die-besten-stoffwindeln.de

"Nachhaltig leben"

StartseiteForum › "Nachhaltig leben"
Startseite Navigation
EinloggenRegistrieren

Anonym schrieb am 11.01.2018 22:18

Nachhaltig leben

Was tut ihr für die Umwelt und wie wichtig ist es euch, nachhaltig zu leben?

Ich versuche, so wenig Plastikmüll wie möglich zu produzieren, wir haben kein Auto, Kinderkleidung kaufe ich gerne Second Hand, und wir kaufen nur das, was wir wirklich brauchen.
Meistens... ;)
Manchmal tue ich mich aber auch schwer. Ich kaufe gerne Bio, der Preis schreckt mich aber doch ab. Und Dennree ist zwar noch mit am günstigsten, ist aber recht umstritten und soll die Preise der Bauern drücken - das möchte ich dann auch nicht unterstützen. In unserem Biosupermarkt kommt die nächste Milch aus Bayern, der Rest aus dem Ausland - auch nicht wirklich ökologisch.
Ich nähe gerne, in unserem Nähladen kann man aber nicht nachvollziehen, woher der Stoff kommt. Bisher habe ich da auch irgendwie nie drüber nachgedacht. Kauft ihr nur Biostoffe bzw Biokleidung?
Und Lebensmittel?

Und ich finde es auch echt schwierig, hinter die Kulissen zu schauen. Irgendeinen Haken gibt es immer. Oder irgendwas, was ich nicht bedacht habe...
Geht euch das auch so?

Antworten

Anonym schrieb am 11.01.2018 22:44

Bei den Biolebensmitteln kommt es ja auch drauf an, wie viel Geld zur Verfügung steht. Wenn das Geld da ist, dann könnte man es auch für die "besseren" Biosachen ausgeben. Da fängt das ganze ja an: Wie viel ist einem etwas wert? Wenn alles wirklich bio erzeugt ist und auch dem Erzeuger ein fairer und Preis gezahlt wurde - ist es es dann nicht wert, wenn man es sich leisten kann?

Wir kaufen fast alles bio (außer es gibt etwas nicht in bio... oder es ist gerade etwas anderes vordergründig wichtig, wie die Form der Gummibärchen für den Geburtstagskuchen) und dabei nicht nur im untersten Preissegment. Wir haben aber auch kein Auto, haben nur sehr wenige Möbel gekauft (Rest ist geerbt), haben keine teuren Hobbies, zahlen kein Haus ab, etc. D.h. wir können es uns leisten und es ist nicht mal ein Opfer für uns dabei, denn diese ganzen anderen Sachen sind einfach so, weil sie sich so ergeben haben, nicht weil wir aktiv beschlossen haben, auf irgendetwas zu verzichten.

Es ist halt immer auch eine Frage des Vergleichs. Wenn du die Preise aus dem normalen Supermarkt als Grundlage nimmst, dann kommt dir bio natürlich teuer vor. Bei mir ist es umgekehrt, ich staune immer wieder, wie billig das Zeug bei Rewe und co. ist. Für mich sind die Bioladenpreise die Normalpreise.

Anonym schrieb am 12.01.2018 00:05

Och ne, ich habe jetzt eine halbe Stunde eine Antwort verfasst, jetzt ist sie weg und ich bin zu müde um noch mal von vorne anzufangen.
Ich versuchs die nächsten Tage!

Klementine (Profil) schrieb am 12.01.2018 09:53

Und ich finde es auch echt schwierig, hinter die Kulissen zu schauen. Irgendeinen Haken gibt es immer. Oder irgendwas, was ich nicht bedacht habe...
Geht euch das auch so?

Na klar, je mehr man weiß und sich informiert, umso mehr möchte man optimieren. Mir geht das auch so, dass ich stetig neue Themen und Herausforderungen habe, das geht aber mal mehr mal weniger an meine zeitlichen und finanziellen Kapazitäten. Letztendlich darf man sich dadruch nicht zu sehr unter Druck setzen lassen und muss abwägen.
Mal ein Beispiel, wo ich nicht öko bin, aber gleichzeitig auch wieder schon:
Zum Kiga gehen wir fast immer zu Fuß, die Zeit nehm ich mir dafür. Ich könnte natürlich auch mit dem Auto fahren und hätte dann täglich ca. 1 Stunde mehr Zeit zum Arbeiten. MIt dem Geld, dass ich dadurch mehr verdienen würde, könnte ich mehr Bioprodukte und z.B. auch mehr Ökokleidung kaufen. Ist das dann ökologischer? Ich glaube, dann lebe ich nicht zwangsläufig nachhaltiger, nur mit anderen Schwerpunkten. Ist aber ok so für mich. Jemand anderer würde anders entscheiden.
So gut wie es geht, in kleinen Schritten voran - und ab und zu aus der Komfortzone raus - das ist meine Art damit umzugehen.

