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"Paukenröhrchen"

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Anonym schrieb am 09.02.2018 09:19

Paukenröhrchen

Schon wieder ich mit einer Frage.

Meine Tochter hat Ende Dezember Paukenröhrchen bekommen. Es wurden auch die Polypen entfernt. Nach drei Wochen waren wir zur Kontrolle, da waren sie schon nicht mehr im Trommelfell. Der Arzt sagt, sie waren nie an der richtigen Stelle. Sie schnell werden sie nicht abgestossen.

Es gab schon bei der Operation Probleme mit dem Legen, deswegen wurde auf der einen Seite ein Titanpaukenröhrchen gelegt. Das Trommelfell wäre immer wieder eingerissen.

Gestern wieder Kontrolle. Die Röhrchen liegen weiterhin funktionslos im Gehörgang. Es wurde ein Hörtest gemacht. Er ist wieder schlecht. Sie hat einen Hörverlust von 30%. Es ist auch wieder Erguss im Ohr. Die Hoffnung, dass die Entfernung der Polypen evtl etwas bewirkt hat, hat sich hiermit zerschlagen.

Der Arzt meinte, sie müsste neue Röhrchen bekommen.

Ich habe wirklich Probleme mich dafür zu entscheiden. Meine Tochter hat die Operation psychisch gar nicht gut weg gesteckt, obwohl ich bis zum Einschlafen dabei war und wieder bei Ihr war bevor sie aufgewacht ist. Sie war danach lange Zeit aggressiv, hat in die Hose gemacht und ihr unbeschwertes Wesen verloren. Sie lies sich bei den Ärzten nicht mehr untersuchen hat rumgezickt und sogar getreten.

Das wird jetzt gerade mit einer Psychologin aufgearbeitet und sie wird jetzt gerade wieder normal.

Ich habe ehrlich gesagt mit so einer Reaktion nicht gerechnet. Jetzt das ganze noch einmal?

Keiner weiß, ob es diesmal klappt. Ich meine das Trommelfell wird in den zwei Monaten auch nicht dicker.

Meine Tochter ist der Meinung, dass mit ihren Ohren alles in Ordnung ist. Sie sagt: "Ich höre alles, ich habe nur nicht immer Lust zum Antworten"

Ich weiß aber, dass das nicht stimmt. So häufig schreckt sie auf einmal hoch, wenn man mit ihr redet und schaut einen ganz Verständislos an.

Ich muss dazu sagen, dass sie vor 2 Wochen auch noch einen kleinen Skiunfall hatte und sich das Innenband am Knie gezerrt hat. Da mussten wir ja auch zum Arzt.

Hat jemand Erfahrung?

Kann mir jemand Mut machen?

Teilano Fanthagiro

Antworten

Anonym schrieb am 09.02.2018 09:37

ich habe damals auch alles möglich versucht um die operation zu umgehen.
homöopatisch, tee alle varianten.
zum schluss waurden doch röhrchen eingesetzt und danach waren wir eine weile noch beim logopäden.
logopäde war kein problem-hat ihnen spaßgemacht.
die op ist ja jetzt eher das problem wegen der psyche.
es fragt sich nur: was kann man statt dessen machen?

mir fällt nichts weiter ein als einen anderen, weil vielleicht besseren, weil vielleicht nicht der alte und daher mehr vertrauen zum arzt und seinen fähigkeiten- hals-nasen-ohr-arzt suchen.
ich würde zu einem echten kinderspezialisten gehen.

ich mein, wenn er jetzt eins nicht geschafft hätte...aber gleich beide?
außerdem sind doch röhrchen immer aus titan. oder eben aus gold.
hast du dich da jetzt geirrt oder der arzt?

wie alt ist denn das kind jetzt gerade?

purzelmurzel (Profil) schrieb am 09.02.2018 10:19

Wie eilig ist d das ganze denn? Könnt ihr das noch ein wenig aufschieben? Gibt es eine andere Klinik, die event mehr auf dein Kind eingehen kann? Oder käme ne anthrop. Klinik in Frage? Das ist ja auch wirklich Mist! Ich glaube mir ginge es ähnlich wie deiner Tochter!!!
Aconitum ist jedenfalls gut, um so Unfälle und Traumatas zu verarbeiten.

