Lifelines - Das Kinderhaufhaus in Berlin

"Jetzt auch noch Fructoseintoleranz! Hilfe?"

StartseiteForum › "Jetzt auch noch Fructoseintoleranz! Hilfe?"
EinloggenRegistrieren

Anonym schrieb am 07.05.2017 00:28

Jetzt auch noch Fructoseintoleranz! Hilfe?

Hallo ihr,

Ich muss mir das mal von der Seele schreiben, auch in der Hoffnung, jemanden mit Erfahrungen zu finden.

Meine Kinder sind jetzt 6 und 3,5 Jahre. Die Große hat schon seit 3 Jahren eine starke Laktoseintoleranz, ebenso wie ich. Nun ist auch noch eine Fructoseintoleranz dazugekommen. Der Kleine fängt jetzt auch an, anscheinend gleich mit beidem. Na super! Die Umstellung auf laktosefreies Essen war recht einfach, aber die Fructose macht mir doch zu schaffen. Was sollen die Kinder denn bitte noch essen? Wie bringe ich Ihnen bei, dass nicht alles Essen per se krank macht? Und wie sollen sie jemals bei Freunden einfach so was essen können? Das war ja bisher schon schlimm genug...

Ich habe die Unterstützung vom Kinderarzt und werde mir noch eine Ernährungsberatung dazuholen, die auf Kinder spezialisiert ist. Ansonsten bleibt mir vorerst wohl nur, alles Essen meiner Kinder streng aber möglichst unbemerkt zu kontrollieren. Der Lieferdienst für den Kindergarten bietet eh nichts entsprechendes an, nur laktosefrei. Kennt wer gute Vesperdosen, die ein ganzes Mittagessen fassen? Wir haben bisher nur kleinere fürs Vesper eben.

Es tut mir echt so leid für die beiden. Dass das so früh kommen musste ist echt Mist. Bei mir fing es erst im Erwachsenenalter an und hat sich dann durch die Schwangerschaften so verschärft. Aber als Kinder schon solche Einschränkungen machen zu müssen...

Nun ja, vielleicht kann mir ja zumindest jemand Tipps bezüglich der Dosen geben. Am schönsten wäre allerdings, wenn sich jemand mit Erfahrungen findet, für einen lockeren Austausch. Das wäre super.

Danke fürs Lesen.

Antworten

FrauFidibus (Profil) schrieb am 07.05.2017 06:45

Ich will jetzt eigentlich nicht klugscheißen, und keinesfalls dich kränken, ich hoffe, ich kann den richtigen Ton treffen.

Wie wurde das denn bewiesen?

Ich kenne mittlerweile viele, bei denen

1. sich Lebensmittelintoleranzen verwachsen haben, also mit zunehmendem Alter verschwunden sind

2. die Ursache von Beschwerden ganz wo anders lag und diese Intoleranzen gar nicht existierten

3. nicht auf Lactose, Gluten &Co reagiert wurde sondern schlicht auf Spritzmittel oder gar Stress.

4. nach ausprobieren und Gewöhnung einfach wieder alles gegessen werden konnte.

Ich hab kürzlich ne tolle Sendung auf SWR gesehen, wo die Wirkweise dieser Bluttest erklärt wird und ich bin mittlerweile extrem skeptisch, was diese Testungen angeht und zweifle auch stark daran, dass mein Sohn jemals Milchunverträglich war. Mittlerweile geben wir ihm alles ganz normal und es passiert gar nichts.
Die "Dreimonatskoliken" wären evtl auch ohne krasse Ernährungsumstellung meinerseits vergangen.

Und dann hat mit mir eine Ausbildung gemacht, die angeblich als Kind Zölliakie hatte, bis sie mit 20 bei einem Arzt war, der sagte sie habe da gar nichts, und er hat sie dann an alle Lebensmittel langsam gewöhnt, sie hat wohl nur ein bestimmtes Brot und eine Sorte Gemüse gegessen, ihre ganz Kindheit lang! Hatte massive Hautprobleme, Depressionen, Schwäche, Infektanfälligkeit, Permanent Durchfälle...
Und nach wenigen Wochen war sie das blühende Leben, und hatte keinerlei Beschwerden mehr.

