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"Was macht ihr, wenn euch eure Kinder nur noch nerven?"

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Anonym schrieb am 08.02.2018 17:02

Was macht ihr, wenn euch eure Kinder nur noch nerven?

Das richtet sich wohl eher nicht an frische Babymütter, sondern an die, die schon Erfahrung mit älteren Kindern, mindestens Schulalter haben.
Auch wenn man das nicht glauben will, denn sonst würde wohl die Menschheit aussterben, aber allerspätestens wenn die Kinder in der Pubertät stecken und in der Schule funktionieren müssen, könnte man an vielen vielen Tagen am liebsten nur noch weit weit weg laufen.
Weg von den ätzenden, provozierend, stinkend faulen, ewig maulenden, Dreck machenden, unzufriedenen eigenen Rotzgören!

Was haben wir uns den A*** aufgerissen, sie in Stoffies gewickelt, gestillt bis über die Schmerzgrenze, geduldig Höflichkeit gelehrt, Trotzanfälle pädagogisch wertvoll gemeistert, nur dass man sich jetzt für einen Blick am Frühstückstisch anrotzen lassen muss, was man denn so blöd schaue.

Wozu hat man sich die Mühe gemacht, mit ihnen Rechnen zu üben, schöne Schrift, vorgelesen und geduldig das lesen und schreiben lernen begleitet, wenn es sie jetzt nicht die Bohne interessiert, ob die Exen nur so strotzen vor Rechtschreibfehlern. Für was im Auto Einmaleins geübt, dass man sich jetzt sagen lässt, sowas brauche man eh nicht, biste doch selber blöd, wenn de das mit uns geübt hast !
Aber studieren wollen, nur ja niemals sich anstrengen. Das wäre ja auch ne Zumutung, wenn man für eine weiterführende Schule was tun müsste! Schließlich hat Kind ja besseres zu tun, nämlich die Mama blöd anmachen!

Hausarbeit ist Sklavenarbeit, und alles was sich über Jahre gefestigt hat, ist über den Haufen geworfen. Als hätte man die Kinder nie erzogen! Wenn ich so eine Pubertät gehabt hätte, hätten mir meine Eltern sicher ganz deutlich gezeigt, dass sie das nicht mitmachen. In der Öffentlichkeit einen Ton an den Tag legen, dass man sich die Brüllattacken im Supermarkt zurückwünscht!!!
Jo, da stehen wir nun mit unserer gewaltfreien Erziehung! Kein Respekt, und auch keine Handhabe.

Warum um alles in der Welt wollten wir Kinder?
Die schönen Situationen eines Jahres kann man bald an 10 Fingern abzählen. Die ätzenden Tage sind Alltag!

Die Pubermonster kosten einem den allerletzten Nerv! Sofern denn noch welche übrig sind, wenn man es mal so weit geschafft hat!

Was macht ihr an Tagen, wo ihr euch denkt: Hätt ich doch bloß Karriere gemacht! Hätt ich doch bloß nicht die Illusion gehabt, meine Kinder werden anders, weil ich sie so liebevoll erziehe! Ha! Ich zähle manchmal die Jahre, die ich sie noch im Haus haben muss, und bin manchmal auch irrsinnig traurig, dass sie sich gegen mich so dermaßen auflehnen müssen, obwohl ich sie in großer Freiheit, mit großer Stabilität und ohne Gewalt habe so groß werden lassen!

Wir haben ja auch schon ein paar alte Hasen hier, vielleicht schreibt ihr mir einfach nur, dass es auch wieder besser wird! Und am besten mit dazu WANN!!!

PuberMama

Antworten

Anonym schrieb am 08.02.2018 18:05

Hallo,

ich finde, du hast du einen ganz wunderbaren Text geschrieben, der viel darüber preisgibt, wie es dir geht. Aber der auch zeigt, dass du liebst. Ich finde ihn ganz, ganz toll!

Meine Kinder noch weit weg von der Pubertät, eher gerade am Ausgang der Trotzphase... Aber auch ich habe bisweilen den Gedanken: Warum?!? Warum nur?!? Auch Fünfjährige können diesen Blick haben, auch Dreijährige sagen „Blöde Mama“, auch Sechsjährige sagen, dass sie keinen Bock haben die Hausaufgaben ordentlich zu machen, mach das doch selber, wenn du es unbedingt willst, Mama! Erinnerst du dich? Gab es das bei dir in dem Alter vielleicht auch? In jedem Alter, irgendwie?

Ich war auch ein schreckliches Pubertier. Ich habe es meinen Eltern sehr, sehr schwer gemacht, ganz bewusst. Meine Eltern waren auch sehr klar in ihren Ansagen und gaben mir gleichzeitig viel Freiheit und vertrauen. Und dennoch habe ich sie jederzeit provoziert. Ich denke, weil ich eine Reaktion wollte, weil ich es ja irgendwie auch spüren musste, dass sie da sind. Ich habe mich dem Lernen verweigert und musste lernen, dass man damit eben scheitert. Und dennoch ein gutes Abi gemacht und studiert und einen sicheren Job. Oder ich habe immer Ruhe haben wollen, meine Eltern nur angemotzt, wenn sie zu Hause waren. Und dann haben sie gesagt, okay, wir fahren in Urlaub mit deinen Geschwistern, du willst ja Ruhe haben, du bleibst hier, wir nehmen dich nicht mit, geh arbeiten oder so. Da habe ich sie auf Knien angefleht, mich mitzunehmen, zwei Tage vor der Abreise. Einer der schönsten Familienurlaube in meiner Erinnerung;)
Wir haben uns viel gerieben. Ich habe viel gefordert. Und mich Jahre später entschuldigt. Und meine Mama hat gesagt, dass es okay ist, rückblickend. Es sei ja was aus mir geworden ;)
Im Moment habe ich noch keine Angst vor der Pubertät meiner Kinder. Im Moment wünsche ich mir, dass dieses Babygetue endlich aufhört...

Hast du selbst einen Job, eine Aufgabe? Wo du jetzt vielleicht wirklich dich „verwirklichen“ kannst? Der gut für dein Selbstgefühl ist?
Das würde mir noch einfallen.

Fühl dich gedrückt und halte durch!

Anonym schrieb am 08.02.2018 18:48

Pubermama hier

Wie schön, schon eine Antwort!

Ich hab jetzt kein Problem mit mangelnder beruflichen Erfüllung. Natürlich arbeite ich. Es fehlt auch nicht an Hobbys.
Aber die große Karriere ist nicht möglich mit Kindern. Da darf man sich keine Illusionen machen. Ich bin auch nicht so der betüdelnde Typ, der gern "kleine Kinder" hat. Ich hätte lieber Heranwachsende auf Augenhöhe.

Meiner Vorstellung war, dass ich jetzt die Früchte meiner Erziehungsarbeit ernten kann. Mitnichten!

Ich finde das sehr interessant, was du da über dich schreibst, aber ich verstehe es einfach nicht. Warum warst du denn so zu deinen Eltern, wenn sie doch voll ok zu dir waren?

