch vor.
Insgesamt sind wir aber schon eine sehr reiselustige Familie und auch viel unterwegs, wenn auch weniger als noch mit zwei Kindern.

Sind die aus Deiner Familie alle zu alt, um die Betten für euch vorzubereiten? Sonst wären Schlafsäcke eine Alternative.

Hier verabreden wir uns meist spontan,wenn wir Bekannte treffen und unternehmen viel mit unseren Nachbarn. Deren Tochter (Einzelkind) hängt eh viel bei uns rum :)

Samstag feiern wir Doppelgeburtstag, aber Sonntag haben wir soweit ich weiß noch nichts vor. Würde mich sehr freuen, wenn es klappt!

LG

bkoe

Anonym schrieb am 13.06.2018 21:15

Danke Euch.
Wir lieben es zu verreisen. Wir gehen so gern zelten, das kann auch mal ein kurzes Woe sein, allerdings fahren wir dann nicht länger als drei Stunden. Und vor allem haben wir dann Erholung, Ruhe, Meer, Natur!
Es war eben eine "Ausnahme", weil es der runde Geburtstag meiner Mutter war. Aber ich merke, dass diese Ausnahmen eben zunehmen. Letztes Jahr war es mein Vater, davor mein Schwiegervater, Schwiegermutter...
Meine Eltern planen gern kostengünstig und haben ein Freizeitheim gemietet. Das ist an für sich auch eine nette Idee. Aber eben viel Arbeit für alle. Dann kamen noch Gäste dazu. Die Zwänge haben wir einfach fast vollständig ignoriert - sind nur bedingt anpassungsfähig.
Dafür hattte ich eben danach mit der ganzen Familie Stress, weil sie mein Verhalten unpässlich fanden. Ich war einfach fertig, hatte eben nicht das Lächeln auf dem Gesicht, das alle gern gesehen hätten und meine Kinder haben gefühlt stündlich geweint, gestritten. Obwohl sie nicht mehr so klein sind, saß eben der Vierjährige bei jeder Mahlzeit auf meinem Schoß, hat viel gemeckert etc. Wie das eben ist, wenn die Eltern sich da auch nicht so wohl fühlen ;-(
Also nicht falsch verstehen, ich dachte eben auch, für meine Eltern ist das gar keine Frage - da fahr ich überall hin zum runden GEburtstag. Ich mag sie sehr gern. Die restliche Verwandschaft (war ja recht überschaubar mit ca. 15-20 Leuten) auch sehr. Aber wir sind schon sehr unterschiedlich.
Meine beiden Jüngsten hatten zum Glück sich und haben zu Zweit ganz toll gespielt.
Mh, vielleicht bin ich auch noch dazu trotzig und traurig. Reicht es dann nicht einfach da zu sein? Müssen da immer noch Erwartungen drauf?
Puh! Familie!

Bkoe: So geht nicht. Ich dachte an unter der Wo - nä Do?

bkoe0067 (Profil) schrieb am 13.06.2018 22:07

Liebe Purzel,

an Deiner Stelle würde ich eben beim nächsten Mal nicht mit allen fahren, nur Du und 1-2 Kinder. Und, wie gesagt, Schlafsäcke und eigene Isomatten ;) Fertig ist die Laube, mit gemachten Betten und weniger Stress.
Und ich würde entspannt mit dem Zug fahren. Ich persönlich hasse lange Autofahrten, die stressen mich extrem.

Unter der Woche ist bei uns schwierig wegen Freizeitprogramm, am besten geht Dienstag und Freitag. Donnerstag sind wir in Erkrath beim Schwimmkurs, vielleicht habt ihr ja Lust mit ins Neanderbad zu kommen? Lass uns mal mailen.

LG

bkoe

Anonym schrieb am 13.06.2018 22:12

Oder extra kommen und nachfeiern. Dann hat man auch mehr voneinander. Zumindest, solange die Kinder klein sind.

Meine Mama kriegt das mit den Betten auch nicht mehr so hin. Aber sie will immer alles machen. Das finde ich dann sehr schwierig. Sie macht sich so viele Umstände, die wir gar nicht brauchen. Da habe ich auch schon überlegt, einfach im. Garten zu zelten.