Seither rate ich zu größter Skepsis, wenn man den Speiseplan von Kindern reduziert, unbedingt noch Zweit- und Drittmeinungen einholen find ich da ganz wichtig.

Alles Gute Dir und deinen Kindern!

http://www.swr.de/betrifft/schoene-neue-essenswelt-die-angst-vor-weizen-milch-und-co/-/id=98466/did=16811824/nid=98466/15p2afv/index.html

FrauFidibus (Profil) schrieb am 07.05.2017 06:47

Und wenn die der Beitrag nur ankäst, dann darfst du das natürlich einfach schreiben und drüber hinweg lesen, schließlich war das jetzt ne ungebeten Meinung, du hattest ja nach Austausch gefragt!

Anonym schrieb am 07.05.2017 08:45

Und wenn die der Beitrag nur ankäst, dann darfst du das natürlich einfach schreiben und drüber hinweg lesen, schließlich war das jetzt ne ungebeten Meinung, du hattest ja nach Austausch gefragt!


Keine Sorge, nach dem, was ich in letzter Zeit so alles über "Tests" und derartigen Aberglauben gehört habe, bin ich da nicht so schnell angegriffen. Es gibt da echt unglaubliches...

Testen kann man ja wissenschaftlich nur über den Atemtest, macht man aber ja nicht bei kleinen Kindern. Laktose fiel auf, weil sie immer Durchfall hatte, was nach der Umstellung der Ernährung komplett weg war. Seitdem hat sie immer mal wieder kleinste Mengen getestet und immer Bauchweh von bekommen. Fruktose fiel auf, weil sie plötzlich viel und sehr untypisch eingenässt hat. Dann haben wir ein Ernährungstagebuch geführt, hatten aber eh schon den Verdacht aufs Obst und der hat sich voll bestätigt.

Der Kleine folgt dem Vorbild der Großen mit teils heftigen Durchfällen, die sich auch ganz gut auf bestimmte Lebensmittel zurückführen lassen. Theoretisch könnte es da laut Ärztin auch noch was anderes als Fruktose sein, aber das muss ich ja trotzdem austesten, was er an Obst und Gemüse nun verträgt.

Also nein, wir haben nicht über dubiose Bluttests oder Sonstiges ein Ergebnis erwürfelt, sondern so wissenschaftlich wie möglich getestet und beobachtet ;-)

Thread-Ano

susan123 (Profil) schrieb am 07.05.2017 09:44

Großes Thema auch für mich!
Ich habe auch mehrere Nahrungsmittelunverträglichkeiten und kämpfe mich auch noch durch den Dschungel und versuche rauszufinden was ich wirklich nicht vertrage.
Zur Vesperdose: ich hab inzwischen so eine thermoskanne für Essen und packe hier gerne warmes rein oder Salat was allerdings deine Kinder bestimmt nicht mögen.
Die Lunchbots gibt es inzwischen doch auch größer und die nehme ich auch gerne.
Stöber doch mal bei Kivanta durch wenn es mit wenig Plastik sein soll.
Einiges an Obst geht ja meistens in kleinen Mengen.wenn du auf rezeptsuche bist, kann ich den Blog von kochtrotz empfehlen. Falls du ihn noch nicht kennst...
Grüße

Anonym schrieb am 07.05.2017 10:31

Ja, kochtrotz kenne ich und mitohnekochen.com, die haben ein ähnliches Baukastensystem für die Rezepte. Das ist wirklich sehr hilfreich.

Ansonsten bin auch ich nicht ganz neu im Umfeld der Unverträglichkeiten. Wenn es nicht geerbt wäre, hätten wir es bei der Großen damals auch nicht so schnell gefunden. Allerdings fiel es bei mir erst im Erwachsenenalter auf, extrem verstärkt noch durch die Schwangerschaften. Dass es bei den Kindern schon so früh kommt ist wohl das, was mich am meisten mitnimmt.