Ich selbst hatte weder Trotzanfälle, zumindest kann sich meine Mutter an nichts dergleichen erinnern, noch so ein pubertäres Verhalten. Ich habe tatsächlich immer gelernt, was möglich war, meine Aufgaben erledigt, und ohne Aufforderung im Haushalt geholfen. Das war einfach zu tun und fertig. Ich musste mich nicht mit meiner Mutter streiten, ob ich jetzt meine Unterbuxn zusammenlegen muss. Das verstand sich von selbst. Natürlich hat jeder der in einem Haus lebt, seinen Anteil beizutragen.
Ich hab auch nie in der Schule rebelliert. Im Gegenteil, mir sind die Mitschüler gehörig auf den Senkel gegangen, wenn sie mit ihrer bornierte Art den Unterricht blockiert haben. Ich hab viel lieber was gelernt. Ohne dass ich hätte müssen. Bildung war und ist mir ein Bedürfnis.

Im Gegenzug ist mir viel Vertrauen entgegengebracht worden. Ich wurde unterstützt in Projekten und Hobbys, Berufswünschen, wurde abgeholt, wenn ich tanzen war und war aber auch nicht betrunken, hab nie geraucht, und einfach pünktlich.

Ich hab auch jetzt wieder mit meiner Mutter darüber gesprochen, und sie meinte auch, wir hatten da nie Probleme. Und sie dachte, es läge an der "langen Leine" die ich hatte. Tja, meine Kinder machen mit der "langen Leine" ganz was anderes.

Aber warum? Warum können sie sich nicht die Haare blau färben und schräge Musik hören? Weil es mich nicht stören würde? Was hast du denn damals empfunden, wenn du auf deine Mutter losgegangen bist? Ich kann diese Übellaunigkeit einfach nicht nachvollziehen und ich betrachte es sicher nicht als Kompliment, dass sie sich das bei mir erlauben. Das ist ja so eine Theorie.
Ich meine eher, ihnen tut auch der Umgang mit anderen Jugendlichen nicht gut. Sie spiegeln da Verhalten, das bei uns einfach nicht in die Familie gehört. Das stört mich besonders. Je nach Freundeskreis kommen neue abfällige Gesten und saudumme Sprüche in unser Haus. Warum können sie sich nicht erkennen, wer ihnen gut tut und wer nicht?

Ich finds übrigens super, dass du dich da also ehemaliges Pubermonster meldest! Vielleicht hilft mir das weiter! Verstehen könne doch ein erster Schritt sein.

Anonym schrieb am 08.02.2018 19:34

Also du hast ja nun nicht gerade wenig handhabe.
Wenn dir mal wieder mit Grund der Kragen geplatzt ist, setzt du dich mit ihnen hin und sagst genau wie oben im Text: SO kann es nicht weiter gehen, so willst du nicht leben.
Wer sich nicht ändert geht nach der 10 Klasse ab von der Schule, wird in eine Lehre gesteckt und kann danach selber sehen wie er im 2. Bildungsweg Abi und Studium finanziert und durchzieht.
Mancher braucht es auf die harte Tour!

Ich selber war so wie du, bis zum Abi. Immer fleißig und hilfsbereit etc.
Meine Mutter hatte es aber auch schwer als alleinerziehende Mutter.
Alles was wir war hart erarbeitet.
Mir scheint deine Gören sind verwöhnt.
Sowohl an Aufmerksamkeit, Zuwendung und Materiellem war alles für sie immer da.
Da würde ich ansetzen und ich würde soweit gehen das sie nur noch Butterstullen mit Apfel und Gurke kriegen wenn sie nichts helfen, faul und respektlos sind.

Falls ich mich irre würde ich ihnen einfach mal sagen was du und dein Mann alles leistet um Miete, Auto, Benzin, Wasser, Telefon, blablabla zu erarbeiten. Plus und Minus können sie doch!

Dann feste Regeln schaffen und wer sich nicht dran hält - siehe oben.

Wenn sie aus der Schule kommen werden zuerst die Hausaufgaben gemacht (keine Computerpause nach dem Motto "ich muss mich erstmal ausruhen"-zum ausruhen ist der Schulweg da), danach hat jeder eine Hausarbeit zu verrichten, danach dürfen sie sich mit Freunden treffen die du kennst, die dich kennen und dich respektieren.
Die Schule ist ihre Hauptarbeit. Für gute Leistungen und zusätzliche große Arbeiten kann man Belohnungen finanzieller Art gerecht verteilen. (Von nem 3er Kid kann man keine einser erwarten, logo).
Taschengeld einfach so ohne Gegenleistung? Seh ich nicht ein und gibts hier auch nicht.

Meine Oma hatte ein Motto bei der Kindererziehung - von Kleinkind an bis zu Pubertierenden: Immer lasse ackern!
Dabei lernen sie viel und sind abends rechtschaffen müde.

Man braucht da auch kein schlechtes Gewissen haben das man die Kinder überfordert, denn man selber hat ja in diesem Alter auch schon viel geleistet - und da man das am eigenen Leib erfahren hat, wie gut es tut etwas zu leisten und zu schaffen, kann man das auch verlangen.

Anonym schrieb am 08.02.2018 19:51

Der berühmte Rabbi Tarfon war einer der reichsten Männer seiner Zeit. Er besaß ein riesiges Haus mit vielen Dienern, die putzten, kochten und alles in Ordnung hielten.

Eines aber erlaubte er seinem Personal nicht: seine alte Mutter zu versorgen, die bei ihm wohnte. Sie hatte ihr eigenes Zimmer mit einem hohen Bett. Es fiel ihr schwer, ins Bett und aus ihm heraus zu steigen, und wann immer sie es wünschte, bückte sich Rabbi Tarfon, so dass sie auf seinen Rücken steigen konnte.

Es war ein angenehmer Schabbat im Frühling. Rabbi Tarfons Mutter ging im Garten spazieren. Auf einmal zerriss der Riemen ihres Schuhs. Sie blieb stehen. Selbst eine provisorische Reparatur war nicht erlaubt — es war ja Schabbat. Aber sie konnte auch nicht barfuß zurückgehen, denn der Boden war kalt und nass, und sie war krank und schwach. In ihrem Alter war schon ein Schnupfen gefährlich. Also sah sie sich nach Hilfe um — aber schon war ihr Sohn, Rabbi Tarfon, an ihrer Seite. Er hatte seine Mutter regungslos stehen sehen und war zu ihr geeilt.

Bevor sie ihn davon abhalten konnte, bückte er sich und legte beide Hände unter ihren Fuß, so dass sie einen Schritt machen konnte. So ging es weiter. Bei jedem Schritt waren seine Hände bereit, und ihr Fuß berührte den Boden nicht. Mühsam, Schritt für Schritt, erreichten sie endlich das Haus. Rabbi Tarfon, der reiche Gelehrte und große Tana dachte nicht an seine Ehre. Es war ihm nicht peinlich — er war stolz darauf, dass er seiner Mutter helfen konnte.

