DIDYMOS - Das Babytragetuch

"Ein viertes Kind? Machen oder lassen?"

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Anonym schrieb am 16.06.2017 08:00

Ein viertes Kind? Machen oder lassen?

Guten Morgen,

jaaa, ich weiß. Schon wieder so ein Beitrag. In der Frage kann einem eh keiner helfen. Aber ich weiß grad einfach nicht wohin mit mir. Also dann hier hin. Es sei mir verziehen.

Ausgangslage ist folgende:

Zwei Kinder in der Pubertät, 12 und 14 Jahre alt. Zwischen Tür und Angel, Studium und Beruf so nebenbei groß geworden. Klappt gut. Es gibt die üblichen Reibereien, aber nix wildes. Die zwei machen das schon! Gesunde, starke, kompetente Kinder. Doch, bin ich stolz drauf!

Dann gibt es den Nachzügler: 2,5 Jahre alt, gewünschtes Wunschkind, alles genau geplant und alles ganz anders gekommen. Die Maus hat einen Herzfehler, eine leichte Lippen-Kiefer-Gaumenspalte, und fast einen offenen Rücken, aber nur FAST.
Wegen des Herzfehlers nimmt sie Medikamente, ist aber nix wildes.
Und sie wird von allen nach Strich und Faden verwöhnt und vergöttert und legt eine Ansprüchshaltung an den Tag die monströöööse Ausmaße annimmt. Okay. da kann sie nix für. Grenzen setzten müssen die Eltern.

So. ICH meine: am besten wäre ein viertes Kind. Zum einen reguliert sich dann das Verwöhnen von Nummer 3 ganz schnell, zum anderen sind Geschwister ein riesen Geschenk fürs ganze Leben.
Geld ist da, Platz ist da, Zeit fehlt sowieso immer. Das passt nie. Mein Mann ist so määääässig begeistert, vor allem aber weil Nummer 3 ihm furchtbar!!! leid tut. Es würde in seinen Augen sehr leiden unter einem neuen Baby (und er selbst natürlich auch, müsste ja schon wieder etwas mehr mit anpacken, Sex würde erstmal weniger werden...er liebt halt seinen Komfort, sieht das baby aber eher als MEINE Entscheidung und würde dann unterstützen.)

Leider leider leider kenne ich keine Familie mit mehr als zwei Kindern. ich kann mir den Alltag also nur sehr schlecht vorstellen (ist ja eh überall anders.)

Macht mir mal Mut. Mir fehlt so der letzte Anstupser...

Liebe Grüße

Antworten

dorle (Profil) schrieb am 16.06.2017 08:28

Hi Ano,

wie ist es denn um deine eigene Gesundheit und um deine "Nervenlänge" bestellt?

Wenn du gefestigt, gesund und meistens gut drauf bist dann spricht in meinen Augen nix dagegen.

Ich würde das hauptsächlich davon abhängig machen.

KerstinR hat in einem Gespräch mal zu mir gesagt: Als mein Mann und ich dann das 3 Kind hatten haben wir gedacht: Da hätten wir auch noch ein 4. hinterher schieben können, dann hätten die sich gegenseitig gehabt.
So war das letzte immer irgendwie ein Einzelkind.

Ich finde ist etwas wahres dran.

Meine Tante hat 4 Kinder und ich war als Kind da oft zu Besuch. Mein großer Cousin hat viel mitgeholfen. Bis heute hat er keinen Bock auf eigene Kinder. Nicht zuviel verlangen von den großen.
Logo, schon etwas, aber es ist eben dein Job.

Wenn du dich drauf freust und auch dein Mann Unterstützung zusichern würde, dann ran an den Mann.

Soll er doch die Babymachzeit doppelt genießen.
Der heiße Sommer kommt noch ;o)))

Lola (Profil) schrieb am 16.06.2017 09:21

Sehe es wie dorles.

Allerdings Frage ich mich, wieso du meinst, dass das vierte Kind dann nicht auch wieder verwöhnt wird... Bei mir war es immer das letzte, das verwöhnt würde. Aber man kann ja nicht immer eines nachschieben, um es zu " entwöhnen". Lach...

purzelmurzel (Profil) schrieb am 16.06.2017 10:23

Hört sich für mich überzeugend an. Ich kenne hier eine Familie mit zwei Teenies und zwei Kigakindern. Das Argument mit dem Nachzögler finde ich überzeugend, denn der Abstand ist ja relativ groß. Das wäre beim nächsten ja nicht so.
Ich kenne einige mit vier Kindern.