Wie ist es denn bei Deinen Kindern, Susan? Haben die auch schon Probleme?

Thread-Ano

susan123 (Profil) schrieb am 07.05.2017 14:22

Mein Großer hat keine Probleme was Nahrungsmittel anbetrifft, der Kleine, 2 Jahre reagiert auf Milchproduktion und einzelne Lebensmittel wie Erdbeere,... Er bekommt davon offene trockene Hautstellen die sich gerne infizieren mit strepptokokken.
Wir haben es noch gut im Griff, es fehlt ihm nichts aber er isst ja auch nicht außerhalb, wir können das daheim gut umsetzten.
Meine Nahrungsmittel probleme Histamin, fruktose und gluten sind auch erst nach der 2. Geburt gekommen. Bin gerade beim Darmflora Aufbau und gespannt ob das Besserung bringt!
Grüße

Lola (Profil) schrieb am 07.05.2017 17:11

Darf ich mal doof fragen, was fructoseintolleranz mit einnässen zu tun hat? Danke. :)

dorle (Profil) schrieb am 07.05.2017 17:59

hier gibt es ein kochbuch zum thema

http://fructopia.de/fructopia-das-kochbuch/

ECE (Profil) schrieb am 07.05.2017 20:43

Heute war zum Thema Allergien ein informativer Beitrag im Fernsehen..eine professorin vom Augsburger klinikum ....ging zwar hauptsächlich um Neurodermitis....aber soweit ich es noch zusammen fassen kann ...
Kinder entwickeln oft mit 3Monaten eine Neurodermitis die dann oft wieder vergeht...bei diesen Kindern entwickeln sich später dann häufig Allergien .... deren Ursache .... vom Prinzip her einheitlich ist...
Asthma
Nahrungsmittel Allergien
Neurodermitis
...
Die Bakterien kulturen im darm oder auf der haut zum gesunden Menschen unterscheiden sich und sind nicht im Gleichgewicht.
Da gilt es anzusetzen...
Beim darm war ganz einfach die aussage Lebensmittel die eine gesunden darmflora fördern zu essen ... angesprochen war obst und Gemüse so bunt wie möglich ...der Körper benötigt viel verschiedene reize ....
Vielleicht kann man ja evtl. Die Sendung in einer Wiederholung aufrufen.

War eigentlich hoch informativ zu Neurodermitis wei eine bestimmte Bakterien art selektiert werden konnte und die gilt es dann abzutöten und die guten zu fördern dass sich die haut wieder regenerieren kann

susan123 (Profil) schrieb am 07.05.2017 20:57

Oh danke für den Tipp. Da schau ich mal ob man das noch anschauen kann.

Anonym schrieb am 07.05.2017 21:08

Darf ich mal doof fragen, was fructoseintolleranz mit einnässen zu tun hat? Danke. :)

Per se nix. Bei meiner Großen scheint das Bauchweh bzw die Blähungen ab einem Grad aber dazu zu führen, dass sie den Harndrang nicht richtig merkt und wohl auch nicht richtig einhalten kann wie sonst. Haben wir gelernt, als sie versehentlich laktosehaltiges Essen bekommen hat.

ECE (Profil) schrieb am 08.05.2017 08:16

Für mich klingt das auch ziemlich plausibel mit den Bakterien oder was auch immer das dann ist im Darm weil man ja als Mutti auch bzw als Familie in gewisser Weise wahrscheinlich schon die Bakterienkulturen mit weitergibt bzw sich gegenseitig zukommen lässt

dorle (Profil) schrieb am 08.05.2017 08:25

Ja klar, schon bei der spontanen geburt bekommen die Neugeborenen ja aus dem darm der Mutter die richtigen bakterien für magen und darmtrakt mit auf den Weg die sie dann , klingt jetzt nicht so lecker, aber die sie eben einfach mit aufnehmen.
Das ist ja das Problem für viele Kaiserschnittbabies, denen fehlen diese Kulturen.
man arbeitet jetzt wohl in modernen Kliniken daran diese kulturen künstlich per Abstrich bei der Mutter zuzuführen (wie genau, weiß ich auch nicht)
Während man in rückständigen Kliniken bei der Mutter noch Einläufe macht damit es auch alles bloß recht sauber im Kreißsaal vonstatten geht *augenverdreh*


