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"Unsere Tochter beklaut uns"

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Anonym schrieb am 11.04.2018 16:42

Unsere Tochter beklaut uns

Im Geldbeutel hatte ich noch zwei Scheine, einen Fünfer und einen Zehner und mehrere Münzen. Damit wollte ich jetzt noch in den Bioladen.
Die 15€ sind weg.
Das ist jetzt nicht das erste Mal, dass Geld aus meinem Geldbeutel verschwindet. Ich dachte ja oft, dass ICH mich geirrt und kein Geld bzw. weniger hätte.
Mein Sohn kam just vorhin heulend zu mir und sagte, dass sein angespartes Geld von ca. 40€ weg sind.
Die jüngeren Geschwister machen sich noch nichts aus Geld, es kann nur meine Tochter mit bald 13 Jahren sein.
Vorhin habe ich sie direkt darauf angesprochen. Ihre Antwort war nur, dass sie es nicht war. Jetzt ist sie raus gegangen um für die Schule zu lernen und hat mir noch hinterhergerufen, dass sie heute Abend nicht nach Hause kommt.
Das ist ein weiteres Problem. Sie ist überhaupt nicht konfliktfähig und will bei jeder Auseinandersetzung nur abhauen.
Sie bekommt von uns 14€ Taschengeld im Monat und kauft sich davon Süßigkeiten oder mal Eis. Alles andere zahlen wir (auch wenn sie sich bei H&M neue Klamotten kaufen will).
Ich bin total hilflos. Die jüngeren Geschwister haben keine Ahnung von meinem Verdacht sonst würden sie die große Schwester lynchen wollen.
Was würdet ihr kurz- und langfristig machen?

Antworten

Anonym schrieb am 11.04.2018 16:44

Von der Oma bekommt sie auch immer wieder was zugesteckt, über Ostern hat sie von ihr 30€ bekommen.
Geldmangel kann es ja nicht sein?!

dorle (Profil) schrieb am 11.04.2018 17:13

wie jetzt????
"sie kommt heute Abend nicht nach hause" - würde ja bedeuten das sie woanders schläft ohne dir zu sagen wo !

mit 13 hat das Kind nicht die Regeln vorzugeben. Mit anderen Worten, wenn sie abends kommt (hoffentlich) oder morgen, dann setzt ihr euch zusammen, beide Eltern, und sie - und ihr sagt ihr klipp und klar, daß es nicht so läuft das sie sagt was sie macht, sondern so daß sie fragt ob sie es soundso machen DARF !

Wenn du jetzt keine Beweise hast wegen dem Geld würde ich als Begründung für das Streichen des Taschengeldes sagen:
sie ist bald 14 und damit darf sie kleine Jobs machen
sie bekommt für eine 1, und eine 2 in der Schule kleine Beträge
eine 3 ist eh das Minimum und 4 und 5 bedeutet einfach mehr lernen etc.

Ansonsten würde ich die abendlichen Weggehregeln unter der Woche stramm ziehen, sie muss dir zu Hause helfen und zwar regelmäßig.

Sie respektiert dich nicht und das wird auch seinen Grund haben.
Seit längerem wird sie an deinen Nerven zerren und sich einen Freiraum erkämpft haben den du so sicherlich nie wolltest.
Du bist bestimmt mit den jüngeren Geschwistern belastet.
bald beginnt das andere Geschlecht interessant zu werden. Da wird es für dich wichtig sein sie kontrollieren zu können.
Alle Kinder mit denen sie zu tun hast sollen sich vorstellen kommen, bei Jungs möchtest du die Telefonnummern der Eltern kennen etc.

Ich finde das nicht zu streng sondern normal.
Meinem fast 13jährigen habe ich auch schon gesagt wenn er je mal ein Mädchen besuchen möchte oder einladen, soll er sich vorher freundlich bei den Eltern vorstellen. ich mein, er muss ja nun nicht gleich um die Hand anhalten, aber ein bißchen Anstand gehört doch dazu.

Sich unter der Brücke treffen und mit 13 schon knutschen und an den Hintern fassen...nee, da bin ich nicht dafür.

Also zusammengefasst: wie alt bist du-wie alt ist sie? welche verantwortung trägst du-welche trägt sie?
wer - denkst du kann besser einschätzen was für eine 13jährige das richtige ist?

Lass dich nicht von ihr unterbuttern sondern schreibe die Regeln vor und erkläre warum.

Da mein großer Sohn auf fast 13 ist ahne ich wie sehr eure Interessen auseinander driften. versuchen dich für ihr Leben und ihre Leidenschaften zu interessieren.
Manche Interessen und Hobbies kosten eine Menge Geld und Eintritt etc.
Erkläre ihr was Diebstahl mit deinen Gefühlen macht und wie sie optimal bei dir an etwas Geld kommen kann.

Mehr fällt mich gerade auch nicht ein.

P.S. wir haben echt wenig Geld und meine Jungs geben mir immer freiwillig ihr 5 euro von der Uroma zum einkaufen. Die Oma gibt den Jungs gar kein Geld mehr weil sie nicht will das ich es bekäme - als ob ich es für mich benutze.
Verstehst du? Deine Tochter hat echt viel und es reicht ihr immer noch nicht.