Einige Zeit später wurde er krank, und seine gelehrten Freunde besuchten ihn. Als seine Mutter die ehrwürdigen Gäste sah, ging sie zu ihnen, dankte ihnen für ihr Kommen und bat sie mit Tränen in den Augen, für ihren Sohn zu beten.

“Er ist ein guter Sohn. Er behandelt mich so respektvoll. Er hat es verdient, gesund zu werden, und sei es nur wegen seiner kibud em (Hochachtung) für mich. Sagt nicht die Tora, dass wir lange leben, wenn wir unsere Eltern ehren?”

Die Weisen waren neugierig, wie Rabbi Tarfon seinen Respekt ausdrückte. Die alte Frau erzählte ihnen, was ihr Sohn für sie getan hatte.

Sie hörten aufmerksam zu, dann sagten sie: “Das ist gewiss bewundernswert. Doch selbst wenn er tausendmal mehr getan hätte, hätte er für Euch noch nicht einmal die Hälfte dessen getan, was die Tora von ihm verlangt!”

Anonym schrieb am 08.02.2018 20:34

Hier wieder das Pubermonster ;)

Ich weiß nicht genau, warum ich so war. Ich bin kein bösartiger Mensch. Meine große Schwester war angepasst und fleißig und in meinen Augen langweilig. Ich bin das Mittelkind. Vielleicht war es das ein bisschen. Auszubrechen aus der Unsichtbarkeit, auch da und ein Individuum zu sein. Als Kind war ich ganz unauffällig.
Das mit den Haaren ist ein schönes Beispiel. Hätte ich auch gedurft. Habe ich es deshalb nicht gemacht?! Dafür habe ich getrunken, oh, was habe ich getrunken. Ab 16 Jahren nahezu jedes Wochenende durchgefeiert. In Kifferbuden rumgehangen. Mit dem Moped von Freunden über die Dörfer. „Gedurft“ habe ich das (ich durfte weggehen, mit wem ich wollte, trinken durfte ich offiziell natürlich nicht), aber ich weiß, dass es meinen Eltern nicht gefallen hat. Vielleicht das? Keine Ahnung.
Gegen den Haushalt habe ich mich auch verweigert. Aber irgendwie doch geholfen. Kleinigkeiten, die in der Summe vielleicht ausreichend waren, so gesteuert von außen. Die eigene Wäsche waschen zu müssen, mittags selbst was zum Essen zu suchen (aß dann doch bald wieder gern in der Mensa der Schule, was vorher uncool war), mein Zimmer wurde von meinen Eltern nicht mehr betreten.
Ich bekam 100 Mark Taschengeld bedingungslos jeden Monat und musste mir davon alles außer Schulzeug selbst kaufen, auch Klamotten. Man, war ich frei und erwachsen und habe mich über die Vorschläge meiner Eltern lustig gemacht! Und habe früh gelernt, wie wenig das Geld eigentlich an Wert hat und wie schnell es weg ist. Nachgeschossen haben meine Eltern nie, da waren sie konsequent. Aber das wäre auch nicht lange nötig gewesen...
Ich habe nach außen rebelliert und eigentlich gewusst, dass es sch... ist und „heimlich“ ziemlich spießig gelebt.
In der Schule hatte ich klare Feindbilder unter den Lehrern, denen habe ich mich verweigert und auch aufgehetzt. Dennoch habe ich ein gutes Abi. Ich wusste, wo ich mir das „leisten kann“ und wo nicht.
(Das nützt mir heute manchmal. Ich bin nämlich auch Lehrerin und habe Schüler, die sich mir klar verweigern. Das nehme ich heute meist nicht persönlich ;) )
Ich habe stundenlang, nächtelang gezockt. Was war das damals? Need for Speed, GTA, Lara Croft, sowas. Lernen? Pah. Nur heimlich und schnell noch im Bus oder auf der Toilette und mich innerlich (aber nur dort!) geärgert über mich (aber die Schuld doch lieber dem Lehrer gegeben

Ich erlebe jetzt so viele pubertierende Jugendliche und finde mich ab und zu selbst wieder. Letztens beim Elternsprechtag war das auch mehr eine psychologische Beratung als ein Lernstandsgespräch... Eltern gehen so unterschiedlich damit um. Manche brechen in Tränen aus, weil sie so in sorge sind und andere wissen gar nicht, was abgeht und dass es hier und da auch spitz auf Knopf steht. Das sind so die Extreme.

Und aus den allermeisten wird was! Die wenigsten stürzen ab. Klar versucht man das zu verhindern als Eltern. Manch einer stolpert auch stark, steht aber wieder auf. Oder nimmt einen Umweg. Die meisten kommen an.

Ich finde diese geradlinig-optimierten Jugendlichen eher gruselig. Die so ehrgeizig sind, dass sie ganz klar sagen, dass sie am Wochenende nicht weggehen und lieber lernen und ihnen Leistung wichtig ist. Die immer alle Hausaufgaben haben und immer gelernt haben und genau wissen, was sie mal werden wollen und alles dafür tun. Bei denen es nicht den Hauch eines Widerspruchs gibt und die sich aufregen, wenn Mitschüler keinen Bock haben oder mal Schwänzen oder sie gar noch verpfeifen.

Ich überlege grad, geht es eher um deine Nerven oder hast du sorge um die Kinder?

Anonym schrieb am 08.02.2018 20:51

Ich war in der Pubertät auch nur sehr schwer zu ertragen. Aber frag mich, warum und ich habe keine Ahnung. Ich konnte irgendwie nicht anders. Habe mir manchmal vorgenommen, nicht so patzig und gemein zu sein, aber geklappt hat es nie. In einer konkreten Situation konnte ich mich an keinen guten Vorsatz erinnern. Habe vor allem meiner Mutter oft weh getan mit Worten und hinterher bereut - aber mich als Pubertier nie entschuldigt. Das habe ich erst später gemacht und es war wie bei der anderen Ano oben. Im Nachhinein wurde gerne verziehen, denn alles war gut, Abi geschafft, Studienplatz gefunden, etc.
Und gedurft habe ich auch unglaublich viel, also vielleicht schon zu viel? Schwierig, schwierig. Jetzt habe ich ein Kind in der Trotzphase und mir graut es vor der Pubertät, falls das erblich sein sollte...

Anonym schrieb am 08.02.2018 20:54

Liebe PuberMama,

wenn ich dir auch nicht helfen kann (mir reicht es hier schon mit der bald Zehnjährigen in der VORpubertät), so möchte ich mich doch für deinen geilen Text bedanken!! Denn genau so ist es ;o() Nicht immer, aber oft.

LG Doro
Schade dass ich so gar keine Idee habe wer du bist. Dorle dagegen erkenne ich sofort *gg*

Evka (Profil) schrieb am 08.02.2018 21:30

Auch keine Weisheit aber ein schöner Satz (von der Geburtstagskarte der Mitbewohnerin für ihre pubertierende Tochter):

Einen Teenager zu erziehen ist, wie einen Pudding an die Wand zu nageln.