Handelt es sich denn hier evtl um eine Kaiserschnitt Geburt? Bei dem Kind um das es anonym geht?

solskinn (Profil) schrieb am 08.05.2017 09:11

Das mit dem Darm war schon immer meine Theorie, aber mir glaubt ja keiner ;)

Ich hatte rund ums abi immer Blasenentzüngen mit AB-BEHANDLUNG, sicher drei bis fünf pro Jahr. Damaligen habe ich darüber ja auch nicht nachgedacht und das Zeug quasi bedenkenlos gegessen. Und ab da hatte ich massive Probleme bei MilchProdukten. Und je länger ich von einer AB-Gabe weg bin, desto weniger Beschwerden habe ich. Mein Gentest auf Laktose war negativ (genauso wie alles andere, Magenspiegelung, Darmspiegelung...), was mich auch beruhigt, denn es wäre schön, wenn es die Kinder halbwegs verschonen würde. Mir ist es ja auch egal, wie es heißt, ich schaue, was ich vertrage und was nicht und lebe danach. So konnte ich lange keine Milch trinken, aber mittlerweile esse ich ohne Probleme wieder morgens ein Müsli mit normaler Milch. Tzaziki oder Sahne vertrage ich gar nicht, Quark völlig problemlos (meistens).

Grad ist auch ein interessanter Artikel zu Gluten bei der Zeit online. Habe ich gar nicht gewusst, dass es Menschen gibt, die sich freiwillig glutenfrei ernähren.

Anonym schrieb am 08.05.2017 09:55

Unverträglichkeiten und Allergien sollte man aber nicht allgemein mit Intolleranzen verwechseln oder gleichsetzten.
Laktoseintolleranz ist eigentlich normal für den Menschen, die anderen die Laktose verdauen können sind die Mutation die sich in vielen Ländern durchgesetzt hat.
Da Milch für Kälbchen /Heranwachsende da ist, muss sie später nicht mehr vertragen werden, weil eben nicht mehr gebraucht.

Anders ist es bei einer Unverträglichkeit, da ist es Das Milcheiweiß das nicht vertragen wird, manchmal hilft es da auf Hornmilch umzusteigen.
Bei Kühen mit ausgebrannten Hörnern ist die Zusammensetzung der Milch anders.
Und das meiste was bei vielen als Milchprodukten auf den Tosch kommt hat mit einer normalen ursprünglichen Milch nichts mehr gemeinsam.

Bei Fructoseitolleranz nützt es nichts sich möglichst mit viel buntem Obst und Gemüse zu ernähren, es sei denn man möchte sich sehr quälen ;-)
Da fehlt ein Enzym, das ist keine Allergie oder Unverträglichkeit. Die Fructose kann schlicht nicht verdaut werden, und das bringet einen blöden Kreislauf von Beschwerden und Unterversorgung in Gang. Eine gesunde Darmflora ist da sehr wichtig aufrechtzuerhalten. Das geht zu Beginn nur mit strikter "Diät".
Da ist alles nicht angebracht das für andere als besonders gesund gilt:
Obst, Gemüse ( viele Gemüsesorten haben einen sehr hohen Fructosegehalt)
Ballaststoffe.
Mittlerweile gibt es das Enzym zum Einnehmen vor einer Malzeit auch in D.
Wenn man herausgefunden hat welche Obst und Gemüsesorten persönlich nicht gut vertragen werden, kann man die Kapseln vor der Mahlzeit einnehmen.
So kann auch einfach mal wieder ein Apfel gegessen werden.