Im Gegenteil, ich habe jetzt nicht so Klar, was bei euch dagegen spricht!
Wir haben drei und ich sehe, wie sich oft zwei zusammenschließen. In allen Konstellationen. Vier finde ich in sich geschlossener ;-)

Anonym schrieb am 16.06.2017 10:41

Die Ausgangs-Anno nochmal:

Also, es ist natürlich noch etwas komplizierter.

Die ersten beiden Kinder haben einen anderen Papa (das Verhältnis ist super, der ist Patenonkel bei Nummer 3, besser könnte es kaum laufen.)

Nummer drei ist also das erste Kind mit DIESEM Mann. Der 42 ist, die Hoffnung auf Kinder aufgegeben hatte 8ebenso seine Eltern, deren erstes und einziges Enkelkind es ist), und nun sehr sehr vorsichtig mit diesem kranken und zerbrechlichen Wesen (seine Wahrnehmung). Im Wirklichkeit ist das Kind so was von stabil (körperlich, seelisch und geistig) das es absolut NULL Einschränkung hat. Trotzdem bekommt es mit Hinblick auf sein "Leiden" jeden Wunsch erfüllt, jede menge Extra-Würste und die fordert es nun eben auch lautstark ein.
Die großen Geschwister vergöttern die Kleine, all zu viele Pflichten haben die beiden nicht, wir haben Haushaltshilfe und Kinderfrau.

Ich glaube einfach es würde allen Beteiligten ganz gut tun wenn diese "Einzelstellung" ein wenig aufgehoben werden würde. ich befürchte einfach, das Kind bleibt für immer Prinzessin...und das möchte ich ihr (und mir!!!) ersparen.

Gesundheitlich bin ich mit 37 nicht mehr die jüngste, aber sonst spricht nix dagegen. Nerven...variiert je nach Tagesform. Mal besser, mal weniger gut. Wie das halt so ist. Ich bin auch nicht Super-Mum, aber etwas Reserve wäre schon noch vorhanden, ich kann mir hier auch Entlastung schaffen. Das würde schon gehen.

zweierlei1234 (Profil) schrieb am 16.06.2017 11:53

Kann dir nur unsere Konstelation beschreiben.
Wir haben drei "Große" Kinder, Tochter mit 15, 2 Söhne mit 12 und 10 Jahren und unser Überraschungsnachzüglermädchen mit nun 15 Monaten.
Am Anfang waren wir ALLE sehr überrascht und teilweise geschockt (ich bin jetzt 43 und mein Mann 47). Schwangerschaft und Geburt liefen gottseidank sehr gut und es gab keinerlei Komlikationen.
Es war schon eine Umstellung - für alle - aber es ist auch wirklich wunderschön nochmal alles erleben zu dürfen, natürlich ist es nicht immer zuckerschlecken und die großen Kinder sind auch da und haben Bedürfnisse, die Kleine muss einfach immer mit und ist dabei. Dadurch ist sie auch ein wahninnig entspanntes Kind das sehr glücklich ist wenn viel um sie rum los ist, sie liebt ihre Geschwister und selbst der 10jährige passt verantwortungsbewußt auf seine kleine Schwester auf. Alle helfen mit, nicht immer gerne, aber immer mit viel Liebe, vor allem seit sie aktiv ist und sich sichtlich freut wenn sie kommen.
Schlimm wird es hier wohl erst wenn die Großen flüge werden und die Kleine mehr oder weniger allein mit uns zurückbleibt (soweit mag ich noch gar nicht denken...). Die große Schwester ist übrigens auch Mama ;o))

So als Resümee würde ich sagen, das es das beste war was noch passieren konnte, nochmal ein Kind zu bekommen, vier ist eine tolle Zahl, wenn ich auch den Altersunterschied niiiiiieee so extrem gewollt hätte, das ist halt nun mal so.

Die Umstellung von 3 auf 4 ist auch nicht mehr wild. Man braucht eh ein Auto das groß genug ist, Urlaube sind sowieso immer ein kleiner Umzug ...manchmal sind die BLicke der Leute etwas gewöhnungsbedürftig, aber das ist ja egal.

Lola (Profil) schrieb am 16.06.2017 12:20

Echt?
Bei uns passen drei auf die Rücksitzbank. Mit vier ginge das nicht mehr...