Lola

purzelmurzel (Profil) schrieb am 13.06.2018 22:27

Naja. Ich hab einfach keine gute Lösung. Mit dem Zug geht nicht, da am A... der Welt (sorry an alle im Schwoabäländle). Außerdem hätte ich dann von meinen Eltern aus kein Auto mehr und ihnen ist es ganz recht, wenn wir tagsüber allein Programm machen. ;-(
Meinen Eltern ist das Zuhause oder in den Ferien zu anstrengend mit uns. Da sind zwei Nächte ok, mehr aber auch nicht. Aber das wäre vielleicht ne Option. Ich hab noch ein paar gute Freundinnen da, wo ich den Urlaub verlängern könnte.
Und. Nein, meine Eltern gehören eben nicht zu denen, die sich zu viele Umstände wegen uns machen. Aber wir brauchen eigentlich auch nicht viel. Bei ihnen Zuhause ist das schon ganz nett und auch entlastend für mich.

Gracias!
Also war vielleicht die Aktion auch einfach zu verrückt und viel und ich hätte das im Vorfeld besser so sagen müssen.

Anonym schrieb am 14.06.2018 07:37

Liebe Purzel,

wenn ich so deinen letzten Beitrag lese, habe ich den Eindruck, dass deine Eltern ganz gut auf ihre Bedürfnisse achten, es bei dir aber nicht akzeptieren, geschweige denn respektieren können.
Das ist schade, aber ja ein häufiger Generationenkonflikt.

Da ich dich hier im Forum als sehr empathisch empfinde, würde ich dir wünschen, dass du da noch besser auf deine Bedürfnisse achten kannst. Und zwar nicht erst danach, wenn die Erschöpfung und vielleicht sogar ein Schuldgefühl da ist, sondern schon vorher :o)

Ansonsten gebe ich Lola Recht, es ist Typsache.

LG Doro

Anonym schrieb am 14.06.2018 09:31

Also wir(zu fünft) haben im Alltag schon noch Energie für Freunde , aber eben nicht für weite Reisen zur Verwandtschaft. Weit ist für uns alles , was weiter als 100km von uns entfernt ist.
Wir laden aber gerne ein, bekommen jedoch kaum Besuch , zumindest von der Verwandtschaft. Die Verwandtschaft ist zu sehr mit sich und ihrer Arbeit beschäftigt, das ist auch bei den Großeltern so. Dort sind wir zwar eingeladen , aber es ist ca.300km weit weg und sie haben eigentlich keine Zeit für uns.

Anonym schrieb am 14.06.2018 14:52

Liebe Purzel,

wenn ich so deinen letzten Beitrag lese, habe ich den Eindruck, dass deine Eltern ganz gut auf ihre Bedürfnisse achten, es bei dir aber nicht akzeptieren, geschweige denn respektieren können.
Das ist schade, aber ja ein häufiger Generationenkonflikt.



Da sagste was Wahres! Fällt mir gerade wieder ein, dass als ich EINMAL letzens um Hilfe gebeten habe, die Antwort bekam, der Weg sei so weit und das wäre ihnen zu auffändig (mein Mann war eben länger geschäftlich unterwegs und da kollidieren morgens die Schul-/Kindergartenzeiten mit meinen Arbeitszeiten).
Nichts desto trotz will ich das ja gern nicht davon abhängig machen wie andere sich verhalten.
Aber gut. Ich habs jetzt gerafft, die vielen Kilometer an einem normalen Woe sind einfach zu viel.
Und die Familie gibt eben nicht so die Energie wie Freunde oder Ausflüge in die Natur ;-)

Anonym schrieb am 14.06.2018 18:04


Nichts desto trotz will ich das ja gern nicht davon abhängig machen wie andere sich verhalten.