Anonym schrieb am 08.05.2017 10:00

Meine Tochter war ja ein KS und das bakterielle Defizit habe ich über Langzeitstillen und "hygienearmes Leben" *gg* wieder ausgeglichen.

Im Prinzip zerstört alles, was außer Muttermilch in den ersten Monaten mit dem Darm in Kontakt kommt, den Aufbau einer gesunden Darmflora. Also jeder Schluck Tee, Glukosesirup, Milchnahrung oder auch Wasser.

Allen die keine Milch vertragen, aber gerne Kuhmilch trinken wollen, möchte ich ans Herz legen, Rohmilch auszuprobieren. Aber auf keinen Fall abkochen!

Letztes Jahr hat meine Tochter mit 7 Jahren erstmalig AB bekommen und die Darmflora war sofort im Eimer. Seitdem trinken wir täglich frisch angesetzten Kefir und es hat sich sehr schnell reguliert.
Kefir ist unglaublich in seiner Bakterienvielfalt. Bei mir selbst habe ich gemerkt, dass der Kefir sich super auf die Bakterienzusammensetzung im Mund auswirkt.
Wer Interesse hat....meiner wächst und wächst und da ich alle im Umkreis schon versorgt habe, kriegt der Hund den Pilz ins Futter ;o) Ich gebe also gerne ab.

LG Doro

Lola (Profil) schrieb am 08.05.2017 10:45

Ich habe ml irgendwo gelesen, dass die Anzahl an Laktoseintoleranzen mit der Produktion von h Milch gewachsen ist... Deshalb finde ich doros Vorschlag spannend.

Ich muss mal suchen, in ich die Info noch irgendwo finde...

Lola (Profil) schrieb am 08.05.2017 10:51

Kann sich dabei auch nur um Unverträglichkeit gehandelt haben...

dorle (Profil) schrieb am 08.05.2017 13:26

doro

ich hätte interesse an dem kefir.
verstehe ich richtig - es ist einer für rohmilch, ja? gibts ja auch für wasser.
aber den russischen kefir -mülller nennt ihn kalinka - den liiiiebe ich.

Anonym schrieb am 08.05.2017 20:38

Handelt es sich denn hier evtl um eine Kaiserschnitt Geburt? Bei dem Kind um das es anonym geht?

Nein, sind beides keine Kaiserschnitte gewesen und auch sonst kaum krank, also auch keine Antibiotika-Kinder. Die Veranlagung zumindest für Laktose ist halt geerbt, das war zu befürchten. Nur, dass es so früh schon rauskommt ist eben krass.

Naja, nächste Woche geht es in die Karenzzeit, bis dahin sollte alles geregelt sein, insbesondere mit dem Kindergarten. Da die Kinder dort mindestens 2x auch Mittagessen müssen, muss das ja auch geklärt sein. Denn eigentlich kriegen die Essen geliefert, da gibt es aber nur laktosefrei, nichts bezüglich Fruktose. Stelle ich mir auch schwer vor bezüglich der sehr unterschiedlichen Verträglichkeitsgrenzen...

Thread-Ano

dorle (Profil) schrieb am 08.05.2017 20:43

ja also gerade für die kita würde ich persönlich auch lieber selber kochen und mitgeben.

wenn es doch mal zu krankheiten kommt weiß man nämlich sonst nicht woher es rührt.
den eigenen kram kann man wenigstens nachvollziehen.

ich würde suppen in thermogefäßen o.ä. (da fuchst du dich sicherlich ein) mitgeben.
vielleicht gibt es ja auch eine herdplatte plus töpfchen.