Du wächst mit deinen aufgaben. Bestimmt. Hier ist das kleingemüse zwar wüst aber noch längst nicht in der Pubertät. Bis dahin übe ich damit dem Pudding nochmal :)

Viel kraft dir!

Liebe Grüße

Evka

Anonym schrieb am 08.02.2018 22:06

Hallo TS,

ich habe Mal das Buch von Remo Largo - Jugendjahre quergelesen, als die Cousine meines Mannes mitten in der Pubertät steckte, und fand es sehr gut um sie zu verstehen. Vielleicht auch was für dich?
Mein Großer ist erst 9, also kann ich keine eigenen Erfahrungen beisteuern.

Hast du denn Mädels oder Jungs?

Wie sprecht ihr denn miteinander? Zeigst du deine Grenzen auf a la: Nicht mit mir in dem Ton oder ähnliches? Formulierst du kurz und knapp deine Erwartungen?

Vielleicht ist ja was hilfreiches für dich dabei!
Viel Kraft und gutes Durchhalten!

https://www.amazon.de/Jugendjahre-Kinder-durch-Pubertät-begleiten/dp/3492054455

Lola (Profil) schrieb am 09.02.2018 08:31

Ich habe gerade zwei gleichzeitig im"rubicon" . Ich halte jetzt nicht so viel von Steiner, aber das trifft es mal wieder sehr gut. Die zwei miteinander und mit uns treiben einen echt zur Verzweiflung. Aber, sie sagen beide, sie wollen eigentlich gar nicht so sein. Sie merken, mit ihnen geschieht etwas, etwas verändert sich. Klar, setze ich Grenzen, aber ich nehme vieles mit Humor und kuschel auch sehr, sehr viel mit ihnen. Kein guter Tip für die Pubertät, denke ich ;). Wie empfinden denn die Kinder das ganze? Also die Veränderung bei sich selber und die Stimmung im haus?

Und für dich: kann man eigentlich, wenn die Kinder gross sind, auf mutterkur gehen? Einfach mal Luft schnappen und gestärkt in den "Kampf"? Oder eine offene Badekur?

Vielleicht danken sie es jetzt nicht, aber später bestimmt. Vielleicht ist meine Theorie auch einfach blöd, aber ich glaube, je näher man sich steht, desto mehr muss man sich lösen?

Meine größte Angst vor der Phase ist, dass sie bei wirklich wichtigen Sachen nicht auf mich hören und Scheiss bauen. Alles andere geht hoffentlich vorbei. Und dann sind sie gross.:(

Lola (Profil) schrieb am 09.02.2018 08:35

Mein Mann hat übrigens mal eine Gesprächsrunde für Eltern von pubertierenden Jugendlichen gegründet. Die haben sich mehrmals getroffen und ausgetauscht. Er war nur Moderator. Das kam sehr gut an. Es gab kein richtig und kein falsch. Und alle sassen im selben Boot.

Vielleicht kannst du so etwas und Kirchengemeinde, Schule, Jugendarbeit oder ähnlichem anregen?

Henni (Profil) schrieb am 09.02.2018 08:54

Dann sind deine im Alter sehr nah beieinander, oder?
Gibt es nicht Hoffnung, dass das älteste bald durch ist?

So stell ich mir das ja vor: wenn der jüngere mit Pubertät anfängt, ist die Größere hoffentlich bald durch damit.

Neulich sagte eine Mama, bei den Mädchen wird es etwas besser, wenn sie erstmal ihre Tage haben. Kommt mir persönlich etwas früh vor, aber sie hat das bei zwei Mädchen so beobachtet.

Was Du hier geschrieben hast, was Du alles für deine Kinder getan hast, sagst Du das denn den Kindern auch so? Ich mein, das will man ja in dem Alter echt nicht hören, dass die Mama von der Wickelzeit schwärmt und wie toll sie das alles gemacht hat.....

In heftigen Auseinandersetzungen verliere ich manchmal den Draht zu meiner Tochter - das macht mich total fertig - aber ein zwei Tage später ist es dann z. Glück auch wieder gut. Wie Natascha sagt, man muss es irgendwie schaffen, in Kontakt zu bleiben. Wenn mal für einen Tag Funkstille herrscht, ist das glaube ich okay.

Henni

Anonym schrieb am 09.02.2018 10:58

Wie alt sind denn deine Kinder? Ich lese da zwar ein Zwinkern zwischen den Zeilen, aber naja auch jede Menge Ärger usw. Zurecht. Ganz klar. Mit "Was glotzt du so blöde" möcht ich auch nicht angesprochen werden. Andererseits haben wir Kinder bekommen, weil wir es so wollten, wir haben Rechnen geübt, weil es uns wichtig war, sie zum Flöten kutschiert und Trotzanfälle pädagogisch wertvoll gemeistert, weil wir es so wollten. Wir hätten es auch anders machen können. Für diese also deine Entscheidungen kannst du ja nun nicht deine Kinder verantwortlich machen. Du wolltest ne gute Mutter sein und hast ein Bild, dem deine Kinder entsprechen sollten - glücklich vielleicht, höflich, selbstständig, kritisch denkend, was weiß ich ... ja ist nicht ungewöhnlich oder so, aber das gehört zu dir. Deine Kinder haben damit erst mal nichts zu tun bzw müssen diese Werte ja nicht teilen. Und wenn eins deiner Kinder oder alle sich lieber wie ein Arsch verhalten will, dann ist das deren Entscheidung. Da kannst du wenig tun, außer deine Grenzen klar machen, das heißt aber auch die Grenzen deiner Kinder zu respektieren und wenn sie unhöflich sein wollen, ist das letztlich ihre Entscheidung, du musst gucken, wie du damit umgehen willst. Die Sache ist, du hast (mit deinem Mann) diese Kinder in die Welt gesetzt und jetzt hast du sie an der Backe. Finde einen Weg der für dich passt. Deine Kinder sind jetzt alt genug, ihr eigenes Ding zu machen, lass sie mal. Lehn dich zurück und vertraue oder hoffe darauf, dass alles was du ihnen gegeben hast, dazu führen wird, dass sie diese Phase meistern und sich zurückverwandeln in nette und soziale Wesen. Tun kannst du jetzt eh nicht mehr viel, außer immer wieder deine Grenzen klar machen. Gegen pubertierende Gehirne kommt man nur schwer an.

Anonym schrieb am 09.02.2018 12:15

PuberMama aus der Mittagspause:

So viel Antworten, sehr schön. Ich arbeite mich mal durch:

Also dass die Mädels angenehmer werden wenn sie ihre Tage dann haben kann ich nicht sagen. Bei den Jungen wirds auch erst besser wenn sie ausziehen, und selbst dann...