Anonym schrieb am 12.01.2018 10:00

Wir versuchen so viel wie möglich Bio zu kaufen. Nicht immer ist das komplett möglich. Auf Plastik verzichten wir so gut es geht (die Holzzahnbürste war aber so leider überhaupt nicht mein Ding, auf die Weckgläser mache ich Plastikdeckel zur Aufbewahrung weil es praktischer ist usw.) Kleidung kaufe ich wenn möglich bio aber das ist ab einem gewissen Alter sehr schwer weil ja die Kinder sehr spezielle Vorstellungen haben. Ich versuche nur zu kaufen was nötig ist (gelingt aber auch nicht immer gut). Auto brauchen wir da es bei uns leider überhaupt keine Möglichkeit gibt öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen. Ich versuche nichts wegzuwerfen sondern nicht benötigte Sachen zu verkaufen oder verschenken. Möbel haben wir eher wenig. Ich finde es aber auch wichtig nicht zu dogmatisch zu sein und auch andere Leute zu sehr zu belehren ...
Wir wohnen sehr ländlich, wir haben einen Garten, ich mache sehr viel Sachen selbst. Bei anderen Dingen gibt es hier nicht die gewünschten Möglichkeiten.
Zu den kosten im Bioladen. Ich habe schon oft festgestellt, wenn ich im normalen Supermarkt bin gebe ich fast genauso viel aus für nen Wocheneinkauf weil man einfach anders einkauft. Im Bioladen kaufe ich zu 90% nur Grundzutaten und mache dann alles selbst. So ist es eigentlich finanzierbar.

Ano Eva

purzelmurzel (Profil) schrieb am 12.01.2018 10:46

Manchmal denke ich, wir sind alle sehr auf konsumieren gepohlt.
Beste Nachhaltigkeit ist weniger kaufen, konsumieren reduzieren und möglichst viel gebraucht kaufen und in der Nähe abholen!
Auch Bio ist nur nachhaltig, wenn es aus der Nähe kommt. Es gilt oft abzuwägen. Äpfel vom Bauernmarkt ums Eck bevorzuge ich vor Bio-Äpfeln.
Ein second-hand Schrank ohne Verpackung leistet doch einen viel größeren Beitrag als bestellte Bio-Möbel die verpackt ankommen. Wenn die Bio-Gurken in Plastik gehüllt sind, kaufe ich sie nicht!
Es gelingt immer nur Schritt für Schritt. Ich freue mich sehr, dass meine Kinder keine neuen Dinge benötigen, sondern gebrauchtes genauso toll finden.
Ich versuche mir zu verdeutlichen, wie viel Energie in Dinge gesteckt wurde. Klar ist es toll, wenn die Verpackung des Bio-Shampoos 100% kompostierbar ist. Aber da ist doch auch in die Verpackung viel Energie geflossen...
Ich versuche eben nach und nach einige Dinge zu verändern.

Das schwierigste ist eben, dass man nicht pauschal kaufen kann, sondern wirklich nachdenken muss, was nachhaltig bedeutet.
Das Schlimmstes finde ich immer, dass wir einfach noch immer zu viel kaufen, zu viel wegwerfen und einfach zu viel haben ;-(

Anonym schrieb am 12.01.2018 11:17

Hallo,

ich vermeide "Bio um jeden Preis". Der Metzgerverbund ohne Biosiegel, der mit seinen Tieren aber einfach was Vernünftiges anstellen will, ist mir lieber als gewaltige Verrenkungen und Bestechungen, nur um den Stempel zu kriegen.

Zum Nähen für die Kinder kaufe ich wenig Stoffe, eigentlich nur zum Aufhübschen, sondern nehme alte Sachen von uns. Das ist dann auch wieder nachhaltig...

Mit Lederhosen und Merinooberteilen (gekauft) braucht man aber eh wenig Sachen.

Für mich kaufe ich meist Second-Hand.

Bio-Äpfel kriegen wir freundlicherweise von gleich 2 Nachbarn mit Schrebergarten, das ist toll.

Ansonsten müssen wir leider auch auf die Preise schauen. Das Dreifache ist mir die Biokarotte leider nicht wert...

Ich versuche aber auch, zunehmend Sachen selber zu machen. Und immer mehr darauf zu achten.