AnjaBär (Profil) schrieb am 14.05.2017 11:36

Buchtipp

Hallo!
Die Bakterien "erbt" man ja auch in der Familie, die schlechten wie die guten. Ich hatte auch schon immer Hautprobleme und Probleme mit Histaminintoleranz, jetzt mit etwas mehr Wissen zum Darmthema habe ich meine eigenen Probleme ganz gut im Griff, ich muss halt jeden Tag Gemüse haben und sonst der Darmflora mit Symbiosekapseln auf die Sprünge helfen.
Mein Sohn hat Fructoseintoleranz und solange wir regelmäßig die Darmbakterien zuführen keinen Druchfall mehr, Zucker kann er schon nur gaanz wenig essen aber alles wo Fructose-Sirup drin ist rauscht weiterhin durch. fructosearmes Obst gehen kleine Mengen wenn es zu einer Mahlzeit geht. Aber richtig stabil wird seine Darmflora erst werden wenn er mehr Gemüse isst. Sonst haben die zugeführten Bakterien nicht genügend Substrat um die "bösen Fructosefresser" die seinen Dünndarm fehlbesiedeln zu verdrängen.
Mir fällt es sehr schwer, ihn dazu zu zwingen, er ist ja schon so dünn und klein wegen der mangelnden Nährstoffaufnahme.
Buchempfehlung: Darm krank alles krank von Dr. Reckel (Sitzt Nähe Hamburg).
sehr erhellend, es wird die ganze Familie betrachtet.
Es macht auch Hoffnung, dass wir irgendwann alle wieder normal essen können, wobei man sich eben auch ein eigenes "Norma"l definieren muss, bei uns wird das immer Bio und Zuckerarm bedeuten. Den ganzen Schrott den die Industrie so anbietet (alles wo " Für Kinder" draufsteht hat extra viel Zucker!) lassen wir einfach weg, das spart enorm viel Geld und Müll..
Man kann ja immer gut Kartoffeln (gewässert), oder Reis, Gemüse, Eier machen, so wird dem Kind nichts fehlen. Ich wünschte, die würden in der Kita einfach für alle zuckerarmes essen anbieten, wäre für alle gut. De kinder sind ja auch viel ausgeglichener.
Als Dosen nehme ich so Glasdosen mit Plastik-Klickverschluss aus dem Supermarkt.

Anonym schrieb am 14.05.2017 11:55

Re: Buchtipp


wobei man sich eben auch ein eigenes "Norma"l definieren muss, bei uns wird das immer Bio und Zuckerarm bedeuten. Den ganzen Schrott den die Industrie so anbietet (alles wo " Für Kinder" draufsteht hat extra viel Zucker!) lassen wir einfach weg, das spart enorm viel Geld und Müll..


Dem kann ich nur zustimmen. Danke für den Buchtipp!

LG Doro

Anonym schrieb am 14.05.2017 22:31

Danke für den Buchtipp, da werde ich bei Gelegenheit mal danach sehen. Obwohl der Papa ja keine Probleme mit Fruktose hat und am meisten Laktose verträgt. Aber der treibt sich auch am meisten außer Haus rum. Vielleicht begründet das ja die Sonderrolle.

Jetzt geht es erst mal in die Karenz. Heute haben wir angefangen, morgen kommt der Härtetest im Kindergarten. Ich habe mir mittlerweile die größeren zweistöckigen Edelstahldosen von a slice of Green besorgt. Die kleineren haben wir bereits als Vesperdosen und da haben sie sich bisher als sehr robust erwiesen.

Und ja, um das ganze Industrieessen bin ich auch nicht traurig. Wenn ich da immer die Zutaten lese, nehme ich fast nichts Verarbeitetes mehr mit, selbst wenn es verträglich ist. Einfach zu gruselig teilweise... Schön ist nur, wenn die Verwandtschaft das dann alles anschleppt, auch wenn die Kinder es gar nicht essen können...

Grüße,
Thread-Ano

dorle (Profil) schrieb am 14.05.2017 23:14

alternativen anbieten.

bio-nüsse vielleicht

dörrapparat gemeinsam kaufen für diverse gemüsechips

bkoe0067 (Profil) schrieb am 15.05.2017 11:23

Morgen!