Anonym schrieb am 09.02.2018 10:23

Ich wüsste auch keine wirkliche Alternative. Die Frage ist wohl höchstens, ob man es nochmal mit den "normalen" Röhrchen versucht, oder mit den permanenten. Ergänzend kann man noch die entsprechenden Gänge weiten, damit der Schmodder besser ablaufen kann, das hat man hier bei einem der Kindergartenkinder gemacht. Dieses hat übrigens auch die permanenten Röhrchen drin, weil es die normalen auch ziemlich schnell abgestoßen hat, und hat sogar schon eines der permanenten aufgrund einer Entzündung abgestoßen. Das geht also schon, wenn auch wohl sehr selten.

Ansonsten würde ich wohl auch überlegen, einen anderen Arzt aufzusuchen, wenn möglich. So wirklich souverän wirkt mir da keiner bei Deinen Erzählungen...

Wegen der heftigen Reaktion Deiner Tochter muss man halt überlegen, wie man das vielleicht besser abfangen kann und vor allem, woran es lag. Meine hat das sehr souverän weggesteckt. Zumal die bei Kindern ja wirklich schauen, dass man erst geht, wenn die quasi schlafen, und wieder am Bett sitzt, bevor sie aufwachen. Also eigentlich sollte da keine Zeit sein, wo sie sich alleine oder bedroht fühlen können sollten. Aber ich fürchte eben, dass es bei so massiven Ohrproblemen keine Alternative gibt. Da helfen alle Homöopathie und alle Mittelchen nicht genug.

Alles Gute euch und vor allem wohl einen guten Arzt

dorle (Profil) schrieb am 09.02.2018 10:29

ah ich wei jetzt aus dem vorschulbeitrag wie alt sie etwa ist, oder?
d.

Anonym schrieb am 09.02.2018 10:54

TS

Meine Tochter ist jetzt 5 Jahre alt. Sie wird im Mai 6.

Die Frage mit der Vorschule war auch ich.

Unser HNO-Arzt hat meine Tochter nicht operiert. Er hat nur die Nachsorge gemacht und betreut meine Tochter seid sie 1 Jahr alt ist. Er hat gesagt, dass man sie langsam operieren sollte.

Wir haben seiddem wirklich viel ausprobiert. Otobarballon, das kann sie nicht. Nasenspray, monatelang. Es hat auch immer wieder etwas gebracht. Sie war zwischen durch wirklich symptomfrei. Wir waren sogar beim Homöopathen. (Vielleicht sollte ich das mal versuchen)

Sie bekommt seid 2 Jahren Logopädie.

Vor der Operation war sie in der Uniklinik zur Voruntersuchung. Das war auch eine andere Ärztin. Sie hat auch Operation vorgeschlagen, weil das Trommelfell schon nach innen gezogen war.

Operiert wurde sie bei uns in der Nähe im Uniklinikum vom Ohrenspezialisten. Sie ist Allgemeinversichert. Wir haben im Krankenhaus also keine freie Arztwahl.

Die Klinik ist auf Kindern eingestellt. Es gab zwei Betten. Ich konnte mich also neben ihr legen. Sie sind echt süß mit ihr umgegangen. Und sie denkt, dass ich immer bei Ihr war. Bei uns im Zimmer waren nur Mütter mit ihren Kindern.

Anonym schrieb am 09.02.2018 10:54

ah ich wei jetzt aus dem vorschulbeitrag wie alt sie etwa ist, oder?
d.


Genau! Der Beitrag ist von mir.

Fanthagiro (Profil) schrieb am 09.02.2018 10:57


außerdem sind doch röhrchen immer aus titan. oder eben aus gold.
hast du dich da jetzt geirrt oder der arzt?