Bring ihr nähen bei - schei+ auf Hitler & Mussolini



Anonym schrieb am 11.04.2018 17:40

Dorlchen, du bist ja süß ;)
Meine Tochter will nicht nach Hause kommen, weil ich ihr Stress mache und sie der Auseinandersetzung aus dem Weg gehen will.
Sie läuft jetzt irgendwo alleine rum, wahrscheinlich ist sie in der Nähe des Pferdestalles wo sie mal reiten war.
Sie trifft sich nicht mit Jungs (haha, die Vorstellung ist köstlich, Jungs sind sowieso blöd und Gott sei Dank ist sie noch nicht so weit).
Sie geht abends nie weg. Nur einmal ist sie auch abgehauen weil ich ihr ihr Handy weggenommen habe.
Mit dem Abhauen will sie mich unter Druck setzen und mich erpressen.
Ich verstehe was du meinst. Wenn sie nach Hause kommt sage ich ihr mal klipp und klar was MEINE Regeln sind.
Problem ist nur, dass mein Mann in einer halben Stunde kommt. Der fährt mir immer in die Parade, will keinen Ärger mit den Kindern und knickt ein.
Beim letzten Abhauen hat er sie zu Fuß, mit dem Rad und mit dem Auto gesucht.
Ich laufe ihr nicht hinterher (sie kommt sowieso von alleine und drückt sich dann irgendwo im Garten rum, wo wir sie nicht sehen).

Anonym schrieb am 11.04.2018 17:42

Wir haben mit zehn Jahren das gleiche Problem. Ich hab mich ein bisschen eingelesen und würde dir auch empfehlen, dazuetwas zu lesen. Denn mit Schimpfen, Strafen, weniger Taschengeld und schlechtem Gewissen scheint man da nicht weiter zu kommen.

Ich selber habe auch geklaut. Das hat sich irgendwann von allein gelegen gut, darauf sollte man jetzt nicht warten. Aber das Problem kenn ich von beiden Seiten.

AnoL

Anonym schrieb am 11.04.2018 17:43

Meine Nichte übrigens auch. Und die hat ihre Sachen gepackt und ist weg, weil sie dem Streit entgehen wollte... Also auch das eine Baustelle.

natascha (Profil) schrieb am 11.04.2018 18:59

ich unterschreib mal faul bei dorle.

wer ist der boss und das hat sie zu verstehn.
und wenn du das gefühl hast, sie geht gleich, dann schau mal, dass sie nicht geht, bevor das nicht geklärt ist.

die andere frage ist, was will sie mit dem geld machen?
reicht ihr das taschengeld nicht,, will sie unkontroliert geld haben?
ich meine wenn du alles bezahlst, hat sie zwar die güter aber nicht die verantwortung darum.
bekomms gerade nciht ausgedrückt.

oder ist es die obermegamackercoole tour, ich frag nicht, ich tue es.
wie ist denn der freundeskreis, haben die mehr geld,
wie geht es ihr in der schule?


lg natascha

kopf hoch

Anonym schrieb am 11.04.2018 19:53

Reden, reden, reden...Beziehung herstellen. Wenn man nicht mehr in Gespräch miteinander ist, nicht in Beziehung miteinander kann man es vergessen Regeln aufzustellen. Die braucht es dann übrigens auch nicht in dem Maße.

Wofür benötigt sie das Geld? Ich hab da immer ganz andere Bilder im Kopf, was da so an den Schulen angeht und wofür das Geld vielleicht reichen muss. Sie kann sich ja nichts großes kaufen ohne das ihr es merkt, oder?

Kennst du "Autorität ohne Gewalt" von Omer?
Es beschreibt die elterlichen Präsenz als systemisches Konzept und beruht auf systemischen Familientherapie. Also nicht nur das schwierige Kind allein ist "gestört" ist, sondern ein ganzes Beziehungssystem/ die gesamte Familie. Ich finde nicht das Verbote, fixe Regeln usw. in dem Alter noch greifen. Was machts du wenn sie sagt ich gehe und du willst es nicht? Sie anbinden geht ja nicht.

Ab einem gewissen Alter geht Erziehung NUR noch über Beziehung. Über das Verstehen was mein Verhalten bei anderen bewirkt, über den Wunsch, das eigene Familiensystem nicht ins kippen bringen zu wollen usw.

Hm, hoffe es wird klar was ich meine. Ich meine nicht dass du zu allem ja und amen sagen sollst, schon klar Stellung beziehen, aber achtsam und nicht mit Verboten a la "wenn" "dann", das geht nur nach hinten los...

Meiner Meinung nach;-)

dorle (Profil) schrieb am 11.04.2018 21:23

naja, das Problem ist nur, daß es auch nicht selten ist, daß Teenies gar keine Beziehung mehr zu ihren Eltern wollen.
sie schalten auf durchzug und sie sagen ja ja ja mach ich ja aber in echt passiert etwas ganz anderes.

ich bin ohne feste regeln und mit vertrauenssystem aufgewachsen und wenn ich zurück blicke hat mir die hand der eltern die mich führt im späten teeniealter doch sehr gefehlt.
ich war einfach unfähig weitreichende entscheidungen zu treffen. ich beziehe mich jetzt auf das alter bei mir ab 17/18.
mit 13 hätte ich mich sowas niemals getraut und wenn ich das getan hätte hätten mir meine eltern aber dampf gemacht, da bin ich sicher.

ich halte es für absolut schlimm das sich die eltern nicht einig sind.
ein kind muss seine eltern als starke einheit erleben, die zu ihm sagen wir sind hier die leitende instanz, wir sind eine familie, du gehörst zu uns bis deine ausbildung beendet ist.

danach ist unser werk getan und du kannst dich erstmal von uns erholen.

wenn die tocher merkt sie kann den vater an der nase herumführen und durch abwesenheit erpressen, die eltern mit solchen verhaltensweisen entzweien - was ist da gewonnen?

ich bin schon unbedingt für beziehungsstärkung durch gemeinsame unternehmungen.
müssen eben die kleinen auch mal zurück stehen!
das zeigt doch der großen auch was sie dir bedeutet.

ansonsten kenne ich das auch mit dem woanders schlafen. das hat hat eine freundin mit ihrem sohn durch. er respektiert sie null, weil sie als ausländerin hier keinen schulabschluss hat und er für sie mit 14 alles erledigen muss. er hat in der gesamten familie quasi den höchsten bildungsabschluss!
also sind sie hierher zu mir gekommen und sie hat das gemacht was sie in ihrem land mit 12-13 machen musste, hühner schlachten, rupfen, ausnehmen und daraus essen kochen.
da hat er aber gekuckt!
nun geht es wieder etwas besser.

besinnt euch auf eure stärken und bildet wieder eine einheit - nicht gegen eure tochter sondern für eure tochter!
sie will und braucht euch beide ja - händi...das sind doch alles nur spielereien.
wer ist denn für einen da wenn es einem dreckig geht im leben. eine mutter! und kein händi.
das wichtigste ist immer die familie.