Ich finde auch,, dass es stimmig klingt. Mach Mal. :)

Anonym schrieb am 16.06.2017 12:56

Hallo Du..
genau mein Thema
meine drei Kinder sind von demselben Mann (12,12,7), auch neben Studium und Beruf bisher toll und unkompliziert großgeworden. Das heisst also, mit dem neuen Mann wäre nr. 4 das erste Kind. Ich bin genau wie Du 37, kerngesund, belastbar, der neue Mann ist 47 (aber auch fit) . Seine Mutter ist schon lange tot (Krebs), sein Vater hat auch Krebs, aber eine Sorte mit der man noch eine Weile gut leben kann. Enkelkinder gibts schon zwei (vom jüngeren Halbbruder meines Partners), das ist also nicht so ausschlaggebend.
Ich hab gerade einen neuen, guten Job angenommen, den ich schwanger evtl. nicht mehr ausüben dürfte (Gesundheitswesen), ER hat einen guten Job, würde sich aber gerne verändern und wäre auch nicht abgeneigt, mal ein Jahr oder länger Hausmann zu sein und meine Kinder zu erziehen :-)
Wir haben das schon öfter durchdiskutiert und die Bedenken sind einerseits praktischer Natur (7-Sitzer Autos sind i.d.R. ziemlich hässlich was für ihn als Autosammler ein Makel wäre), andererseits fragt er sich, ob das in "seinem Alter" (haha) noch ne gute Idee ist....an anderen Tagen will er das dann unbedingt und stellt sich die Frage, wer denn sonst seinen ganzen Kram erben soll.
Und da stelle ICH mir dann die Frage, ob es sinnvoll ist ein Kind zu bekommen wenn er dazu noch keine klare Meinung hat. Denn wenn es unterwegs ist, ist es unterwegs.
Dein Mann scheint ja dann doch eher positiv eingestellt zu sein, wenn man von der Angst um die Gesundheit des zukünftigen Kindes mal absieht. Aber sowas weiss man ja nie vorher.
Ich wünsche Euch alles Gute und freu mich auf den Geburtsbericht ;-))
Cathrin

zweierlei1234 (Profil) schrieb am 16.06.2017 13:38

Echt?
Bei uns passen drei auf die Rücksitzbank. Mit vier ginge das nicht mehr...

Ich finde auch,, dass es stimmig klingt. Mach Mal. :)


Na ja, wir hatten uns schon mit dreien einen Transit Bus gekauft, also einen 9sitzer...es kommen hier oft Freunde der Kinder mit auf Ausflüge etc. und ich hatte irgendwann die Dachbox und das Urlaubstetris satt und das nächste Secondhand Auto war eben ein Bus.
Mein Kleines Auto reicht auch für alle bzw. wenn max. 5 unterwegs sind (Mann arbeitet eh oft wenn ich mit den Kindern unterwegs bin, dann sitzt einfach eines vorne).

Anonym schrieb am 16.06.2017 14:17

Also mit Haushaltshilfe und Kinderfrau würde ich sofort sagen: machen lassen (das kleine Wortspiel konnte ich mir bei der Überschrift nicht verkneifen ;o))

LG Doro

ChristineT (Profil) schrieb am 16.06.2017 14:51

Weiß nicht, hier kommt mal eine Contra-Stimme. Für mich hört sich das so an, dass Du Dir ein viertes Kind vor allem als "natürliche Erziehungshilfe" für das dritte wünschst. Das finde ich nicht so gut und etwas unfair. Wenn Ihr wirklich noch ein 4. Kind wollt um seiner selbst Willen, würde ich sagen, die Rahmenbedingungen klingen gut und dem Familiengefüge könnte es gut tun.

Nicola (Profil) schrieb am 16.06.2017 17:02

Ich denke, dass Nr. 3 gerade deswegen so "entspannt" läuft, eben WEIL daneben kein Zweit-Kleinkind/Baby dabei ist. Das wird wieder ganz anders - hochgradig stressig - wenn ihr jetzt nochwas hinterher schiebt.
Die Konstellation mit ca. 3 Jahren Altersunterschied zwischen den Kleinsten ist dann genau das, was man in jüngeren Jahren eben schon hatte.
Wir haben 3 große Kinder (19, 17, 14) und eine Nachzüglerin (6). Die haben wir uns von Herzen gewünscht und es war eine tolle Erfahrung, sich mal nur auf EIN Kind zu konzentrieren. Klar ist sie vermutlich etwas verhätschelt - aber auch wieder nicht, sie schaut sich ja viel ab und ist daher selbständiger als die anderen in dem Alter waren.

Lange Rede kurzer Sinn: wenn Du Dir wirklich ein viertes Kind wünscht, um des Kindes willen, dann tu es! (sagt ja auch keiner dass es schnell oder überhaupt klappt, die Uhr tickt ja auch...).
ABER nur, damit ein Geschwisterkind da ist um der "Einzelkindproblematik" entgegen zu wirken, oder um die Kleine vom Thron zu werfen - das fände ich nicht fair. Weder dem neuen Baby gegenüber noch den Geschwistern.