Liebe Ano: "immer lasse ackern": Ja, so seh ich das alles auch. Ich mache schon immer klare Ansagen und auch bei uns gibts das Geld nicht in den A*** geblasen. Nur juckt die das jetzt nicht mehr, wenn sie was nicht kriegen, oder wir allein essen gehen, zumindest müsse sie so tun als jucke es sie nicht. Und ab einem gewissen Alter kann man die Kinder nicht mehr mit Autorität zwingen. Da kann ich noch so selbstbewusst ansagen: Heute putzt du das Bad. Wenn sie nicht wollen tun sies eben nicht. Logische Konsequenz? Sie dürfen das Bad nicht mehr benutzen? Da bestraf ich doch nur mich. Nur so als Beispiel. Nein, wir sind da echt auf Kooperation angewiesen.

Essen aufs Wesentliche reduzieren? Interessante Idee. Aber hungrig werden sie noch unausstehlicher! Will ich das?

Die Geschichte vom Rabbi gefällt mir sehr! So sehe ich das bei meinen Eltern auch und ich habe erwartet, dass das Vorbild reicht, dass meine Kinder uns auch achten. Tun sie sicher auch, aber im Moment können sie es nicht zeigen. Natürlich habe ich die Hoffnung dass das zurück kommt sobald sie wirklich erwachsen sind.

Reichts nur mir oder hab ich Sorge um die Kinder?
Beides. Ich will gar nicht auf Kur und ich brauch auch keine Auszeit. Ich will in meinem Haus für das ich hart gearbeitet habe und arbeite mit meiner Familie für die ich hart arbeite friedlich und freundlich leben. zumindest den Großteil der Woche. Gegen 1-2 Reibereien in der Woche hab ich nichts. Das ist normal.


Natürlich halte ich meinen Kinder nicht ihre Baby oder Kleinkindzeit vor. Das wär ja lächerlich. Schließlich wollte ich sie haben und es ist selbstverständlich dass man sich angemessen drum kümmert.

Die Kosten die sie verursachen führe ich ihnen aber durchaus immer wieder vor Augen! Und auch dass die Schule die sie besuchen von uns allen bezahlt wird und dass es eine Frechheit ist, der Gesellschaft auf der Tasche zu liegen und die Bildungschancen nicht zu nutzen.

Das fuchst mich sehr: Ich habe 2 sehr intelligente Kinder, die in der Grundschule die Smilies und 1er nachgeworfen bekamen, auch wenn sie sich dafür überhaupt nicht anstrengen mussten, daraufhin bekamen sie Höhenflug und waren der Meinung, sie seien Genies. Jetzt müssten sie lernen, sehen das aber als Belästigung an. Und da hab ich durchaus Angst, ob was aus ihnen wird. Denn sind wir mal ehrlich: Für ein abgestürztes oder arbeitsloses Kind sind wir emotional und finanziell verantwortlich bis wir ins Gras beißen! Auch rechtlich. Das sagt sich immer ganz leicht: Lasse ihre eigenen Erfahrungen machen. Es gibt keine Erfahrungen die man machen kann ohne andere damit zu belasten. Es geht mich wohl etwas an, ob mein Kind das Saufen anfängt und ich oder der Steuerzahler dann Gegenmaßnahmen finanzieren müssen.

Zu guter Letzt: Das Augenzwinkern:

Ja, das hab ich nach wie vor, und es geht uns Eltern allen so! Bis auf ganz wenige Ausnahmen.

Heut hau ich mal nen Hammer raus: Wir haben grad Holz zu machen. Wer nicht mithilft bis der Stapel weg ist, kriegt kein Abendessen. Und das wörtlich, der Kühlschrank ist quasi leer und ich kauf nichts ein, wir holen dann Pizza. Falls die Herrschaften nicht mitmachen nur für mich und meinen Mann. Sollnse mal an der Essiggurke lutschen.

Aber wer weiß.

ConnyH (Profil) schrieb am 09.02.2018 13:19


Das fuchst mich sehr: Ich habe 2 sehr intelligente Kinder, die in der Grundschule die Smilies und 1er nachgeworfen bekamen, auch wenn sie sich dafür überhaupt nicht anstrengen mussten, daraufhin bekamen sie Höhenflug und waren der Meinung, sie seien Genies. Jetzt müssten sie lernen, sehen das aber als Belästigung an.


Hallo PuberMama,

hier auch so ein Exemplar, das erst am Anfang der Pubertier-Zeit steht mit ihren 11 Jahren (uah, was erwartet mich da noch??!!)...aber auch so ein Phänomen. Da gabs jetzt schon mal richtig miese Noten, weil frau muss ja nicht lernen oder wiederholen; ist ja was für Anfänger. Das hat schon gefuchst, auch wenn frau das nicht so zugeben konnte. Vielleicht können deine P-Tiere das nur nicht dir gegenüber zugeben?
Ich versuche mich immer mehr -gelingt mal besser, mal ganz & gar nicht- im Zurückziehen. Nach 'ner klaren Ansage, Konsequenz und Reaktion (oder eben Nicht-Reaktion) seitens des P-Tieres...ok, dann brauchen wir eben Abstand. Vielleicht ist es auch gerade das, was die wollen? Den Abstand? Gut, ihr hackt kein Holz, sucht euch selbst euer Essen, wir essen gemütlich nebenan Pizza...wer nöhlt, kann gehen. Hatten wir hier gefühlt wochenlang beim Essen- wer verbal rumfurzt, fliegt eben raus. Hab ich keinen Bock drauf. Ich pöbel auch nicht herum. Und wer eben nicht mithilft, kriegt auch nix.

Gute Nerven!! Und viel Schoki oder Rotwein oder was sonst so gut tut...

ConnyH (Profil) schrieb am 09.02.2018 13:25

Noch vergessen:

was hier auch -noch?- durchaus wirkt:
wenn ich _deutlichst_ zeige, wann die Grenze überschritten ist und wann ich richtig angep**st bin. Dringt dann erst durch, wenn ich das massiv mitteile...vielleicht ist das PuberHirn in diesen Situationen so verschaltet, dass normale Reaktionen gar nicht wahrgenommen werden...

Ommmhhh...

LG ConnyH

dorle (Profil) schrieb am 09.02.2018 14:11

da gabs doch mal so ne coole serie: die schlimmsten eltern der weilt...oder wie das hieß.
da wurden solche verwöhnten gören mal nach südamerika oder mongolei oder afrika geschickt.
das fand ich cool, wie die leute dort es nicht fassen konnten das die dicken großstadtkinder nicht mal mit 16 ein essen kochen konnten und sowas.
die waren alle soooo dankbar als sie zurück kamen. und zum schluss waren sie alle dicke freunde geworden und hatten echt was gelernt.

dorle (Profil) schrieb am 09.02.2018 14:12

ach nein, die strengsten eltern der welt, hieß es...;o)

natascha (Profil) schrieb am 09.02.2018 14:20

ich habe nicht alle antworten gelesen.

einmal will ich dir sagen, du musst dir nicht alles bieten lassen.
wo ihr die grenzen steckt, ist eure sache.

dennoch wünsche ich dir gelassenheit, den ton zu überhören, und den kleiderschrank mal anders zu nutzen, denn ich denke, klamotten liegen sehr gut auf dem boden.