Anonym schrieb am 11.04.2018 21:48

Vieleicht solltet Ihre als Paar mal zu einer Erziehungsberatung gehen und Euch persönlich beraten lassen?

Mir klingt das ganze schon stark vertrakt und festgefahren...
in Büchern kann man sich das herauslesen, was einem gefällt, aber gerade wenn Du deinen Mann mehr mit ins Boot holen willst, hilft Euch beiden vermutlich eher so ein Gespräch.

Und vielleicht kann in einem nächsten Schritt auch Eure Tochter dazugeholt werden-eventuell ist ja wirklich in der Schule was vorgefallen...

dorle (Profil) schrieb am 11.04.2018 21:56

Und? Ist sie da?

...ich fieber hier schon mit... ;o)

Anonym schrieb am 11.04.2018 21:57

Als Tochter die mit 14 definitiv lieber allein durch die Gegend gestreift ist, nicht um zu erpressen sondern weil alles unerträglich schien und gerade das Belächeln und für Unreif halten meiner Mutter mich in den Wahnsinn getrieben hat, möchte mich zu Wort melden.

Komme aus "gutem Haus" mit Eltern mit Erziehungsidealen. Habe mich trotzdem nie ernstgenommen gefühlt und war schrecklich einsam, verzweifelt und wütend.

"Beklaut" hab ich meine Mutter höchstens bei Schokolade ;-)
Aber die anderen Verhaltensweisen - lieber allein durch die Gegend streifen und auch vielen trübsinnigen Gedanken nachhängen dabei kenne ich sehr gut. gleichzeitig auch die Sehnsucht wieder nach hause kommen zu können (der Punkt im Garten herumlungern).

Ich weiß nicht ob es auf deine Tochter passt aber schau es dir mal aus einer weniger ablehnenden, weniger wissenden und wertenden Position an. Vielleicht ist es nur ein Bild das sich bei dir eingebrannt hat und dadurch ensteht der Kreislauf vom Gefühl des Erpressens wohl möglich auch auf beiden Seiten.

Auf das Thema Geld... es gibt so vieles wozu sie es brauchen könnte und natürlich wird sie inzwischen gemerkt haben, das Geld in unserer Gesellschaft mit Wertschätzung gleichgesetzt wird. Vielleicht ist es an der Zeit sie zu fragen ob sie sich bereit fühlt selbst zu wirtschaften. Berechne ihr ein "Einkommen" (Düsseldorfertabelle zu Hilfe nehmen oder so) zieh davon alle real existierenden Kosten zu ihrem Anteil ab und händige/überweise ihr den Rest des Geldes aus. Extra gibt es dann nix mehr. Versteht sich von selbst. Ein großer Vertrauensbeweis für Sie und eine neue Verantwortung.

Ähnlich lief es zumindest bei mir.

Das Geld fehlt würde ich durchaus ansprechen. Ohne direkte Vorwürfe und Unterstellungen. Stell heute abend Brot und Butter auf den Tisch sag was du kaufen wolltest und das nun aber das Geld dazu weg ist. Keine Ahnung oder irgendwie anders. Aber verschweigen wäre doch doof vorallem wenn du sie jetzt verdächtigst und "beobachtest" das macht nur negative Stimmung und Gedanken und unangenehmes Beäugen.

Liste mit Dingen die ich heimlich gekauft hab als meine Mama dachte ich kaufe nur Süßigkeiten ist bestimmt lang ;-) und es waren alles Dinge wo ich sie niemals für um Geld hätte bitten können. (Gefühlt zumindest) Zigatretten, Bier und Kondome (auch wenn sie sich noch nicht für Jungs zu interssieren scheint vielleicht ist sie ja trotzdem neugierig wie so was geht oder will halt auch cool dazu gehören) sind da logischer als Hygieneartikel wie Rasierer, Tampons, Kosmetik. War mir aber vor meiner eigenen Mutter plötzlich auch erstmal unangenehm.


So ist lang geworden. Sorry. Mir war nur wichtig das deine Tochter noch mal unvoreingenommen neu "betrachtet" werden darf weil die Situation vielleicht für dich ganz anders erscheint als für sie.

munkes (Profil) schrieb am 11.04.2018 22:09

Wir brauchten in dem Alter immer Kippen...
Ansonsten muss ich noch an Mobbing mit Erpressung denken.

kröte (Profil) schrieb am 12.04.2018 10:31

Bist du dir sicher, daß es deine Tochter wirklich war? Ich finde schon die Überschrift so schrecklich wertend und stell dir mal vor du beschuldigst sie zu unrecht. Mein Großer ist jetzt 14 und er vergisst so schnell wo er sein Geld hingelegt hat und ich hatte auch schon einmal einen 20 Euro Schein als Flugzeug gefaltet unter seinem Bett. Was ich damit sagen will ist, dass man gerade mit Kindern in dem Alter doch etwas sensibler umgehen sollte ( meiner Meinung nach) und wer weiß wo der Bruder sein Geld hingepackt hat. Und selbst wenn sie es war würde ich sie nicht so direkt beschuldigen und lieber offen mit allen Kindern darüber sprechen und hoffen, dass es ein Ausprobieren war.

kröte (Profil) schrieb am 12.04.2018 10:36

Allerdings einfach nicht nach Hause kommen fände ich viel schlimmer und ich würde mein Kind auch mit dem Fahrrad suchen und dann in den Arm nehmen und vielleicht ein Eis essen gehen und wirklich reden reden reden...