Ein Röhrchen ist aus Spezialplastik und das andere aus Titan. Das Titanröhrchen ist größer und dafür gedacht länger drinnen zu bleiben. So hat mir das der Arzt nach der OP im Krankenhaus erklärt.

Anonym schrieb am 09.02.2018 11:34

Hallo,

ich würd schauen, dass so schnell wie möglich neue Röhrchen eingesetzt werden, damit der Erguss abfliessen kann u. deine Tochter wieder gut hört.
Die Probleme die sie hat, werden sich durch zuwarten nicht bessern.
Das hört sich jetzt geschrieben wahrscheinlich ziemlich herzlos an, soll es aber nicht.

Die Tochter (4,5) meiner Freundin hat aufgrund einer Chemo eine 30% Hörminderung, irreversibel. Zum anpassen der Hörgeräte waren die beiden beim Hörgeräteakustiker, der hat ihr dann mal vorgespielt, wie es sich anhört, wenn man ne Hörminderung hat. Meine Freundin war ehrlich erschrocken, was sie nicht hört, bzw. wie sie hört. Aufgefallen ist es übrigens, weil sie zum einen nicht immer gehört hat, wenn man mit ihr gesprochen hat u. sie manche Worte nicht mehr deutlich gesprochen hat (wie Bus anstatt Busch, oder Tasse anstatt Tasche). Das Mädchen ist übrigens auch sonst sehr sozial u. aufgeweckt.

Viele Grüße
Frauhoffmann

solskinn (Profil) schrieb am 09.02.2018 12:44

Ich bin gerade ob der hier durchgängig verbreiteten Zustimmung zu den Paukenröhrchen irritiert.
Mein Sohn wurde mit 2,5 Jahren operiert, inklusive Polypen raus und Mandeln verkleinert. Die OP überstand er körperlich gut. Auswirkungen auf unseren Alltag hat sie bis heute...
Positiv vermerken muss ich, dass er seither nicht mehr schnarcht.
Ansonsten hat es null gebracht.
Die Behandlung haben wir planmäßig abgeschlossen, es hieß dann vom HNO irgendwann, dass wir nur noch jährlich zum Hörtest kommen brauchen. Der nächste ist kommenden Montag. Ich erwarte mittelmäßige Ergebnisse. Er wird jetzt 5.
Die Röhrchen wurden planmäßig nach einigen Monaten abgestoßen.
Ich habe zu keinem Zeitpunkt eine Verbesserung des Hörvermögens feststellen können.
Dr. Google verrät einem ja auch direkt, dass der Nutzen von Paukenröhrchen für das Hörvermögen umstritten ist. Selbst unsere Ärztin sagt das. Es gibt halt im Prinzip nichts anderes. Außer warten.


Ich bin gespannt und ratlos. Der gesamte Nasen-/Rachenraum meines Kindes ist verengt, er spricht sehr nasal, er kann schier nicht schnäuzen. Dazu ist seine Zunge zu groß für ihn, was ihn bei der klaren Aussprache behindert. Alles nicht operabel...
Er selbst hat kaum Einschränkungen dadurch, er kennt ja das Hören nicht anders. Er hat einen normalen Wortschatz. Er fragt halt öfter mal nach oder sagt beim Fernsehen, dass er „nichts“ hört.
Die Schule sieht das aber vielleicht nicht so entspannt...

Sollte hier eine weitere OP vorgeschlagen werden, werde ich sie vermutlich ablehnen.

So schwierig.

Anonym schrieb am 09.02.2018 21:01

Die Paukenröhrchen sind ja nicht direkt wegen der Hörminderung, sondern wegen dem Erguss. Mir wurde erklärt, dass sich das Sekret immer mehr verfestigt, wenn es nicht abläuft oder entfernt wird. Im schlimmsten Fall wird es zu richtigem Gewebe und die Gehörknöchelchen können sich nicht mehr richtig bewegen. Außerdem sollen sie für eine bessere Belüftung des Mittelohrs sorgen, damit die Entzündung oder Reizung besser abheilen kann. Es kommt also sehr auf die Ursache der Hörminderung an, ob Röhrchen Sinn machen oder nicht.