LG
Nicola

dorle (Profil) schrieb am 16.06.2017 18:49

Ich denke, dass die Sache mit der Möglichkeit der Unterbindung dieser krankheitsbedingten Verwöhnproblematik eher als zusätzliches Positivum erwähnt wurde und nicht der Grund für ein viertes Kind sein soll.

Die TS schreibt ja selber wortwörtlich: Grenzen ziehen müssen die Eltern - sowie: die Geschwister haben sich dann gegenseitig (leider habe ich den Originaltext nicht vor Augen)

Und selbst wenn: wieviele Eltern treffen die Entscheidung ob sie noch ein Kind und wann sie noch ein Kind bekommen MIT der Begründung das das erstere dann kein Einzelkind wäre und da habe ich auch noch nie gelesen das gesagt wurde Hey, ihr bekommt das Kind wohl nur um das erste vom Thron zu schubsen damit es kein verwöhntes Einzelkind wird.

ich ahne schon was wirklich gemeint war, aber ich denke das ist echt so weit hergeholt und an dem einen Argumentationsstrang festgetackert das es leicht absurd ist. ;o)

Nicola (Profil) schrieb am 17.06.2017 09:27

@Dorle
Naja, im Zusammenhang hieß es eben (nach der Verwöhnproblematik) "am besten wäre ein viertes Kind"
Das klingt nicht nach: ich wünsche mir unbedingt noch ein Baby... oder: ich finde ein weiteres Kind würde unsere Familie komplettieren... sondern eben nach "eigentlich wäre es am besten, ABER...."

Ich wollte immer gerne ein fünftes Kind. Aber ganz allein aus dem Herzen heraus. Nicht damit das vierte nicht als "Einzelkind" aufwächst.
Der Zug ist jetzt aber abgefahren und ich habe mich damit arrangiert, ist gut so wie es ist.

Anonym schrieb am 17.06.2017 17:28

Kommt Nacht kommt Rat

Die Ausgangs-Anno nochmal:


Habt ganz lieben Dank für all die herzlichen und ehrlichen Beiträge.

Jaaa, ich will das Baby schon weil ich mir ein Baby wünsche. Und es wäre eben auch gut für uns alle (man sucht ja immer nach Gründen WARUM ein Kinderwunsch, grad bei Nummer 4, "vernünftig" ist.).

Mein Mann und ich haben gestern nacht folgendes überlegt, nämlich dass wir Montag die Spirale tatsächlich ziehen lassen (ich lasse ziehen, er hält Händchen, der Termin steht schon länger). Einfach aber erstmal weil sie mir nicht gut tut.
Ab Dienstag sind wir eh vier Wochen im Urlaub, und da werden wir einfach mal sehen/fühlen/ beobachten wie sich der Herzenswunsch so entwickelt. Bei Baby Nummer 3 hat es 6 Monate gedauert bis aus Wunsch Leben wurde. Hier wird es sicher auch nicht gleich sofort klappen, wir können also in Ruhe beobachten. (Und wenn es doch klappt ist es Schiksal:-)))

Und wenn wir dann zurück sind werden wir wissen wie der weg weitergeht. Ob mir die Firma als Baby reicht oder doch noch mehr aus Nummer 4 wird.

Die Stärke des Wunsches schwankt bei mir schon etwas. Mal möchte ich auch einfach in Ruhe in die Badewanne oder lesen (so richtig! Etwas OHNE BILDER!!!) oder ähnliches. Dann freue ich mich auf den Kindergarten für Nummer 3 und die Papawochenenden von Nummer 1 und 2. Aber so ganz geht der Wunsch nie weg, auch wenn im Kinderzimmer die Fetzen fliegen und all die kleinen und großen Alltags-Katastrophen auch uns einprasseln. Irgendwie ist da immer noch Platz und Raum.

Nun ja, in vier Wochen sind wir weiter:-)

Liebe Grüß3

Anonym schrieb am 17.06.2017 17:29

P.S: An Cathrin

...wenn Du magst schreib mir doch Deine Mail-Addi, dann können wir uns austauschen. Wäre sicher spannend:-)))
ich würde mich freuen:-)

Anonym schrieb am 18.06.2017 07:52

Oh man, so mein Thema. Obwohl ich drei kurz hintereinander habe, finde ich den Aspekt der ungeraden Zahl Kinder sehr ausschlaggebend, bei meinen Überlegungen.
Ich habe nur das große Problem, dass mein Mann auf keinen Fall ein viertes Kind möchte.....
ich lese mit , in der Hoffnung, dass ich gute Argumente finde, die meinen Wunsch vielleicht kleiner werden lassen. Obwohl meine Hoffnung da nicht groß ist.....
Lg

Anonym schrieb am 18.06.2017 09:46

Ok, also für mich dann eher Argumente, die gegen ein 3. Kind sprechen? Meine beiden (3 und 5) spielen sehr schön miteinander, stört dann ein weiteres eher?
Das Hauptproblem ist allerdings tatsächlich, dass mein Mann kein 3. möchte und im Alltag auch viel an ihm hängt.