Anonym schrieb am 12.04.2018 10:46

Klingt schon sehr nach Pubertät....

Ich fürchte, es bleibt Dir als Sofortmaßnahme nichts anderes übrig als Dein Portemonnaie zu verstecken und auch das Taschengeld der anderen Kinder sicher zu verwahren.

Dann würde ich das Gespräch suchen über Geld, ohne den Vorwurf (das stelle ich mir schwer vor, aber sollte Deine Tochter Geld genommen haben, ist ihre Scham vermutlich ohnehin schon groß, zumal Du es gemerkt hast) und ggf. mit Deiner Tochter einen Plan erstelle, wie die Schritte bis zur Volljährigkeit aussehen können (habe ich mit meinem ältesten Sohn nach dem Vorbild des Buches "und plötzlich sind sie 13" gemacht; frei angepasst auf unsere Bedürfnisse.

Mein ältester Sohn (13) bekommt Euro 17,50 im Monat direkt auf sein Girokonto. Davon muss er auch so Sachen wie Kinoeintritt oder Eintritt Feiern bezahlen. Geld für Trinken oder Essen übernehme ich.

LG

Anonym schrieb am 12.04.2018 10:56

Ohne jetzt die Antworten gelesen zu haben und selbst ellenlang zu antworten, ist mein erster Gedanke, dass deine 12jährige ein Problem hat, sonst würde sie dir kein Geld klauen. Das macht kein Kind zum Spaß.

Insofern würde ich wieder mehr in Beziehung gehen und ihr mal einen Mutter-Tochter-Nachmittag schenken. Baden gehen, Eis essen what ever. Vielleicht kommt ein gutes Gespräch zustande. Nicht viel fragen, lieber gut zuhören.

Mit Druck kommst du bei ihr wahrscheinlich nicht weiter.

LG Doro

Anonym schrieb am 12.04.2018 11:02

naja, das Problem ist nur, daß es auch nicht selten ist, daß Teenies gar keine Beziehung mehr zu ihren Eltern wollen.
sie schalten auf durchzug und sie sagen ja ja ja mach ich ja aber in echt passiert etwas ganz anderes.


Das hat aber Vorläufe dorle. Deswegen ist es ja so wichtig bis zur Pupertät möglichst gut in Beziehung zu bleiben, damit diese Saat die anstrengende Pupertät überlebt.

Das ist harte Arbeit, aber Aufgabe der Eltern. Und damit meine ich nicht, sich ständig dem Willen der Kinder zu beugen. Sondern Autorität durch Beziehung. Die heutigen Kinder kriegst du mit Repression nicht mehr. Zum Glück!

LG Doro

Anonym schrieb am 12.04.2018 11:03


sie ist bald 14 und damit darf sie kleine Jobs machen




Sie ist 12 dorle.

LG Doro

Anonym schrieb am 12.04.2018 11:13

Ich hab meiner Mutter auch mal nen Fünfer geklaut und wurde erwischt,war aber noch bisschen jünger, so 9, 10. Meine Mutter hat mir ganz ruhig erklärt, dass ihr Geld auch mein Geld ist und ich mich quasi selbst beklaue. Das hat gewirkt, ich hab es nie wieder gemacht.

Als Teenager hab ich viel Taschengeld bekommen, musste aber davon auch alles bezahlen, also selbst einteilen und so.War super.

So lange Du sie nicht erwischst, würde ich auch nix unterstellen, sondern einfach mal mit der ganzen Familie über Geld reden: Wo kommt es her, wofür wird es gebraucht,.wer braucht wieviel, wer hat wieviel, wie geht man achtsam damit um, dass man es nicht verliert usw.

Inge (Profil) schrieb am 12.04.2018 11:29

Mit 13 darf sie Zeitungen austragen.

Aber ich würde auch erst mal nachforschen, wofür sie das Geld braucht.

Das ist das Eine.
Das Andere ist, dass dieses "flüchten" ein typisches Vermeidungsverhalten ist. Wenn das Erfolg hat, wird sie es immer wieder machen.
Es darf also keinen Erfolg haben.

Meine Tochter ist 2x aus der Schule abgehauen. Für sie hatte das einen handfesten Grund, objektiv gesehen aber nicht.

Es gab ne klare Ansage:
Du gehst in die Schule und bleibst bis Unterrichtsende.
Wenn du nicht gehst, bringe ich dich.
Wenn du nicht bleibst, bleibe ich in Zukunft auch.
Wenn du trotzdem nicht gehst oder nicht bleibst, bringt dich die Polizei.

Das hat gewirkt. Es ging ihr die erste Zeit nicht gut damit, klar, Vermeidung ist ein sehr effektives Mittel um Unannehmlichkeiten aus dem Weg zu gehen. Da waren viele Gespräche und viel moralische Unterstützung notwendig. Die Gefahr dass dieses Verhalten sonst bleibt ist aber groß und ein eingefahrenes Verhalten wieder zu ändern ist sehr viel schwieriger.

In eurem Fall: Das Kind darf sich nicht verdrücken bevor solche Dinge nicht geklärt sind. So lange man keinen Beweis hat, wäre ich aber auch äußerst vorsichtig mit Beschuldigungen.