Ich kenne übrigens auch nur die Titanversion, sowohl in normal als auch für die permanenten, die man später wieder operativ entfernen muss.

Anonym schrieb am 10.02.2018 08:16

Unser Sohn hatte nach ner Mittelohrentzündung nen bleibenden Erguss mit Hörminderung. Kinderärztin empfahl Nasenspray.
Wir waren zeitnah beim HNO, der hat auch schon was von Röhrchen erzählt, wir wollten es aber nochmal anders versuchen.
Mit Muco*solvan Saft konnten wir das Sekret verflüssigen und es konnte ablaufen. Bei ner Kontrolle ach 6 Wochen war nichts mehr nachzuweisen. Er hatte aber auch keine Probleme mit Polypen, die die Ohrbelüftung behindern.
War zur Zweitmeinung bewusst bei nem HNO, der selbst nicht operativ tätig ist, d.h. in die eigene Tasche wirtschaftet und sein Urteilsvermögen dadurch eingeschränkt ist, dass er nicht auf maximal konservative Therapie angewiesen ist.....

Fanthagiro (Profil) schrieb am 10.02.2018 10:06

IAuswirkungen auf unseren Alltag hat sie bis heute...
Positiv vermerken muss ich, dass er seither nicht mehr schnarcht.
Ansonsten hat es null gebracht.


Darf ich fragen welche Auswirkungen die Operation bis heute auf den Alltag hat?

Genau, dass haben wir auch als erstes gemerkt! Sie schnarcht nicht mehr! Aber sie schläft dadurch auch besser.

Fanthagiro (Profil) schrieb am 10.02.2018 10:10




Ich bin gespannt und ratlos. Der gesamte Nasen-/Rachenraum meines Kindes ist verengt, er spricht sehr nasal, er kann schier nicht schnäuzen.


Meine Tochter kann auch nicht schnäuzen. Deswegen klappen diese Übungen, wie Otobar, Tubentraining usw. nicht.


Die Schule sieht das aber vielleicht nicht so entspannt...


Genau das ist das Problem! Gestern kam der Brief von der Schule, dass sie zurück gestellt wird. Jetzt haben wir wieder ein Jahr mehr Zeit. Aber mit dem jetzigen Zustand könnte sie gar nicht am Unterricht teil nehmen. Bzw. würde nicht viel mit bekommen.


Sollte hier eine weitere OP vorgeschlagen werden, werde ich sie vermutlich ablehnen.

So schwierig.


Aber was dann? Ich finde es auch soooo schwierig

Anonym schrieb am 10.02.2018 10:14


Wir waren zeitnah beim HNO, der hat auch schon was von Röhrchen erzählt, wir wollten es aber nochmal anders versuchen.
Mit Muco*solvan Saft konnten wir das Sekret verflüssigen und es konnte ablaufen. Bei ner Kontrolle ach 6 Wochen war nichts mehr nachzuweisen. Er hatte aber auch keine Probleme mit Polypen, die die Ohrbelüftung behindern.


Ich glaube den Saft probiere ich aus und warte noch mit er Operation.

Ich habe so ein doofes Gefühl, was die Operation anbelangt. Ich kann sie im Moment nicht operieren lassen. Muss ich wirklich ausprobieren, was das Gefühl mir sagen will?

Ich mache auch einen Termin beim Homöopathen aus. Auf die 4-6 Wochen kommt es jetzt nicht an. Wir machen damit schon über 4 Jahre rum.