ich habe mal einen beitrag verfasst, kind zu verleihen, das kind war gar nicht das problem, nur das drumrum, es braucht keinen kleiderschrank solange ein boden vorhanden ist, der schreibtisch ist überflüssig man kann doch die 20 cm ungenutzt bett als schulkramablage nutzen. und so ein fenstbrett muss ja auch sinnvoll zugestabelt werden.
den müll muss man auch nciht leeren, der läuft von alleine raus.


ich sage dir mal was ich von diesen gekeife halte.
kinder wollen grenzen erproben, sehn wie sie reagieren wirken, welche reaktionen es auslösen kann, wo es in der familie steht.
das testen kinder nur, wenn sie sich ihrer liebe sicher sind. sie würde eine instabiele liebe nie aufs spiel setzten, denn kids wollen geliebt werden. auch wenn sie was ganz anderes ausstrahlen.

also wenn euer kind sich benimmt wie holle, ist es sich eurer liebe sicher.


aber wie gesagt, was ihr euch bieten lasst ist eure sachen.

bei uns gab es nur taschengeld, wenn das zimmer einigermasen aufgeräumt war, sonst habe ich das getan, ne haushalt hilfe bekommt 10 euro die stunde, die wurden dann vom geld abgezogen.
gewaschen wurde nur was in der wäsche war, und zwar dann wann waschtag war. und selbst wenn ein tag danach der wäschekorb voll war, egal blieb liegen.

schule ist ein heikles thema
aber mein gott, ne klasse wiederholen ist auch nciht so schlimm.
aber mal aufzeigen , was man denn so braucht für welche jobs,


wer nichts in die familie mit einbringt, wie mal saugen oder abstauben oder müll oder einkaufen helfen, der darf auch ncihts erwarten, wie mal wo hin fahren, einen einkaufswunsch äusern und so krams eben.

ein gespräch unter vier augen, mit klaren ansagen aber keinen erwartungen

sonder einfache regeln, ohne dass das kind darauf sich äusert , bringt klarheit.


und puppertät ist wie wohnen im glück
die familie zieht aus, und kommt zurück und ncihts ist da, wo es mal war,
gehirn wegen umbau geschlossen


was danach kommt ist anders.


lg natascha

Anonym schrieb am 10.02.2018 08:47

Ich lese gespannt mit, mein Sohn ist vorgestern 11 geworden. So langsam geht es mit den saublöden Sprüchen und Kommentaren hier auch los, die er aus der weiterführenden Schule mitbringt.
Am meisten ärgert mich auch das respektlose und dass der kleine Bruder mit grade 7 Jahren sich den ganzen Scheiß abguckt.

Auch ich handhabe schon länger so, dass beide im Rahmen ihrer Möglichkeiten hier mit anfassen, denn schließlich sind wir eine Familie und wer was von mir will kann auch mir ruhig helfen. Keiner hat feste Aufgaben, es geht nur um Kleinigkeiten.

Ansonsten warte ich ab, was mir da in Zukunft noch so blüht.

Halbano krutzemuckeline

binabik (Profil) schrieb am 10.02.2018 08:49

@natascha

hallo natascha,

bin hier bei den anfängen der p* - danke für deine klaren worte !
kathrin

Nicola (Profil) schrieb am 10.02.2018 15:48

Meine ältesten sind 14, 17 und 19, und keiner von ihnen ist unausstehlich. Würde mich einer anraunzen warum ich so blöd schaue, gäbe es aber eine ganz klare Ansage!so redet man doch nicht mit seinen Eltern? Falsch, so redet man mit niemandem!
Ich denke, zu viel lange Leine ist genauso schlecht wie zu wenig. Scheinbar haben wir einen guten Mittelweg gefunden. Zumindest hat sich mein 17jähriger kürzlich für unsere gute Erziehung bedankt, er ist sehr zufrieden damit "gewesen" ( als ich beim Mittagstisch Mal meinte, dass unser Erziehungs Einfluss jetzt kurz vor dem 18. Geburtstag praktisch beendet ist und ich hoffe, dass sie die grundlegenden Dinge fürs Leben mitgenommen haben)
Das fand ich sehr schön zu hören.
Angemault wird hier niemand, geschrien fast nie, Zimmer aufräumen machen sie wann sie wollen und das ist spätestens alle 10 Tage wenn ihnen der Saustall selbst auf den keks geht. Dann wird Wäsche sortiert, gestaubsaugt, Geschirr runter getragen und Bett monatlich neu bezogen.
Im Haushalt müssen sie dafür nicht helfen. Ihr Job = Schule. Wenn ich sie Mal brauche, gibt es aber jederzeit Hilfe.
Wir kommen so gut durchs Leben und dass es Zufall ist dass alle 3 (bald vier, die Jüngste mit 7 ist noch nicht in der Pubertät) kann ich nicht glauben.

LG Nicola

natascha (Profil) schrieb am 10.02.2018 18:22

Bei uns läuft es auch harmonisch.
Bis auf die unordnjng die unsere mittlere gemacht hat.
Das hat mich gestresst.
Aber mit dem
Ich lasse mich dafür bezahlen
Ging das auch gut.


Ich wüsste auch nicht was ich gegen schlechten ton gemacht hätte
Leicht maulig hab ich übersehn
Pampig gab es bei den grossen nicht.
Die twins haben es mal versucht, bevor ich was sagen konnte
Hat die mittlere schon gesagt
Wie redet ihr mit mum.

Mit 18 ist die erziehung echt durch.

Ich erlebe oft in der nachbarschaft
Dass die kids so sind
Schwer pupertierend.

Und wir denken ift
Wie gut es läuft.

Haushalt haben sie schon aufgaben
Tisch decken helfen

Feste aufgaben sind zum wochende in ca. 20 mit. Erledigt pro kind.
Hab noch zwei zu hause.




Aber wie gesagt

Es entscheidet jeder für sich
Wo und wie er die grenzen steckt.


Und jedes kind erlebt die verwandlung ganz anders.


Und jedes kind ist anders.

Ich glaube nicht
Dass es immer erziehung ist.

Nachbarn 3 kinder zwei total in der spuhr

Der mittlere maulig
Geht gegen die geschwister
Schule abgebrochen
Zwischendurch abgehauen und und und.


Nerven behalten.