LG Inge

Anonym schrieb am 12.04.2018 15:26

Hallo TS,

Im gewünschtesten Wunschkind Buch (5-10 Jahre)gibt es ein Kapitel übers Stehlen.
Dort wird die Moralentwicklung als länger und komplexer Prozess beschrieben, der bis ins Erwachsenenalter geht.

Es wird geraten:
- in Beziehung sein: was bewegt das Konto zu so einem Verhalten? Warum braucht/möchte deine Tochter mehr Geld (falls sie es überhaupt war)

- offene Atmosphäre schaffen: Kinder sollen beichten können ohne Schimpfen/Strafen (aktives Zuhören)

- ein gutes Vorbild sein

- Dinge klar ansprechen

- Folgen erklären mit dem Blick auf die anderen ( Dein Bruder hat gemerkt, dass sein Geld fehlt und er war ganz verzweifelt)

- Erwartungen formulieren ohne Zwang ( Fehler wieder gut machen, falls geschehen, notfalls auch ohne daß sie sich zuerkennen geben muss)

Vermeidungsverhalten entsteht ja oft aus Angst. Wovor könnte sie also Angst haben, dass sie lieber nicht nach Hause kommt?

Ich würde noch mit ihr reden, ob sie mehr Taschengeld braucht, wie das gestaltet werden kann usw. und natürlich auch an Mobbing mit Erpressung denken.

Ihr schafft das schon!
LG

dorle (Profil) schrieb am 12.04.2018 20:02

hab mal meinen sohn gefragt und der halt folgendes gesagt:

najaaa, zuerst müsste man ja wissen wozu sie das geld gebraucht hat. wenn sie es armen leuten gespendet hat dann wäre das ja nochmal was anderes. aber dann würde ich sagen dass sie ja trotzdem immer vorher fragen muss!

dann müsste man wissen wo das geld lag!
wenn es so herum stand wie ein kadaver in der wüste oder wie ein teller voller kuchen mit einem schild dran "nicht aufessen" dann müsste man sein geld besser verstecken.

wenn es super versteckt war und sie so ninjamäßig an das geld gekommen ist, also das wäre ja schon richtig krass.

schimpfen würde ich nicht sondern lieber wissen wollen wozu sie das geld braucht.

tja, soweit die ansage eines auch fast 13jährigen ;o)))

Anonym schrieb am 13.04.2018 07:54

Das würde bedeuten, dass die Kinder offen zugängiges Geld für was auch immer nehmen können und um das zu vermeiden, die Eltern ihr Geld verstecken sollen :o))

LG Doro

Anonym schrieb am 13.04.2018 08:32

Also bei uns zuhause als ich Kind war , gab es eine Kasse , aus der wir Geld nehmen durften. Taschengeld hatten wir dennoch.Das war in der Grundschulzeit und Anfang weiterführende Schule.
Als ich 16 war ,haben wir uns hingesetzt und mal gerechnet , wieviel Geld ich so im Jahr benötige,das habe ich dann in 12 Raten bekommen und musste damit wirtschaften.

Erstmal würde ich nicht davon ausgehen ,dass sie es war. Die Beweislage ist doch etwas dürftig. Ja, und wenn doch , dann würde ich mich fragen, was eigentlich los ist. Ob sie mehr Geld braucht oder etwas anderes fehlt.

Über Geld und Geldflüsse und Geldkreisläufe sprechen würde ich unabhängig davon. Und was "Geldhaben" bedeutet bzw. auch nicht bedeutet etc.

dorle (Profil) schrieb am 13.04.2018 08:49

ja, ich war auch ein wenig erstaunt das die zugängigkeit des geldes und die mühe die man au sich nimmt um es zu ergattern einen unterschied macht. jedenfalls für A.

süß fand ich, dass er als allererstes mal schloß sie könne es ja gespendet haben.
wer weiß? Reitstunden sind auch teuer....

naja ihr macht das schon.
mein sohn wußte jedenfalls man darf es nicht, aber so das krasse verbrechen schien es nicht zu sein.
dafür ist der wert des geldes noch zu abstrakt.

Maxlmama (Profil) schrieb am 13.04.2018 09:42

kann es vielleicht sein, das deine Tochter Sehnsucht nach den Pferden hat und das Geld für Reitstunden braucht?
Du hast geschrieben, das sie sich wahrscheinlich in der Nähe vom Reitstall aufhält, wenn sie weggeht.
Vielleicht unterschätzt du irgendein Bedürfnis von ihr z. B. reiten zu wollen oder etwas anderes.
Es ist natürlich doof, das auch Geld von den Geschwistern weg ist.
Ich glaube aber, das es von deiner Tochter eine Verzweiflungstat ist, bzw. ein Hilfe Schrei.

Ich wünsche dir viel Geduld und Einfühlungsvermögen.

Silke

Anonym schrieb am 15.04.2018 23:47

Meine Tochter stand um halb sechs wieder vor der Tür ;) (zum Glück). Reden wollte sie nicht, ist mir ausgewichen.
Sie wollte nur in ihr Zimmer. Und ich habe ihr hinterher geschrien, dass ich meinen Geldbeutel liegen lassen will ohne beklaut zu werden.
Sie hat dann viel geheult und ich habe sie in Ruhe gelassen.
Komischerweise ist sie dann von sich aus abends auf mich zugekommen um mir zu erzählen, wie es in der Schule war.
Die Streitthemen habe ich nicht zur Sprache gebracht.
Mein Mann meint übrigens, dass ich keine Beweise habe, dass sie es war (aber wer denn sonst??).
Sie reitet immer noch, nur wo anders.
Entschuldigt, dass ich erst jetzt antworte!