Anonym schrieb am 10.02.2018 22:15

Ich würde dann aber auch noch mal mit dem Otobarballon /Nasenballon anfangen.
Na klar - sofort kapiert man das nicht, und auch unser Sohn hat auch eine Zeit gebraucht... Wir haben vorher (20 Min) abschwellende Nasentropfen verwendet, damit die "Gänge" zum Ohr auch tatsächlich frei sind. Und dann haben wir das ernsthafte Probieren auch immer schön belohnt...
Wir haben fast ein halbes Jahr lang täglich 2x mit dem Ballon gearbeitet. Mittlerweile kann das Kind sogar schon ohne Ballon den Druckausgleich (Nase zuhalten, Mund zumachen, und die Luft Richtung Ohnren drücken..)
Jedenfalls sind wir damit tatsächlich um die Paukenröhrchen rumgekommen...

Gruß,
RU

Fanthagiro (Profil) schrieb am 11.02.2018 07:54

Ich würde dann aber auch noch mal mit dem Otobarballon /Nasenballon anfangen.
Na klar - sofort kapiert man das nicht, und auch unser Sohn hat auch eine Zeit gebraucht... Wir haben vorher (20 Min) abschwellende Nasentropfen verwendet, damit die "Gänge" zum Ohr auch tatsächlich frei sind. Und dann haben wir das ernsthafte Probieren auch immer schön belohnt...
Wir haben fast ein halbes Jahr lang täglich 2x mit dem Ballon gearbeitet. Mittlerweile kann das Kind sogar schon ohne Ballon den Druckausgleich (Nase zuhalten, Mund zumachen, und die Luft Richtung Ohnren drücken..)
Jedenfalls sind wir damit tatsächlich um die Paukenröhrchen rumgekommen...

Gruß,
RU


Damit haben wir gestern schon angefangen. Vielleicht schafft sie es doch irgendwann.

Anonym schrieb am 11.02.2018 08:00

Da der Ballon am Anfang wirklich sehr schwer geht, haben wir dazu folgende Tipps bekommen:

- den ersten Ballon schon etwas ausleiern, damit er weicher geht

- erst einmal mit so einer Papiertröte anfangen. Das hat bei uns viel gebracht, weil das Kind da schnell Erfolge mit hatte. Erstmal könnte man sehen, wie sich das Papier immer weiter ausgerollt hat und am Ende kam dann auch mal die Tröte.
Außerdem fand das Kind den Gegendruck vom Ballon wohl auch sehr komisch am Anfang, das ist bei der Tröte erst mal wesentlich sanfter.

Anonym schrieb am 11.02.2018 09:24

....wenn keine Infekt-Bedingte Schleimhautschwellung da ist, wäre ich mit abschwellenden Nasentropfen/-sprays echt vorsichtig.. damit kann man jede Menge anrichten und ne Dauerlösung stellt es nicht dar, denkt man an die ganzen Nasenspraysüchtigen Erwachsenen (mit Löchern in der Nasenscheidewand u.a. aufgrund Durchblutungsdrosselung)....
Sind behindernde Polypen entfernt, muss eine sonstige Verengung in der Belüftung des Innenohres sein (z.B. auch im Rahmen des Wachstums aber auch Anlagebedingt), die sich nicht auf Infekt/durchblutungsbedingte Schleimhaut zurückführen lässt....
Unser HNO fand den leichtfertige Umgang der Kinderärzte mit solchen Nasentropfen/-sprays wie auch der Umgang mit Nur*ofen in der kinderärztlichen Praxis echt besorgniserregend.....

ChristineT (Profil) schrieb am 11.02.2018 10:53

Wir haben zum freikriegen gute Erfahrungen mit Kochsalzlösung gemacht. In eine Pipettenflasche füllen (gibts in der Apotheke zu kaufen), Kopf nach hinten legen und einen Schwung in jedes Nasenloch füllen. Die Lösung kann man auch selbst herstellen mit abgekochtem Wasser und ganz wenig Salz. Vielleicht ist das was für Euch?