Lg natascha

Rita (Profil) schrieb am 10.02.2018 23:04

tja - ich finds auch oft schwierig -
es hält sich noch in Grenzen - erst einer von vieren ist mit 13 schon ganz schön "nervig", wie´s in der Überschrift heißt.

aber wenn die anderen drei sich auch entschließen, soviel Wirbel machen zu wollen... dann gehts eng zu, sie sind jetzt 11, 10 und 7.

der Große findet, dass es ihm so schlecht geht:
- alle anderen Kinder gehen ständig shoppen und kriegen neue Kleidung.
- alle anderen Familien haben einen anständigen Fernseher und schauen zusammen Filme (wir nur DVD am PC oder Leinwand)
- alle anderen haben längst smartphone, PS4 und all so Zeug (er erst seit 4 Wochen ein altes iphone4, das schleppend funktioniert)

und so geht die Liste weiter: wir "sparen" zu viel und konsumieren zu wenig, wir machen zu viel selbst und machen zu gesundes Essen ("ich will am liebsten weiße Semmeln und Fertig-pizza..."), wir gehen zu wenig ins Kino und fliegen nie in den Urlaub, sind nicht in Hotels, waren noch nie am "echten Meer" (nur an Nord- und Ostsee)... usw.

kurz und gut: alle seine Freunde haben es so viel besser und haben tollere Eltern und müssen sich nicht "alles" selber kaufen (sein Handy muss er sich selber kaufen und eine Spielekonsole bezahlen wir ihm auch nicht - allerdings hat er, finde ich, genug angespartes Geld und von den Großeltern was zu geb.tag u weihn. bekommen - aber "alle anderen" haben immer noch mehr Geld...)

so, das sind die Vorwürfe an uns.
Kann auch schon mal mit unflätigen Worten gesagt werden. Nicht immer gelingen mir Sachlichkeit und Ruhe.

es ist schon recht anstrengend und ja, für die Schule wird auch recht wenig getan - aber es geht noch so.
dafür engagiert in 2 Musikkapellen.

also, kurz und gut, ich nehme mir viele Ratschläge hier zu Herzen (Mithilfe find ich auch wichtig!) und versuche - wie alle- die Dinge so gut wie möglich passend für uns zu gestalten...

mich nervt dieses Orientieren an "den anderen", dieses Vergleichen und all der Konsumzwang...

nach dem Buben kommen 2 Mädchen - die sind deutlich relaxter, selbstbewusster und können (noch) gut damit leben, Dinge anders zu machen als die Leute um sie rum.
Sie finden Freunde und verteidigen ihre Ansichten, bislang ist in dieser beziehung das leben mit ihnen leichter als mit dem Jungen ;-)

euch allen guten Mut weiterhin...
lg, Rita

Anonym schrieb am 11.02.2018 06:20

Ich lese interessiert mit, obwohl unser Nachwuchs noch lange nicht die Pubertät erreicht hat. Berichten kann ich aus der Perspektive der kurzen Leine-Front. Ich und meine Geschwister wurden eher streng erzogen und wir haben unterschiedlich darauf genantwortet. Einer von uns hat ziemilch rebelliert und war eine wilde Nummer. Wir anderen haben den rationalen Weg bestritten: Welche Noten muss ich haben um schnellstens auf den eigenen Beinen zu stehen? Hat also auch was mit dem Charakter des Kindes zu tun.

Was mir auffällt ist wie unhöflich der Ton in unserer Gesellschaft ist. Bei uns ist es unter Jugendlichen 'cool' die Eltern anzumotzen, Älteren wird manchmal kein Platz im Bus angeboten etc. In anderen Gesellschaften ist es gesellschaftlich taboo, Ältere respektlos zu behandeln. Da wird auf eine andere Weise rebelliert (schnell heiraten, nix wie weg...). Ich würde sagen, es ist nicht nur dein "Problem", sondern ein Phänomen unserer Gesellschaft. Wir erziehen unserer Kinder zu kritischen und unabhängingen Wesen und "riskieren", dass sie (für eine Zeit) unsere Grenzen überschreiten. Ich sage nicht, dass unser Ansatz schlecht ist, nur dass er ein Risiko birgt.

- Philosophische Ano

Lola (Profil) schrieb am 11.02.2018 08:34

@Rita
Die Vorteile sind Deinen Kindern aber bewusst, oder?

Meine vergleichen auch viel. Vor allem der Große. Aber er findet es auch toll, dass er viel mehr allein machen darf als seine Freunde. Zb mit dem Fahrrad zum Freund fahren. Das dürfen hier tatsächlich die wenigsten zehnjährigen... unglaublich. Allein in den Supermarkt. Selbständig sein findet er toll.

Oder wir fahren öfter fort und er ist sehr wissbegierig, bekommt viel zu sehen und erklärt. Das geniesst er.

Naja, alles "noch", wer weiss, wie das in drei Jahren ist. ;)

Anonym schrieb am 11.02.2018 10:57

Ich würde sagen, es ist nicht nur dein "Problem", sondern ein Phänomen unserer Gesellschaft. Wir erziehen unserer Kinder zu kritischen und unabhängingen Wesen und "riskieren", dass sie (für eine Zeit) unsere Grenzen überschreiten. Ich sage nicht, dass unser Ansatz schlecht ist, nur dass er ein Risiko birgt.


Genau so sehe ich es auch.

Das Angemotze hat aus meiner Sicht viel mit eigener Unzufriedenheit und vor allem Unsicherheit zu tun und das bringt die Pupertät nun mal in ungewohntem Maß mit sich.
Wenn sie ihre Freunde anmotzen, bringen sie die Freundschaft und das Gemochtwerden von Gleichaltrigen in Gefahr. Zu Hause droht diese Gefahr aus ihrer Sicht nicht.
Bei meiner Tochter hilft Ignoranz und wenn es zu heftig ist, ne kurze Ansage dass das Gespräch jetzt für mich beendet ist. Was es dann auch wirklich ist.
Es kommen ja auch immer wieder harmonische Phasen, in denen ich ihr dann schon rückmelde was mich an ihrem Verhalten verletzt. Das führt nicht zwangsläufig zu einer Verhaltensveränderung beim nächsten Stunk, aber ich will dass sie merkt, dass ich ihr Verhalten nicht kommentarlos hinnehme.

Viel wichtiger finde ich, dass ich für MICH einen guten Umgang damit finde und es nicht persönlich nehme und traurig werde.
Als AE habe ich ja noch dazu die A-Karte, dass ich einziger Reibungspartner im Alltag bin und wirklich ALLES abkriege. Die Beziehung zum Papa 14 tägig will sie naturgemäß auch nicht in Gefahr bringen ;o)
Das funktioniert für mich nur, wenn ich mir als Frau viel Gutes tue und nicht nur Mutter bin.
Und wir Mütter sollten uns von dem Wunsch verabschieden, alles besonders gut machen zu wollen und zu müssen. Dann sind wir vielleicht auch nicht so enttäuscht, wenn sich nicht alles so entwickelt wie gewünscht.