LG

bkoe

Anonym schrieb am 12.01.2018 11:40

Wir geben unser Bestes, möglichst wenig Müll zu produzieren und in den Ländern, in denen viele der von uns konsumierten Produkte hergestellt werden, möglichst wenig Dreck zu verursachen. Das Ganze, ohne andere missionieren zu wollen ;).

Wir kaufen ausschließlich bio, dabei so ein Mix aus Wochenmarkt mit regionalem Stand, Dennree, Unverpackt-Laden (toll, weil alles ohne Verpackung!) und Weltladen (v. a. Kaffee und Schokolade). Wenn man auf Angebote achtet bzw. gerade im Sommer mir regionalem Gemüse, geht das auch mit "normalem" Einkommen.

Kleidung der Kinder ist bis ca. Größe 116 ausschließlich bio gewesen, dafür weniger und öfter geflickt :). Danach wurde es schwieriger, weil teuer, wenig Auswahl, kaum mehr Gebrauchtes. An unserer Schule gibt es ein Second-Hand-Lädchen, dort erstehen wir viel zum kleinen Preis, im Anschluss wandert es dort auch wieder hin.

Wir haben ein Auto, das lässt sich nicht umgehen. Wir fliegen nicht, wir essen kein Fleisch, wir haben in den Kinderzimmern gar kein Plastik und im restlichen Haushalt so wenig wie möglich. Wir haben sehr wenige Elektrogeräte, keine Smartphones, keinen Fernseher oder andere Unterhaltungsmedien. Das alles fällt uns aber auch leicht, weil wir es nicht brauchen.

Ich habe nicht immer so gelebt, aber nach und nach haben wir unser Leben immer mehr unseren Überzeugungen bzw. den Wünschen für ein gutes Leben auf diesem Planeten angepasst. Es gibt immer noch Bereiche, die mich manchmal unzufrieden machen, aber ich bin auch froh, dass wir da, wo wir können, achtsam sind und dies auch unseren Kindern vorleben können.

Anonym schrieb am 12.01.2018 17:46

Ist für mich auch immer wieder ein Thema - "nachhaltig". So ein weites Feld....

Neben dem täglichen Konsum (Lebensmittel, Kleidung) sind auf jeden Fall vor allem die Themen Mobilität, da sehr stark auch Urlaubszeiten, Energieverbrauch (Heizen, Warmwasser) und Elektronik sowie überhaupt jede Art von Anschaffung zu bedenken.

Wie sagte ein Freund von mir so treffend - wenn so ein Edelöko Ananas und Avocado kauft und zweimal im Jahr in Urlaub fliegt, da kann ich viele Jogurtbecher verbrauchen, ehe ich beim gleichen Fußabdruck ankomme, wenn ich ansonsten Fahrrad fahre und die Äpfel von nebenan esse.

Und, hier aus dem Forum: brauche ich das wirklich oder bin ich nur gierig?

Hab mir letztes Jahr ein Handy gekauft... "sauber" wäre nur ein Fairphone, aber das war mir zu unbequem und zu teuer. Tja, das Leben ist voller Kompromisse.

Reparieren ist jedenfalls immer ne gute Entscheidung.
Kennt jemand die Kaufdiät?

LG die Lohgar

Flaps (Profil) schrieb am 12.01.2018 20:37

Vieles wurde schon gesagt und ich mag es nicht noch mal wiederholen.

Ein kleiner Impuls noch der für uns gut funktioniert:
Solidarische Landwirtschaft

Wir bekommen dann immer unseren Ernteanteil wöchentlich und das produzierte ist regional und saisonal.

Ich muss auch immer versuchen mich in den kleinen schritten zu orientieren - was passt zu uns, tut uns gut und ist kein zwang.
Damit fahren wir ganz gut.

LG Flaps

Anonym schrieb am 13.01.2018 12:19

Ich hab hier zu weihnachten in meinem Bekanntenkreis shampoo und handwaschseife to refill verschenkt .... mit dem Ziel ... einfach mal eine plastik Verpackung zu sparen....
Die einzigen 2 Kommentare die zurück kamen ... waren nicht wirklich positiv...ich glaub der Mensch das gewohnheitstier tut sich da einfach echt schwer ... sobald es für ihn unbequemer wird.
Hier sind sooo viele die echt was tun ... das find ich super ...und ich nehme auch immer gerne Anregungen mit

Lg
Ece

Anonym schrieb am 13.01.2018 21:06

Apropos Weihnachten:

Habe dieses Jahr mit meinen Jungs mit fingerfarbigen Handabdrücken Geschenkpapier aus Packpapier (diverser Bestellungen, ähem) erstellt.