Fanthagiro (Profil) schrieb am 11.02.2018 17:03

Wir haben zum freikriegen gute Erfahrungen mit Kochsalzlösung gemacht. In eine Pipettenflasche füllen (gibts in der Apotheke zu kaufen), Kopf nach hinten legen und einen Schwung in jedes Nasenloch füllen. Die Lösung kann man auch selbst herstellen mit abgekochtem Wasser und ganz wenig Salz. Vielleicht ist das was für Euch?

Danke für den Tipp! Das habe ich jahrelang bei meiner Tochter gemacht. Leider wehrt sie sich mittlerweile mit Händen und Füssen dagegen. Es hilft auch nichts. Keine Belohnung oder so.

solskinn (Profil) schrieb am 11.02.2018 19:50

Ich Frage mich ganz ernsthaft, was aus all den Menschen geworden ist, die früher (vor der Standardlösung OP mit Paukenröhrchen) einen Paukenerguss hatten oder zu enge Gänge und Wege?! Ich meine die Frage ganz furchtbar ernst!

Mich stört, dass man dem keine Zeit gibt. Die HNO-Ärztin sagt bei uns ganz klar, dass es wachstumsbedingt verengt ist. Wir sollen zuwarten. Der Kindergarten und die Leute vom Amt (wegen Einschulung) sagen aber, das muss behoben werden. Meine Kinderärztin hat da keine Meinung zu. Was soll der HNO also anderes tun, als eine OP vorzuschlagen, wenn doch etwas getan werden „muss“?
Deshalb meine Frage oben. Wie leben die Kinder von „damals“, bei denen nichts gemacht wurde? Hat es sich in den meisten Fällen nicht wirklich verwachsen? Oder sind die alle schwerhörig und in der Sprachentwicklung verzögert?

Mein Sohn hat nach der OP massive Schlafstörungen entwickelt, die unseren Alltag über anderthalb Jahre massiv beeinflusst und gestört haben. Erst seit etwa einem Jahr ist es deutlich besser, so dass er nur noch zwei oder drei mal pro Woche kommt. Das Schnarchen ist weg, dafür wacht er bei jedem kleinen Geräusch auf und braucht meine Nähe. Ich denke nicht, dass es die Op an sich war, sondern eher die Einschlaf- und Aufwachsituation, viel Blut (er zog sich im Dilirium die Braunüle selbst und verursachte ein Blutbad) und die Schmerzen.

Ich bin auch gegen Nasentropfen. Es gibt aber Kochsalzlösung als Sprühzerstäuber. Damit komme ich bei ihm noch ran. Sonst wehrt er sich auch.

Henni (Profil) schrieb am 11.02.2018 20:48

Dass ein Kind sich nicht schnäuzen kann, liegt das denn an engen Atemwegen?
Mein Sohn konnte das auch sehr lange nicht - mit 6/7 haben wir das noch geübt.
Ich hatte den Eindruck, das liegt eher daran, wie bewußt die Kontrolle des Zwerchfells gelingt. Seit er Trompete lernt, geht das Schnäuzen super....

Hast du dazu die Logopädin schon befragt? Den Atem richtig zu lenken läßt sich doch sicher lernen.

@ Solskin:
Ich glaube, es gab früher wirklich viele schlecht hörende Menschen durch schlecht/nicht behandelte Ohrengeschichten. Ich kenne ganz konkret Menschen (aus den 30ern und aus den 70ern) die wegen Ohrproblemen in der Kindheit dauerhaft schlecht hörten. Ist aber nur subjektiv.

dorle (Profil) schrieb am 11.02.2018 21:02

schnäuzen ins taschentuch ist eh schädlich.
besser ist das hochziehen des rotzes mit offenem mund und dann runterschlucken.
das haben früher eh alle so gemacht, oder ärmel oder charlottenburger.

naja, und generell gabs früher schon mehr geschädigte bzw tote kinder als heute.