LG Doro
P.S. Nicola - ein 17jähriger, der sich für seine Erziehung bedankt, fällt schon ziemlich aus dem Rahmen. Zwar in die andere Richtung als die Motzer, aber trotzdem aus dem Rahmen ;o)

Nicola (Profil) schrieb am 12.02.2018 10:04

Doro, oh nein, das mag jetzt so rüberkommen, ist aber beileibe nicht so!! Weder Streber noch Engelchen....aber da sag ich jetzt nicht mehr dazu, zu privat :-)
Er ist halt auf dem sozialen Zweig der FOS und diskutiert gern in die Richtung ;-)

Nicola (Profil) schrieb am 13.02.2018 18:28

@Ano Threadstarter

Wie ging es mit dem Holz einräumen aus?
Hier hatten wir das auch lange. (Jetzt kommt das Holz auf Paletten und niemand muss mehr stapeln....)
Aber auch da haben wir auf die soziale Komponente appelliert. Nicht, wer nicht hilft bekommt keine Pizza, sondern erzählt dass Papa allein 3 Stunden braucht, wenn wir aber alle 5 zusammen helfen, wir in 30 minuten fertig sind. Und dass wir auch oft Fahrdienst spielen und daher eine Gegenleistung schon nett wäre.
War keine Diskussion, alle haben mit angepackt.
Ich denke immer, der Ton macht die Musik. Klar, wenn man eh genervt ist kommt man schwer raus aus der Nummer. Umgekehrt bei den Kindern auch, die haben sich Mal diesen Motzton angewöhnt und behalten den bei.
Ich würde Mal ohne Anschuldigung ganz ruhig in der Familienrunde drüber reden. Ist doch auch für die Kinder schöner wenn es in der Familie harmonisch zugeht.

Anonym schrieb am 13.02.2018 18:57

Hallo Ano,

dieser Absatz ist stark:

Ich will in meinem Haus für das ich hart gearbeitet habe und arbeite mit meiner Familie für die ich hart arbeite friedlich und freundlich leben. zumindest den Großteil der Woche. Gegen 1-2 Reibereien in der Woche hab ich nichts.

Leider hat man auf Familie ja kein Anrecht. Und 1-2 Reibereien bei vier Leuten hm...ist vermutlich einfach unrealistisch.

Mir ist spontan eingefallen, dass du mal ankündigen könntest, dass du dein Haus am nächsten Wochenende mal in Frieden genießen willst und sich alle Pubertisten von Freitag bis Sonntag 18 Uhr bitte wegorganisieren.

So machen es wir Mütter von jüngeren Kindern doch auch bei Genervtsein, abgeben, wegbringen, mal ne Weile nicht sehen.

Schöne Grüße
Ano-Anja mit Großen 13, Mittlere 7 und Jünstem 5 Jahre

Anonym schrieb am 14.02.2018 09:27

Doro, oh nein, das mag jetzt so rüberkommen, ist aber beileibe nicht so!! Weder Streber noch Engelchen....aber da sag ich jetzt nicht mehr dazu, zu privat :-)


Weder das eine noch das andere habe ich geschrieben oder gemeint.
Aber du gibst mir vielleicht recht, dass es aus dem Rahmen fällt, weil es sehr untypisch für nen 17jährigen ist. Völlig ohne Wertung!

LG Doro

natascha (Profil) schrieb am 14.02.2018 09:41

Bei meinen kommt so ein kompliment
Wenn klassenkameraden
Wegen alles hausarest bekommen
Nichts dürfen
Vom privaten geb um 22 uhr heim müssen

Lg natascha

Anonym schrieb am 14.02.2018 11:41


Wegen alles hausarest bekommen


Wow, wie alt sind die denn? Dass es das noch gibt...
Ich kenne - ganz ehrlich - kein einziges Kind das Hausarrest bekommt. Selbst das Wort kommt in meinem Sprachgebrauch und in meiner Umgebung nicht mehr vor.

LG Doro

Nicola (Profil) schrieb am 14.02.2018 12:20

@Doro
Ah ok, dann hab ich da was hineininterpretiert. Dachte: du denkst kein Motzer, dafür anders komisch, Nerd ohne Freunde und Arschkriecher ;-))

@Hausarrest
Oh ja, das gibt es hier im Umkreis sehr wohl. Hatten wir nie. Genauso kam kürzlich im Radio, dass jeder zweite (!!!!) in der Erziehung Klapse auf den Po einsetzt. Puh, das fand ich heftig! War hier auch nie ein Thema.

Lola (Profil) schrieb am 14.02.2018 17:01

@Doro
Ah ok, dann hab ich da was hineininterpretiert. Dachte: du denkst kein Motzer, dafür anders komisch, Nerd ohne Freunde und Arschkriecher ;-))

@Hausarrest
Oh ja, das gibt es hier im Umkreis sehr wohl. Hatten wir nie. Genauso kam kürzlich im Radio, dass jeder zweite (!!!!) in der Erziehung Klapse auf den Po einsetzt. Puh, das fand ich heftig! War hier auch nie ein Thema.



Antenne Bayern? Da melden sich dann aber auch nur die, die das rechtfertigen wollen. Ich glaub nicht, dass das repräsentativ ist. Laut denen geht ja auch jeder dritte fremd...

Dörte (Profil) schrieb am 14.02.2018 19:15

@ KatrinD:
Ich habe den Link nicht angeklickt, aber solche Werbung wird hier nicht gerne gesehen...
Möchtest Du Dich wirklich mit uns austauschen oder nur Werbung platzieren?
LG,
Dörte

dorle (Profil) schrieb am 14.02.2018 19:53

ja, das stimmt.

aus rücksicht auf die gratis agierende administratorin dieser seite werden shops möglichst selten verlinkt.
es geht zwar, wird auch gemacht, sollte aber nur zum pädagogischen austausch dienen und nicht genutzt werden, wie es ja neuerdings üblich ist, um die bekanntheit von internetläden zu erweitern.

das soll jetzt keine schimpfe sein sondern nur ein "drauf aufmerksam machen".

heute ist valentinstag: gönn dir ein schönes bad !

natascha (Profil) schrieb am 14.02.2018 20:53

hausarest der freunde,

ich meine die kids sind zwischen 16 und 18.
weil sie zu spät kamen.
weil sie ne schlechte note hatten und wohl zu wenig gelernt hatten, somit haben sie jetzt zeit.

ich finde es auch altertümlich.

oder sie dürfen keine beziehung haben.
oder mit manchen kindern keinen kontakt haben, weil sie individuell sind.

so könnte ich die liste noch ne ganze zeit weiterführen.

echt krass
lg natascha

dorle (Profil) schrieb am 14.02.2018 21:49

Ja, mein Gott, Hausarrest stammt aus einer Zeit als 10 Familienangehörige in 2 zimmern leben mussten!

Ich hatte als Kind auch paar mal Hausarrest. Meine Güte war das schön - auf dem Bett liegen und lesen!!
Hat meine Ma ganz schnell gemerkt, dass das keine Strafe war.

Meine Oma hatte folgende Strategie: wenn ihr mal der Geduldsfaden gerissen ist - aber ehrlich: da musste schon wirklich was schlimmes gewesen sein, das hat sie nicht bei kleinen Kindern gebracht und wegen Pillepalle - dann konnte sie beinhart sein und hat echt tagelang mit keinem mehr geredet.
Hat ihre Arbeit in Haushalt, Garten und so weiter gemacht aber keinen beachtet und hat das durchgezogen bis wirklich allen klar war Oma wirklich sauer war und man sich entschuldigt hat.

Ich glaube aber das war eher so ihre Strategie gegen meinen Opa, denn der war - typisch Kriegergeneration - manchmal sehr aufbrausend bis ins cholerische.

Da hat Oma eben nicht mehr geredet!