Anonym schrieb am 15.04.2018 23:56

P.S. Mobbing in der Schule...... ojemine, daran habe ich nicht gedacht.
Ich wurde als Kind / Jugendliche selber von meinen Geschwistern bzw. Bruder beklaut und fand es schlimm, dass meine Eltern nichts gemacht haben.
Ich rede noch mal mit meiner Tochter. Und wenn wieder Geld weg kommt, gibt es abends eben nur Brot mit Butter. Kein Käse, keine Wurst. Danke für die gute Idee!

Anonym schrieb am 16.04.2018 10:05


Ich wurde als Kind / Jugendliche selber von meinen Geschwistern bzw. Bruder beklaut und fand es schlimm, dass meine Eltern nichts gemacht haben.



Genau darüber würde ich mit deiner Tochter sprechen. Wie es dir damals ging, was du gefühlt hast.
Möglicherweise nagt da ja noch ein alter Zahn an dir ;o)

LG Doro

Anonym schrieb am 16.04.2018 10:54

Ich denke, dass es deine Tochter sehr trifft, dass du sie des Klauens beschuldigst, ohne dass du Beweise hast - auch wenn sie es war. Du hast ja geschrieben, dass sie sehr geweint hat nach deinem Satz beim Heimkommen ...
Ich erinnere mich, dass ich als Teenager eine ähnliche Logik hatte: Man findet die Erwachsenen gemein und ungerecht, auch wenn sie Recht haben. Verstehst du, was ich meine? Vielleicht hat sie das Geld wirklich genommen - und es ist so etwas wie ein Hilfeschrei? Und dadurch, dass du es ihr ohne Beweise vorwirfst, fühlt sie sich erst recht falsch behandelt?
Das ist nicht als Vorwurf an dich gemeint, ich würde ähnlich wütend und direkt reagieren, aber womöglich ist ein besonnenes Aufeinanderzugehen hier angebrachter?

Noch eine kleine Anekdote zum "Beschuldigen ohne Beweise".

Bei uns ist neulich Folgendes passiert: Das kleinste Kind hat eine medizinische Schiene für den Unterarm. Die war spurlos verschwunden, und ich musste genau an dem Morgen zur Kontrolle zum Arzt. Das große Kind hat Unschuld beteuert, und da es nicht lügen kann, habe ich ihm geglaubt. Das mittlere Kind spielt unglaublich gern mit dieser Schiene, zieht sie den Puppen an etc. Also habe ich es beschuldigt, geschimpft, es müsse jetzt sagen, wo das Ding ist etc. Ich war auch ziemlich unter Stress, denn der Arzttermin stand ja an ... Letztlich habe ich das Teil zufällig im Papiermüll (!) gefunden, wo das Kleinste es selbst reingeschmissen hatte (macht es gerade mit allen Sachen ... was rumliegt, wird in den Müll geschmissen). Ich hatte also das Mittlere völlig zu Unrecht so beschuldigt.

Will sagen: Manchmal ist es auch anders, als es offensichtlich zunächst aussieht ...

natascha (Profil) schrieb am 16.04.2018 11:41

Kinder tun uns immer leid.

Aber es gilt bei uns

Schei..e bauen darf man, aber man muss auch dazu stehn.
Sich rausmogelen finde ich keine Lösung.
Es muss ja nix pasieren
Auser dass man sagt
Dass man es nicht gut findet.
Ein Thema meiden finde ich nicht so git.
Lernen wie das geht im Rahmen der sicheren Familie ist besser
Als später irgendwo.


Lg natascha

Anonym schrieb am 16.04.2018 20:11

Liebe Natascha, hier noch mal die Ano von vor dir :). Ich wollte auch nicht empfehlen, dass die TS wegschaut oder die Tochter sich rausmogeln lässt. Sondern dass sie ihr eher die Chance gibt, so etwas selbst zu gestehen - eben dafür geradesteht, bevor sie eh schon geschimpft wird. Im Sinne eines ruhigen Gespräches: Das ist passiert (Geld weg), es stört mich, ich habe mir überlegt, was passiert sein könnte, ich habe ehrlich gesagt dich im Verdacht, weil die anderen nicht infrage kommen; täusche ich mich?

Na ja, nur so meine Idee ... Vielleicht auch falsch. Noch sind meine Kinder nicht im Pubertier-Alter :).

natascha (Profil) schrieb am 16.04.2018 20:47

Es geht nicht um schimpfen.

Ich denke nicht
Dass sie es gesteht
Dafür hatte sie sich rausgewunden.
Ich bin offen für
Selbstöffnung
Aber ich glaube
Das braucht sie noch viel hilfe.

Das gute ist
Später hat man ne geschichte über die man lachen kann.


Lg natascha

Anonym schrieb am 17.04.2018 08:06

Kinder tun uns immer leid.



Darum geht es mir nicht Natascha. Aber darum, mich in das Kind hinein zu versetzen, warum es so handeln könnte, wie es ihm geht etc., DAS schon. Ohne dem schafft man es glaube nicht, in Beziehung zu bleiben. Egal ob mit Erwachsenen oder Kindern.
Und das ist vielleicht für uns alle die schwierigste Lebensaufgabe.

Hier geht bei solchen Themen manchmal so eine repressive Welle los... Mit Strafen, noch mehr Regeln, Bloßstellen usw. löst man solche Probleme aus meiner Erfahrung aber nicht.