dann gibts ja noch den verdacht, das man mittelohrentzündung häufiger bekommt wenn kinder nicht gestillt werden bzw wenn kinder geimpft werden.
wie schon öfter mal geschrieben: meine oma hatte 10 geschwister, davon ist keines geimpft, von den 11 sind trotzdem nicht alle fit und gesund groß und alt geworden.
naja, waren auch kriegszeiten und viele entbehrungen....

auf jeden fall : nicht schnäuzen !!!!!

https://www.rbb-online.de/rbbpraxis/rbb_praxis_service/verschiedenes/nase-hochziehen-gesuender-als-schnaeuzen.html

Anonym schrieb am 11.02.2018 21:56

Ich Frage mich ganz ernsthaft, was aus all den Menschen geworden ist, die früher (vor der Standardlösung OP mit Paukenröhrchen) einen Paukenerguss hatten oder zu enge Gänge und Wege?! Ich meine die Frage ganz furchtbar ernst!
Deshalb meine Frage oben. Wie leben die Kinder von „damals“, bei denen nichts gemacht wurde? Hat es sich in den meisten Fällen nicht wirklich verwachsen? Oder sind die alle schwerhörig und in der Sprachentwicklung verzögert?

Ich kann mich an sehr viele Ohrenschmerzen erinnern - über etliche Jahre hinweg. Jeden Winter ging es los mit der ersten Erkältung, und wurde erst im Sommer am Meer wieder gut.
War nicht schön...

Anonym schrieb am 11.02.2018 22:52

dann gibts ja noch den verdacht, das man mittelohrentzündung häufiger bekommt wenn kinder nicht gestillt werden bzw wenn kinder geimpft werden.


Bei solchen Theorien muss ich immer lachen. Wenn es danach ginge müsste ich dauerkrank und was weiß ich noch sein. Immerhin bin ich nicht gestillt und den Empfehlungen entsprechend geimpft worden und achte da auch heute noch drauf. Gesundheitliche Probleme hatte ich trotzdem nie, war immer sehr robust und kann mich an keine einzige Mittelohrentzündung erinnern. Und ja, ich weiß, dass ich alleine keine aussagekräftige Stichprobe bin, aber was alles dem Stillen und Impfen zugeschrieben wird, ist doch etwas arg übertrieben teils. Zumal ich auch für den umgekehrten Fall genügend Beispiele kenne, also gestillt und trotzdem Probleme. Da spielt anderes definitiv viel mehr mit rein.

solskinn (Profil) schrieb am 12.02.2018 09:30

Mir geht es mitnichten um eine "Früher war alles besser"-Theorie!

Bei meinem Kind ist das ganze vielleicht etwas anders gelagert als bei TS-Fantha :)

Der Kindergarten wies uns mit etwa zwei Jahren darauf hin, dass das Kind kaum und wenn dann sehr undeutlich spricht (was wir ja auch merkten). Wir sollten einen Hörtest machen und zum Logopäden gehen. Tatsächlich lernte mein Sohn erst mit anderthalb Jahren laufen und wurde relativ zeitgleich trocken. Er hatte gar keine Zeit sprechen zu lernen... Der Hörtest war okay, nicht überragend, aber auch nicht besorgniserregend. Aber er hatte Paukenergüssen. Es wurde mit Nasenspray versucht, ohne Erfolg, sie waren mal weg und dann wieder da. Hörtest immer "grenzwertig", was auch immer das heißt. Er schnarchte wie ein Bär und sprach sehr nasal, außerdem "nuschelig". Er ist das mit Abstand am häufigsten infektgeplagte Kind bei mir, oft auch mit Fieber, aber selten Mittelohrentzündung! - ich habe das Gefühl, weil der Rotz nicht abläuft und festhängt und die Viren freie Bahn haben. Aber das ist nur meine laienhafte Theorie ;)
Dann war die "Lösung" also die OP inklusive Polypen und Mandelverkleinerung. Das Schnarchen war weg, der Hörtest blieb genau gleich.
Mittlerweile verfügt er über einen ausgeprägten Wortschatz, deutlich über dem Schnitt seines Alters. Dennoch spricht er undeutlich und äußert manchmal, besonders bei lauten Hintergrundgeräuschen (TV, beim Autofahren), dass er nichts verstanden hat. Er spricht noch immer nasal und nuschelig.