Weiteres "nachhaltiges Geschenkpapier" ergab sich aus Schmucktüchern: Packpapier (s.o.) als undurchsichtige Grundlage, Stoff drumrum, Schleife drum, fertig.

Wir hatten soo wenig Müll! Nur das Papier von Fremdgeschenken (Paten, Großeltern) und teilweise das Packpapier.

Meinen Adventskalender habe ich tatsächlich aus Stoff genäht, 24 Säckchen für alle (seufz) und reihum öffnen lassen (die Jungs fanden es super und waren total zufrieden).

LG

bkoe

Anonym schrieb am 15.01.2018 09:31

Text weg - kleiner Tipp

Ist mir auch schon passiert und echt ärgerlich, wohl besonders gern bei längeren Texten.
Vor dem Senden speichere ich immer im Zwischenspeicher (heißt das so???)
ab.
LG ano

Anonym schrieb am 15.01.2018 10:26

Ja, ach, irgendwas ist wirklich meist. Ich denke inzwischen, es ist ausschlaggebend, dass man überhaupt was tut. Perfekt sein kann man da, wie meist im Leben, nicht.

Wir haben immer so Phasen, wo wir eine Sache ganz stark angehen, z.B. Plastik. Und dann schleicht es sich doch wieder ein, bzw. Lebensgewohnheiten ändern sich, und alles ist wieder anders.
Beispiel: wir leben inzwischen zu 90% oder so vegan, und vieles, wo wir uns über die zeit plastikfreie Möglichkeiten gesucht haben, ist jetzt Geschichte. Milchprodukte haben wir immer in Mehrwegflaschen und -gläsern gekauft, jetzt gibts den Pflanzenjoghurt halt nur im Plastikbecher. Ja, blöd.
Gleiches bei Tofu.
Ich hab das zwar im Blick, aber ich mach mich deshalb nicht mehr verrückt. Ich geb mein Bestes.
Autos haben wir gar 2, aber ohne kommen wir einfach nirgendwo hin, da wir auf dem Platten Land jenseits von allem wohnen, ohne irgendwelche öffentlichen Verkehrsmittel. Zu Fuß ist nix erreichbar, nur der Wald.
Dafür fliegen wir nicht.

Schokolade, Kaffee, bananen usw. nur fairtrade, aber manchmal (z.b grade, da schwanger) überkommt mich beim Einkaufen in Hype, so dass ich z.B neulich Milchschnitte gekauft hab. Ja mei, ist dann halt so. Ich genieß sie trotzdem.

Wie gesagt, ich denke, auf die Bemühung an sich kommt es an, besser geht sicher immer, aber auch sehr viel schlecher...

LG
Ano_a

Serbus (Profil) schrieb am 16.01.2018 10:08

Hallo, ich habe jetzt nicht alle Antworten durchgelesen.
Wir haben super gute Erfahrungen gemacht mit einer

Solidarischen Landwirtschaft

Da wird regional und biologisch angebaut. Bei uns gibt es neben Gemüse, Eiern, Milch, Rindfleisch auch Käse, Sauerkraut, Mehl, Kürbiskerne, Buchweizen, etc.
Es werden alte, seltene Sorten bei Pflanzen und Tieren erhalten. Man unterstützt kleine Landwirtschaftsbetriebe (anstatt nur noch Megahöfe) und insgesamt auch die Umwelt, da kleine Felder mit verschiedenen Früchten anstatt riesige Monokulturen.
Bei Ernteausfällen, wie zB letztes Jahr die schlechte Apfelernte, trägt die Gemeinschaft den Ausfall, so dass der Bauer nicht pleite dasteht.
Bei unserer SolaWi dürfen die Kälber mehrere Monate von der Mutterkuh die Milch saufen, etc.
Natürlich hat das seinen Preis, da ja bio.

Ich bin begeistert. Für mich sollte Landwirtschaft genau so aussehen.

purzelmurzel (Profil) schrieb am 16.01.2018 11:27

Hallo, ich habe jetzt nicht alle Antworten durchgelesen.
Wir haben super gute Erfahrungen gemacht mit einer

Solidarischen Landwirtschaft

Da wird regional und biologisch angebaut. Bei uns gibt es neben Gemüse, Eiern, Milch, Rindfleisch auch Käse, Sauerkraut, Mehl, Kürbiskerne, Buchweizen, etc.
Es werden alte, seltene Sorten bei Pflanzen und Tieren erhalten. Man unterstützt kleine Landwirtschaftsbetriebe (anstatt nur noch Megahöfe) und insgesamt auch die Umwelt, da kleine Felder mit verschiedenen Früchten anstatt riesige Monokulturen.
Bei Ernteausfällen, wie zB letztes Jahr die schlechte Apfelernte, trägt die Gemeinschaft den Ausfall, so dass der Bauer nicht pleite dasteht.
Bei unserer SolaWi dürfen die Kälber mehrere Monate von der Mutterkuh die Milch saufen, etc.
Natürlich hat das seinen Preis, da ja bio.