LG Doro

dorle (Profil) schrieb am 17.04.2018 08:37

dadurch das mein Großer im selben Alter ist, habe ich hier auch schon über diverse ähnliche Themen nachgedacht bzw mit einer Freundin diskutiert.
Besonders das thema: Kind sagt: ""ich geh heute weg, so und so lange und bin dann und dann wieder da! Tschüss!!" -- hat bei uns den inneren Reflex ausgelöst: So geht es aber nicht. Du fragst ob du es so machen darfst wie du es dir vorstellst, dann finden wir einen passenden Kompromiss für uns alle - und nicht so, daß die Eltern die Pläne der, zunehmend größer werdenden, Kinder in den Alltag einbauen müssen.

das geht sicherlich später, aber mit 12- 13 noch nicht, war unsere Entscheidung. Letztendlich sind wir ja auch für sie noch verantwortlich.

ich selber habe als Kind mal aus versehen eine antike Meißner Vase zerschmissen, es meiner Mutter gebeichtet und war damals sehr froh das sie nur lächelte und sagte: ist ja nicht so schlimm!
Das war aber auch ein versehen.
Hier handelt es sich ja um eine absichtliche Sache und die Hemmschwelle dieses zu beichten liegt da wesentlich höher.

Ich denke schon das man da auf die Kinder zugehen sollte.
Wie man das macht ist von Fall zu Fall verschieden. da es sich ja inzwischen um ne ganze Menge Geld handelt frage ich mich auch: Wozu braucht sie das denn????

Und dafür ist dann die ruhige Gesprächsebene wichtig. Hinterherschreien war in dem Moment kontraproduktiv.
Als Kind speichert man ja ab: ich hab was gemacht, bin abgehauen, dann wiedergekommen (hab mich nach Hause getraut) und werde prompt angeschrien.

Hier hätte man vielleicht lieber wie beim "verlorenen Sohn" reagieren sollen und sich erstmal freuen (und feiern) !!!

Vom lesen des Beitrags hat mich selber nämlich am meisten die Tatsache erschüttert das das Kind sagt: Ich komme heute nicht mehr wieder!
diese Gedanken hat sie also schon. ich musste richtig an euch denken und hab ja auch nochmal nachgefragt ob sie wieder da ist.
Das wäre für mich fast noch wichtiger als das Geld.

Generell sollte man sich als Eltern immer wieder klar machen, daß anschreien für Kinder denselben Schmerz bedeutet wie schlagen.

Ein Gespräch muss nicht immer supidupi soft und kuschlig sein. Man kann auch mal streng oder respektabel wirken. Meiner Ansicht nach gibt es eben Dinge auf der Welt die man unbedingt klar machen muss.
Diebstahl ist nicht umsonst seit Urzeiten eine Sünde bzw strafbar.

Ich bin mir fast sicher das das Kind diese Handlung noch nicht so furchtbar ansieht. Sein Bruder hortete das Geld und braucht es eh nicht, die Mutter lässt die Geldbörse "achtlos" herumliegen. Womöglich ist ihr der Ernst gar nicht bewußt.

natascha (Profil) schrieb am 17.04.2018 09:32

Liebe D.

Du kennst dein Kind am Besten.

Deswegen sag ich ja
Reden nicht schimpfen.

Das war meine aussage.

Wir sind bis jetzte ohne viel Schimpfen durch die Erziehung gekommen.
Beziehung sensibel aufbauen, dennoch Halt geben
Und vermitteln
Das man was nicht in Ordnung findet,
Das ist be echte Kunst.
Denn man hat ja auch noch Emotionen.

Ich finde nicht dass man Strafen sollte.
Nur nicht mehr drüber reden
Finde ich nicht so gut.

Viele Kinder suchen Grenzen und brauchen Regeln .
Wie man die vermittelt, das ist was anderes.
Ne Grenze ist erreicht
In dem du sagst
Geld von anderen nehmen ist nicht ok.
Ne Regel ist
Fragen wenn du mehr Geld möchtest.


Wie das sagst ist wiederum Kunst

Lg natascha

Anonym schrieb am 17.04.2018 11:04

Hallo,
wurde ja schon so viel Gutes geschrieben, dass man da gar nicht mehr viel hinzufügen kann.
Auf jeden Fall nochmal das Gespräch suchen und ich denke auch, dass du deiner Intuition trauen kannst, du wirst schon wissen, ob sie oder jemand anders das Geld genommen hat. Bei meinen Töchtern ist (lautes) Heulen auch gleichzeitig immer ein Schuldeingeständnis.
Ich würde das ganze jetzt nicht überbewerten, sicherlich wiederholt sie es nicht mehr. Dennoch wäre mir es im (eher kurzen ruhigen) Gespräch sehr wichtig um zu erfahren, wofür sie das Geld verwendet? Das muss dir doch auffallen? Hortet sie es nur? Kauft sie sich viel Süsses? An solche schlimmen Dinge wie Erpressung, denke ich da gar nicht dran. Ich würde ihr auch ganz vorsichtig raten, ob sie denn schon über eine Wiedergutmachung (beim Bruder) nachgedacht hat? Diese Entscheidung würde ich ihr dann aber komplett selber überlassen, vielleicht kann sie ja heimlich einen Schein unters Kopfkissen, aufs seinen Schreibtisch legen. Zugeben muss sie es nicht, finde ich, da tun sich auf viele Kinder schwer mit, aber Reue, Verständnis sollte sie schon zeigen.

LG, Marlis

Stupsi (Profil) schrieb am 17.04.2018 12:17



Hier geht bei solchen Themen manchmal so eine repressive Welle los... Mit Strafen, noch mehr Regeln, Bloßstellen usw. löst man solche Probleme aus meiner Erfahrung aber nicht.