Ich war auch mit ihm beim Kinderchirurgen wegen der Zunge. Sein Zungenband ist verkürzt und die Zunge ist von den Dimensionen her "zu groß" für seinen Mundraum. Deshalb stößt er immer an. Wenn er sich sehr stark konzentriert, kann er nahezu einwandfrei sprechen (bis auf den s-Laut). Aber er wird ja auch erst 5. Ich sehe das ganze überhaupt nicht dramatisch.

Kindergarten und Schule schon.

Beim Logopäden war ich übrigens nicht. Die Logopädin meinte, vor dem 5. Geburtstag bräuchte ich wegen sowas gar nicht erst kommen. Mal schauen, ob es bei der ESU oder der U Thema wird, dann werde ich ihn wohl mal vorstellen müssen (ich hoffe nicht).

Meine Frage nach dem "früher" zielt eher darauf ab, dass ja erwiesen ist, dass die Paukenröhrchen - wenn überhaupt - nur einen zeitlich sehr kurzen positiven Effekt auf das Hörvermögen haben. Wenn sie nachweislich und nachhaltig dafür sorgen würden, dass ein Paukenerguss abfließt und kein neuer entsteht (!!!), dann wäre das ja was anderes.
Ich meine, was ist der Effekt, wenn man eine OP unter Vollnarkose (!) macht, der Erguss vielleicht (!!) durch die Röhrchen abfließt, die Röhrchen dann nach einigen Monaten abgestoßen werden und dann sofort der nächste Erguss kommt? Was ist die Lösung? OP alle halbe Jahr? Das kann es ja nun nicht sein.


Deshalb stehe ich dem mittlerweile skeptisch gegenüber.
Meine HNO sagt ganz klar, dass es bei uns wachstumsbedingt ist und sich irgendwann "öffnen" wird. Aber die Einrichtungen geben dem halt einfach keine Zeit.
Was kann schlimmstenfalls passieren? Rückstellung von der Einschulung? Ich weiß es nicht. Wir haben nächste Woche ESU und ich gehe auf jeden Fall mit, um das Thema, sollte es denn aufkommen, vom Tisch zu haben.

Bei der TS ist das vielleicht etwas schwerwiegender ausgeprägt, da ja eine Rückstellung schon stattgefunden hat (Aber vielleicht auch aus anderen Gründen? Und sogar gewollt? Muss ich nochmal lesen).

Heute Nachmittag ist Hörtest, ich werde berichten.

solskinn (Profil) schrieb am 13.02.2018 12:28

Es wurde gestern kein hörtest gemacht. Es sind auf beiden Seiten Ergüsse vorhanden und die HNO-Ärztin meinte, da lohne ein Test nicht, das Ergebnis sei vorher klar.
Wir sollen jetzt täglich mindestens zwei Mal mit dem Ballon üben. In acht Wochen Kontrolle und dann ggf. Besprechung des weiteren Vorgehens.

Gestern hat er auch gleich ganz motiviert mit dem Ballon geübt und es auf einer Seite sogar geschafft! Da war die Freude bei allen riesig. Ihm ist schon klar, dass eine OP folgen könnte, wenn er das nicht mitmacht. Der Ballon liegt jetzt neben der Zahnbürste, so dass wir hoffentlich immer daran denken.

Für die ESU und die U hat die Ärztin angeraten zu sagen, dass wir in Behandlung sind. Er hat ja zum Glück noch anderthalb Jahre bis zur Einschulung.

Fanthagiro (Profil) schrieb am 13.02.2018 12:37

@Solskinn

Cool! Meine Tochter schafft es immer noch nicht ihn aufzublasen. Sie hat jetzt auch täglich motiviert geübt. Sie schafft es nicht einmal mit dem Mund. Grrrr