Nachtkatze (Profil) schrieb am 18.06.2017 10:18

Anonym schrieb am 18.06.2017 10:38

Geschwister


Die Ausgangsanno:

Ich glaube, es gibt keine rationalen Gründe für noch ein Kind. Es ist was es ist, sagt die Liebe;-)

Ich versuche es trotzdem mal.

Warum Geschwister für mich das Größte sind:

Wir sind drei Geschwister.

-Meine beiden Eltern sind früh gestorben, meine Geschwister und ich haben uns in dieser Zeit gegenseitig unterstützt. Wenn einer nicht mehr konnte haben die anderen zwei ihn getragen. Das hat uns allen sehr geholfen. Die Freundschaft hält bis heute und ist stärker als alles andere. Stärker als die Bindung zu den Partnern, zu Freunden, einfach die beste Verbindung der Welt.

-abbbbber: 3 ist immer unrund. Einer ist immer der letzte, der etwas erfährt, der letzte der gefragt wird und immer irgendwie etwas außerhalb. Bei uns wechseln diese Rollen, je nach Thema. Aber vier wäre runder gewesen. Da hätte jeder einen gehabt. Spielen war früher auch immer so:"Ich will mit x spielen, nicht mit DIR! Tür zu." Wir haben schon Schlachten geschlagen;-) Da wäre eine Nummer 4 vielleicht schön gewesen.

-mein Mann ist ein Einzelkind. Die Eltern werden alt, das alles bleibt allein an ihm hängen. Jede Entscheidung, jeder Besuch im Krankenhaus: immer ER! Ich hab immer zwei gehabt, die mit-tragen, mit-denken, mit-helfen. Auf einem Einzelkind lastet einfach ALLES. An Hoffnungen, Erwartungen, Aufmerksamkeit. Das ist recht anstrengend (gibt ja auch Einzelkinder innerhalb der Geschwisterfolge, so wie bei uns...dann ist es etwas milder, aber es bleibt eine Sonderrolle)

-Geschwister sind gute Ratgeber. Und sehr ehrlich, dabei gleichzeitig viel näher am Leben dran als die Eltern. Wenn meine Schwester sagt:" Echt, der Typ ist nix für Dich!" dann denke ich darüber nach. Würde meine Mutter so etwas sagen, es wäre mir völlig egal.
Andersrum auch. Zu mir kommen alle mit beruflichen Fragen. Oder in Geld-Dingen. Und ich kann dann sagen:" Nee, mach das mal nicht!" Man hat einfach einen groooosssem hauseignen Wissens-Background zur Verfügung, nämlich aus DREI MAL Leben, statt aus einem, den man anzapfen kann und der völlig uneigennützig berät.

-Man ist einfach nie alleine. Auch in den dunkelsten Stunden kann man jemanden anrufen und heulen. Und er versteht einen. Weil er einen kennt, ein Leben lang.
Die schönen Stunden kann man natürlich auch viel besser teilen:-)))

-und zu letzt: Sollte MIR und meinem Mann etwas passieren: meine Kinder würden trotzdem liebevoll aufwachsen. In Familien in denen sie eine Platz haben, in denen die Werte in etwa meine eigenen sind. Geliebt und behütet. Jeder meiner beiden Geschwister würde für meine Kinder bedingungslos einstehen. Und ich für Ihre, ganz klar.

So. Das Wort zum Sonntag:-)

Liebe Grüße

zweierlei1234 (Profil) schrieb am 18.06.2017 10:40

Also, ich fand auch drei immer toll. Ich glaube es gibt keine Richtige oder falsche Anzahl an Kindern, es kommt ja auch auf die Kinder selber an ob und wie sie gut miteinander können. Auch hier gibt es phasenweise den "Lieblingsspielpartner"- und trotzdem konnten und können sie gut auch zu dritt. Das Kleinste lasse ich mal aussen vor, hier ist der Altersunterschied gerade einfach zu groß.
Wir wollten drei, weil wir uns mit 2 einfach noch unvollständig gefühlt haben. Nr. 4 hätten wir geplant sicherlich nicht bekommen, aber gewollt war es dann doch ;o))
Ich empfinde mein Alter (43) manchmal als positiv (viel Ruhiger, mehr Geduld) und manchmal als negativ (schneller müde, habe öfter das Bedürfnis mich um mich selber zu kümmern). Na und ich weiß ja das auch das 4. viel zu schnell groß wird und bin jetzt schon gespannt was für ein Menschlein sich aus dem Zwerg entwickeln wird ;o))

khadi (Profil) schrieb am 18.06.2017 11:04

Huhu,

wir leben ja auch mit unseren Vieren (die Große bei ihrem Papa) und ich kann das mit den 2er Konstellationen nur bestätigen.