LG Doro

findest du?
ich hab oft eher den eindruck, dass aus der kleinsten mücken oft ein psychologischer elephant gemacht wird - und die kinder zugetextet werden wo sie vielleicht nur die sicherheit einer grenze suchen (ich weiss, autorität ist für manche ein rotes tuch - es gibt neben der "ich chef - du nix" autorität aber auch - bzw ist es die eigentliche bedeutung - eine autorität, die anzuerkennen heisst: ich kann mich darauf verlassen, dass die autoritätsperson kompetent (in welchem punkt auch immer) ist und auf sie vertrauen). oder auch noch gar nicht über die selbstreflektion verfügen zu sagen "warum" sie etwas tun, oder wo das problem liegt.
extreme in die eine oder andere richtung zwischen "totquatschen" und autoritär niedermachen sind meiner meinung nach beides nix gescheites.
den mittelweg zu finden aber auch oft nicht einfach, schlussendlich wird mit einem kind leider weder allwissenheit noch perfekte selbstkontrolle mit geliefert ;)
jeder macht halt so gut er kann und versucht sich weiterzuentwickeln...

on topic:
ich hab in dem alter auch mal geklaut - und nein, weder wurde ich von irgendjemandem erpresst noch hätte ich sagen können wozu ich es (das geld oder das buch) brauche, von brauchen war genau genommen keine rede, eher von haben wollen. wie geht es einem denn als kind in einem laden? man sieht unendlich viel, dass man unbedingt "braucht" ;)
die selbstkontrolle einem kaufimpuls nicht nachzugeben oder finanziell in die zukunft zu planen (ansparen, aufs nächste "gehalt" warten oä) wächst doch erst noch, dafür gibt man ja taschengeld - und mancher hats als erwachsener noch nicht drauf, schuldnerberatungen können ein lied davon singen.

das mit dem nachschreien - hätte ich sein können seufz. aber ich finde es nicht gut. gleicht ja schon fast einem dorfpranger irgendwie oder? die geschwister werdens ja auch mitbekommen haben und eigentlich ist es doch eine sache zwischen euch eltern und der 12jährigen.
wenn man mit jemandem ins gespräch kommen möchte wäre es halt gut ein paar brücken offen zu lassen, auf denen der gegenpart etwas zugeben kann ohne das gesicht zu verlieren.
sie ist 12 - und sicherlich peinlichst berührt erwischt worden zu sein, wenn sie es denn war. abstreiten und laut werden ist da ein natürlicher reflex. auch weil sie vor euch nicht schlecht dastehen will. oder vor den geschwistern.
ich würde es jetzt nicht als den untergang des abendlandes oder gar als kriminellen charakterzug ;) oä ansehen - eher als lernprozess.
allerdings konsequenzen (nicht unbedingt strafe) fände ich schon wichtig, denn spätestens in 2 jahren wäre der gleiche sachverhalt doch schon ganz anders zu gewichten.
versuch doch noch mal mit ihr ins gespräch zu kommen und herauszufinden was sache ist.
hast du es genommen? gibt es einen konkreten grund dafür? (um die meines erachtens unwahrscheinliche erpressung nicht aus dem auge zu verlieren) hast du probleme dir das geld über so einen langen zeitraum einzuteilen? (ich finde monatlich für eine 12jährige viel zu lange - 2wöchentlich oder sogar wöchentlich wäre einfacher)
ist es vielleicht wirklich zu wenig oder liesse sich das mit hilfe beim einteilen beheben?
verstehst du, dass du nicht stehlen darfst? wie bringen wir das in ordnung? (ich nehme an, dass das meiste von den 55 euro noch vorhanden ist - zurückgeben ist klar, den rest vielleicht über taschengeld und arbeiten im haushalt zurückzahlen? aber eben nicht über 6monate das geld streiche, dann beisst sich die katze ja in den schwanz. aber vielleicht 2-3 euro von den 14/monat und vergütete zusatzaufgaben im haushalt? und einen teil unter den tisch fallen lassen..)
vielleicht wäre auch das mit dem "ich komme heute abend nicht heim" auch noch ein lohnenswertes thema?
missverstehe mich bitte nicht - ich kenne weder dich noch deine familie, nur deinen hier sicherlich auch noch mit etwas wut im bauch geschriebenen beitrag. aber ich finde es irgendwie.. erschreckend ist zu stark, aber aufhorchen würds mich als mutter machen.
gibts da eine sonderposition im negativen sinne - fällt sie vielleicht öfter mal aufmerksamkeitstechnisch hintenüber, weil sie die grosse ist und die kleinen mehr aufmerksamkeit brauchen, weil sie 12 ist und bockig und sich allein dadurch schon weniger kuschelgelegenheiten ergeben weil etcpp - egal ob tatsächlich oder vielleicht nur gefühlt von ihr? nicht hier beantworten, das ist eure privatsache, aber vielleicht in einer ruhigen minute mal darüber nachdenken?
just my 2 cents ohne anspruch auf allwissenheit, so gern ich die hätte ;)

Anonym schrieb am 17.04.2018 18:15

Hier mal ein relativ einfacher Grund: das Kind in unserer Familie ist nach der schule immer mit Freundinnen zum Bäcker gegeangen und dort haben sie sich abwechselnd was ausgegebenen. Manche hatte deutlich mehr Taschengeld als sie, also reichte es bei oft nicht und sie nahm es von den Eltern...es braucht gar keinen dramatischen Grund.

Ansonsten stimmt ich Doro zu. :)

Anol

Anonym schrieb am 17.04.2018 22:07

Die Tochter einer Freundin beklaut auch die Geschwister. Große Beträge im zweistelligen Bereich. Es ist offensichtlich, ich glaube, sie wurde auch mal erwischt, aber sie gibt es nicht zu. In ihrer Welt ist sie es wohl auch tatsächlich nicht. Ganz schwierige Kiste, wenn ein Kind das eigene Verhalten völlig ausblendet. Sie ist allerdings schon 15 oder 16.