Bei mir wurde auch eine 100%ige Lactoseintoleranz getestet vor 20 Jahren. Was hab ich geheult. 3 Wochen Milch strikt vermieden, dann habe ich es nicht mehr ausgehalten.

Und es geht. Kann keinerlei Zusammenhang zwischen Beschwerden und Milchkonsum feststellen.

Bis heute weiß ich nicht, ob
- der Test schlicht falsch war oder
- die 3 Wochen strenge Diät ausgereicht haben (dann kann es aber keine 100% bzw. kein fehlendes Enzym gewesen sein, das durch Zauberei plötzlich doch da ist)

Ist mir auch wurscht!! Ich lebe wieder wie früher. Leichte Beschwerden welcher Art auch immer werden ignoriert.

Ich denke, dass ihr aber auch so ein Level erreichen könnt, auf dem Beschwerden mit Genuss und Gesundhit (evtl. mit vorheriger Pilleneinnahme) abgewogen werden.
Ich würde es vor den Kindern gar nicht groß problematisieren, damit sie es einfach als "normal" für sich ansehen und eben nicht das "Verzichtgefühl" haben.

Wobei ich jetzt mal oberflächlich gesucht und gefunden habe, dass Fructose-Vermeiden sogar kontraproduktiv ist. Aber da kennst Du Dich natürlich viel besser aus.
In die Kita kannst Du auch, vor allem im Sommer, kalte Salate (aus was auch immer?!) o.ä. mitgeben und dann abends zuhause kochen.
Letztlich kocht man doch auch mit intoleranzfreien Kindern immer die selben fünf Essen... ;)

Ganz liebe aufmunternde Grüße!

bkoe

dorle (Profil) schrieb am 15.05.2017 14:18


Letztlich kocht man doch auch mit intoleranzfreien Kindern immer die selben fünf Essen... ;)

Ganz liebe aufmunternde Grüße!

bkoe



*lach* Ein wahres Wort gelassen ausgesprochen!

Was hängen mir Spaghetti zum Halse raus. Aber alle meine Männer lieben sie.
Ich bin ja eher der Karoffel mit Quark-Fan :o)

bkoe0067 (Profil) schrieb am 15.05.2017 14:24

Ohhhh! Doooorle!! Lass uns ma' treffen und ein Kartoffel-Quark-Fest feiern! Das mag hier auch keiner außer mir!!!

Aber wir kommen vom Thema ab (oder müssen lactosefreien Tofuquark essen).

Sorry, liebe TS, für die kleine humorige Einlage. Ich will Dich damit sicher nicht kränken oder das verharmlosen. Im Gegenteil, ich kann mir den Stress lebhaft vorstellen.

Aber vielleicht musst Du ja, wenn Du das liest, ein ganz kleines bisschen schmunzeln.

bkoe

bkoe0067 (Profil) schrieb am 15.05.2017 14:27

P. S.: Für die Problematik bei Freunden würde ich, wenn es sowas gibt, eine Liste erstellen, was jederzeit gegessen werden darf, und diese mehrfach im Kindergartenfach des Kindes hinterlegen sowie großzügig im Bekannten- und Freundeskreis verteilen, vielleicht per Mail, damit es immer abrufbar ist. Und dem Kind in die Taschen stecken, wenn es eingeladen ist.

Die Kinder selbst merken sich das sicher auch recht schnell und können das dann auch selbst sagen.

Anonym schrieb am 17.05.2017 22:12

Keine Sorge, ich bin nicht gekränkt und durfte über die Einlage kräftig schmunzeln ... Und auch aus vollem Herzen zustimmen. Meine Kinder sind gerade auch voll auf dem Nudeltrip, am besten eh ohne Soße. Daher geht die Umstellung momentan auch ganz gut :-)

Das mit der Karte der erlaubten Lebensmittel ist eine gute Idee, wenn sich mal alles eingependelt hat. Momentan ist halt erst mal Zucker- und Obstabstinenz angesagt, damit der Körper wieder zur Ruhe kommt. Danach geht's dann ans austesten, denn wie richtig gesagt, soll man ja so viel essen, wie man verträgt, sonst wird immer weniger vertragen.