Die beiden Großen spielen zusammen (mit viel Streit und Raufen) und die beiden Kleinen sind auch ein Team ;-) wobei ich dazu sagen muss, dass die Kleinen nur 18 Monate Abstand haben, die Großen immerhin 22 Monate.
Abstand von 2 auf 3 dann über 3 Jahre...daher ist da das Interesse schon etwas anders gelagert.

Aber so wie du alles geschildert hast, würde an sich nichts dagegen sprechen.
So ein Baby wirbelt natürlich alles durcheinander und man braucht wieder ein paar Wochen, bis man seinen Alltag gefunden hat, aber mit Kinderfrau und Putzhilfe hast du ja mehr als genug Unterstützung :-))

Lg
Khadi

Lola (Profil) schrieb am 18.06.2017 11:08

Ich wünschte, ich hätte vier. Aus ganz rationalen Gründen. Egal, in welcher Konstellation sie spielen. Bei dreien ist immer einer zu viel. Zumindest bei uns.
Und wenn es denn da wäre, würde es auch geliebt werden. Also, da hätte ich kein schlechtes Gewissen.

Ich habe aber keine vier, weil ich nicht nochmal schlaflose Nächte möchte. Für mich ist es Zeit für anderes. Und wer weiß, ob es gesund wäre. Das würde Kräfte kosten, die ich nicht hätte..

Du klingst schon so, als wäre es klar. Mach es doch. :)

Anonym schrieb am 18.06.2017 11:40

Ausgangsanno

Jaaaa, es gibt schon Punkte, die etwas kritisch sind.

Nummer 3 braucht Medikamente, lebenslang wie es aussieht. Auch nachts. Ich muss also eh aufstehen. Jede Nacht. Mindestens noch 4 Jahre, schätze ich. Dazu schläft sie sehr schlecht, hat Albträume, wird oft wach. Es gibt kaum Schlaf am Stück. Daher auch die Kinderfrau. Ich MUSS tagsüber etwas schlafen. An sich ist die Maus fit und munter, wir haben großes Glück mit dem Verlauf ihrer Krankheit, aber so GANZ ohne ist es nicht. Und dazu noch Baby füttern?! Vielleicht passt es, vielleicht wird es auch mega anstrengend.

Dann gibt es immer wieder Tage, an denen ich die Ruhe und die großen Kinder sehr genieße (sitze grade mit Kaffe im Garten und alle drei spielen im Pool, das hat was! Wäre mit Baby aber nicht möglich, diese Ruhe).

Und wenn es Zwillinge werden?

Und wenn es krank wird? Der Herzfehler von Nummer 3 ist nicht genetisch bedingt, aber trotzdem.

Schaffen wird das? Schaffe ICH das? Will ich Ruhe und Komfort aufgeben? Das bisschen Freiraum, für das ich so hart gekämpft habe?! (Jaaaaaa, schreit es in mir! Freiraum ist was für Rentner! Dann kannste immer noch töpfern in der Toskana!)

UND| Mein Mann ist eher passiv. Er ist der Leitwolf im Büro, ich bin der Leitwolf Zuhause. Er freut sich an den Kinder, aber die Entscheidung und Verantwortung trage, aus seiner Sicht, eben ich. Wenn ICH will und das verantworte:okay. Für ihn wäre beides okay. Baby okay. Nicht-Baby ebenso okay. ICH wünsche mir eigentlich tief in meiner Seele ein dickes "Jaaaaaaa!" von ihm. Sexy Umstandsunterwäsche und einen Blumenstrauß oder so was unsinniges:-) Das bleibt aber aus. Es ist eher lau, sein Gefühl. Können wir machen, wenn es dein Wunsch ist. Mir wäre lieber es wäre UNSER Wunsch. Aber das ist es nicht.
(Ist nicht soooo wild, in geschäftlichen Dingen entscheidet er auch allein. Er fragt mich, ich gebe ein ebenso laues OKAY von mir und dann muss er damit leben. Er entscheidet, er verantwortet. Er wünscht sich auch oft mehr Begeisterung von mir.)
Aber innerlich finde ich ein Kind wichtiger als ein Projekt. Für ein Kind muss ein dickes JAAAAA von allen da sein. Das nagt etwas an mir. (Er würde es lieben und sich freuen, klar. Aber...der unbedingte Wille ist eben nicht da.)