Ich bin begeistert. Für mich sollte Landwirtschaft genau so aussehen.



Kannst du nochmal sagen, wie das läuft? Wenn ich das richtig verstanden habe, muss man sich bewrben um mitmachen zu "dürfen" und bringt sich außer mit Geld auch noch stundenweise mit ein.
Wie macht ihr das denn? Ich finde das auch super b aber völlig unrealistisch im Alltag mit Kindern, Beruf...
Vielleicht muss ich auch umdenken, aber da kann man ja leider nicht mal eben mitmachen, oder?

Flaps (Profil) schrieb am 16.01.2018 13:59

Ich hatte weiter oben auch schon mal solidarische Landwirtschaft ins Gespräch gebracht. Will mal schnell antworten, aber vielleicht bekommst du auch noch bessere Antworten.

Es gibt bezüglich der SoLawi (solidarische Landwirtschaft) verschiedene Modelle so weit ich weiß.

Bei manchen bringt man sich auch mit eigener Zeit mit ein und bei anderen bezahlt man "nur" seinen monatlichen finaziellen Betrag.
Was beiden ideen gemeinsanm ist, ist der Fakt dass wie oben schon jemand schrieb etwaige Verluste durch Ernteausfall oder Unfälle (wie z.B. bei meinem Schwager wi in seinem Betrieb den Gärtnern beim Sturm das Folienzelt weggeweht wurde) etc. durch eine Gemeinschaft getragen wird.
Die Hofbetreiber haben den Rückhalt dass es ein monatlichen Einkommen gibt mit dem sie wirtschaften können.

Man bekommt dann monatlich, 14tägig oder wöchentlich einen Anteil von der Ernte.

Die Konditionen bei den SoLawis sind sehr unterschiedlich und man muss halt immer sehen ob das Modell was hoffentlich in der eigenen Nähe praktiziert wird, auch zu einem selber passt.


Liebe Grüße
Flaps

Serbus (Profil) schrieb am 16.01.2018 21:22

Wie schon jemand geschrieben hatte, sind die SolaWi sehr unterschiedlich. Bei manchen musst du nichts mitarbeiten (wie bei uns), bei manchen darfst du mitarbeiten und musst dann weniger bezahlen, bei manchen musst du mitarbeiten. Alles sehr unterschiedlich.
Wir müssen zB wöchentlich abholen, haben abwechselnd Depotdienst. Der Bauernhof macht auch schöne freiwillige Familienaktionen, wo man dann hingehen kann.

Ich glaube generell ist es so, dass man nach den Probewochen für ein ganzes Jahr Miteigentümer ist, da die Bauern mit dem Budget kalkulieren (müssen). Alle anderen Rahmenbedingungen, vegan oder mit Fleisch, Mitarbeit, Abholrhythmus, etc. erfragst du beim Bauern.

Wenn du im Netz nach SolaWi googelst, dann findest du sicher was. Und wie die Bedingungen dann sind, kannst du dann persönlich dort erfragen.

Elisa (Profil) schrieb am 16.01.2018 22:00

Ja, auch grad eines der Themen das mich sehr beschäftigt...

Wir haben auch einen Mix: Klamotten kaufen wir meistens nur gebraucht, ich bekomm auch recht viel Aussortiertes für die Kinder und mich geschenkt. Manchmal gibts auch neues, grad bei Schuhen. Die sind dann auch oft konventionell.
Essen kaufen wir das meiste bio, bin aber auch lustigerweise auf der Suche nach einer sola in unserer Nähe, da mir das bio Obst/Gemüse in den Läden meist zu unregional ist.
Bei Plastik sind wir ganz schlecht, finde ich. Außer im Bad, da sind wir auf Seife und DIY Shampoo/Zahnpasta/Deo umstiegen. Ansonsten produzieren wir viel Plastokmüll.
Auto haben wir, fahre aber auch viel Rad, oft gewinnt dann doch die Bequemlichkeit und ich mehm das Auto, also so ein mix. Haben auch schon überlegt das Auto abzuschaffen, aber mit bald 3 Kindern kann ich mir es nur schwer vorstellen ganz darauf zu verzichten.
Fliegen kommt für mich nicht mehr in Frage.

Ich merke bei uns ist das alles ein Prozess, mal achte ich mehr auf das eine, mal auf das andere.