Ich meinte auch eher, dass deine Eltern dir ein gutes Vorbild in Sachen Achtsamkeit im Umgang mit den eigenen Bedürfnissen sein könnten :o)

LG Doro

Anonym schrieb am 14.06.2018 22:05

Seit meine Mama tot ist habe ich ein starkes Bedürfnis danach meinen Bruder und speziell die beiden Neffen oft zu sehen. dazu kommt das meine Jungs ähnlich alt sind und die Cousins auch gerne oft sehen wollen.
Ich muss aber leider akzeptieren das das meinem Bruder und seiner Freundin nicht ganz so geht wie mir.
Wir haben uns auf ein Treffen alle 3 Monate geeinigt plus vielleicht ein Geburtstag oder ein Feiertag extra. Sie wohnen im 80km entfernten Berlin.
Es ist natürlich so das ich nicht arbeiten gehe, wohingegen mein Bruder vollzeit oder mehr arbeitet - von daher....
Aber es war auch schon früher so das da die Bedürfnisse unterschiedlich waren als wir noch beide studierten und nur 1 Kind hatten und 3 Tram Haltestellen voneinander weg wohnten.

Gottseidank können wir über sowas sehr gut offen reden. das ist echt das wichtigste !

halbanodorle

natascha (Profil) schrieb am 15.06.2018 07:09

Gerade als die Kids noch klein ware, habe ich da energie raus gezogen
Was mit Freunden zu machen.
Meine Familie wohnt um uns rum.
Ich bin nicht die perfekte Hausfrau.
Sauber ist es.
Ordentlich ist ansichtssache.

Jeder muss sehn
Was ihm gut tut.
Und sich das nehmen.
Pflichtsachen sind immer doof.

Finde deinen Weg.
Lg natascha

Anonym schrieb am 15.06.2018 12:47

Danke!
Ich hab schon wieder ganz anderes im Kopf. Das ist das Gute mit Kindern ;-)
Der Große hat nen Bänderriss, Krücken, nä Wo wäre Segelwoche in der Schule! Mist
Mit dem Bus in die Schule wird er wohl auch nicht direkt schaffen, also haben wir noch etwas mehr zu tun.
Mo wieder Arzt, dann wird entschieden, ob er operiert wird.

Keine Ahnung, wie ich das schaffen soll. Mein Mann kommt übermorgen nachts wieder. Da denk ich dann eine unterstützende Familie wäre goldwert und verdrück ein kleines Tränchen.
Keine Sorge, ich komm schnell aus der Depristimmung raus und mach es uns allen gemütlich am Woe!

dorle (Profil) schrieb am 15.06.2018 13:03

schularzt und behindertentransport?

musst du dich mal erkundigen

als meiner an den füßen operiert war und 2 schienen, gips und krücken hatte wäre das gegangen

bkoe0067 (Profil) schrieb am 15.06.2018 14:51

Oh je, dann wird wohl nix aus unserem Treffen? Ich helfe gerne, hab nur leider kein Auto zum Chauffieren. Gibt es sonst was, was ich tun kann?

LG

bkoe

Anonym schrieb am 15.06.2018 15:59

Danke. Dorle - das hab ich schon gecheckt. Geht nicht. Aber wenn ich Glück habe und den Fahrer des Integrativen Kindes, das hier in der Nähe wohnt, besteche, hab ich eine kleine Chance ;-)

Bkoe - Danke für die Anteilnahme. Ich hab gerade noch nicht so den Plan wie das weitergehen soll. Auf der anderen Seite ist es ja auch nichts Dramatisches, aber im Alltag mit Berufstätigkeit schnell ne Katastrophe, viel Organisation und eben Zeitaufwändig.

Hab eben mit meiner Mutter telefoniert. Es tut ihr schrecklich leid, hat sie gesagt. Hilfe hat sie keine angeboten - auch keine Tipps, Ideen - hab erstmal geweint. Naja, scheint ja ein Thema zu sein für mich. Da muss ich wohl mal ran...

Tiana (Profil) schrieb am 15.06.2018 17:05

Ohje wie nervig. Wenn klar ist dass er länger als 8 Wochen beeinträchtigt sein wird kann man mit ärztlichen Attest beim Schulamt einen Transport beantragen. Mit den 8 Wochen sind manche Ärzte sehr freigiebig. Erkundige dich Mal beim Orthopäden. Die machen das oft häufiger die Kinderärzte

Gute Besserung