Zwei Seelen wohnen in meiner Brust, ganz klar. Aber wem geht es nicht so?

Liebe Grüße

dorle (Profil) schrieb am 18.06.2017 12:12

und wenn du einfach noch ein, zwei jahre warten würdest?

ich fand die zeit wesentlich leichter als die kinder auch mal ne etwas längere strecke am stück laufen konnten bzw fahrrad fahren konnten und auch gehorcht haben wenn man STOP rief, wenn sie zuverlässig trocken sind (zwei wickelkinder gleichzeit ist eeeecht krass anstrengend), bei einem leicht chronisch kranken kind kann das naächtliche einnässen ja evtl auch länger andauern, wenn sie evtl auch in die kita gehen kann

in dieser zeit würde ich mich mit meinem mann hinsetzen und meinen wunsch nach einer leidenschaftlicheren zusage oder eben absage (kann es ja auch sein) äußern.

der vorteil an seinem "lau-sein" wie du es nennst, ist ja, dass du quasi machen kannst wie du willst.
wenn du seine starke meinung willst und die fällt dann nicht so aus wie du es eigentlich gern hättest, tja, dann musst du diskutieren bis du ihn umstimmen kannst oder machen wie er mag.
wünsch dir da mal nicht das falsche ;o)))

frage ich dich auch mal: eurem kleinen Problemengel (so nenne ich das kind mal kurz, weil es ist ja nunmal krank und es ist ja nun mal alleine) steht ein knacke-gesundes Geschwisterpärchen gegenüber, das aber nicht vom jetzigen Partner ist.

Könnte etwas dran sein, das du dieselbe Konstellation noch einmal aufbauen willst, damit sozusagen die Gerechtigkeit siegt?
damit dein jetziger Mann dasselbe hat wie dein Ex, damit das Problemkind dasselbe vollwertige Geschister hat wie die anderen beiden, damit du beiden Männern je 2 Kinder geschenkt hast, damit du nicht mit einem Mann 2 und mit dem anderen "nur" Kind hast ?

So wie du die Situation am Pool beschrieben hast, stelle ich mir euch als eine schöne Familie vor.
Vater und Mutter verstehen sich gut, lieben sich sogar, mit dem Problemengelchen ist alles gut am laufen, Geld ist da, sogar für eine Kinderfrau damit Mutti nicht nervlich am Krückstock geht, die beiden Großen gehen ihren Weg so langsam in ein eigenständiges Leben.

Bei vielen Frauen kommt eine Phase, wenn die Kleinen 3 Jahre alt sind, wo sie überlegen ob noch ein Säugling nachkommen soll oder nicht.
Möchte nicht wissen wieviele Beiträge es da hier schon gab. Das scheint ein spezielles Alter zu sein.
Du könntest auch nach einer anderen Herausforderung suchen als einem 4. Kind.
Ein Instrument lernen, ne Band gründen - ich weiß nicht, töpfern ist schon etwas öde und wenn du noch Kraft hast dann freu dich und nutze sie.

Ich gönne dir noch ein Kind, unbedingt, aber du willst den letzten Anschubser sowohl von deinem Mann mit mehr leidenschaft, als auch von uns hier und deshalb denke ich, dass du doch tief drinnen entweder Zweifel hegst oder Angst vor einer dunkeln Gefahr hast.
Die ersten Monate mit dem kranken Kind waren sicher schrecklich. ich könnte mir vorstellen das man das nie vergisst und es bei einem neuen Kind immer wieder auftaucht.

Viel Glück bei deiner Entscheidungsfindung - so oder so - es wird das richtige sein!

Lola (Profil) schrieb am 18.06.2017 12:21

Auch wahr.

Dem gegenüber stelle ich: wenn du noch zwei Jahre wartest, verschiebst die Entscheidung nur. Dann hast du noch mehr Komfort, den du aufgeben musst und die Uhr tickt lauter.

Hin und her. Entscheiden musst Du.

Anonym schrieb am 18.06.2017 12:56

Hi
Die letztendliche Entscheidung denke ich liegt auch bei dir ....daher verstehe ich auch deinen Partner ....er steht zu dir egal wie du dich entscheidest ...er drängt nicht in die eine oder andere Richtung...ist doch Super so ....du hast au h eine sehr komfortable Ausgangssituation im Vergleich zu vielen anderen wie ich finde ....

Egal wie es kommt...man kann nie alles vorausplanen ...

vielleicht gute Rahmenbedingungen schaffen...auch für den fall das mit dir oder deinem Partner mal was wäre, damit die kinder versorgt sind...

Ich fände das super selbst entscheiden zu können!