Die Kinder nehmen es aber echt ganz gut hin und wissen auch warum das Ganze jetzt so ist. Klar, Ohne Zucker ist doof, aber wir haben schon ein paar andere leckere Rezepte gefunden, die als Nachtisch gut ankommen. Stressig ist es momentan wohl eher für mich, weil ich eben auch noch ein Mittagessen vorbereiten muss und mir da zur Zeit auch echt Mühe gebe, damit es eben nicht nach Verzicht aussieht. So gibt es Kartoffelpuffer, Nudelmuffins und morgen Wraps und vielleicht etwas grünen Salat. Mal sehen, ob die wählerische Brut den will...

Am Montag ist dann auch endlich der Termin bei der Ernährungsberatung, ich bin mal gespannt, wie es dann weitergeht. Jedenfalls scheint es den Kindern so langsam besser zu gehen, das freut mich schonmal.

Aber noch ein kleiner Aufruf: hat noch wer gute Gemüsearme Rezeptideen? Ich kann ja nicht immer nur trockene Nudeln und Pellkartoffeln mit Quark essen, so sehr ich letzteres auch mag. Bei der Party wär ich also gerne dabei ;-)

Liebe Grüße Thread-Ano

Anonym schrieb am 17.05.2017 22:30

ich habe keine ahnung vom fructose-gehalt von (wild)kräutern - aber vielleicht wäre das ein gemüse-ersatz? vor zwei tagen habe ich unkräuter aus dem garten mitgenommen (brennessel, giersch, schafgarbe, beinwell, melde - das konnte ich 'sicher' erkennen... bin noch am lernen...) - mit olivenöl, salz und gehackten pinienkernen ist ein sagenhaft leckeres pesto entstanden. wildkräuter sind bezüglich vitaminen und anderen guten stoffen oft dem klassischen gemüse überlegen, habe ich gelesen (stimmt das, dorle ;) ?) - dann wäre der gemüse- und obstverzicht nicht mehr so gravierend...?

alles gute,
sünneli

ECE (Profil) schrieb am 18.05.2017 10:23

Unser einfachstes Rezept dass die Kinder sehr gerne wollen ...gibt's bei uns wöchentlich:

Gemüsechips: wir haben keinen Dörrapparat aber wir stecken einfach 2-3 Bleche voll immer in den Backofen.... auf ein Blech kommt Fisch auf die anderen beide Gemüse... immer mit drauf sind Kartoffeln gelbe Rüben und Pastinaken oder Tomapibur?... und je nach Gemüse was noch zuhause ist da haben sie auch schon zwiebeln und Auberginen und fenchel gegessen mal kommt Kohlrabi mit drauf Zucchini geht auch gegebenfalls muss man halt nachher noch etwas salzen
Ich nutze für das Gemüse raspeln aber auch der Einfachheit halber immer die Küchenmaschine aber kannst du natürlich mit jedem Gurkenhobel auch machen... verstecktes Gemüse oder irgendwo drunter gepanscht mögen meine Kinder nicht

Gemüseburger mögen meine Kinder auch gerne

Im jugendlichen Alter war meine Lieblingsspeise einfach nur das Gemüse mit Käse überbacken z.b. Brokkoli Salz und Pfeffer drauf und Käse drüber und rein in den Backofen aber meine Kinder mögen das überhaupt nicht

bkoe0067 (Profil) schrieb am 18.05.2017 22:21

Hi,

gehen denn Kartoffeln generell gut? Dann mach doch Kartoffelbrei mit lactosefreier Milch oder Mandelmilch.
Geht Kokosmilch? Nee, oder? Sonst ginge da auch viel: leckere Kichererbsencurrys vielleicht. Kichererbsen gehen vielleicht auch für einen Salat mit wenig Salat ;)

LG

bkoe