Lg
Ece

Anonym schrieb am 18.06.2017 13:33

Ausgangsanno

Warten will ich nicht. Bei mir in der Familie kommen alle Frauen sehr früh in die Meno-Pause, ich glaube, ich hab nicht mehr so lange Zeit, und die Kranofader werden auch nicht weniger;-)

Dorle: ob es eine Rolle spielt das zwei von einem anderen Mann sind...nein, ich glaube nicht. Aber die ersten beiden werden in 5 Jahren ausziehen. Das zeichnet sich schon ab. Die erste macht dann Abi und will ins Ausland (wird auch klappen). Nummer 2 will im selben Jahr,mit 17, bei seinem Papa in die Lehre und wird dann dort wohnen (wird auch klappen). Und dann wird Nummer 3 sehr allein sein, könnte ich mir vorstellen.

Trocken ist Nummer 3, Laufenrad fahren geht auch prima. Nur Schlafen klappt so gar nicht, aber dafür kann sie nichts.

Ja, wird haben es nett und gemütlich und schon etwas luxuriös (einfach weil ich wirklich ZEIT und Reserven habe). Projekte und Ziele gibt es genug, auch ohne Baby. Ich war immer berufstätig und hab es immer genossen. Die Kinder sind alle so mitgelaufen und so würde es mit Baby 4 auch sein. Nummer 3 war im Tragetuch mit im Büro und zwei Stunden, in denen ich konzentriert arbeiten muss, bei der Kinderfrau. Was schon sehr nett war. Heute spielt sie unterm Schreibtisch und kommt zu den Aussenterminen einfach mit. Das geht prima. Ab September ist sie im Kindergarten.

Es gibt ihn eben nicht, den perfekten Zeitpunkt. Den perfekten Grund. Den perfekten Plan. Das Leben ist nicht perfekt. Man muss das beste draus machen.

Ich freu mich jetzt erstmal unheimlich darauf die blöde, fiese Spirale endlich los zu werden. Und dann sehen wir mal weiter. Es wird auf jeden Fall dauern bis sich überhaupt etwas tut, daher habe ich Zeit zu überlegen. Ich werde einfach schon mal mit gesunder Ernährung und Sport anfangen (gleich morgen;-)) und dann mal sehen was das Leben so bringt und wie es sich anfühlt.

Und ich werde berichten:-)

Nicola (Profil) schrieb am 18.06.2017 19:36

Ja, Spirale los ist auf jeden Fall ein guter Anfang! War es die Mirena?

Vielleicht machen die Hormone dann sowieso alles von allein. Also nicht die Schwangerschaft, aber die Pro-Zellen im Gehirn ;-))

Anonym schrieb am 19.06.2017 07:44

Ja, war ne Mirena. Und ich quäle mich so damit. Es tut ständig irgendwas weh, zwickt mal hier mal dort, krampft, dann geht's wieder, Stimmung schwankt stark, Wasser in den Beinen, dauernd Kopfschmerzen, Schwindel, entzündete Bindehaut, (kommt alles nicht davon, sagt mein Frauenarzt, aber ich glaub das nicht mehr. Seit dem ich Yoga mache, also etwa 6 Monate, und meinen Körper besser spüre, merke ich ganz deutlich, dass er den Fremdkörper gern los wäre. Ich will mich endlich wieder ganz spüren. Mit Zyklus und allem...). Ich will das Ding einfach nicht mehr in mir!:-)

(Finde es eh mies, das man sich als Frau dann auch noch rechtfertigen muss, vor dem Arzt...unglaublich!)

Aber das ist ne andere Geschichte!

Anonym schrieb am 19.06.2017 17:49

an die Ausgangs-Ano:

meine E-mailadresse ist (alles ohne Lehrzeichen natürlich)

e n g e l c h e n 48 at h o t m a i l . c o m

LG
Cathrin

Anonym schrieb am 20.06.2017 12:21

Tja, das mit den verschworenen Geschwistern klappt leider nicht immer so toll wie bei der Ausgangsano. Weiß da selber ein Lied von zu singen und kenne zahlreiche weitere Fälle.

Aber auch positive Gegenbeispiele. Man weiß es einfach nicht vorher.

Wir hätten ja auch so wahnsinnig gerne ein 4. gehabt. Sollte leider nicht sein (wäre regulär genau heute auf die Welt gekommen, stattdessen habe ich gerade meine Tage gekriegt...). Und mit Ü40 und 4 Fehlgeburten traue ich mich jetzt auch nicht mehr.

Unserem Mittleren hätte ein 4., glaube ich, sehr gut getan. Der kämpft sichtlich zwischen seinen 2 Brüdern und mit seiner Rolle.

Alles Gute bei der Entscheidungsfindung

LG

Ano20.6.